CPU-Leistungsspitzen mit Systemaussetzern

jonnybee

Newbie
Registriert
März 2010
Beiträge
4
System:
MB: MSI P6N SLI (Chipset: NVIDIA® nForce 650i SLI)
CPU: Intel Core2Duo P6600 2,4Ghz
RAM: OCZ 4G 800Mhz DDR2 (2x2GB)
GraKa: zuerst MSI nVidia GeForce 8600 GT 512GB, jetzt ASUS Radeon HD 5770 1GB DDR5
FP: SATAII 320MB von WesternDigital
System: Win7 Pro

Mein Problem:

Seit einigen Wochen habe ich große Probleme mit meinem Rechner. Immer wieder kommt es zu "Leistungsspitzen". Im Task Manager kann man dann sehen, wie die CPU-Auslastung enorm für einen kurzen Moment anspringt. Wenn man gerade auf dem Desktop ist, fällt das nicht weiter auf, jedoch sobald ich eine etwas rechenintensivere Anwendung wie z.B. ein 3D-Game am laufen habe, erreichen die Spitzen 100% Auslastung. Dann steht das System für 1-5 Sekunden still. Auch die Maus bewegt sich nicht mehr und der Sound ist weg oder verzerrt. Gleichzeitig dreht oft einer der Lüfter hoch, wobei ich nicht identifizieren konnte, ob es der CPU-Lüfter, der Gehäuselüfter oder der Lüfter des Netzteils ist. Ein Blick auf die Temperaturen zeigt aber, dass weder CPU noch GraKa über 55°C gehen und damit eigentlich nicht überhitzen dürften.
Die Spitzen treten erst seit neustem auf. Das System lief unter Win7 zwar nie so schnell wie unter XP, aber bisher stabil und ohne Ausetzer.

Maßnahmen:

Zunächst hatte ich irgendwelche Programme im Hintergrund in Verdacht, aber ein Blick in Task Manager führte hier zu keinem Aufschluss. Der Hauptspeicher ist von den Spitzen offenbar nicht betroffen. Deshalb habe ich erstmal alle im Hintergrund laufenden Programme beendet bzw. z.B. automatische Updates deaktiviert. Außerdem natürlich alle Treiber auf den neusten Stand gebracht. Als dies auch keine Besserung brachte, habe ich den RAM gewechselt und gleich mal von 2 GB 400 Mhz auf 4 GB 800 Mhz DDR2 (OCZ) aufgerüstet. Damit wurde es aber nur noch schlimmer; die Aussetzer wurden noch häufiger. Als nächstes ne neu GraKa rein, da die Aussetzer oft mit Grafikeffekten verbunden waren. Die Frames inGame wurden enorm gesteigert, Aussetzer sind aber immer noch da. Bleibt als letztes nur noch das Motherboard oder die Festplatte. Bevor ich aber jetzt hierfür auch noch eventuell vergeblich Geld rauswerfe, wollte ich doch mal nach eurer Meinung/Erfahrung fragen. Gibt es noch eine Möglichkeit versteckte Prozesse im Hintergrund zu identifizieren? Denn so langsam habe ich nicht mehr die Hardware in Verdacht.

Freue mich auf Eure Antworten!
Gruß Jones
 
Zuletzt bearbeitet:
... Ressourcenmonitor (Win7) oder Process Explorer.
 
Blitzmerker schrieb:
Wenn die Auslagerungsdatei sehr fragmentiert ist, dann kann das ganze System hängen

bei 4gb ram wartet das system doch nie auf die auslagerungsdatei.
außerdem könnte die auch fragmentiert sein wie sie will., darauf kommt es ja nun gar nicht an.
 
Natürlich hat Windows ne Auslagerungsdatei, selbst bei 4 GB. Diese wird vielleicht nicht stark genutzt, vorhanden ist sie trotzdem.
Wenn jetzt die Auslagerungsdatei sagen wir mal 1000 Fragmente auf 2 MB linearer Datei hat, dann dauert der Zugriff darauf um die 9 s. Wenn darauf jetzt der Kernel zugreift, er lagert sich ja teilweise selbst aus, dann hängt in der Zeit das gesamte System.

Netzteil schließ ich jetzt als Grund eher aus, durch zu wenig Strom stürzt was ab, aber dadurch hängt nichts.
 
An der Fragmentierung der Festplatte denke ich wird es nicht liegen. Das System ist neu aufgesetzt und die Festplatte ist mit knapp 60GB belegt, also noch etwa 230GB frei. Nichtsdestotrotz defragmentiere ich von Zeit zu Zeit und so wird die Fragmentierung derzeit mit 0% angezeigt.

Netzteil ist ein Xilence XP420 (420 Watt).

Ich habe noch mal versucht zu identifizieren, welcher Lüfter da immer hochdreht. Es handelt sich vermutlich um den Gehäuselüfter an der Rückseite. Genau lässt sich das aber mit dem Gehör nicht ausmachen. Wenn ich mich in den Rechner hänge, brummt es von überall so laut ... :(
 
... und was sagt der Ressourcenmonitor/Process Explorer?
 
Also nachdem ich jetzt stundenlang den Ressourcenmonitor analysiert habe, habe ich 2 Bösewichte ausgemacht:

- Audiodg.exe (angeblich oft Ziel für Viren, konnte jedoch keinen Virus in der Datei ausmachen)
- Systemunterbrechungen (zurückgestellte Prozeduraufrufe und unterbrochene Dienstroutinen)

Nichtsdestotrotz gibt es laut ResMonitor Spitzen, die zwar durch die laufenden Prozesse begleitet werden, aber selbst wenn man alle "Abbilder" zusammenlegt, nicht die tatsächlichen Spitzen abbilden. D.h. irgendwas belastet den Prozessor, ohne dass dafür ein auf dem System ablaufender Prozess direkt verantwortlich gemacht werden kann - neben den Prozessen, die trotzdem jedes Mal gleichzeitig in der Prozessorlast mit ansteigen. (Ich hoffe, dass das irgendwie verständlich ist).

Habe jetzt nachgelesen, dass durch Fehler in der Registry auch entsprechende Phänomene möglich sind. Ist das plausibel und wenn ja, gibt es da nen kostenloses Tool für?
 
Zuletzt bearbeitet:
... und wenn alles nichts hilft: Win7 neu aufsetzen.
 
Bitte mal das System in Minimalkonfiguration starten. Vielleicht sogar mit einer Live CD. Hier wären zumindestens Hardwareprobleme einzugrenzen oder ausschliessbar.
 
Vielen Dank für die Tipps. Mittlerweile ist klar, dass es sich um inkompatible Soundkartentreiber handelt. Der Treiber für meine Creative X-Fi Extreme Audio scheint wohl ein Krauss unter Win7 zu sein. Es wundert mich nur, dass es bis vor 4 Wochen ohne Probleme funktionierte. Scheint wohl mit einem Win-Update zusammenzuhängen.

Leider habe ich das selbe Problem mit der OnBoard-Soundkarte (TerraTec). Weder mit dem Originaltreiber, noch mit dem Windows-eigenen Standardtreiber, der nach der Deinstallation der Originaltreiber installiert wird, bleiben die Leistungsspitzen aus. Jedes Mal frisst die audiodg.exe der Prozessor auf, nach 2 Stunden ist es dann so schlimm, dass nur noch ein Neustart des Systems hilf. Naja, ist mal wieder typisch Microsoft. Liefern Treiber, die nicht mal mit dem eigenen System kompatibel sind.

Da bleibt mir wohl nichts anders übrig, als wieder auf XP umzusteigen. :mad:
 
Zurück
Oben