CPU oder Mainboard defekt?

Die Spezifikation geht doch bis 1,52 V laut Intel. Außerdem ist es allgemein anerkannt, dass 1,35 V für einen 24/7 Betrieb unbedenklich sind.
 
Unbedenklich nicht. Bei den Spannungen scheint bisher eben niemandem die CPU abgeraucht zu sein, sonst nichts. Anmerkung: Es ist im Zusammenhang mit den 1,35V NUR von der CPU die Rede, das Mainboard wird völlig außer Acht gelassen!

Außerdem haben die Leute, die das ausgetestet haben schon längst eine neue Plattform im Gehäuse, Langzeiterfahrungen sind eher Fehlanzeige. Die Sache mit den 1.5V wird sich schnell als Desinformation erweisen, wenn man kurz nachdenkt. Das ist viel zu viel, schon bei 45nm war das grenzwertig, warum sollte es bei 32nm in Ordnung gehen? Die Menschen sagen viel, manche glauben sogar, dass jemand mit weißer Haut etwas Besseres ist als jemand mit dunkler...

Es sollte schon klar sein, dass Intel unser Geld will, oder?

http://forums.overclockers.co.uk/showthread.php?t=18227652

Der Stark erhöhte Stromverbrauch macht ohne wenn und aber CPU und Mainboard ordentlich zu schaffen. Es kann sehr gut sein, dass dies die Ursache für den Defekt ist und das Mainboard sich dadurch die Radieschen von unten ansehen darf.
 
Tyler654 schrieb:
Die Sache mit den 1.5V wird sich schnell als Desinformation erweisen, wenn man kurz nachdenkt.

Steht aber in einem offiziellem Dokument von Intel... Den Link dazu findest du in dem Thread von Hardwareluxx, den ich ebenfalls schon verlinkt habe.
 
Ich kenne das Datenblatt, aber Intel kann sagen was sie wollen, diese Angaben stinken trotzdem gewaltig. Ich würde nicht im Traum daran denken, meinen i5 2500K mit so einer offensichtlich gefährlich hohen Voltage zu grillen. Selbst wenn die CPU die 1.5V überlebt (für wie lange?), für das Board ist das umso schlimmer. Denk dran, auch an jedem Mainboard verdient Intel Geld, sei es der Chipsatz und/oder die NIC.

Der Punkt ist einfach, dass du Spannungserhöhungen wirklich nur im geringsten Maße durchführen solltest, wenn du nicht willst, dass dir wieder etwas vorzeitig stirbt. Den Hobby-Hardwarequälern - so nenne ich sie mal - ist das egal, die haben oft mehr als nur genug Geld auf der hohen Kante, da wird im Ernstfall einfach ein neues System gekauft und weiter übertaktet. Dürfen sie ja auch.

Falls du auch was von deinem Rechner haben willst, lässt du idealerweise das überschreiten der Spezifikationen sein (ist ja nicht so, dass dein i5 zu langsam wäre) oder die Spannungen bei den Standardwerten bzw. untervoltest leicht und holst dabei den höchsten Takt raus. Ansonsten darfst du dich in Zukunft auf die ein oder andere RMA mental vorbereiten. Ich meine es ja nur gut mit dir.

Das alles natürlich nur unter der Annahme, dass das OC die Ursache für den defekt ist. Wovon aber auszugehen ist
 
Hab nun das Mainboard zu Caseking gebracht. Die haben es Vorort getestet und einen Defekt festgestellt bzw. hat es mit deren Hardware auch nicht funktioniert. Demnach muss es zu ASRock geschickt werden. Sobald es wieder da ist, melde ich mich noch mal kurz und sag was draus geworden ist.

Vielen Dank noch mal an alle!
 
thompson004 schrieb:
Die Vcore - Erhöhung im Allgemeinen verringert zwar die Lebensdauer der CPU, ist aber in keinstem Falle ein Todesurteil.

Meinst du die Spannungserhöhung

BillyTastic schrieb:
Die CPU lief mit 4,5 GHz bei etwa 1,35 V

oder Allgemein? Jedenfalls ist beides nicht ganz richtig. Dein Prozessor kann auch bei zusätzlichen 0,09V abrauchen. Das kann passieren, wenn die CPU durch elektrostatische Entladung oder anderweitig zu stark angeschlagen ist - was durchaus mal vorkommt. Schließlich verwenden die Wenigsten ein Erdungsband. Einen Teppichboden hat der ein oder andere auch. Zudem hilft es dem Betroffenen herzlich wenig, wenn die CPU das OC verträgt, ohne Hauptplatine läuft die Kiste einfach nicht...

Mit noch höheren Spannungen sieht's entsprechend schlechter bis katastrophal aus. Und auf der CPU immer rumzureiten bringt uns auch nicht weiter, wenn sie es bis zum nächsten Plattformwechsel überlebt, sieht es mit dem Board wie wir hier sehen können, düster aus. Ich für meinen Teil habe von genug Fällen gelesen, in denen das Mainboard bei Übertaktung nach einer Weile schlapp macht und Bluescreens, Freezes etc. verursacht.

Bleibt nur zu hoffen, dass ASRock das Board halbwegs schnell ersetzt...
 
Dem Mainboard ist es vollkommen schnurz, ob das Gehäuse nun auf Omas Wollkragenpulli steht oder auf ner Holzplatte - Dafür sind die Abstandshalter ja da. Des Weiteren würde die elektrostatische Aufladung da nicht mal weit kommen.
Des Weiteren kann man die Spannung immer in einem gewissen Rahmen anheben, und wenn die CPU nicht gerade schleißig in 24 Stunden gefertigt wurde, hält die das auch aus - Gute Kühlung vorausgesetzt. Nicht umsonst bieten Boards heutzutage und auch vor 5 Jahren überall OC-Funktionen an. Auch wenn es um CPUs geht. (obwohl es hier ja auch die Black Editions von AMD gibt, ganz vergessen.)
Im Übrigen ist es auch dem Mainboard egal, ob und wie
weit man die CPU (und damit allein die CPU!) übertaktet- das Board muss vom Multi her (wenn wir jetzt von Intels i3/4/7 reden) sowieso das Maximum schaffen, sonst ist es Schrott. Wenn es schon angeboten wird, läuft es auch, sonst kommt's schön zurück zum Händler. Man kann den Mainboards aber generell eh keine Schuld diesbezüglich zuweisen, da in 89% aller Fälle ein OC durch falsche Settings scheitert.
Wo ich mir mit dir hoffentlich einig bin, ist, dass LLC IMMER ausgeschaltet bleiben sollte und die Vcore manuell angehoben wird.
 
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