Das Aus für Veggi-Burger, EU-Parlament hat abgestimmt

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xexex schrieb:
Aus Milch, ohne jegliche Additive, es ist immer ein Naturprodukt, Wasser mit zerstampften Mandeln nicht. [...]

Es gibt gut Gründe wieso Getränke als Saft, Direktsaft, Mixgetränk oder Schorle benannt werden dürfen und ich sehe keinen Grund wieso man solche Regelungen plötzlich übers Board werfen sollte, weil manche der Meinung sind der Inhalt wäre egal.
Dieses implizite "das ist natürlich also gut" und "da wird was verarbeitet und muss schlecht sein" geht mir auf den Senkel. Als wäre es der riesen Unterschied Mandeln so zu futtern, oder die Mandeln vorher mit Wasser zu emulgieren (ob mechanisch oder durch die Zugabe von Lecithin, welches in Tiermilch ebenso enthalten ist).

xexex schrieb:
Was du nicht verstehen möchtest, ist genau der Kern des Problems. Du kannst eine beliebige "Plörre" als "Mandelmilch" verkaufen, denn die Inhaltstoffe dieser, wie so gut wie allen Ersatzprodukten sind nicht festgelegt. Mit 2% Mandeln und 98% Wasser, ist es nichts als abgeschmecktes Wasser mit Zusatzstoffen. Das mag vor 600 Jahren anders gewesen sein, hab leider mein Rezeptbuch von "damals" verlegt.

Selbst wenn du die Begrifflichkeiten mal außen vor lässt, was wäre dann für dich eine "Mandelmilch"? Müssen da 30% Mandeln drin sein? Reichen dir 10%? Bist du gar mit 2% glücklich? Wie ich bereits angemerkt habe, bei anderen Produkten sind die Quoten festgelegt, Ein Fruchtsaft muss zu 100% aus Früchten bestehen, ein Fruchtgetränk noch immer aus 30%, bei einer "Mandelmilch" sind aber 2% in Ordnung? Sorry, nein danke!

Das es striktere Regeln geben könnte, was den Anteil an Mandeln in Mandelmilch angeht, da würde ich sogar mitgehen. Etwaige Regeln wurden nur nicht angestrengt. Es gab nur Bestrebungen Mandelmilch nicht mehr Mandelmilch nennen zu dürfen. Etwaige Regeln um die Neubezeichnungen in ihren Anteilen zu regulieren gibt es ja auch nicht (meines Wissens nach).
Der Vergleich mit Saft, kein Schwein hat irgendwo Mandelsaft verkauft, da wäre dann wirklich die Erwartung an 100% Mandel gerechtfertigt. Wobei dass dann mehr Mandelanteil als in Marzipan wäre..
Mandelöl hingegen müsste den Ölanteil zu 100% aus Mandeln stellen.

Edit: Mandelmilch mit 10% oder gar mehr Mandeln ist mitunter ganzschön hart. Muss man mögen, wenn die Milch und alles was man mit ihr mischt tendenziell geschmacklich in Richtung Marzipan abdriftet.

xexex schrieb:
[...], aber mit "Veggi" Produkten hat man der Industrie teilweise einen Freischein ausgestellt und korrigiert jetzt nach.
Regularien zu den Inhaltsstoffen wurden nicht aufgestellt, nur die Namensgebung wurde verboten. Wobei die Regulatoren außer dem Verbot keine großen Vorgaben für die neuen Bezeichnungen machen. Insofern wird überhaupt nichts korrigiert. Inhaltsstoffe sind im Rahmen des Lebensmittelrechts weiterhin frei wählbar und die Namensgebung allenfalls eingeschränkt durch ein dumpfes Verbot.
Und einen Freischein gab es nicht, das Lebensmittelrecht ist schon recht streng, es müssen zugelassene Komponenten gewählt werden innerhalb der EU.

xexex schrieb:
Das Problem hierbei, für alle Wurstsorten sind die Inhaltsstoffe praktisch festgelegt, "vegan" darf die Industrie da alles reinwerfen was sie mag.
Was schlicht überhaupt nicht dem aktuellem Recht entspricht.

xexex schrieb:
Aber eine "vegane Wurst" kriegt man heutzutage nicht nur im Supermarkt, sondern oft auch überall sonst serviert. Was da einem vorgesetzt wird, kann man höchsten nur raten und treibt man es weiter, essen wir irgendwann nur noch Pappe mit Geschmack.
Einfach so Analoge zu verwenden ist an sich nicht zulässig. Angenommen man stellt ein Frühstücksbuffet für Kunden auf und da wäre Aufschnitt vom Tier und Veganes, dann gehört das ausgezeichnet. Vielleicht solltest du nicht in Läden gehen, die einen Fick auf bestehendes Recht geben und dir Pappe zu futtern geben?!

Lipovitan schrieb:
@Piktogramm Ich setze sogar gerne noch einen drauf.
Ja gut, ich wollte "launig" darstellen, dass diese Fokusierung auf "hochverarbeitete Lebensmittel" arg albern ist, da viele natürliche Produkte in ihrer Zusammensetzung eher komplexer sind, als prozessierte Lebensmittel und oftmals die Inhaltsstoffe die Selben sind.
Den Zusammenhang mit Laktoseverträglichkeit bekomme ich nicht hergestellt.
 
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matze313 schrieb:
Bayerischer Leberkäse: Offensichtlich keine Leber enthalten, der Name passt.
Fleischkäse: Offensichtlich kein Käse enthalten, der Name passt.
Passt! Ist genau festgelegt was drin ist.

matze313 schrieb:
Veggie Burger, Veganes Schnitzel (oder Sellerieschnitzel): Was, kein Fleisch, das ist ja SO intransparent und Verbraucher können an keiner Stelle erkennen, dass da kein Fleisch drin ist!
Vegan bedeutet nur ohne tierische Produkte, was sagt es mir über das Produkt selbst aus? Solltest du es noch nicht gemerkt haben, ist es mir völlig Wurscht ob Vegan oder nicht, solange das Produkt als das bezeichnet wird was es ist!

Wenn mir jemand einen Burger mit Champignonpatty vorsetzt, habe ich damit gar kein Problem, für die EU Politiker kann ich da nicht sprechen. Womit ich aber sehr wohl ein Problem habe, sind "vegane Ersatzprodukte", denn da ist alles nur nicht das drin, was es zu sein vorgeben möchte.

Ich kann es nur nochmal wiederholen, damit bin ich völlig einverstanden, es ist ein Aufschnitt aus Weizenkleie mit Hänchengeschmack:
1760139036685.png


Sowas geht hingegen gar nicht:
1760139156384.png


Mortadella ist eine italienische Wurstsorte, was soll das Zeug damit gemeinsam haben? Eines stimmt bei der Artikelbezeichnung aber auf jeden Fall, es ist ein "Abenteuer", man kriegt was der Hersteller sich gerade ausgedacht hat.

Was mich persönlich ebenfalls irritiert ist die Angabe "mit Weizenprotein", denn das Zeug besteht primär neben Wasser "aus" Weizenprotein. Ich denke hier greift jedoch die gleiche Verordnung, die schon Krombacher dazu zwang, ihr Bier nur noch "mit Felsquellwasser gebraut" bewerben zu dürfen, da es nicht zu 100% daraus besteht.

Was mich an dieser Stelle nervt, schon seit vielen Jahrzehnten kennen wir Lachsersatz oder Krebsfleichersatz, wieso hat man sich bei den Produktebezeichnungen der vegetarischen/veganen Produkte nicht einfach daran orientiert? Leberwurstersatz aus Weizenprotein, sagt eigentlich alles aus was es muss.
 
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xexex schrieb:
die Geschichte ist längst durch,
Falsch… das eu Parlament kann allein nichts festlegen. Bitte informiere dich wie die EU Gesetzgebung funktioniert.
xexex schrieb:
vegan" darf die Industrie da alles reinwerfen was sie mag.
Falsch. Da hat das Lebensmittelgesetz noch ein Wörtchen mitzureden. Du weisst, dass andere da, was du ständig zusammen wirfst mit dem Lebensmittelbuch.
xexex schrieb:
auch wenn ich nach wie vor von Ersatzprodukten wenig halte.
Fällt fast nicht auf in deinem rant mit dauerhaften falschaussagen und deinem unwissen zum thema. Aber hauptsache die eigene ideologie mal wieder in die welt posaunt, was interessieren da fakten.
 
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Piktogramm schrieb:
Dieses implizite "das ist natürlich also gut" und "da wird was verarbeitet und muss schlecht sein" geht mir auf den Senkel.
This! Danke.

Kuhmilch ist natürlich? Es ist natürlich, fremde Spezies dauerhaft schwanger zu halten und dann die Muttermilch für sich zu beanspruchen? Es ist natürlich, dass der Mensch das einzige Säugetier ist, das artfremde Milch zu sich nimmt und das auch noch sein Leben lang?

Ganz davon abgesehen, dass mit "Mandeln mit Wasser ist nicht natürlich" nahezu alles an Lebensmitteln obsolet machen würde. Und bei Kaffee wird sich über 98% Wasseranteil offenbar auch nicht beschwert.

Auch spielt es erst einmal keine Rolle, wie ein Stoff gewonnen wird. Ob ich ne Sojabohne so esse oder das extrahierte Eiweiß, ist völlig egal. Die Zusammensetzung ist die gleiche.

Und ganz allgemein: Guess what: Wasser ist auch Chemie. Und das natürliche Erdöl nimmt hoffentlich auch niemand "roh" zu sich.
 
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xexex schrieb:
Was mich an dieser Stelle nervt, schon seit vielen Jahrzehnten kennen wir Lachsersatz oder Krebsfleichersatz, wieso hat man sich bei den Produktebezeichnungen der vegetarischen/veganen Produkte nicht einfach daran orientiert? Leberwurstersatz aus Weizenprotein, sagt eigentlich alles aus was es muss.
Wahrscheinlich würde man dann trotzdem diese Diskussion führen.
Ich selbst sehen aber jetzt in "Ersatz" auch keinen großen Unterschied zu "Typ". Also ob es jetzt "Typ-Hähnchen" heißen würde, oder "Hähnchenersatz". Wobei ich an Stelle der Hersteller nie einen direkten Bezug, zu einem bestimmten Tier machen würde. Wieso sollte ich bewusst beim Kunden eine Erwartung wecken, wo die Wahrscheinlich groß ist, dass es den direkten Vergleich nicht bestehen würde.

Ansonsten ist es aber nahezu unmöglich ein Argument zu finden, etwas nicht zu benennen, ohne an der Praxis zu scheitern.
Mal etwas weg von der Milch, zur Butter. An was denken wir automatisch, wenn wir Butter hören? Richtig! Erdnussbutter. Genauso wie jeder bei dem Wort Salat, an Nudelsalat denkt. Und der Fleischkäse wurde ja auch schon genannt. Nach der Logik würde ich auch das Wort "Wurst" als Vogelfrei ansehen.
Außerdem weiß auch jeder, dass Erdnussflips eigentlich Maisflips heißen sollten. Oder wenigstens Maisflips mit Erdnussgeschmack. usw.

Aber das alles kann man auch nächste Woche im EU-Parlament besprechen.

Und ich habe wirklich nichts dagegen, wenn Dinge Eindeutig benannt werden können. Aber wenn man es schon macht, dann auch Kompromisslos.
Ergänzung ()

Reglohln schrieb:
Es ist natürlich, dass der Mensch das einzige Säugetier ist, das artfremde Milch zu sich nimmt und das auch noch sein Leben lang?

Kommt bei Katzen auch vor.
Wird über die Säugeperiode hinaus ohne Unterbrechung Milch zugefüttert, so wird die Enzymproduktion oft aufrechterhalten. Dies ist der Grund, warum Bauernhofkatzen, bei denen Milchfütterung üblich ist, Milch im Allgemeinen besser vertragen als nicht regelmäßig mit Milch gefütterte Katzen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Hauskatze#Ernährung
 
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CCIBS schrieb:
Kommt bei Katzen auch vor.
Nein. Daran ist der Mensch schuld. Er nimmt Milch von einer Spezies und gibt sie einer weiteren, ganz anderen Spezies.
 
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@Reglohln Spiel in dem Fall auch keine Rolle und ist irrelevant. Es ist nicht mal ein direkter Beleg meiner Aussage, die ich immerhin mit einem Wikipedia Artikel Stütze, noch unterstütz es deine in der Form faktisch falsche Aussage zuvor. Letztlich entscheidet sich die Katze selbst dazu, es zu sich zu nehmen. Und die können widerspenstig sein, wenn ihnen etwas nicht schmeckt sollte. Aber letztlich ist das nicht das Zentrale Thema da.
 
@CCIBS
In deinem Zitat steht doch
Wird über die Säugeperiode hinaus ohne Unterbrechung Milch zugefüttert
Ja zugefüttert von Menschen, ist also nicht natürlich. Genauso wie Milchkühe vom Menschen auf Effizienz gezüchtet wurden - nicht natürlich. Wen interessiert schon, wie Qualzuchten sich fühlen, ist ja ne fremde Spezies. Wie Katzen sonst auf Milch reagieren steht ja im Wikipediaartikel direkt vor deinem Zitat:
Erwachsene Katzen vertragen meist keine Kuhmilch. Sie können die in der Kuhmilch enthaltene Lactose (Milchzucker) nicht abbauen, da mit dem Ende der Säugeperiode die Produktion des nun nicht mehr benötigten Enzyms Lactase zurückgeht. Es kommt zu Verdauungsstörungen und Durchfall.
Und so verhält es sich beim Säugetier Mensch ebenfalls, Lactoseintoleranz ab einem gewissen Alter ist die natürliche Norm.
 
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CCIBS schrieb:
Letztlich entscheidet sich die Katze selbst dazu, es zu sich zu nehmen.
Mein Hund will auch manchmal Dinge fressen, gegen die er allergisch ist oder findet einen vergammelten Döner eines Deppen, der ihn achtlos in ein Gebüsch geworfen hat.

Lasse ich ihn dann einfach gewähren und gehe weiter zum Tierarzt? Merkste selbst, oder?
 
Erkekjetter schrieb:
Falsch… das eu Parlament kann allein nichts festlegen.
Wenn du schon so angriffslustig agierst, dann solltest du vielleicht die Texte auf die du antwortest genauer lesen, die Geschichte mit den Getränken ist längst durch und hat mit der aktuellen Abstimmung nichts zu tun.

Erkekjetter schrieb:
Da hat das Lebensmittelgesetz noch ein Wörtchen mitzureden.
Es kann nur Inhaltstoffe verbieten, die Industrie kann aber alles was sich für Lebensmittel eignet, in einen "Veggi Schnitzel" reinwerfen. Heute kann es Soja sein, morgen ist es ein Weizenprotein und übermorgen schafft die Firma das Zeug aus Zellulose herstellen. Wenn dein einziges "Kriterium" der Geschmack ist, kann ich dir eine Schuhsohle mit Aroma teuer servieren, es ist dann noch immer ein "Veggi Schnitzel".

Genau das ist ein großer Problem und eine Goldgrube für die Lebensmittelindustrie. Weder die Inhalte sind festgelegt noch Mindestmengen vorgeschrieben, es darf also alles rein was nicht verboten ist. Wenn wir eines gelernt haben sollten, schafft die Industrie es immer aus den Produkten das Maximum an Gewinn rauszuholen. Während bei richtigen Lebensmitteln genaue Inhaltsstoffe festgelegt sind, eine Rama ist deshalb keine Margarine mehr und "Sierra Tequilla" kein Tequilla, reicht es "Veggie" auf die Verpackung zu schreiben und hat einen Freischein.

Die Alternative zum Verbot wäre komplexer, denn dann müsste man es eigentlich so handhaben wie bei "echten" Produkten, und die "vegane Bratwurst" immer aus Zutat A, B und C, mit genauen Mengenangaben herstellen. Nur da würde die Industrie erst recht auf die Barrikaden gehen. Lieber meckert man ein wenig herum und erfindet Fantasienamen für ihre Produkte, als dass man sich so ein Gewinnpotential entgehen lässt und nicht weiter an den Inhaltsstoffen sparen kann.
 
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bruteforce9860 schrieb:
Ja zugefüttert von Menschen, ist also nicht natürlich.
Das "Natürlich" war in dem Satz eine Retourkutsche und kein Teil des Arguments. Darum geht es auch nicht. Besonders da dieses Argument, dass nur der Mensch Milch trinkt oft genug auch ohne den Bezug zum Natürlich sein auf kommt. Es geht einzig und allein um das Argument, dass nur Menschen Milch von anderen Spezies trinken würden. Ihr läuft nur ins Leere, wenn ihr nicht auf das Argumentiert, was ich schreibe, sondern selbst etwas einbringt und dann darauf argumentiert. Aber dann argumentiert ihr nicht gegen mich, sondern gegen ein Fiktives selbst in eurem Kopf.

.one schrieb:
Mein Hund will auch manchmal Dinge fressen, gegen die er allergisch ist oder findet einen vergammelten Döner eines Deppen, der ihn achtlos in ein Gebüsch geworfen hat.
Und das hat jetzt was damit zu tun, dass Katzen auf dem Bauernhof in der Lage sind, auch im Erwachsenen alter Milch zu konsumieren? Ohne negative Auswirkungen?
 
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xexex schrieb:
dann solltest du vielleicht die Texte auf die du antwortest genauer lesen,
Ich habe ganz klar von der aktuellen Abstimmung gesprochen. Du hast mit mit Zitat genau darauf geantwortet und nirgends den Kontext geändert. Aber gut. Erzählt mir mehr als deine Worte…
Dein restliches Geschwurbel interessiert mich nicht mehr.
 
CCIBS schrieb:
Und das hat jetzt was damit zu tun, dass Katzen auf dem Bauernhof in der Lage sind, auch im Erwachsenen alter Milch zu konsumieren? Ohne negative Auswirkungen?
Zum einen sind Katzen nicht so domestiziert wie Hunde, zum anderen fällt es auf dem Bauernhof eher weniger auf, wenn ein solcher tierischer Bewohner mal stirbt. Darum ist es noch lange nicht richtig, eine Katze Kuhmilch trinken zu lassen. Da kannste auch gleich deinem Hund Schokolade füttern.
 
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xexex schrieb:
"Sierra Tequilla" kein Tequilla
Gibt's dazu eigentlich ne Quelle? Konnte gar nichts dazu finden und laut diversen Online-Shops prangert auf der Flasche dick und fett "Tequila". (Schreibt man übrigens nur mit einem l, sonst wäre es "Tequija", aber das nur am Rande =P)

That said: Wenn wir uns auf diese Route begeben, finden wir noch endlose weitere nicht-vegane Beispiele, die bei den Begrifflichkeiten tricksen. Daher finde ich es weiterhin befremdlich, dass vegane Produkte derart in den Fokus gerückt werden. Dann hätte es einen umfangreicheren Ansatz gebraucht. So wirkt es weiterhin wie Gängelung und erfolgreiche Lobbyarbeit.
 
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Spannende Grafik von der Tagesschau zu dem Thema. Schließlich ist das größte Argument der Befürworter des Verbots der Schutz vor Verwechselung. Und ich weiß doch auch wie vielen hier besonders die Mehrheit am Herzen liegt.
1760180679914.png

Die Mehrheit kann offensichtlich lesen und bekommt bei einem "Veggie Fleischsalat" das was es erwartet: einen vegetarischen Fleischsalat.

Die Mehrheit der Minderheit lässt sich offenbar von der alten Version der V-Label noch verwirren. Aber das hat man ja bereits erkannt.
1760181154466.png

Jetzt müssen die Hersteller sich nur noch auf eine Bedeutung für das Wort "Veggie" einigen, da hierunter leider immer noch vegane & vegetarische Produkte angeboten werden.
 
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xexex schrieb:
Wenn wir alles nur nach dem Geschmack betiteln würden, würde uns die Industrie nur noch mit abgeschmeckter Chemiepampe beliefern.
Ja, naja. Ich verstehe was du meinst, andererseits, hat es doch jede:r selbst in der Hand was in welcher Form konsumiert wird. Die Zutaten sind ausgewiesen. Ist bei frischer Ware nicht anders. Apfel ist nicht Apfel oder Kartoffel Kartoffel, sondern die Sorte ist auch ein Kriterium (für mich). Und so gibt es noch einige Beispiele.
Wenn irgendwas nicht „auf dem Markt“ funktioniert werden Hersteller das Produkt nicht weiter produzieren und Händler nicht Regalmeter vorhalten. Der Markt regelt also erstmal selbst, im positiverem Sinn.

Hier gab es nun eine politische Intervention, die imo nicht Verbraucher im Fokus hat, sondern Landwirtschaft only. Steht so auch sehr unmissverständlich im Titel – Stärkung der Position der Landwirtinnen und Landwirte in der Lebensmittelversorgungskette.

Was die Industrie darf oder nicht kommt sehr auf den einzelnen Fall an, ich persönlich wäre vermutlich oft rigoroser als die jetzige Gesetzgebung. Landwirtschaft ist auch eine Industrie und eher selten nah an der Postkartenidylle. Eine Diskussion dazu führt imo zu weit.
 
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Hallo

OdinHades schrieb:
Wenn wir uns auf diese Route begeben, finden wir noch endlose weitere nicht-vegane Beispiele, die bei den Begrifflichkeiten tricksen.
Du hast Recht mit deinem Whataboutism, es gibt noch viele andere Fälle die man angehen sollte.
Hier in diesem Thread geht es aber nur um die aktuelle Veggie Abstimmung des EU Parlaments.

OdinHades schrieb:
So wirkt es weiterhin wie Gängelung und erfolgreiche Lobbyarbeit.
Ich als rechts konservativer Kapitalist kann an Lobbyarbeit nichts negatives/schlechtes entdecken, solange die legal agieren.
Pauschal jeder Lobby illegales handeln (Bestechung) zu unterstellen ist daneben, das sollten Gerichte beurteilen/verurteilen.
Ich finde es gut wenn Unternehmen ihre Produkte gegenüber Nachahmern/Trittbrettfahrern/Kopierern (Plagiate) schützen.
Wir Fleischgeniesser können nichts dafür das die vegane Lobby nicht groß und stark genug ist um erfolgreich mitzuspielen.

sedot schrieb:
Was die Industrie darf oder nicht kommt sehr auf den einzelnen Fall an, ich persönlich wäre vermutlich oft rigoroser als die jetzige Gesetzgebung. Landwirtschaft ist auch eine Industrie und eher selten nah an der Postkartenidylle. Eine Diskussion dazu führt imo zu weit.
Ja, die Industrie versaut/verschlechtert unser Essen, egal ob das Fleischprodukte oder vegane Produkte sind.
Das Problem ist das wir die heute lebende Menge an Menschen nicht mehr ohne Industrie ernähren können.

Grüße Tomi
 
Zuletzt bearbeitet:
CCIBS schrieb:
dass nur Menschen Milch von anderen Spezies trinken würden.
Tun sie ja auch im Kontext von Natürlichkeit. Dein Gegenargument widerlegt das nicht, sondern zeigt genau das.

CCIBS schrieb:
Darum ging es in meiner Argumentation nicht.
 
Tomislav2007 schrieb:
Ich als rechts konservativer Kapitalist kann an Lobbyarbeit nichts negatives/schlechtes entdecken, solange die legal agieren.
Was ein absoluter Witz ist, über die Legalität bestimmt ja die Legislative, die auch das Ziel von Lobbyarbeit ist. Zudem entsprechende Lobbyarbeit oftmals intransparent gegenüber den Bürger·innen ist. Genauso wie dein Ansatz, dass Mächtigkeit einer Lobby über deren Erfolg bestimmen darf die Wirkung von Lobbyarbeit an den Finanzen festmacht. Daher Beinflussung von Politik bleibt den Reichsten vorbehalten, jedwede Bürgerbewegung ist damit praktisch raus.

Das ist eher feudalistischer Absolutismus als Kapitalismus. Denn bereits die ersten Kapitalismustheorien gehen darauf ein, dass es eine solche Machtkonzentration nicht geben darf, da dies den Wettbewerb behindert.

Tomislav2007 schrieb:
Wir Fleischgeniesser können nichts dafür das die vegane Lobby nicht groß und stark genug ist um erfolgreich mitzuspielen.
Wobei gegen Auflagen zur Tierhaltung, Verkappung von Exkrementen, Einsatz von Medikamenten, Hormonen, gentische modifiziertem Futter und genetisch modifizierten Tieren ebenso lobbyiert wird. Deine Befürwortung für mächtige, intransparente Lobbies, die gegen die Bezeichnung vegetarisch, veganer Analoge vorgehen, ist ein Bejubeln jener, die dich genauso Scheiße fressen lassen wollen.
Den Fleischgenießer nehme ich dir nicht ab. Im laufe des Threads hast du schon bekanntgegeben, dass du es geschafft hast einfach so eine Veggiwurst zu greifen. Das klingt sehr wenig nach bewusstem Genuss.
 
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Hallo

Piktogramm schrieb:
Den Fleischgenießer nehme ich dir nicht ab. Im laufe des Threads hast du schon bekanntgegeben, dass du es geschafft hast einfach so eine Veggiwurst zu greifen. Das klingt sehr wenig nach bewusstem Genuss.
Und ich nehme dir nicht ab das du noch nie im Leben einen Fehler gemacht hast.
Wie sagte der Meister in meiner Ausbildung: Wenn einer 3 Wochen keinen Fehler macht gehe ich nachsehen ob der überhaupt noch arbeitet.
Ich kaufe den Großteil meines Fleisches hier bei mir um die Ecke bei https://www.gourmetfleisch.de/, die haben aber leider keinen Aufschnitt.
Ich könnte für jeden Teil meiner Ernährung ein Fachgeschäft suchen, ich habe keine Zeit/Lust in mehrere Geschäfte zu fahren, also Supermarkt.

Grüße Tomi
 
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