Das Aus für Veggi-Burger, EU-Parlament hat abgestimmt

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Wirklich immer wieder erstaunlich wie viel Energie man in vollkommen lächerliche Themen stecken kann ohne sich um wirklich wichtige Dinge zu kümmern.
Ärgerlich finde ich das man als Bürger offensichtlich für dumm verkauft wird und solche Abstrusitäten immer unter dem Deckmantel des Verbrauchesschutzes oder auch Kinderschutz laufen obwohl sich der Verbraucherschutz hier öffentlich nur noch an den Kopf fasst.
Das Ganze wird neben der exorbitanten Geldverbrennung einfach dazu führen das die Produktbezeichnungen vollkommen unübersichtlich werden weil jeder Hersteller sich nun tolle neue Namen ausdenken muss die irgendwie die neuen Regeln umgehen.
Wieso sind Werbelügen der Hersteller, versteckte Preiserhöhungen oder minderwertige Zutaten kein Problem im Sinne des Verbraucherschutzes?
Schnitzel oder Burger beschreiben meiner Meinung nach eine Zubereitungsart und nicht das Ausgangsprodukt.
 
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MrMorgan schrieb:
Ich fands aber schon immer lustig
Warum? Nicht alle Veganer:innen (vermutlich gar eine geringe Menge) verzichten auf Fleisch, weil es ihnen nicht schmeckt.
 
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Ich darf an dieser Stelle nochmal erinnern, dass eine Diskussion auch dann funktioniert wenn man verbindlich im Ton, aber hart in der Sache bleibt.

Das geht sehr gut auch ohne Kampfbegriffe, die in erster Linie nur den Gegenüber triggern sollen.
 
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MrMorgan schrieb:
das man diese Veganen Sachen unbedingt nach Fleischprodukten benannt hat.
Das ist aus (menschlich) psychologischer Sicht komplett normal und erwartbar. Am Ende soll ja ein Produkt stehen, was der Kunde kennt und sucht, nur um eben den Teil reduziert oder ersetzt, den man nicht haben möchte. Hier also Fleisch. Analog dürfte die Nutella ohne Palmöl nicht mehr Nutella heißen, denn ich habe den Teil, der problematisch ist, hier das Palmöl, ersetzt. Es dürfte dann auch kein Schnitzel Wiener Art geben. Ein Wiener Schnitzel besteht aus Kalbfleisch, das ist sogar geschützt. Ein Schnitzel aus Schweinefleisch ist also (hier sogar eine minderwertige) Kopie, die trotzdem so exakt wie möglich nach dem Original benannt wurde. Damit der Mensch bereits mit dem Namen eine möglichst genaue Vorstellung hat, wie das Produkt sein wird. Und das geht nunmal nur assoziativ, sprich mit Worten und Bennennungen, die er bereits kennt und bestimmten Eigenschaften zuordnet.

Das ist also absolut kein Alleinstellungsmerkmale vegetarischer/veganer Produkte, dass die Bennennung sich an dem orinitiert, was es ergänzen/verbessern soll. Das ist, auch wenns abgedroschen klingt, so schon immer gewesen...
 
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knoxxi schrieb:
Es war quasi eine Blindverkostung und es ist ihr nicht aufgefallen.
Das passiert mir auch immer bei den vegetarischen Hähnchenschnitzeln. Kein Stress wenn ich die für meine Frau hole, die ich esse ich sehr gerne mit, den Unterschied schmecke ich nicht mehr, die sind wirklich sehr gut.

Oder die vegetarische Pomersche Leberwurst, oder Mortadella... Es gibt mittlerweile wirklich viele sehr gute Ersatzprodukte. Die ich auch als passionierter Fleischesser sehr gerne mitesse.

Und wenn ich mir von all diesen Produkten dann die Verpackung anschaue, weiß ich nicht für wie dumm wir von Politikern gehalten werden, wenn solche Gesetzgebung im Namen des Verbraucherschutz durchgedrückt wird...
 
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Noxiel schrieb:
Das geht sehr gut auch ohne Kampfbegriffe, die in erster Linie nur den Gegenüber triggern sollen.
Worauf bezieht sich das genau?
 
@Reglohln Wahrscheinlich darauf, dass ich Söder als Populisten mit Fleischfresserkanal beschimpft habe. Wobei das eigentlich kein Kampfbegriff sein sollte sondern einfach eine neutrale Beschreibung.
 
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Kaito Kariheddo schrieb:
Ich selbst finde die Diskussion zum fremdschämen. Begriffe wie Wurst aber auch Milch sind über Jahrhunderte historisch gewachsen und beschreiben lediglich Aussehen, Textur, Farbe, Geschmack - aber eben nicht woraus sie bestehen.
Wenn das die Kriterien sein sollen, so wäre diese Aktion mehr als begründet. 🤷‍♂️
 
MrMorgan schrieb:
Ich fands aber schon immer lustig .. das man diese Veganen Sachen unbedingt nach Fleischprodukten benannt hat.
Wenn du dir ein "Schnitzel" in den Einkaufskorb legst, hast du sofort die Assoziation was noch dazu passt. Pommes, vielleicht eine Jägersoße, lecker. So kennt man es, so mag man es. Bei einem "Sojaerzeugnis" fehlen dir diese Verbindungen erstmal. Es ist eine Hilfe und die ist eigentlich auch ganz einfach logisch nachzuvollziehen.
 
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Buttkiss schrieb:
Schnitzel oder Burger beschreiben meiner Meinung nach eine Zubereitungsart und nicht das Ausgangsprodukt.

D'accord. Bei 'Wurst' tue ich mich bereits etwas schwerer (wie gesagt, hier hätte sich eine Neuschöpfung wie 'Vurst' angeboten).

Was ich für überflüssig halte sind Ausdrücke wie 'vegetarische Fischstäbchen' oder 'Schinkenspicker (vegetarisch)'.

OT: Ich sehe diesen ganzen Ansatz, hochverarbeitete vegetarische Produkte als 1:1 Drop-In für hochverarbeitete tiereische Produkte anzubieten, ohnehin ein wenig kritisch... es gibt derart viele tolle vegetarische Dinge . wozu genau brauche ich z.B. Veggie-Gyros?
 
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Kuristina schrieb:
So kenne ICH es, so mag ICH es. ...habe ICH sofort die Assoziation was noch dazu passt....Bei einem "Sojaerzeugnis" fehlen MIR diese Verbindungen erstmal.
Ich habe das für Dich mal korrigiert....
 
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Araska schrieb:
wozu genau brauche ich z.B. Veggie-Gyros?
Um mir einen leckeren Pita zu machen der nicht nur aus Falafel besteht.
 
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mchawk777 schrieb:
Wenn das die Kriterien sein sollen, so wäre diese Aktion mehr als begründet.
"Mehr als begründet" meiner Meinung nach absolut nicht, denn vieles schmeckt sehr, extrem oder gar zum verwechseln ähnlich.

Aber ich würde auch sagen, dass der Geschmack gar nicht definiert ist. Der ergibt sich einfach aus den Zutaten. Eine Salami schmeckt ja nicht immer gleich.

Die Ausnahme bilden hier eventuell geschützte Produkte (Thüringer Rostbratwurst beispielsweise), die immer identische Zutaten haben und somit auch immer (nahezu) identisch schmecken. Aber auch da gibt es ja bereits Gesetze, dass nur die Produkte so heißen dürfen, die ausschließlich diese Zutaten und Zubereitungsart haben.

Und hier sehe ich eben erneut die Inkonsistenz: Ginge es wirklich um Schutz der Verbraucher:innen, wäre der Vorstoß nicht auf vegane und vegetarische Lebensmittel beschränkt.
 
Erkekjetter schrieb:
Ja auch der kleine Metzger um die Ecke macht das so…
Hab ich noch nie gesehen, dass das ein Metzger so macht. Wo ich kaufe wird frisch gewolft und da hat noch nie jemand Eis rein gekippt. Ich merke da definitiv einen Unterschied, ob es Industriell gefertigtes Hack ist was einen höheren Wasseranteil hat und beim Braten auswässert. Das kommt auch bei abgepackten Biohack immer häufiger vor, dass ist alles was ich sagen wollte. Wenn ich hier jedenfalls selbst Wolfe, oder beim Fleischer kaufe ist das noch nie der Fall gewesen, dass sich das Fleisch feucht anfühlt, oder die Pfanne voller Wasser ist.
 
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Araska schrieb:
wozu genau brauche ich z.B. Veggie-Gyros?
Weil man den Geschmack von Gyros mag und es deswegen auch einen Markt dafür gibt.
Ergänzung ()

Araska schrieb:
Ich sehe diesen ganzen Ansatz, hochverarbeitete vegetarische Produkte als 1:1 Drop-In für hochverarbeitete tiereische Produkte anzubieten, ohnehin ein wenig kritisch
Vegan leben heißt nicht zwangsläufig auch gesund leben. Du kannst dich auch mit Chips und Cola vegan ernähren.
 
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banditone schrieb:
Ich merke da definitiv einen Unterschied, ob es Industriell gefertigtes Hack ist was einen höheren Wasseranteil hat und und beim Braten auswässert.

Natürlich. Fleisch wird nach Gewicht verkauft, und die Supermarktkette steuert gern Wasser zur Gewichtserhöhung bei - das erhöht die Marge.

banditone schrieb:
Das kommt auch bei abgepackten Biohack immer häufiger vor, dass ist alles was ich sagen wollte.

Ist ja auch rechtlich kein Problem. Die Zugabe von Wasser widerspricht nicht dem Bio-Siegel. :mussweg:

banditone schrieb:
Wenn ich hier jedenfalls selbst Wolfe, oder beim Fleischer kaufe ist das noch nie der Fall gewesen.
Hängt von Fleischer ab - bei meinem (nach eigener Angabe noch selbst schlachtendem) Metzgerbetrieb hatte ich auch noch kein Hackfleisch zum Kochen; bei einer anderen Fleischerei durchaus.
 
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Araska schrieb:
wozu genau brauche ich z.B. Veggie-Gyros?
Du vielleicht nicht. Soll aber Leute geben, die vielleicht ihren Fleischkonsum reduzieren wollen (aus welchen Gründen auch immer, das ist allein deren Sache) und trotzdem Bock auf Gyros haben. Da tut es niemandem weh, wenn es eine solche Alternative gibt.

Wenn es nun "Veganes Pfannengericht nach griechischer Art" heißt, kann der Kunde sich darunter weniger vorstellen. Klar, Kunstbegriffe wie "Vyros" wären vielleicht noch denkbar. Ich hab aber fast die Vermutung, dass dagegen dann auch wieder geklagt wird, weil es ja zu ähnlich sei. Siehe das Beispiel hier im Thread über "Likör ohne Ei". Den Herstellern fehlt es an Sicherheit, wenn willkürlich Begriffe verboten werden.
 
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Buttkiss schrieb:
Ich habe das für Dich mal korrigiert
Ja gut, dass das nicht auf jeden zutrifft ist klar. Aber das ist der Gedanke dahinter, sonst hätten es die entsprechenden Firmen ja gleich anders gemacht. :)
 
jtr00 schrieb:
Analog wird man hier mit der Kleinschreibung von Leberwurst & Geflügel also getäuscht, obwohl man eigentlich Pommern-Ureinwohner erwarten dürfte.
You made my day. :bussi:

LikeHike schrieb:
Oder die vegetarische Pomersche Leberwurst, oder Mortadella... Es gibt mittlerweile wirklich viele sehr gute Ersatzprodukte. Die ich auch als passionierter Fleischesser sehr gerne mitesse.
Ich bin seit eh und je Vegetarier, (duh! er hat es gesagt) und das im tiefsten Bayern. Damals™ gab es solche Ersatzprodukte nicht. Anfangs war ich sehr skeptisch bis mich eine Freundin dazu gebracht hat. Ich war wirklich überrascht darüber, wie geschmacklich nah man dran kommt. Das einzige, was ich noch kritisieren muss, ist das "Mund-" und "Kaugefühl". Klassisches Beispiel, wenn man in eine Wiener reinbeißt, muss es knacken. Kenne keine Alternative, bei der es so ist. Geschmacklich natürlich recht nah. Hauptbestandteil sind ja eh Gewürze und Bindemittel. Ob man nun als Zusatz Fleisch oder Eiweiß, Erbse oder so reinmacht, ist ja nur Nebensache. Gesund sind beide nicht. ;)

Was den größten Pluspunkt für mich für diese Produkte darstellt, sind eigentlich zwei Aktivitäten:
  • Grillen
  • Was schnelles zu Essen auf der Durchreise

Grillen mit Grillgemüse und Grillkäse hat auch seinen Reiz und ist lecker. Ersteres sogar deutlich gesünder. Aber für mich hat bis dato da immer etwas gefehlt. Wenn die "Wurst" nicht kohlrabenschwarz ist, war's halt nicht grillen. Und bei größeren Grill-Aktivitäten hat man auch stets unangenehm rausgestanden. Jeder soll das Essen, was er für richtig hält, aber bitte behalte deine Meinung am Esstisch für dich - das gilt für beide Seiten. Mit so einer Fake Wurst / Steak blieben auf einmal diese Kommentare, kommend ausschließlich von alten, weißen Männern, völlig fern. Das hat das Grillen im größeren Rahmen wieder deutlich angenehmer gemacht.

Und ja, klassisches Fastfood an der Autobahn, wenn es denn schnell sein muss. Mit den vegetarischen / veganen Pattys auch kein Problem mehr. Und besser als "nur" Pommes.

Für mich persönlich haben die Produkte die Gesellschaft MEHR zusammen gebracht, als gespalten. Mich kotzen diese Hardcore Veganer / Vegetarier genauso an wie die Fleisch Fetischisten. Und sind wir mal ehrlich, das ist wie die E-Auto Debatte. Egal wie man es dreht und wendet. Das "Leid" / "Emissionen" entstehen nur an andere Stelle. Keiner ist moralisch an irgendeiner Stelle erhaben. Leben und Leben lassen. Der Markt sollte es schlicht regeln. Die wissen schon, wie Angebot und Nachfrage aussehen wird - ansonsten geht man in den Konkurs.
 
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