Das Internet in der Gesellschaft

Hm, denke, man sollt sich nicht auf ein Medium fixieren.
Ich wende mich allerdings mittlerweile schon sehr vom Internet ab, phasenweise nutze ich es sehr viel(was heißt "nutze" .. ich gammel eben davor herum und schreib wie jetzt hier gerade unsinnige posts .. auch auf facebook und studivz und überhaupt), phasenweise gar nicht mehr.

Hab bis April acht Monate als Au Pair gearbeitet und bin wunderbar auch ohne PC und TV ausgekommen. (Dafür haben dann Telefon, Briefkasten und meine fast täglichen Besuche in der Bücherei überhand genommen :).)
Da ich bei der Arbeit auch viel am Rechner sitze, hab ich auch keine Lust mehr, mich zu Hause noch damit zu beschäftigen - ergo: nutze die Zeit für einen Sprachkurs und meine Freunde .. back to the roots ... der Offlinewelt :)

Nein, also.. find das alles praktisch, man sollt nur nicht übertreiben.
Aber denke, Jauch hatte mit seiner Bemerkung "Fernsehen macht die Dummen noch dümmer, die Klugen noch klüger" bisschen Recht, kann man wohl auch aufs Netz anwenden. Diese Barbie-Scheinwelt, die da durch die Medien propagiert wird, ist genau das, wofür das Fernsehen nicht missbraucht werden sollte.
Ich finde, das nervt total.
Mich interessiert eben nicht, was Hinz und Kunz, Mutz und Blaubär, Barbieblondi und Lippenaufspritzi sich schon wieder haben machen lassen/durch welche Betten sie gehüpft sind un überhaupt ..
Also doch ganz angenehm, keinen Fernseher zu haben.
Internet ließe sich allerdings, auch wenn man sich mit diesem ganzen "Fun"/Porno/Lustich.de/bla-Müll nicht beschäftigt, nur schwer wegdenken.
Also, Emails zumindest nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Als ich bei meinen Eltern irgendwann im Herbst 99 ausgezogen war, war das erste, was ich gemacht habe ein Modem kaufen und nen Internet-Zugang besorgen.
Damals war es ja das neue Medium schlechthin (gut, ist immernoch so).
Allerdings ging während des Studiums die Nutzung fast auf Null zurück, obwohl ich in einem naturwissenschaftlichen Fach war, wo man es gut hätte nutzen können. Allerdings waren die Unis damals noch nicht annähernd soweit, das Ganze sinnvoll einzubinden.
Heutzutage ist man ohne sehr aufgeschmissen, denn man braucht es wohl für Klausuranmeldungen, Prüfungen, Bibliotheken etc. und es gibt keine Alternative dazu.
Man wundert sich heute irgendwie, wie die Menschen damals ohne zurecht kamen :D

Mittlerweile geht es mir wie meinem Vorposter, dass ich mich mehr und mehr davon abwende und es mich langweilt.
Der Mehrwert einer persönlcihen Beziehung ist doch weitaus größer.

Aber das Netz hat wohl uns alle u40er mehr als früher gedacht beeinflusst. Ob es Wikipedia, eMails oder Youtube ist,
man hat ständig irgendwie damit zu tun. Wobei ich schon einen Unterschied zwischen dem www und dem echten Internet sehe. Das wird heute ja nicht allzu häufig genutzt.

Dass es die Gesellschaft geändert hat, merkt man immer dann, wenn man auf Netz-Muffel wie ältere Menschen trifft,
die auch heute ohne auskommen (müssen,wollen) und trotzdem ihren Alltag geregelt bekommen.

Allerdings stellt die Nutzung von www-Services einen zentralen Teil meines Lebens dar, wenn ich an Online-Banking, Recherche oder Fernsehen denke. DIe Art zu leben und zu denken ist sicherlich auch stark vom Aufkommen von Sofort-Nachschlagewerken geprägt worden, was man vielleicht an der schlechten Allgemeinbildung jüngerer Menschen erkennen mag oder einer gewissen sozialen Lethargie, die gerade Jugendliche gelegentlich lähmt.
In den Sportvereinen ist seit der Verbreitung von DSL etc. auch immer weniger los, was ein Zufall sein könnte.

Eines ist jedenfalls sicher: die meisten Menschen meiner Generation nutzen das Netz heute wie selbstverständlich und Navi-Updates, Router-Installationen oder Netz-Recherche sind so normal wie Zähneputzen geworden.
Die Schattenseite sind Betrug im Netz, Bespitzelung und absoluter Zeitklau, was individuell bedingt sein mag.
Schöne neue Welt?!
 
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