News Debian 11 („Bullseye“): Stabile Distribution mit KDE Plasma 5.20 und Gnome 3.38

@??? @Autokiller677 Danke für die Tipps, werde ich am Wochenende mal testen. Mit Docker hab ich mich noch nie beschäftigt. Mein derzeitiges Setup auf dem Pi3 ist Pi Hole und Unbound sowie Wireguard VPN und das läuft bestens. Mittelfristig halt nur den Wunsch auf Debian umzusteigen.
 
Auch für wireguard gibt es ein (meiner Erfahrung nach gut funktionierendes) Docker-Image: https://hub.docker.com/r/linuxserver/wireguard

Wenn man sich einmal mit Docker vertraut gemacht hat und sich compose-files für die Container angelegt hat, ist das schon sehr angenehm. Vor allem ist ein OS-Wechsel dann ziemlich entspannt, weil man außer docker installieren & Container starten kaum was konfigurieren muss.
 
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??? schrieb:
Ist irgend etwas krummes unter „Settings“ → „DNS“ im Pi-hole eingestellt?
habs gelöst, war ein Filter in der FritzBox, der allen Geräten den Zugang verbietet außer dem Raspi. Da ich einen zweiten Raspi für Debian+Pi Hole benutzt habe, ist der automatisch auf die Liste der gesperrten Geräte gelandet. Facepalm
 
andy_m4 schrieb:
Meinst Du tatsächlich Betriebssystemwechsel oder nur von einer Linux-Distribution zu einer Anderen?
Von Distro zu Distro sowieso.
Aber docker gibt's auch unter Windows, mit WSL kann man da auch Linux Container laufen lassen. Kann ein bisschen nervig sein, wenn man direkt auf Hardware zugreifen muss (also z.B. an USB-Ports), aber für Web-Dienste ist das auch da ziemlich entspannt.
 
Autokiller677 schrieb:
Aber docker gibt's auch unter Windows, mit WSL kann man da auch Linux Container laufen lassen.
WSL zählt nicht wirklich, weil das ja im Prinzip eine Linux-VM ist und damit läuft Docker wieder unter Linux.
 
Wenn man zuviel herumdockert 😉 gibt man meines Erachtens zu viel Know How ab. Am Ende läuft es doch darauf hinaus, dass man nur noch die Container zusammen stöpselt und über die inneren Abläufe keine Ahnung mehr haben muss - oder schlimmer - haben will.

In größeren Umgebungen halte ich das Konzept für sinnvoll, da man damit sein System einfach anhand der Anforderungen skalieren kann. Wenn man aber für jeden Furz (sorry) einen Docker-Container benutzt, halte ich das für nicht ideal, denn auch um die Sicherheitsupdates der Komponenten in den Containern muss man sich kümmern. Gerade bei einfachen Systemen macht Docker die Wartung auf lange Sicht eher umständlicher.
 
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SeniorY schrieb:
Bin zunächst so vorgegangen, dass ich von hier https://raspi.debian.net/tested-images/ das passende Image für den Raspi 3B+ auf die SD Karte gezogen habe.

Auch wenn ich vor der PiHole Installation lighttpd installiere läufts bei mir irgendwie nicht. Im Webinterface laufen zwar Queries auf, aber es wird kein DNS aufgelöst. Keine Ahnung woran es liegt, bin da auch nicht so der Experte.

Vielleicht mal ein Vanilla Debian Bullseye installieren? Allerdings wüsste ich gerade nicht wie genau ich da vorgehen muss...

Auf dem Raspi habe ich Debian noch nicht benutzt, da hab ich auch immer Raspian / Raspberry OS eingesetzt, das ja auf Debian basiert. Hab hier auch 2 3B+, 1 4B+ und einen 400er (der mit Tastatur) rumliegen.

Beim Raspi wird das OS ja auch nicht im eigentlichen Sinne installiert, da kommt ja ein fertiges Image. Ich habe es von der ISO als Network Installation neu installiert, dann aber nur SSH-Server und den untersten Punkt in der Liste (fällt mir gerade nicht ein) genommen - das Resultat ist eine Installation von gerade mal etwas über 2 GB. keine Ahnung was die da alles im Image haben - früher hatte ich auch mal pi-hole auf dem 4B+ am laufen (die 3er sind mir zu langsam dafür - antworten sind beim 4B+ deutlich schneller), das hat aber immer problemlos geklappt. Das war aber natürlich vor Bullseye.

Stell doch mal als DNS-Server Quad-9 oder Google ein und schau, ob es dann funktioniert. Ansonsten ist vermutlich FTL geschrottet auf Deinem Raspi. Eventuell mal pi-hole deinstallieren udn wieder installieren ("sudo pihole uninstall").

PS: Da fällt mir ein: Probleme mit der Namensauflösung hatte ich mal, als ich versucht habe, TOS auf dem TerraMaster F5-221 zu nutzen, da läuft pi-hole nur im Docker-Container. Da ist es mir nicht gelungen, pi-hole so ans laufen zu bekommen, das es vernünftig funktioniert. Irgendwann hab ich das dann platt gemacht und wieder Debian installiert. Unter Debian ist dann kein Container nötig, alles läuft nativ unter Debian.

Der Port vom pi-hole Web-Interface muss geändert sein, bei mir steht der auf 8080 (siehe Screenshot unten). Das hast Du dann ja gemacht, sonst würdest Du nicht ans Web-Interface kommen.

IMG_20210822_175118.jpg IMG_20210822_175245.jpg
 
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TimeTurn schrieb:
rüher hatte ich auch mal pi-hole auf dem 4B+ am laufen (die 3er sind mir zu langsam dafür - antworten sind beim 4B+ deutlich schneller)
habs Problem gelöst, war ne Einstellung in der Fritzbox.
pi-hole benötigt eigentlich nicht mal einen 3B+. Das verbraucht so wenig Ressourcen. Viele haben das ja sogar auf nem Pi Zero laufen.
 
andy_m4 schrieb:
WSL zählt nicht wirklich, weil das ja im Prinzip eine Linux-VM ist und damit läuft Docker wieder unter Linux.
Sicher - aber ist es wirklich relevant? Am Ende des Tages brauch ich vielleicht aus irgendwelchen anderen Gründen Windows auf meinem Server, will mit dem Server aber auch noch den Werbeblocker abbilden. Mir zumindest ist es dann völlig egal, ob der jetzt in einer Linux-VM läuft oder sonstwas.

Im Grunde ist das ja auch die Idee von Docker. Bei einem "normalen" Programm frage ich mich ja auch nicht "Ist das jetzt in C++ oder C# geschrieben? Benutzt es boost oder nur die std lib?" Egal, Hauptsache es bringt alles mit und läuft sauber. Docker hebt die Idee eins höher und abstrahiert einem auch gleich noch das OS weg. "Welches OS braucht das?" Egal, Docker kümmert sich drum, ich kann es starten, läuft, fertig.

Klar, wenn man in Performance oder RAM-Limits läuft, sollte man sich da eventuell nochmal Gedanken machen, ob man das nicht etwas kompakter hinbekommt - genauso beim C++ vs. C# Beispiel. Aber bis dahin ist Docker für mich nur eine Weiterführung bestehender Abstraktionskonzepte.
 
Autokiller677 schrieb:
Sicher - aber ist es wirklich relevant?
Kommt halt drauf an.

Autokiller677 schrieb:
Am Ende des Tages brauch ich vielleicht aus irgendwelchen anderen Gründen Windows auf meinem Server
Ich hab nicht einen Windows-Server.

Autokiller677 schrieb:
Im Grunde ist das ja auch die Idee von Docker. Bei einem "normalen" Programm frage ich mich ja auch nicht "Ist das jetzt in C++ oder C# geschrieben?
Naja. Aber ob das für Windows oder Linux geschrieben ist, ist schon relevant.
Zumal eine VM ja auch gewisse Einschränkungen mitsich bringt. Inwieweit die relevant sind, hängt natürlich vom Einzelfall ab.
Ändert nix daran, das man es nicht als betriebssystemübergreifend bezeichnen kann.

Autokiller677 schrieb:
Docker hebt die Idee eins höher und abstrahiert einem auch gleich noch das OS weg.
Nein. Tut es nicht. Das ist auch gar nicht das Ziel von Docker. Es dient in erster Linie dazu ein Programm mit allen Abhängigkeiten in ein (Achtung; jetzt kommt das entscheidende Wort) Container zusammenzufassen. Von plattformunabhängigkeit ist da gar nicht die Rede (und war auch nie das originäre Ziel).
Das mag bei Linux->Windows nicht so stark auffallen, weils halt auf Windows-Seite kaschiert wird. Guckt man mal bei anderen Betriebssystemen wird das sehr viel deutlicher.
 
SeniorY schrieb:
habs Problem gelöst, war ne Einstellung in der Fritzbox.
pi-hole benötigt eigentlich nicht mal einen 3B+. Das verbraucht so wenig Ressourcen. Viele haben das ja sogar auf nem Pi Zero laufen.
Im DHCP-Server den lokalen DNS nicht auf die IP des Raspi eingestellt vermutlich :)

Funktionieren tut das, aber es ist deutlich schwuppziger auf einem 4B+, einfach weil der 3B+ die GBit-Schnittstelle nur mit USB 2 anbindet und die CPU weniger Leistung hat. Kommt aber natürlich auf das Netzwerk an - bei mir sind da durchaus mal 10-20 Clients gleichzeitig aktiv. Und dabei ist auch ein Samsung-Fernseher, der allein den pi-hole mit seinen hunderten Anfragen pro Minute überschüttet.
 
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