News Debian 11 („Bullseye“): KDE Plasma 5.20.5 schafft es in die stabile Ausgabe

SE. schrieb:
Ich weiß jetzt nicht ob Arch eine tolle Erfahrung für Einsteiger ist.
Kommt drauf an. Wen allzuviel Automagie und Assistenten eher auf den Nerv geht, für den wird das sicher ganz gut sein.
Man muss sich vielleicht wirklich fragen, was man will. Und sich auch von dem Anspruch lösen das einem irgendwie ein One-Click-Installer etwas fertig eingerichtetes auf die Platte spült. Ich selbst hatte da nie irgendwie ein Problem damit. Und wenn dann die Installation eines neuen Systems ein paar Tage dauert, dann ist es eben so.

Das muss aber letztlich jeder für sich selbst wissen. Ich kann auch gut verstehen, wenn Leute das nicht wollen.
Wobei sich dann auch schnell die Sinnfrage stellt, wenn sich jemand Linux installiert aber dann doch letztlich möchte, das es genauso wie bei Windows anfühlt.
Muss letztlich auch jeder für sich selbst entscheiden.

Mir hat es geholfen "im Dreck zu wühlen" und mich da durch zu beißen. Weil man dann halt schon ne Menge weiß. Während das Installer-Game durchzocken zwar schneller geht, aber man gleich scheitert, sobald das erste kleine Problemchen auftaucht. Und die Problemchen treten immer auf.
 
andy_m4 schrieb:
One-Click-Installer
Ich fühle mich angegriffen.
andy_m4 schrieb:
Mir hat es geholfen "im Dreck zu wühlen" und mich da durch zu beißen.
Kann ich nachvollziehen, aber zum Glück gibt es ja auch mehrere mittlere Wege. Arch ist da ja fast das andere Extrem. Einsteigern LFS oder Gentoo vorzusetzen wäre dann die Krönung. Ich glaube wer Windows nutzt/nutzen muss wurde schon genug gestraft, das willkommen im Derivate-Dschungel sollte vielleicht sanfter sein. Gibt ja genug.
 
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SE. schrieb:
Kann ich nachvollziehen, aber zum Glück gibt es ja auch mehrere mittlere Wege.
Genau. Man muss es ja nicht so machen. Insofern ist ja alles gut.

SE. schrieb:
Ich glaube wer Windows nutzt/nutzen muss wurde schon genug gestraft,
Da ist was dran. Ich bin auch jedes Mal genervt, wenn ich mich mit Windows abquälen muss. Irgendwie fehlt mir da innerlich das Win-compatibility-module.
Und irgendwie nimmt Linux tendenziell die negativen Eigenschaften von Windows (Automagie, KlickiBunti) auf, lässt die Vorteile von Windows (die es ja auch gibt) aber gekonnt liegen.
 
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@andy_m4
Mein Beitrag sollte jetzt nicht wie Windows-Bashing ankommen, tat er vielleicht. Win10 nutze ich nicht, Win7 in den letzten Tagen aber leider wieder ab und zu um Programme zu starten für die ich keine bessere Linux-kompatible Alternative kenne. Wirklich Lust mir Illustrator in Eigenregie zurechtzufrickeln hatte ich noch nicht, da würde Linux-Klicki-Bunti meine Hemmschwelle wirklich senken.
Ich glaube unser Austausch passt hier nicht so richtig.
 
andy_m4 schrieb:
Das muss aber letztlich jeder für sich selbst wissen. Ich kann auch gut verstehen, wenn Leute das nicht wollen.
Wobei sich dann auch schnell die Sinnfrage stellt, wenn sich jemand Linux installiert aber dann doch letztlich möchte, das es genauso wie bei Windows anfühlt.
Muss letztlich auch jeder für sich selbst entscheiden.
Dem muss ich mal komplett widersprechen, gut ich weiß nicht genau was du meinst aber UX / Einfachheit und Sicherheit schließen sich nicht kategorisch aus! Wenn man möchte kann man die Dinge schon bis zu einem bestimmten Punkt sicher und einfach machen.

Die Sinnfrage ist auch super schnell beantwortet. Bei Linux kann muss aber nichts das ist schon mal ein riesen Unterschied!

@f1nal Ich verstehe nicht so ganz wieso du dir undedingt Debian antun willst? Ok Ubuntu ist schon sehr nahe bei MS kann ich verstehen, aber es gäbe noch ein paar andere Distris. Wieso guckst du dir nicht erst mal Manjaro, Mint, MXLinux, SolusLinux oder OpenSuse an? Ich verstehe das man da durch möchte und unbedingt was lernen aber aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass der Alltag nicht wegfällt und sowas auf dauer frustriert / nervt, außerdem (zumindestens trifft das auf mich zu) braucht man auch Zeit. Also ich kann jedem Anfänger nur empfehlen mit einer einfacheren einzusteigen und damit einfach zu arbeiten und dann später eine kontrollierbarer nimmt falls er das möchte. Ich würde mir mittlerweile auch Arch oder Debian zutrauen, habe aber keine Lust und sehe mom auch keinen nutzen für mich das zu tun. Für mich ist das wichtigste, dass das OS so funktioniert wie ich es möchte und einfach zu bedienen ist.

Mit einfach zu bedienen meine ich "führen". Das kann man zum Beispiel über GUIs machen. Da gibt es auch zu genüge schlechte. Aber eine gute zeigt einem die möglichen Einstellungen und Konsequenzen. CLI Programme sind leider meist schlecht erklärt.
 
SE. schrieb:
Mein Beitrag sollte jetzt nicht wie Windows-Bashing ankommen, tat er vielleicht.
Also bei mir nicht.
Und selbst wenn ist das hier im Linux-Forum auch kein Problem.
Insofern: Alles gut :-)

SE. schrieb:
Win7 in den letzten Tagen
Das gute Windows 7. Das ist nach wie vor sehr beliebt. Auf der Grundlage hätte Microsoft weiter machen sollen. Seit Windows 8 geht es gefühlt so richtig bergab.

SE. schrieb:
Wirklich Lust mir Illustrator in Eigenregie zurechtzufrickeln hatte ich noch nicht, da würde Linux-Klicki-Bunti meine Hemmschwelle wirklich senken.
Oki Doki.

SE. schrieb:
Ich glaube unser Austausch passt hier nicht so richtig.
Ist ja auch nicht weiter schlimm. Jede darf ja gerne so machen, wie es für ihn passend ist.

###Zaunpfahl### schrieb:
Dem muss ich mal komplett widersprechen
Du willst mir widersprechen, das jeder für sich selbst entscheiden muss? :-)
Nein keine Sorge. Hab schon verstanden.

###Zaunpfahl### schrieb:
ich weiß nicht genau was du meinst aber UX / Einfachheit und Sicherheit schließen sich nicht kategorisch aus!
Um Sicherheit ging es mir hier gar nicht. Es ging darum, das man durch eine zu-Fuß-Installation schon sehr viel über das System lernt und das erlernte Wissen einem im weiteren Verlauf helfen kann, wenn man auf Probleme trifft.

###Zaunpfahl### schrieb:
CLI Programme sind leider meist schlecht erklärt.
Ja. Da ist was dran.
Wobei gerade bei Hilfestellungen CLI-Programme einen unschätzbaren Vorteil haben. Man kann kurz und knapp Hilfestellung geben ohne erst ellenlang erklären zu müssen mit "klick hier und dann da" und das möglicherweise noch mit seitenweise Screenshots untermalt.

Generell würde ich GUI und CLI nicht gegeneinander ausspielen wollen. Beide haben ihre spezifischen Stärken und Schwächen.
Man stelle sich mal eine Bildbearbeitung als CLI-Programm vor (was es ja gibt). Ist in vielen Fällen eher mühsam.
CLI spielt allerdings seine Vorteile aus, wenns in Richtung Automatisierung geht. Außerdem bietet es via Pipes eine universelle und einfache Möglichkeit an verschiedene Programme zu kombinieren.

Was ich mir selbst manchmal wirklich noch Wünschen würde wären gute Konzepte, um GUI und CLI zu kombinieren. Das gibt es zwar auch, aber ich finde wenig gute Sachen in dem Bereich. Dabei sehe ich da durchaus Potential.
 
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andy_m4 schrieb:
Wobei sich dann auch schnell die Sinnfrage stellt, wenn sich jemand Linux installiert aber dann doch letztlich möchte, das es genauso wie bei Windows anfühlt.
Das hat mich etwas getriggert. Ich versteh ansich was du meinst aber mal genauer betrachtet finde ich die Aussage schon wage. Ich finde es gibt durchaus ein großes Interesse daran, dass sich eine Distribution in großen Teilen wie Windows anfühlen würde. Aber unter der Haube ein normales Linux werkelt. Natürlich unter der Prämisse das es nicht irgendeinen völligen Blödsinn machen würde um das zu erreichen. Ob das überhaupt realistisch umzusetzen ist kann ich nicht beurteilen. Und was wir beide und alle anderen unter "Windows anfühlen" verstehen ist natürlich auch sehr subjektiv.

Ansonsten sehr schön komplementiert, danke :)
 
###Zaunpfahl### schrieb:
Ich versteh ansich was du meinst aber mal genauer betrachtet finde ich die Aussage schon wage.
Ja. Ist sie auch.
Sie diente auch nicht als Aussage mit absoluten Wahrheitsanspruch, sondern als Denkanstoß in die Richtung:
Was erwarte ich mir von dem Umstieg auf Linux.

###Zaunpfahl### schrieb:
Ich finde es gibt durchaus ein großes Interesse daran, dass sich eine Distribution in großen Teilen wie Windows anfühlen würde.
Ich finde es es auch absolut legitim. Selbst wenn es eine Linux-Distribution gibt die 1:1 Windows nachahmt.
Die Frage die sich (wie bereits gesagt) stellt ist: Was will ich?
Das Ergebnis kann ja dann durchaus auch sein, das man quasi einen Windows-Klon hat. Man will nur das Original-Windows nicht weil das Geld kostet oder weil das Telemetry verbaut hat, die ich nicht haben will usw.

Insofern erkenne ich auch an, wenn jemand das so machen möchte.
 
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kim88 schrieb:
Gnome 40 wird auf GTK 4 basieren
GTK+ finde ich auch viel spannender als GNOME. Ich finde, diese Bibliothek hat ne gute Entwicklung hingelegt. GTK1 und GTK2 waren ja noch sehr unattraktiv (gegenüber der Konkurrenz), aber mit GTK3 wurde das ne richtig gute Bibliothek die ich selbst auch gerne einsetze.
Und GTK4 stellt da auch eine positive Weiterentwicklung da.

Finde ich ja persönlich interessant, das die GNOME-Leute durchaus in der Lage sind gute Software zu bauen was man an GTK+ ja gut sieht, aber gleichzeitig mit dem GNOME-Desktop eher (zumindest in meinen Augen) eine durchwachsene Lösung präsentieren.
 
Kleiner Nachtrag, auch wenn OT: Habe jetzt seit gut zwei Wochen OpenSUSE am laufen und bin soweit ziemlich zufrieden. Die Installation lief reibungslos, das Updaten der Software geht ganz easy per Konsolenbefehl oder YAST. Proprietäre Software wie Skype oder Teams läuft. Master PDF genügt für meine Zwecke vollkommen, auch Messenger wie Signal oder Telegram sind kein Problem. Das GUI (nutze Gnome) ist flott, alles geht ungefähr so zügig wie unter Windows 10. Der RAM-Verbrauch ist sogar etwas geringer. Touchscreen-Support ist erstaunlich gut.

Was noch nicht geht, ist die Helligkeitsregelung am Laptop (Toughbook CF-MX4), der Lautsprecher und der Scannertreiber. Was mir an Suse sehr gefällt ist, dass man die Treiber oder Software-Pakete per 1-Click von der Suse-Website-Datenbank runterladen und gleich mit Yast installieren kann. Das klappte bisher in 90% der Fälle reibungslos. Derzeit vermisse ich zudem noch Desktop-Folder oder den Papierkorb-Shortcut am Desktop. Obwohl ich in den Gnome-Tweak-Einstellungen die Desktop-Icons aktiviert habe, kann ich keine neuen Ordner erstellen. Es könnte aber auch daran liegen, dass ich mir diese Einstellung zerschossen habe, weil ich zuvor viel mit Drittanbieter-Packages rumprobiert habe.

Gnome ist in meinen Augen ein sehr schönes GUI. Es vermittelt das Look and Feel in einer Mischung aus Android und MacOS. KDE ist nicht so meins, da es irgendwie versucht, an das Windows-GUI anzuspielen. OpenSUSE wird mir im Alltags-Privatbetrieb Windows 10 vollständig ablösen.
 
@f1nal
Falls du mit den Treibern nicht weiterkommst, frag mal hier:
https://www.reddit.com/r/openSUSE/
Wenn du Gnome und Tumbleweed nutzt kann es sein das die neueste Gnome-Version die Extensions zerlegt hat und deren jeweiligen Autoren da erst noch patchen müssen bevor die Funktion wieder gegeben ist.
 
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