Defekte Sektoren - Rückschluss auf Ursache?

Registriert
Apr. 2012
Beiträge
3
Liebe Forenteilnehmer,

ich habe eine defekte WD 400 EB Festplatte. Leider kenne ich die Ursache nicht, da ich beim Schadenseintritt nicht dabei war.

Das WD Diagnosetool sagt, dass zu viele Cluster (Sektoren) defekt sind.

Auf dem Bild, dass das Tool auswirft sieht man, dass die defekten Sektoren diagonal von oben links nach unten rechts regelmäßig angeordnet sind (60 %).
Lässt das den Schluss etwa auf einen defekten Lesekopf zu? Ich möchte die Datenrettung möglichst systematisch angehen.

Vielen Dank für Eure Hilfe!
 
Bei sowas solltest du im Falle einer Datenrettung keine Experimente machen - Ab ins Labor zu Ontrack oder Convar; ist halt sehr teuer.

Die Anordnung auf so einem Bild sind nichts wert; schließlich sind die Platter da drinn ja auch nicht eckig.

Kannst ja mal versuchen, mit einem Imaging-Programm was zu retten; indem du fehlerhafte Bereiche einfach überspringen lässt.
 
Zuletzt bearbeitet:
tja, also wenn ein muster erkennbar ist, solltest du die platte nichtmal mehr starten.. das koennte durchaus ein aufsetzender lesekopf sein. ob das jetzt einmalig durch erschuetterung aufgetreten ist, oder durch alterung?¿? also wenn die daten sehr wichtig sind, dein leben davon abhaengt oder du einfach zuviel geld hast.. einschicken!
 
Danke für die schnellen Antworten.

Nein, mein Leben hängt davon nicht ab. Dennoch...

Gängige Datenrettungsprogramme brechen den Vorgang sofort ab, mit dem Hinweis auf einen NT Lesefehler.

Der Hinweis von Freak-X mit der Eckigkeit leuchtet ein. Hier wird Aristoteles auf den Kopf gestellt: Die Festplatte ist eine Scheibe...
 
Als einzige Do-it-yourself-Methode zur Datenrettung ist in diesem Fall das Umkopieren der Sektoren auf eine leere andere Platte gleicher oder höherer Kapazität angebracht.
Dazu die Anleitung ddrescue CD
die ISO der CD gibts auf www.sysresccd.org zum download

UNBEDINGT den Logfile entweder auf eine Partition der anderen internen Platten oder einen USB-Stick legen - sonst fängst Du bei Abbruch von vorne an (was dann 2x ewig dauert)
Das kann zum Erfolg führen, wie sich schon öfters gezeigt hat(z.B. hier)

Die beschädigten Dateien an den Stellen der nicht kopierten defekten Sektoren im NTFS-Filesystem kann man dann mit einem Windows-Tool rausfinden.
 
Vielen Dank, Ernst. Ich werde mich damit beschäftigen, und berichten. Leider kann ich nichteinmal sagen, ob es ein ntfs-System ist. Versuch macht in diesem Fall hoffentlich klug und nicht kaputt...
 
Regelmäßige Muster von Defektstellen stammen manchmal von wilden Stößen während eines gerade ablaufenden Schreibprozesses, bzw bei Ausfall der Versorgungsspannung, welche aus irgendwelchen Gründen nicht korrekt behandelt wird.
Da wird der aktivierte Schreibkopf oft über tausende andere Spuren gezogen und zerstört dort jeweils eine geringe Bitanzahl, welche diese Sektoren unlesbar macht.
 
Zurück
Oben