sanders schrieb:
Ich weiß was du meinst, aber wenn du dir den Schmarren anhören darfst, wenn du mal dein MacBook auspackst in der Verwandtschaft oder früher in der Uni …
Es ist ein armes Spiel an dem es viele an Sachlichkeit mangeln lassen und da hast du recht, egal welche Seite. Das Problem dabei ist aber eher, viele Apple-Basher hatten nie ein Mac in der Hand und bilden sich ihre Meinung durch das iPhone und den iPod Touch und eben iTunes. Die Fesseln, die Apple mit diesem Gespann anlegen, sind dann plötzlich auch gültig für den Mac. Auf die Frage, ob die betreffende Person je an einem Mac saß, kommt dann oft nur die Aussage, man hätte es von Freunden gehört. Wenn man dann mit diesen Personen dann gesprochen hat, wird auch hier das Bild bestätigt. Auch der Freund/Freundin hatte nie einen Mac und hat es irgendwo anders aufgeschnappt. Diese Leute sind dann meist total überrascht, wenn man ihnen das MacBook vorführt und zeigt, dass iTunes auf dem Mac nichts weiteres ist als eine Medien-Datenbank, Programme, starten, registrieren des Macs, geht alles ohne iTunes. Programme installieren? Auch ohne iTunes und ohne iTunes-Zwang.
Nach so einer Session hast du dann meist zwei unwissende weniger und kannst sogar meist vernünftige Gespräche führen. Ende vom Lied war dann oft die Aussage, die man auch akzeptieren kann: "Für mich ist ein MB/MBP nichts, da es meine Anforderungen nicht erfüllt, da ich weniger Ausgeben möchte und für das Geld mehr Rechenleistung will." Meist sind die Leute zwar dann enttäuscht, wenn sie mir ihre tollen 799,- Notebooks zeigen, die dann während einer Bussfahrt schlapp machen, aber es sind eben andere Anforderungen, die die Personen haben. Mir geht es also nicht mal per se um die Aussage, Apple ist zu teuer, mir geht es um diese Halbwahrheiten, die viele Apple-Basher verbreiten und die halb garen Argumente, die immer nur zum Teil wahr sind. Beispiel: Apple ist viel zu teuer. Ja und nein. iPhone4 kostet anfangs in Deutschland sehr viel, sofern man es über Ebay und Co gekauft hat, plötzlich war das iPhone 4 viel zu teuer, wenn man aber nur nach Frankreich ging, bekam man es schon für 600,- und im Vergleich zu anderen "Highend Androidgeräten" ist der Preis sogar zum Teil angebracht gewesen beim Erscheinen, persönliche Bedürfnisse und Anforderungen abgewogen, war es ein gutes Handy und bot einen guten Gegenwert (Ja, jetzt ist es für die Leistung zu teuer, aber Apple senkt halt die Preise nicht bis zum Erscheinen der neuen Version.) Hier wurde also etwas zu teuer, weil jemand den "EBay"-Preis angenommen hat.
Selbes für die Macs, für sich gesehen sind Macs selten wirklich "zu teuer", sie bedienen aber eine andere Gruppe, sehe ich mir Vergleichstest der Geräte der selben "Klasse" an, relativiert sich der Preis vom MBP aber. iMacs und Mac Pros eben so. Die Grundpreise der Geräte sind also nicht zu teuer, nur die persönlichen Anforderungen entscheiden über den Bedarf an einem Gerät.
Wo man nun wieder zustimmen kann ist der Fakt, dass Apple für Upgrades der Geräte teilweise viel zu viel verlangt. 200,- für 4GB RAM mehr. Für eine SSD mit 256 500,- (Ok, das ist jetzt relativ, da man die SSD nicht genau kennt, die eingebaut werden, möchte ich hier nicht urteilen, hab meine Curcial 128GB auch für ca. 200,- bekommen und die Preise für 256 lagen auch noch bei 469,- als ich sie kaufen wollte!), ebenso mal mehr Geld. Was hier aber einige bei ihren Rechnungen vergessen: Es bedeutet Arbeit die extra Wünsche vorzunehmen und eventuell sind die "extra" Bestellungen eben so gering, dass sie die Preise anziehen, damit es gedeckt wird? Wer weiß das schon, aber als Apple-Nutzer und nicht Jünger, weiß man auch: Kaufe niemals Hardware-Upgrades direkt bei Apple, solang du es selbst tauschen kannst. Festplatten und RAM bekommt man günstiger und baut es selbst ein. (Und bei beidem verliert man nicht die Garantie!)
Wenn ich nun aber mir z.B. die Relation von Umsatz zu Gewinn der Apple Corp. ansehe, liegt die ca. bei 25%. Sehe ich mir aber die Bilanzen von Dell an, so fällt auf, dass auch dieser Konzern ca. 25% Umsatz zu Gewinn hat, hier meckert aber keiner.
Das Primäre Problem bei Apple ist eben, sie haben Geräte die passen können bei den Computern oder eben nicht, sie bedienen nicht den gesamten Consumermarkt, sondern nur Teile davon. Dell, HP hingegen bieten eben Consumer-Geräte der Unterklasse, Mittelklasse und Oberklasse an, sie bieten All-in-One-Geräte aber auch flexible Einsteiger-Geräte und Mittelklasse-Geräte. Bei Dell, bei HP findet jeder das, was er möchte, bei Apple eben nicht. Apple hat eben nur "Workstation" "Buisness-Geräte" oder gehobene "Mittelklasse" sowie "gehobene" All-in-One-Geräte, was fehlt ist ein "Consumer-PC" marke MacPro und eben auch eine "Einsteiger-Klasse", aber die Fehlen.