Der Bürgergeld Thread - Diskussionen rund ums Bürgergeld

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s0undjan schrieb:
Ob Technik, die nicht funktioniert oder Lehrer, die fehlen, spielt für das Land keine Rolle, die Kinder bringen sich die Bildung kaum alleine bei und die Eltern müssen arbeiten.
Wenn der Lehrer nicht vorhanden ist, kann alles andere noch so wunderbar funktionieren.
Ich gehe auch arbeiten und weiß was es heißt abends die noch nicht erledigten Hausaufgaben anzugehen. Aber mein Sohn wusste es auch, dass die Abendstunden die "härtesten" sind. Deshalb hat er sich bemüht die meisten Aufgaben bereits direkt nach der Schule zu erledigen. Das lernt man nicht in der Schule, sondern zu Hause. Zum Lernen motivieren gehört zum Kindergroßziehen dazu.

Ohne Fleiß, kein Preis.
 
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Hallo

s0undjan schrieb:
Ja, Heulsusen und Stehaufmännchen gab es schon immer und wird es immer geben..

s0undjan schrieb:
Das Bürgergeld ist um 52€ höher als es Hartz-4 war. Das ist eigentlich eine recht große Änderung, aber wir hatten vorher ja auch noch keine 10% Inflation.
450€ Hartz4 +10% Inflation = 500€ Bürgergeld, also keine Änderung.

Grüße Tomi
 
SW987 schrieb:
Ich gehe auch arbeiten und weiß was es heißt abends die noch nicht erledigten Hausaufgaben anzugehen. Aber mein Sohn wusste es auch, dass die Abendstunden die "härtesten" sind. Deshalb hat er sich bemüht die meisten Aufgaben bereits direkt nach der Schule zu erledigen
Das ist doch gut, aber durch Corona haben Kinder vermehrt psychische Probleme entwickelt und dann ist das Lernen nicht eben so machbar, ich möchte auch mal wissen, wie du reagierst, wenn diese Woche wieder Mathe ausgefallen ist und der Vertretungslehrer davon keine Ahnung hat, nicht alle Eltern haben das 30 Jahre später noch drauf und das ist auch nicht deren Aufgabe.
Ergänzung ()

Tomislav2007 schrieb:
Ja, Heulsusen und Stehaufmännchen gab es schon immer und wird es immer geben..
Wir kommen hier nicht weiter. Ich bringe Belege, du deine subjektive Meinung. Das passt halt nicht zusammen. Du hast deine selektive Wahrnehmung und scheinbar seit 3 Jahren keine Nachrichten rund um Corona und Auswirkungen auf Schulen, Schüler und Lehrer konsumiert. Das eigene Bild ist nicht immer repräsentativ.
Du bringst zwar richtige Zahlen, aber die Schlussfolgerung ist dann falsch, wie bei den Arbeitslosen auch schon vorher.
Tomislav2007 schrieb:
450€ Hartz +10% Inflation = 500€ Bürgergeld, also keine Änderung.
Leider haben wir nicht nur im Januar 2023 knapp unter 10% Inflation, sondern seit 1 Jahr ca. und davor auch schon dank Corona und Lieferengpässen über dem Wert der Vorjahre.
 
Hallo

s0undjan schrieb:
Du hast deine selektive Wahrnehmung und scheinbar seit 3 Jahren keine Nachrichten rund um Corona und Auswirkungen auf Schulen, Schüler und Lehrer konsumiert.
Stimmt, ich als Ausbilder in einem Krankenhaus habe mich vor Corona im Keller versteckt.

s0undjan schrieb:
Wir kommen hier nicht weiter.
Fällt dir das auch schon auf ? Na endlich.

Grüße Tomi
 
Hallo

s0undjan schrieb:
dich mit Fakten überzeugen zu können.
Mir sind die Fakten bewusst, ich gehe aber scheinbar mit Fakten anders um als du.
Es gibt Menschen die sich hinter Fakten verstecken und als Ausrede nutzen und es gibt Menschen die es trotz der Fakten versuchen und andere Wege finden.
Das ist der Unterschied zwischen Erfolglosen und Erfolgreichen, die Erfolglosen fallen hin und bleiben liegen, die Erfolgreichen fallen hin und stehen wieder auf.

Grüße Tomi
 
Zuletzt bearbeitet:
Tomislav2007 schrieb:
Mir sind die Fakten bewusst, ich gehe aber scheinbar mit Fakten anders um als du.
Es gibt Menschen die sich hinter Fakten verstecken und als Ausrede nutzen und es gibt Menschen die es trotz der Fakten versuchen und andere Wege finden.
Das ist der Unterschied zwischen Erfolglosen und Erfolgreichen, die Erfolglosen fallen hin und bleiben liegen, die Erfolgreichen fallen hin und stehen wieder auf.
Die Fakten sind eigentlich bekannt, warum unser Bildungssystem Defizite hat, kurzfristig durch Corona/Schulschließungen und Digitalisierung mit der Brechstange und langfristig durch Lehrermangel. Ohne Lehrer bringt die Motivation von Grundschülern nicht viel, wenn keiner da ist ihnen das ein mal eins und Alphabet beizubringen. Der demografische Wandel kommt noch oben drauf auf das Problem, das auch ohne dessen schon schlimm genug wäre. Mehr alte Lehrer die in Pension und Rente gehen und weniger junge Menschen, die den Beruf ergreifen wollen.
Das die seit ein paar Jahren leicht gestiegene Zahl an Schulabbrechern auf Unwillen beruht, nachdem sie Zahl immer recht konstant war, kannst du ja gerne so interpretieren, dafür spricht aber nichts, für meine genannten Gründe um so mehr, siehe auch die Links zu den Artikeln.
Die Fakten anders zu interpretieren - die wollen nur nicht - die suchen Schuldige - Heulsusen, das steht dir natürlich frei.
 
Hallo

Dann schliessen wir den Kreis zum Thema des Threads, wir bekommen also noch mehr Empfänger von Bürgergeld und noch weniger Einzahler ins Sozialsystem.

Grüße Tomi
 
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s0undjan schrieb:
Leider haben wir nicht nur im Januar 2023 knapp unter 10% Inflation, sondern seit 1 Jahr ca.
Wir haben seit Dezember 2019 bis inkl Februar 2023 eine Inflation im Verbraucherpreisindex (CPI) von 15.2%: https://www.destatis.de/DE/Themen/W...Tabellen/Verbraucherpreise-12Kategorien.html#

Betrachten wir den Index seit Dezember 2020 haben wir eine Inflation von ca. 15.4%. das entspricht einer jährlichen Inflation von 6.85% jährlich seit diesem Zeitraum.


Basierend auf den Daten von Q3 '22 vom statistischen Bundesamt geht die Bundesbank von einer Gesamtinflation im CPI von 25.1% aus für den Zeitraum 2020-2024:
https://www.bundesbank.de/resource/...255b118db7bf6da5/mL/2022-12-prognose-data.pdf

Der harmonisierte CPI liegt mit ca. 17.6% seit Dez '20 etwas höher und entspricht einer jährlichen Inflationsrate von ca. 7.8%.


Insgesamt sind es nicht wirklich "knapp unter 10%". Mit 6.9% (CPI) bzw 8.7% (HCPI) für 2021->2022 liegt da immernoch eine Abweichung i.H.v. 44.9% bzw 14.9% vor.
Mit 3.1% bzw 3.2.% für 2020->2021 liegt der Wert zwar "über dem der Vorjahre", aber ist jetzt nicht wirklich dramatisch und sehr weit weg von diesen "knapp unter 10%".
 
R++ schrieb:
die intellektuell jeder -auch nicht dressierte- Affe erledigen kann.

Bauteile sortieren oder aus der Maschine einlegen/ rausholen und schauen ob beschädigt und dann weiter sortieren.
Hatte das auch mal gemacht /machen müssen. Das fordert NULL NADA NIX an Können.

Naja das war vor 20 Jahren vieleicht so, aber Heutzutage gibt es ZA in allen Bereichen, meine Frau zb. kennt Arzthelferin die in einer ZAF arbeiten.
Gibt mittlerweile viele Gelernte ja sogar Studierte die in ZAF arbeiten, selbstverständlich nicht die Mehrheit aber auch nicht selten.

s0undjan schrieb:
Das tun, von dem ich denke, dass sie es bereits mehrheitlich tun und wofür du dich auch aussprichst: Bewerben, weiterbilden, umschauen usw.
Und dass tun sie denn bis zur Rente, oder was wäre dein Ultimatum?
Ich meine Bewerben, weiterbilden, umschauen klingt nach Student der mit 50 immer noch Student ist aber nix gebacken bekommt.

Ich war vor paar Monaten ganze zwei! Monate Arbeitslos und mich haben sie richtig genervt obwohl ich seit fast 20 Jahren nicht ohne Arbeit war, sollte ich mich nicht erstmal umschauen und eventuel weiterbilden?

Versuch das mal beim AA, viel spass.
 
Cyberdunk schrieb:
Ich meine Bewerben, weiterbilden, umschauen klingt nach Student der mit 50 immer noch Student ist aber nix gebacken bekommt.
Tomislav ging es aber eher um junge Schulabbrecher, die dann mit 20 im Bürgergeld hocken. Auf die bezog sich meine Antwort. Wenn Bildung fehlt, was sollen die sonst Besseres tun, als Bildung nachzuholen?
Die 50-Jährigen sind wieder ein anderes Thema, je älter, desto schwieriger ist auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen ohne vorher groß Berufserfahrung zu haben. Dem jungen Bewerber kann man da noch schlecht vorwerfen, keine Erfahrung zu haben.
Ergänzung ()

Cyberdunk schrieb:
Ich war vor paar Monaten ganze zwei! Monate Arbeitslos und mich haben sie richtig genervt obwohl ich seit fast 20 Jahren nicht ohne Arbeit war, sollte ich mich nicht erstmal umschauen und eventuel weiterbilden?
Das wird in deinem Fall wohl nicht notwendig sein, aber Fälle wie deine waren auch nicht gemeint, sondern berufsunerfahrene junge Schulabgänger, über die Tomislav und ich vorher diskutierten.
 
s0undjan schrieb:
Das wird in deinem Fall wohl nicht notwendig sein, aber Fälle wie deine waren auch nicht gemeint, sondern berufsunerfahrene junge Schulabgänger, über die Tomislav und ich vorher diskutierten.

Ich versuche mal den Kreis zu schliessen.
Das ist ja genau das Klientel das ich meine.
18-25 Jahre alt und kein Bock auf gar nichts ich schau mich erstmal um.
Huch nun bin ich schon 30, beziehe seit 10 Jahren Harz4 aber will mehr.

35 Jahre, ich erwarte als Ungelernter seit 20 Jahren Arbeitsloser mindestens 5000€ Brutto sonst geh ich nicht arbeiten.

Ich habe viel mit Bürgergeld Empfängern zutun, und keiner macht den eindruck das er unglücklich ist.
 
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SW987 schrieb:
Ich frage mich weshalb in manchen Ländern der Welt die Kinder jeden Morgen 10km Schulweg auf sich nehmen (zu Fuss!) um etwas lernen zu dürfen. Und die "Klassenzimmer" dort sind nicht digital, die haben bisweilen nicht mal ein Dach.
Da ist halt eine andere Motivation dahinter. Dort verhungerst du im Zweifel einfach, wenn du nichts machen kannst, um dir selbst Essen anzubauen oder zu kaufen. Hier kriegst du Bürgergeld, oder vorher eben Hartz4. Oder, wenn du keinen Anspruch drauf hattest, gab/gibt es Grundsicherung. Du wirst in DE faktisch nie verhungern (können). Im Zweifel machst du es wie die Obdachlosen, und stellst dich an den Bahnhof. Das ist zwar sch..., aber auch da wirst du nicht verhungern.
In Afrika... brauch ich wohl nicht zu erklären.
Will dir da nicht widersprechen, diese Fälle kann man mMn. nicht vergleichen.
 
Vor ein paar Seiten wollte man noch Menschen verfassungswidrig obdachlos machen und jetzt sind Obdachlose genau die, die man unterstützen muss ...
 
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Sind ja auch verschiedene Leute, die das schreiben ;)
Den Vorwurf des "Verfassungswidrig obdachlos machen" muss ich mir wohl gefallen lassen, aber ich habe ja nie gesagt, dass man Obdachlose unterstützen sollte.
Und von Cyberdunk hab ich keine Aussage im Kopf der letzten Seiten, die was anderes behauptet als das, was er jetzt schreibt...
 
ch möchte auch mal wissen, wie du reagierst, wenn diese Woche wieder Mathe ausgefallen ist und der Vertretungslehrer davon keine Ahnung hat, nicht alle Eltern haben das 30 Jahre später noch drauf und das ist auch nicht deren Aufgabe.

Das gab es schon vor knapp 20 Jahren in der Realschule. Mathelehrer nach 2 Tagen in die Klapse. Vertretungslehrer war mind 3 Monate keiner verfügbar und also haben wir Mandala gemalt oder wurden heimgeschickt. Vertretungslehrerer hatte keine Ahnung sodaß, dann keine Noten für das Jahr vergeben wurde.

Allerdings hatte da bei uns keiner Probleme. Man hat halt tlw. ohnehin Nachhilfe gehabt oder sich den Stoff selbst beigebracht. Und Spiel wiederholte sich aufgrund des Lehrerermangels fast jedes Schuljahr an dieser und anderen Schulen.

Aber heutzutage ist es eben immer alles gleich zu viel.

Heute ist e vieles anders. Teilweise haben die Abgänger mehr als 5 Angebote für eine Ausbildung und sagen dann die anderen 4 nicht ab, oder kommen gar nicht zur Ausbildung oder kündigen noch in der Probezeit.

Früher wäre das für den CV erst mal der Todesstoß gewesen, weil einen dann im selben Jahr kein Ausbildungsbetrieb auch nur mit der Zange angefassst hätte..

Da blieben dann nur "bekannte" Firmen die Azubis verschlissen haben wie sonst was.

Man findet heute auf jeden Fall eine Ausbildung. Das Problem ist das die Betriebe heute was "bieten" müssen. Da gibt es Tablets, Sportsachen, Fitnesskurse, selbst eine PS5 oder einen Smart für 1 Jahr habe ich schon gesehen.
 
Azubis sind auchnoch relativ billig, vor allem wenn man denen die Aufgaben von ausgelernten Gesellen überträgt. Nach der Ausbildung fängt es dann an wenn die Unternehmen die Leute nicht übernehmen.
Weil, die haben ja "nur" die Ausbildung aber keine Praxiserfahrung.
Wenn die Leute dann nicht schnell was finden landen sie in der Zeitarbeit. Manche fangen anch der Ausbildung auchnoch ein Studium an und andere landen erstmal in der Arbeitslosigkeit.
 
D0m1n4t0r schrieb:
Azubis sind auchnoch relativ billig, vor allem wenn man denen die Aufgaben von ausgelernten Gesellen überträgt. Nach der Ausbildung fängt es dann an wenn die Unternehmen die Leute nicht übernehmen.
Weil, die haben ja "nur" die Ausbildung aber keine Praxiserfahrung.
Das betrifft eine Minderheit und sogar immer weniger, es wurden noch nie so viele Azubis übernommen wie zuvor seit den Aufzeichnungen, Tendenz massiv steigend, fast 3/4 aller Azubis werden übernommen.

Was nicht verwundert, es wird sich kaum noch ein Betrieb leisten können den eigenen Nachwuchs an die Konkurrenz zu verlieren, Azubis die nicht übernommen werden, haben sich entweder ein sehr spezielles Feld ausgesucht was stark reglementiert ist (z.B. Forstwirtschaft) oder das Ausbildungsverhältnis wurde nachhaltig gestört von einer oder beiden Seiten.
 
Soweit ich weiss bilden die ganz großen Unternehmen auch fast gar nicht mehr aus. Die lassen kleinere Unternehmen das machen und werben hinterher die Azubis dann ab.
 
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