der bundestrojaner im RAM?

BasCom

Commodore
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ja nen kollege und ich unterhalten uns gerade ueber eine diverse heise meldung:

http://www.heise.de/newsticker/meldung/103908

und kommen dabei auf folgende idee.
man löte auf nen ram riegel nen eeprom baustein oder sowas und packt da nen bundestrojaner rein.
wäre sowas wohl möglich oder gar erlaubt? Fände ich zur Verteilung auf jedenfall
äussert geschickt wenns denn ginge. und schon hat bald jeder den bundestrojaner im haus :-)
 
Möglich ist das mit Sicherheit aber eher unwahrscheinlich... erst Recht im großen Stil würde sowas nicht unbemerkt bleiben und die Kunden würden auf Hardware/Hersteller ausweichen die das nicht hat bzw machen.
Von daher denke ich nicht das sowas gemacht wird oder wahrscheinlich ist.
 
Möglich: ja, aber... Erlaubt: nein.

Ist aber so kein PuG-Thema.

Also möglich wäre es, dass man z.b. die Krypto-Schlüssel in einem extra Speicherbaustein lagert. Nur das ist dann kein Bundestrojaner. Denn um an den Schlüssel zu bekommen, brauchst du entweder eine extra auf den PC geschleuste Software. Wenn du die auf den PC bekommst, dann ist aber die extra Hardware-Backdoor eher überflüssig, da du sämtlichen interessanten Daten eh abgreifen kannst. Oder du musst den PC beschlagnahmen, um an den Schlüssel und die Festplatte zu kommen, was ja aber kaum der Sinn der heimlichen Online-Durchsuchung, auch bekannt als Bundestrojaner, ist.

Zudem wäre eine Hardware Backdoor auf dem Ram-Riegel leicht erkennbar, durch den extra Baustein, und würde von daher ganz sicher gemieden werden.
 
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Würde ja auch bedeuten, dass der Rechner dann nur mit dem entsprechenden Trojaner-BS laufen würde. Wenn ich also den Trojaner für Windows XP programmieren und ich steck den Ram-Riegel in nen Mac, was passiert denn dann ?
 
Ist zwar eine schöne Idee :), halte ich aber für unwahrscheinlich. Meines Wissens kommen fast alle RAM-Lieferung aus dem Ausland und werden meist direkt an die Online-Shops geliefert. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Bund irgendwo Einfluss darauf nehmen kann. Im Ausland hat er ja keine Kontrolle, also müssten alle RAMs vom Ausland über den Bund an den Großhändler gehen.

Das klingt dann schon sehr nach Stasi :D
 
Das funktioniert definitiv nicht, da man zum ausführen des Codes die Hilfe des Betriebssystems benötigt. Und wenn man die bekommen kann, warum sollte man dann den Umweg über die Hardware machen, man kann es dann ja gleich mit weniger Aufwand komplett im BS implementieren.
 
Die Naivität der Bundesregierung zum Thema Bundestrojaner ist unglaublich...
(das einzig schlimmere sind dann noch solche total absurden Ideen wie diese)
 
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News gelesen? Thread gelesen und verstanden? Das ist keine Idee oder Vorschlag irgendeiner Behörde oder eines Staatsorgans.
 
Einfacher wäre es, diesen Trojaner in allen Routern/Modems zu integrieren, die für das deutsche Internet ausgelegt sind (Annex B). Dazu müßten sich die Hersteller im Geheimen dafür hergeben ihre deutsche (!) Firmware zu modifizieren.
 
@Moros: Die Hoffnungen, die die Bundesregierung in den Bundestrojaner setzt sind total realitätsfern.

Und warum sollte man irgendwelchen haltlosen Theorien glauben schenken? Und warum soll der US-Geheimdienst was mit Durchsuchungen zu tun haben? Die Frage ist: Wer hat denn Interesse an solchen Hintertürchen? Auch im Staat ziehen nicht alle an einem Strang...
Fakt ist, dass die NSA mit Microsoft kooperiert hat, um Sicherheitslücken in Windows zu vermeiden... soll heißen Sicherheitsexperten der NSA haben "ihren Senf" damals bei Windows XP dazugegeben... dann wird wieder reininterpretiert, die NSA habe Hintertürchen eingebaut. Interessant aber, dass die US-Regierung(en) Einblick in die Windows-Quellcodes haben, und andere vergleichbare Einrichtungen ebenfalls - aus Angst, Microsoft selbst könnte Hintertürchen eingebaut haben.

Da keiner dem anderen ausgeliefert sein möchte bzw. überspitzt formuliert sogar "vertraut" (lassen wir es nur mal Microsoft, NSA und die US-Regierung sein), kann man sehr wohl davon ausgehen, dass es keine Hintertürchen gibt.

Das traurige ist ja eh, dass Leute wie du einfach keine Ahnung haben... Wie soll die Hintertür denn konkret funktionieren? Wozu gibt's denn Firewalls etc? Zudem lässt sich der Netzwerkverkehr so einfach analysieren, klar gibt's auch verschlüsselte Verbindungen, aber würde es irgendwelche Hintertüren geben, wären die mit großer Sicherheit noch nie eingesetzt geworden, weil sie sofort auffallen würden...

@ScoutX: Das bringt nichts... wozu gibt's verschlüsselte Verbindungen etc?

Edit:
Zudem sollte sich die Bunderegierung auch mal mit dem Gedanken anfreunden, dass nicht jeder Terrorist unbedingt mit seinem Terror-Daten-PC auch einfach so ins Internet geht...
 
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Bringt doch auch nicht viel...gibt doch auch andersprachige Firmwares :D Ansonsten behalt ich einfach mein altes Modem, das macht DSl 16 k mit, das reicht dicke und als Router meinen IPcop...damit hat sich die Sache auch erledigt.
 
@1668mib
War auch eigentlich eher witzig und nicht ernst gemeint ;). Das Wort "Verschwörung" sollte deutlich machen, welchem Wert man dieser Aussage beizumessen hat.

1668mib schrieb:
Das traurige ist ja eh, dass Leute wie du einfach keine Ahnung haben...

Meines Wissens kennen wir uns nicht persönlich, weshalb ich deine Aussage beleidigend und oberflächlich finde. Aber was soll's...ich werte das mal als Ausrutscher und freu mich auf die Fortsetzung einer sachlichen Diskussion.

@topic
Wo hast du denn was über die Zusammenarbeit zwischen NSA und Microsoft gelesen? Ein Originalartikel dazu würde mich sehr interessieren.
 
Ich denke die einfachste Art die BundesTrojaner zu verteilen wäre über Freeware oder ähnliches.

Zum Beispiel integriert in kostenlose InstandMessagers oder kostenlose OnlineSpiele, wie zum Beispiel "Project Torque" die eh eine Verbindung zum Internet voraussetzen.

Problem wird aber sein, daß der Trojaner nicht lange unentdeckt bliebe...
 
hm das mit dem modem, wiso sollte das nicht gehen, ich mein die verbindung von modem zu pc ist ja nicht verschlüsselt, oder verstehe ich da was falsch nun. da kann doch das modem munter mal auf dem pc rumspähen ( nicht mitschneiden wenns verschlüsselte daten eubers internet sind ) und die ergebnisse weitegereichen.

theoretisch natuerlich. würde wohl eher sinn machen, da ram ja aus dem ausland kommt, da hat die bundesregierung sicher keine handhabe. aber son modem wäre doch extra fuer deutschland gefertigt? naja et soll hier ja nun nicht um wilde theoriehen gehn, wollt nur mal ausspähen ob sowas wohl technisch möglich wäre.

wenn man bedenkt was alles der bios nachfolger koennen soll, mini spiele und son quatsch . . .
 
Hmm ich bin mir sicher ich hatte mal nen Heise-Artikel zu dem Thema Windows XP und NSA gelesen, bei google finde ich leider nur welche mit Vista...
http://www.heise.de/newsticker/meldung/83436

Laut dem Artikel waren es bei Windows XP auch nur Gutachten, was ja dem was ich geschrieben habe nicht ganz widerspricht.

Und ja, natürlich kann man einem User im Forum nicht ansehen, wie viel Wissen er hat. Aber dummerweise ist nicht jeder Posting in Foren der Verschwörungstheorien thematisiert auch auf diese Weise zu betrachten, wie es dein Beitrag wohl verdient gehabt hätte...

@BasCom: Was will denn das Modem auf dem PC rumschnüffeln? Wie stellst du dir das vor? Das einzige, was das Modem effektiv machen kann ist die Informationen, die bei ihm durchkommen an andere weiterzurechen... wenn die allerdings schon verschlüsselt beim Modem ankommen (z.B. verschlüsselte E-Mail), dann ist da halt wenig zu machen...
Wenn du natürlich deine kompletten Festplatten über's Netzwerk freigibst, wäre das eine Möglichkeit. Das ist aber alles andere als der Normalfall, und gerade die Leute, die es auszuspionieren gilt, werden wohl nicht so naiv sein...
 
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naja auf dem modem koennt doch ne software laufen auf nem Chip, wiso nicht. die meisten versatel modems lassen sich doch z.b. auch als router nutzen, ist doch auch nur ne firmware. die würde dann den pc nach freigaben duchsuchen, ergebnisse in einem speicher sammeln, abschicken, speicher leeren.

und ich behaupte mal viele deutsche heim anwender verschlüsseln gar nix. durch unkenntnis, auf wand, was weiß ich warum.

@ ich3k :
Das funktioniert definitiv nicht, da man zum ausführen des Codes die Hilfe des Betriebssystems benötigt.
naja wenn das Bs gestartet ist kann ja auch der trojaner erst aktiv werden. meinetwegen schriebe der sich dann auf die platte und werkelt rum. nun
ich bin kein programmierer, keine ahnung, daher ja die Frage :-)
 
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Schön und gut, PC nach Freigaben durchsuchen, aber standardmäßig ist da nichts freigegeben. Und ob dann die gesuchten Informationen darunter sind? Und die heimliche Durchsuchung soll ja vorallem verschlüsselte Dokumente etc. ausfindig machen. Die kann man im laufen Betrieb abfangen und eher nicht von außen (wenn man Firewalls etc als Standard annimmt). Insofern sind das zwar vorstellbare Szenarien, aber realistischerweise wird man immer erst Zugang zum PC an sich suchen. Und der "normale" PC-User ist eh nicht primäres Ziel des Bundestrojaners.

Und den Datenverkehr kann man ohnehin an zentraler Stelle abfangen und durchsuchen, dazu wäre eine dezentrale Verteilung wohl eher kontraproduktiv.

Edit: Ansonsten ist das einschleusen des Trojaners immer noch die größte Problematik. Natürlich ginge das auch über Hardware (oder die AOL-CD im Briefkasten ;)), aber faktisch ist eine Lösung wie du sie vorschlägst weder finanziell realistisch, noch rechtlich durchsetzbar, weil dann tatsächlich die Durchsuchungssoftware auf völlig unverdächtigen PCs landen würde. Und ohne Anfangsverdacht (so gering der sein mag) geht trotz allen Unkenrufen halt auch nichts.
 
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Und ich behaupte weiterhin das der dieser Trojaner sowas von fix vom Untergrund
entdeckt und ausgeschaltet wird, das sich das Thema schneller gegessen hat als es
serviert wurde. :p

Selbst wenn das irgendwelche Leute schaffen, es gibt immer den Gegenpart.
Vista war auch unknackbar... hieß es^^
Nur eines von vielen Beispielen... oder Starforce...

Das Ding wirds nicht lange machen, da bin ich mir mehr als sicher.
 
Ja aber dann musst du ja erst mal so doof sein deine sensiblen Daten explizit freizugeben... Und es gibt auch die Möglichkeit, Passwort-geschützte Freigaben zu machen, bzw das Anmelden zu verlangen...

Zudem kannst du dir nicht mal im Ansatz vorstellen wie schwer es ist eine Software zu schreiben die solche Dinge auswertet... das einzige was helfen würde wäre alles an den Server zu schicken...

Und nochmals: Es geht hier nicht um Heimanwender ausspionieren... es geht um größere Kaliber. Was hast du denn auf dem Rechner was sich für den Staat auszuspionieren lohnen würde? Den Staat interessieren im Grunde auch eventuelle Urheberrechtsverletzungen relativ wenig (gut, man hätte durch die Mehrwertsteuer ein wenig was einnehmen können)....

Natürlich kommt gleich wieder die Argumentation, dass selbst wenn man nichts zu verstecken hat, dennoch ein Recht auf Privatssphäre hat. Richtig, sehe ich ja genauso. Es gibt nur keinen Grund den Bundestrojaner auf 40 Mio Privatanwender loszulassen - v.a. weil der Erfolg des Trojaners ja auch von der spärlichen Nutzung abhängt... wenn jeder Privat-PC in Deutschland den Trojaner drauf hätte, hätten im Nu diverse Firmen (auch Nicht-Deutsche-Firmen) die Dateien und könnten so Erkennungsprogramme dafür schreiben usw... und in ein Modem nachträglich integrieren bringt halt nun mal nichts, dafür ist es einfach zu spät.

Die einzig effektive Variante ist eine Software-Lösung die auf dem Ziel-Rechner installiert ist. Alles andere bringt effektiv rein gar nichts. So schlau ist die Bundesregierung - bzw deren Sicherheitsberater - noch.

Wie soll denn das z.B. an öffentlichen Netzen sonst funktionieren?

Edit: Und zum Thema Privatsphäre usw... Den meisten ist nicht mal klar, wieviel ihr ISP denn über sie wissen kann... aber Angst vor dem Bundestrojaner haben...
 
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