Ich hatte meine ersten Gaming-Erfahrungen mit nem Commodore 64, den mein Vater kaufte, als ich in der 2. Klasse war. Donkey Kong, Exterminator, Stix, Frogger, und Project Cars hieß damals Burning Rubber

... das waren noch Zeiten... da war VR noch sowas von fern für mich
kellerbach schrieb:
RGB wie die PSVR bei 4k pro Auge nativ, und man hat keinen SDE mehr und Auflösung satt. Daß das noch 10 Jahre dauert, glaub ich nicht, da bin ich ziemlich zuversichtlich

. VR ist auch genreabhängig. Games, die Richtung Strategie gehen, eignen sich besser für 2D, analog zu Brettspielen, wo es auch keinen Sinn machen würde, die in die dritte Dimension zu hieven. Man darf von VR auch nicht zuviel erwarten, daß es ALLE Games vergoldet. Primär ist VR für mich auf sim und immersiver Action (onward usw) zugeschnitten.
Strategiespiele machen in VR sicherlich weniger Sinn.
Wobei ich es mir schon ganz spassig vorstellen könnte, Total War Warhammer in so nem Mix zu spielen: Einerseits eben wie jetzt auch in der Strategieansicht, aber in der Brille eben, und wenn man mag, kann man in die Ego- oder 3rd-Person-Perspektive wechseln und ist dann mittendrin im Geschehen

Und bei Jurassic World Evolution wäre es ja auch denkbar - immerhin kann man da jetzt schon in den Jeep, den Heli oder die Gyrosphere. Solange es also keine allzu nüchternen Titel und Aufmachungen sind, könnte man da mit VR sicher noch die ein oder andere Facette mit rauskitzeln.
Ansonsten geht's ja auch nicht um's "alle Games vergolden". Aber irgendwie hab ich immer auch die Holodecks von Star Trek mit im Kopf, und wenn ich da für die VR-Brillen eben allein schon die rein grafischen Anforderungen mir vorstelle, sind wir noch Lichtjahre von einem perfekten visuellen Erlebnis entfernt.
Was eben meine persönliche Schätzung mit den zehn Jahren anbetrifft:
Es ist ja eben nicht nur die Brille selbst - der Rest der Hardware muß das auch packen.
Wir sind uns ja prinzipiell alle einig, daß bspw. 90 Hz/FPS oder sogar 120 für VR sehr erstrebenswert sind. Aber selbst bei der 5K+ schafft das ne übertaktete 2080 Ti heute noch nicht - wenngleich Pimax es zum Glück hinbekommen hat, daß das Spielerlebnis auch mit 30, 40 oder 50 FPS gefühlt noch sehr flüssig ist.
Es wird also locker noch wenigstens eine Grafikkarten-Generation dauern, bis die 5K+ aktuelle (jetzige) Spieletitel mit 90 FPS packt - frühestens also die 3080 Ti. Da reden wir dann aber noch nicht von der 8K, geschweige denn der 8K-X! Mein Tipp: 4080 Ti für die 8K, 5080 Ti für die 8K-X. Das wäre dann in drei Jahren, circa! Und immer unter der Voraussetzung, daß NVidia einmal im Jahr ne neue Generation rausbringt, wovon rückblickend eigentlich nicht konstant auszugehen ist. Aber ich bin mal optimistisch.
So - dann wären wir in drei Jahren von der Gesamt-Hardware her voraussichtlich in der Lage, aktuelle (jetzige!) AAA-Spiele mit 90 FPS in der 8K-X zu spielen. Ich werde jetzt doch mal vorsichtig und sage: In vier Jahren.
Aber 2x 4K werden noch nicht ausreichen, das SDE komplett zu elimieren und die Details via SuperSampling & Co annähernd auf Monitor-Niveau zu heben. Ich würde schätzen, 2x 6K, und dann sehen es wahrscheinlich wirklich nur noch diejenigen mit absoluten Falkenaugen. Das wären aber erneut +125% Auflösung gegenüber 4K. Das heißt: Auch 125% mehr Grafikpower, die benötigt wird.
Derzeit steigt die Performance von einer GraKa-Generation zur nächsten im Schnitt um 20-25% an, mal etwas mehr, mal etwas weniger. Das wären also pi-mal-Schnauze erneut vier bis fünf Jahre, bevor NVidia und/oder AMD in der Lage wären, eine 2x6K = "12K"-Brille mit 90 Hz zu befeuern.
Sind wir in Summe schon bei acht bis neun.
Wenn ich dann noch berücksichtige, daß die Entwicklung im Hardware-Bereich eher unter-linear verläuft, können es schnell auch zehn werden - die großen Quantensprünge bei den bekannten Technologien sind gemacht, die Miniaturisierung der Chips stößt bereits an Grenzen, und bevor nicht irgendjemand was komplett neues ausgräbt (und/oder die ersten Quantencomputer im Consumer-Bereich rauskommen

), halte ich die Wahrscheinlichkeit für groß, daß das noch dauern wird.
Die einzige Hoffnung ist, daß Foveated Rendering und Eyetracking da massiv ausgleichend wirken; dann wird's vielleicht etwas schneller gehen.
Und das ist jetzt nur die Performance-Seite.
Als nächstes müssen die VR-Brillen-Hersteller dann auch in Richtung höher auflösender Displays in dieser kleinen Größe forschen. 6K oder 8K auf 85" sind - vergleichsweise gesehen - kein Kunststück mehr, auf 4-5" dann schon wieder mehr, vor allem, wenn die klassischen Smartphone-Hersteller da nach und nach aussteigen, weil höher auflösende Smartphone-Displays keinen Sinn mehr ergeben.
Will nicht schwarzmalen

, und was wir haben, ist schon klasse, außer Frage.
Aber wir sind auch noch weit weit weg vom Optimum. Die "schnellen" 80% könnten wir bald haben, dank Foveated Rendering und Eytracking u.a. Aber die restlichen 20% werden dann mühsam - wie gesagt: Solange niemand irgendwo nen Heiligen Gral findet, was sicher nicht ausgeschlossen ist - Forschung und Wissenschaft bewegen sich ja auch weiter.
Alles nur meine persönlichen Einschätzungen.
Aber wenn ich mir ansehe, daß es von der Rift CV1 und Vive mit 1K bis zur 5K+ mit 2,5K bzw. der 8K mit 4K-Upscaling drei Jahre gedauert hat, habe ich so meine Zweifel daran, daß wir in weiteren drei Jahren schon sehr viel weiter sein werden. Alles zusammengenommen wie gesagt, denn wie aufgezeigt und allseits bekannt, hinkt die Grafikperformance ja jetzt schon hinterher.
kellerbach schrieb:
Generell fällt bei den Backern (z.B. auf den Meetings) der hohe Altersschnitt auf. Ist wohl nicht mehr so, daß die Jugend der Träger echter Innovation ist. Gibt ja auch ne plausible Erklärung für: die prägeentscheidenden Jahre (7-14) für die Gehirnentwicklung lief bei uns noch teils über den nach wie vor unschlagbaren Kraftstoff Namens Lesen. Das bildet nicht nur Begriffs- und Denkvermögen, sondern auch Vorstellungskraft. Und die games damals sprachen auch eher das Operieren in Symbolen an, wenn ich an die ersten Atarisachen denke.
Tharamur schrieb:
@kellerbach
Wir sind ja quasi mit dem ganzen PC-Equipment zusammen groß geworden und haben nun endlich die Kohle dazu, uns auch dementprechend auszustatten.
Ich denke auch, der hohe Altersdurchschnitt kommt eben daher, daß man sich erst mit 30 40 herum, wenn man halbwegs fest im Sattel sitzt, solche Sperenzchen leisten kann. Wenn man mit Anfang oder Mitte 20 sein erstes Geld verdient, wird man es kaum in nem Kickstarter wie Pimax riskieren - von der erforderlichen Hardware dafür auch nicht zu reden. Als ich mir mit Mitte 20 meinen PC zusammengestellt habe, hat der zwar auch 1200 € gekostet - dafür habe ich aber lange gespart, und nach heutigen Maßstäben war der trotzdem nur gehobene Mittelklasse!
Dann müsste quasi nur noch Chris Roberts ankündigen, daß Star Citizen für VR optimiert wird und ich wäre glücklich.

Erstmal müßte er das Spiel überhaupt mal fertigbekommen...
Da haben wir doch eher perfektes VR, fürchte ich
