Die Europäische Union, ihre Vor- und Nachteile

Fetter Fettsack

Fleet Admiral
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Dies soll ein Diskussionsthread werden, der sich um das Thema drehen soll, welche Vorteile und welche Nachteile die Europäische Union für ihre Mitgliedsstaaten und vor allem für deren Bürger mit sich bringt.


Es sei um eine sachliche Diskussion ersucht, die von einem angenehmen Klima geprägt sein soll.

Jeder kann seine Meinung kundtun, allerdings bitte auch mit entsprechender Begründung. Fragen sind ebenso willkommen.

Die Bitte um Begründung ist sehr wichtig dafür, dass man untereinander eher versteht, was den jeweils anderen genau stört. Außerdem beugt sie einer Überhitzung des Diskussionsklimas vor.


Der Grund, warum ich Bedarf an einem Thread wie diesem sehe, ist der, dass ich in diversen Newsmeldungen, die einen mehr oder minder ausgeprägten Kontext zu der Europäischen Union und/oder ihren Organen haben, eine teilweise eklatante Unwissenheit über die grundlegensten Zusammenhänge und Funktionsweisen der EU bemerken musste. Dieser Thread soll daher auch bis zu einem gewissen Grad helfen, unter den interessierten Boardies das Wissen und Verständnis um die EU zu erweitern. Schließlich kann man ja nur dann eine relevante Meinung zu etwas haben, wenn man dieses Etwas auch zumindest in Ansätzen versteht.

In diesem Sinne möchte ich um eure Ansichten (mit Begründungen, so wie oben bereits erläutert) und Fragen bitte, auf dass hieraus eine fruchtbare Diskussion wird. :)
 
Ich denke, dass es eigentlich keine Nachteile geben müsste. Alle Nachteile die "ein Land (die Bevölkerung)" hat/haben kann entsteht allein durch die schlechte Umsetzung. Es ist doch nur von Vorteil wenn die Menschen näher zusammenrücken und sich als Einheit sehen, statt sich gegenseitig über ihre Zugehörigkeit zu Ländern gegenseitig auszugrenzen.
Und warum scheitert es an der Umsetzung?

-Egosimus (sieht man schön, dass keine einheitlichen Steuern eingeführt werden)
-unser Wirtschaftssystem ist nicht dafür gemacht

Gibt vermutlich noch weit mehr Gründe aber das sind die wichtigsten die mir auf Anheib einfallen
 
Und warum scheitert es an der Umsetzung?

Befürchteter Bedeutungsverlust der eigenen Interessen wahrscheinlich auch.

EDIT:

Und, dass die Leistungsfähigeren wahrscheinlich befürchten, dass sie für die Leistungsschwächeren zahlen müssen, die es sich dann gut gehen lassen.
 
Naja, wenn du sowas schon aufmachst, wo ist den deine Meinung zu dem angesprochenen Thema?
 
Die habe ich absichtlich nicht hereingeschrieben, um nicht gleich den Eindruck zu erwecken, eine Richtung vorgeben zu wollen.

Meine Meinung ist die, dass die EU sehr viele Vorteile für ihre Mitglieder bietet (wirtschaftlich und politisch). Sie sorgt für ein größeres Miteinander der Menschen, was der gegenseitigen Aktzeptanz sehr zuträglich ist. Sie sorgt auch dafür, dass schwächere Regionen mehr unter die Arme gegriffen wird um so das allgemeine Wohlstandsniveau nach oben hin anzugleichen oder bzw. in diese Richtung zu lenken. Auch das fördert das Zusammenleben (zumindest meines Erachtens).

Nachteile sehe ich in der momentan mangelnden demokratischen Legitimation, die Partikularinteressen gegenüber abhängigmachenden Einstimmigkeitsprinzipien bei bestimmten Entscheidungsmaterien, wodurch die EU teilweise gelähmt werden kann (und auch wird) und auch in dem unseligen Bestreben der Mitgliedsstaaten, politisch möglichst blasse Personen in hohe EU Ämter zu schicken (Ashton, van Rumpoy usw.). Außerdem natürlich das Bedürfnis der Mitgliedsstaaten, zwar möglichst finanziell von der EU zu profitieren, aber kaum eigene Macht an sie abgeben zu wollen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Na, das war doch mal ein Anfang - wenn sich die PuG-Regeln nicht geändert haben muss man glaube ich bei der Thread-Eröddnung eines derartigen Themas seine eigene Meinung wiederspiegeln um deine Diskussion zu rechtfertigen - aber das nur am Rande.

Über die wirtschaftlichen Vorteile der EU wird sich immer wieder gestritten, wir als Fize-Export-Weltmeister sind natürlich sehr abhängig - aber wer kann Beweisen das unser wirtschaftlicher Aufschwung in den Jahren seit der EU / Euro-Einführung wirklich nur daran hängt? Artikel -> Währungsunion - Ist Deutschland Hauptprofiteur des Euro? .

Desweiteren behauptest du, das die EU für mehr Miteinander und Akzeptanz unter den Menschen führt. Ist das wirklich so? Nur weil ich nun mit Frankreich in einem Staatenbund lebe, mag ich sie mehr oder akzeptiere Sie gegenüber nicht EU-Bewohnern mehr? (Nichts gegen Frankreich - einfach nur als Beispiel..).
Akzeptanz und Miteinander sind Werte die man während seiner Erziehung beigebracht bekommen sollte und haben für mich nichts mit einer Staatengemeinschaft zu tun.
 
Nabend,

es wird und wurde von einem sogenannten "Demokratie-Defizit" gesprochen, sollte dafür nicht erstmal geklärt, was genau Demokratie ist und wann dann von einem Defizit gesprochen werden kann?

Die nächste Frage wäre dann, wenn man ein solches feststellt, muss das unbedingt was schlechtes sein, könnte es nicht sogar gut sein, dass die EU nicht demokratischer ist als sie es jetzt ist?

Und sollte die Funktionsweise der EU nicht evtl. auch erläutert werden? Also was hat es mit Minsterrat, EU-Parlament usw. auf sich, wie kommen diese Institutionen zu ihren Mitgliedern, welche Rechte und Befugnisse haben sie, welcher nicht?

Um zu verstehen warum diese Dinge so sind wie sie sind, wäre evtl. ein Blick in die Geschichte Hilfreich EGKS bis Lissabon.

EDIT:

Zum Thema Demokratie, wie einige sicher wissen kommt es aus dem (alt) Griechischen und leitet sich von Demos (Volk) und Kratia (Herrschen) ab.

Demnach handelt es sich bei einer Staatsform dann um eine Demokratie, wenn das Volk herrscht. Wann ist das der Fall? In vielen Forenbeiträgen lese ich etwas davon, dass sich die Boardies für "Echte Demokratie" aussprechen. Ich vermute damit soll eine "Direkte Demokratie" im Gegensatz zu einer "Repräsentativen Demokratie" gemeint sein.

Was hat es nun damit wieder auf sich?

In einer Direkten Demokratie wird über anstehende Entscheidungen vom Volk direkt abgestimmt ohne "dazwischen" stehende Politiker. (Hier stellt sich schon die Frage über was überhaupt abgestimmt wird, also wie fragen zur Abstimmung gebracht werden - aber lassen wir technische Machbarkeit für den Moment mal außen vor)

In einer Repräsentativen Demokratie wählt das Volk Stellvertreter, welche dann an seiner statt entscheiden bzw. beschließen (die Feinheiten zwische Entscheidung und Beschluss) sollten bei Gelegenheit auch noch genauer unter die Lupe genommen werden.

In einer Repräsentativen Demokratie wird den Stellvertretern (Politikern) oft vorgeworfen, über das Volk hinwegzuregieren. Damit soll wohl gemeint sein, dass sich nicht jeder repräsentiert fühlt und das führt dann zu Aussagen wie etwa "Die hab ich nicht gewählt" oder "XY wurde gemacht - mein Wille war das nicht".

Frage: Wirklich nicht?

Wenn man unter diesem Argument die Legitimität einer Entscheidung anzweifelt, warum wird dann von einigen ein Vorteil in der Direkten Demokratie gesehen, bei einem Mehrheitsentscheid kann es ebenfalls passieren, dass das Ergebnis nicht jenes ist, wofür ich gestimmt habe und dann?

Folge Demokratie hat zumindest die Voraussetzung, dass jeder das Mehrheitsprinzip akzeptiert. Will heißen, wenn bei einer Abstimmung etwas herauskommt, was mir persönlich nicht gefällt, dann habe ich es dennoch zu akzeptieren, denn sonst wäre es vollkommener Unsinn überhaupt abzustimmen, wenn sich jeder nur an das gebunden fühlt, was er auch ohne Abstimmung getan hätte. (auch hierbei müssten noch einige Enischränkungen gemacht werden, da auch dies in Reinform schnell sehr kritisch werden kann).

So das soll es erstmal gewesen, wenn dieser Gedankengang von interesse ist schreib ich bei Gelegenheit gerne noch etwas mehr.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Akzeptanz und Miteinander sind Werte die man während seiner Erziehung beigebracht bekommen sollte und haben für mich nichts mit einer Staatengemeinschaft zu tun.

Stimmt, sollte. Jedoch kann man sie auch bis zu einem gewissen Maß selbst erlernen, wenn man eine einigermaßen dahingehend "brauchbare" Peergroup hat. Außerdem muss eine Staatengemeinschaft nicht unmittelbar wirken, das geht auch mittelbar.

Ich habe bei meiner Aussage dementsprechend auch ein paar mal um die Ecke gedacht. Ich bin der Ansicht, dass die EU durchaus eine (mittelbare/indirekte) förderliche Wirkung auf das Miteinander und die Akzeptanz unter den Menschen hat. Das deswegen, weil durch sie diverse Freiheiten unionsweit etabliert werden wie z.B. die Niederlassungsfreiheit und die daraus resultierende Möglichkeit auf kommunaler Ebene politisch mitzubestimmen usw. . Dadurch "kommen die Leute eher zusammen" und lernen sich besser kennen (was in der Regel zu einem Abbau von Vorurteilen und zur Steigerung gegenseitiger Aktzeptanz führt). Sicher nicht in einem massiven Umfang, aber zumindest in einem begrenzten. Daher meine Aussage.

es wird und wurde von einem sogenannten "Demokratie-Defizit" gesprochen, sollte dafür nicht erstmal geklärt, was genau Demokratie ist und wann dann von einem Defizit gesprochen werden kann?

Ich für meinen Teil habe mich nur darauf bezogen, dass Relevante Gremien wie der Rat der europäischen Union, der Europäische Rat und die Kommission nur eine mittelbare Legitimation aufweisen. Die der Kommission ist gesamteuropäisch gesehen wohl noch am stärksten, da bei ihrer Ernennung das direkt gewählte Parlament eine sehr wichtige Rolle spielt, aber die beiden anderen Institutionen sind eigentlich nur durch einen Umweg um 2 Ecken vom Volke legitimiert (Volk wählt in einem Staat die Regierung/das Staatsoberhaupt, diese(s) beschickt den Europäischen Rat bzw. stellt seine Minister für den Rat d.EU ab.

Um also mehr Legitimation zu erreichen, fände ich persönlich es gut, wenn entweder das Parlament mehr Kompetenzen bzgl. Gesetzgebung erhält oder aber bestimmte Posten nicht mehr durch die Mitgliedsstaaten (mittels Rat d. EU bzw. informell auch durch den Europ. Rat) besetzt werden sondern durch Direktwahl oder Wahl durch das Parlament. So wäre auch die Aktzeptanz der Bürger größer als beim jetzigen Modell, wo allenortens der Eindruck zu bestehen scheint, dass die ganzen Regierungen nicht auf das Volk hören würden.


Was deine Ausführungen bzgl. der Demokratie und der in Foren präferierten direkten Demokratie betrifft: ich denke, dass im Falle der repräsentativen Demokratie die "Leute" den Eindruck haben, dass die Personen, die sie ins Amt gewählt haben, mitunter nicht das machen wofür sie gewählt wurden. Bei einer direkten Demokratie stimmt man hingegen selbst ab und da fällt es, so vermute ich, schwerer zu sagen, dass das Ergebnis dann nicht legitim sei.
 
Zuletzt bearbeitet:
die eu ist in erster linie ne wirtschaftliche zweckgemeinschaft. geschaffen um binnenzölle abzuschaffen und dem protektorismus entgegenzuwirken.
geschaffen praktisch 1993 mit dem vertrag von maaßricht mit dem "ok" zum euro.
als nicht zu verhindernder nebeneffekt kam z.b. die reisefreiheit, den wenn die waren frei verkehren dürfen wär eine kontrolle des personenverkehrs an den grenzen schwer vermittelbar gewesen.
danach wurde das rad weiter gesponnen, mit dem gedanken irgend wann mal europa nicht mehr als verbund von ungleichgewichten sondern als ganzes zu betrachten.
bei irgendwo dazwischen sind wir grade. die nächsten jahre werden zeigen wo die reise hingeht, ob wir noch irgendwann einen ressort- und befugnisslosen "eu-außenmenister" bekommen oder die währungsunion stutzen um sie zu stützen.

den der graviertende negative effekt der währungsunion war die einheitliche währung an sich. den durch die nun einheitlich pseudogemittelten währungswert wurden reiche länder bevorzugt und schwache benachteidigt. den je teurer der euro desto mehr kosten außerhalb in fremdwährungen das zeug aus der eu. deswegen ist es wirtschaftlich prima wenn der euro aufgrund von spekulationen gegen grichenland oder irgendwen an wert verliert. den mit jedem verlust am euro wird die eu wirtschaftlich stärker. aber nur außenwirtschaftlich, wenn der wert inerhalb sinkt steigt ja auch die inflation, da nun andere sachen von außerhalb teurer werden, so wie öl z.b.
also gewinnen wir in wirtschaftlich schwachen zeiten nichts, wir verlieren nur noch weiter.

die eu ist heute ein großer umverteilungsacker. den die agrarausgaben sind mit abstand der größte punkt. deswegen wurde bei der aufnahme von polen auch so geschachert, weil die nen großen agrasektor hatten und es für alle anderen mies ausgesehen hätte wenn die polnischen bauern das gleiche bekommen hätten wie deutsche oder oder..
daneben ist die büroktatie in der eu nen gewaltiger hemmschuh, jeder hat wohl schon mal über nutzfreie verordnungen die per drohung und strafszahlung in jedem land durchgesetzt werden müssen gehört. das würde nur was bringen wenn die einzelnen regierungen in der eu für die eu selber abtreten würden. aber da kommt der natürliche protektorismus zum tragen, man kann ihn auch nationalismus nennen. wird also nie passieren.
in der eu läuft das experiment das man hier 20 jahre zuvor "kohls blühende landschaften" genannt hat. ein test ob es geht in einem wirtschaftlich schwachen land eine starke währung einzuführen. das resultat in der ehemaligen ddr is bekannt, selbst 20 jahre nach der wende immer noch signifikant niedrige durchschnittsverdienste. das läuft auch grad in der eu, nur mit dem unterschied das die wenigsten grichen, iren (ect) deutsch (z.b.) sprechen um mal einfach so in bessere gebiete abzuwandern.
es müsste für alle außer frage gestanden haben, dass bei einführung des euros gebiete mit schwacher wirtschaft massiv ausbluten werden, wie in der ehemaligen ddr auch.

die eu hat nicht nur nachteile, aber alle menschlichen verbesserungen hätten sich auch billiger erkaufen lassen. oder wären mit der zeit so oder so gekommen, wie die gestiegene akzeptanz gegenüber eu mitbürgern, oder sollte ich generell anderen sagen, den so ist es doch? also kein pro der eu, nur zeitlicher nebeneffekt der ohne eu auch statt gefunden hätte.
 
Meine Meinung ist die, dass die EU sehr viele Vorteile für ihre Mitglieder bietet (wirtschaftlich und politisch). Sie sorgt für ein größeres Miteinander der Menschen, was der gegenseitigen Aktzeptanz sehr zuträglich ist. Sie sorgt auch dafür, dass schwächere Regionen mehr unter die Arme gegriffen wird um so das allgemeine Wohlstandsniveau nach oben hin anzugleichen oder bzw. in diese Richtung zu lenken. Auch das fördert das Zusammenleben (zumindest meines Erachtens).

Solang das Geld fließt ja....
Schau dich jetzt um.Die Deutschen werden wieder als Nazi Schweine gebrannt markt.

Die EU ist eine gute idee gewesen.
ALS Wirtschaftsunion.Mehr aber auch nicht.
Als Großer Vielvölkerstaat hat die EU keine Chance, genau so wie alle anderen Großen Vielvölkerstaaten wird sie früher oder Später auseinanderbrechen.
 
Da hast du Recht, zumal das alles ziemlich über Knie gebrochen worden ist.

In der Idee ist die EU und auch der Euro echt ne coole Sache, aber wenn die Staaten sich gegenseitig bescheissen um dazuzugehören (Griechenland, gefälschte Bilanzen, etc,...) dann geht das halt nicht.
Für mich hat auch das Geldwechseln / ändere Währung etc zum bereisen anderer Länder gehört, war cool damals mit nem dicken Bündel italienische Lira rumzulaufen.

Und wenn ich dann sowas lesen: Kampf gegen die Krise - Wut auf Deutschland. Dann werde ich langsam Anti-EU und vorallen Anti-Euro!

Ich bin gespannt, wann der erste Politiker sich hinstellt und offen zur Frage stellt ob man nicht aus dem Euro raussollte - wenn die Lunte des Pulverfasses auf dem wir im Moment sitzen nicht bald gekappt wird, dann wird das ehr früher als später kommen.

Länder wie Italien / Frankreich kann man nicht mit einem "Rettungsfond" der dann zu 90% aus deutschen Gelder besteht (weil der Rest dann eh schon lange zahlungsunfähig ist) retten - dann ist die Sache gelaufen.

Spannend wirds auch wenn die Ratingagenturen uns herunterstufen, im Moment sind wir klarer Gewinner, wir (Deutschland) können uns Geld für unter der Inflation am Markt leihen- rein theoretisch - leider wurden rund 1/3 der 10-Jahres Anleihen vor paar Tagen nicht verkauft, weil sie mit so wenig Zinsen eben keiner will.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Als Großer Vielvölkerstaat hat die EU keine Chance, genau so wie alle anderen Großen Vielvölkerstaaten wird sie früher oder Später auseinanderbrechen.

Das liegt mE aber nicht daran, dass sie Vielvölkerstaaten sind, sondern daran, dass die Entshceidungsträger es versemmeln, erfolgreich die Saat der gegenseitigen Aktzeptanz zu verbreiten. Allein, das ist oft bei weitem mühseliger und aufreibender, als wenn man schlicht gegen den anderen wettert.

Was die Aussage bzgl. des Geldes anbelangt, so glaube auch ich, dass mancherorts (einzelnen oder vielen, wer weiß das schon genau) nicht so wirklich klar ist, dass man nicht nur immer nehmen kann, ohne selbst auch entsprechende Anstrengungen aufsich zu nehmen.


@ Labtec

Nun, ich weiß zu wenig um die tiefergehenden wirtschaftlichen Auswirkungen von Eurobonds (die oberflächlichen meine ich zu kennen), daher kann ich zu diesem Artikel nichts abschließendes sagen. Allerdings hört sich die Eurobond-Idee für mich solange gut an, solange darauf geachtet wird, dass die Staaten, denen hiermit geholfen wird, dafür Sorge tragen, dass sich solch ein Schlamassel nicht ein weiteres Mal ereignet. Sprich, es müsste eine tiefgreifende Umgestaltung der EU und ihrer Kompetenzen hinsichtlich der Wirtschaftspolitik in Europa geben, um das zu verwirklich. Wenn das so oder anders (Hauptsache, die Wirkung bleibt gleich) gemacht wird, wäre ich schon für Eurobonds.
 
Der Himmel verdunkelt sich, man sieht nur noch wenig Sterne… europäische Sterne.
Rettungsschirme, Korruption und Geldverschwendung in der EU… und die Presse spielt mit, Sie Berichtet zwar aber Sie nennt keine Namen der Verantwortlichen.
Apropos Korruption… während Schäuble auf dem European Banking Congress 2011 davon Spricht das Europäische Regelwerk (Lissabon Vertrag) zu verändern um eine Fiskalunion einzuführen… macht ihr euch Gedanken über für und wider… dabei merkt ihr nicht dass das Volk in Europa eigentlich gar nichts zu sagen hat… seit Jahren werden Gesetze welche die Freiheit einschränken eingeführt… und Diverse Gesetzte und Vorgaben die zur Überwachung dienen.

Komisch das hier niemand auf die Idee kommt das ein Gefangener/Gefängnisinsasse ähnliche Rahmenbedingungen erfährt…. Nun ja die Menschlichen Sensoren lassen sich leicht Manipulieren… wenn der Mensch eine Kreditkarte hat (welche Buchgeld erzeugt) und in einem Staat Lebt der sich auf Pump Finanziert fühlt er sich frei und merkt die Grenzen nicht welche eben dadurch erzeugt werden.

Schäuble redet von der Auflösung der Nationalstaaten im Klassischen Sinne… im 21 Jahrhundert muss man zusammenrücken und nach vorne sehen… Nationalstaaten im Klassischen Sinne wären ein “Rückfall“ (Drogenabhängige werden Rückfällig) auf dem Weg in die Zukunft beziehungsweise auf dem Weg des Bürgers in seiner Aufgabe als Schuldner.

Lautet die Frage hier Wirklich welche Vorteile es hat noch tiefer in die schuldenfalle zu gehen?!
… die Entwicklung geht doch dahin das Gesetze und Regeln so verschärft werden das Sichergestellt wird das die “Schulden“ bezahlt werden… Schulden die aus Buchgeld/Giralgeld erzeugt wurden also aus der Luft.

Die Rechte der Bürger werden sobald es nötig ist größere “Rettungspakete“ zu schüren ausgehebelt. Seltsam das sich keiner einen Kopf macht Warum ein Souveräner Staat sich bei Geschäftsbanken Geld leiht… jeder weiß das dies für den Bürger eine immer höhere Belastung zur Folge hat… nicht umsonst spricht man von einer Schuldenfalle… S C H U L D E N F A L L E

Welches Land in der EU sollen wir als nächstes mit Schuldgeld in ein Imaginäres warmes weiches Tuch wickeln (?) Wie weit lassen sich die Menschen mit Schuldgeld erpressen… werden die Menschen erst aufwachen wenn man ihnen erzählt sie müssen ihre eigenen Organe verkaufen um die Schulden zu bezahlen (?)

Muss man gezielt Buchstabe für Buchstabe Rausposaunen das die Exponentielle schuldenkurve kein Virtuelles sondern ein Reales Problem ist (?) Schuldenfalle ist nicht nur ein Word, der Begriff setzt sich aus Schuld und Falle zusammen… Denkt mal darüber nach.

Charta der Grundrechte der Europäischen Union
Artikel 5
Verbot der Sklaverei und der Zwangsarbeit
(1) Niemand darf in Sklaverei oder Leibeigenschaft gehalten werden
(2) Niemand darf gezwungen werden, Zwangs- oder Pflichtarbeit zu verrichten.
(3) Menschenhandel ist verboten.

Amtsblatt der Europäischen Union C 306, 17.12.2007
Vertrag von Lissabon


Frage: wohin führt ein Geldsystem das auf dem Zinses Zins Basiert und Exponentielle schuldenanstieg Garantiert (?)
Die Schuldenflut bricht herein, ganze Parlamente werden weggespült mitsamt Regierungschefs wie Giorgos Andrea Papandreou oder Silvio Berlusconi… und hier wird Ernsthaft nach den Vor- Und Nachteilen gefragt???

Die Nachteile werden immer Deutlicher in diesem System… deshalb wird das Regelungsmonopol des Nationalstaates aufgehoben.

… wie sollen die Schulden Bezahlt werden wenn nicht durch Zwangsarbeit?! Vielleicht können alle an die Börse gehen und Spekulieren?

Fazit:
Die EU ist ein Konstrukt das sicherstellen soll das dieses Geldsystem erhalten bleibt… ein System bei dem immer die Bank gewinnt.
Die Frage über Vor- und Nachteile erübrigt sich wenn man sich vor Augen hält das die Spielregeln unfair sind. Von daher…
 
Komm, nicht schwarz auf schwarz, dass Berlusconi weg ist ist sehr gut, der Typ ist ein Verbrecher, und ich stehe zu dieser Aussage.
Das große Problem sind die Zinsen und die Banken, von diesem System müssten wir abkommen.
Denkt nur nicht dass es in Deutschland besser ist als bei den PIIGS, das ging ruck zuck bei denen, es kann bei uns genau so schnell gehen, das ganze ist sozusagen eine Hypothek auf die Zukunft. Lass mal bei und die Autoindustrie einbrechen, dann ist Matheus am Ende und wir sind pleite.
 
Belassen wir es bei der EU und nicht der Währungsunion, denn das sind zwei paar Stiefel.

Vorteile:

  • Gemeinsame Bekämpfung von internationaler Kriminalität und Gewalt (Europol) v. a. Autodiebstahl, Drogenkriminalität, Terrorismus
  • Freizügigkeit
  • Abschaffung der Zölle
  • Abschaffung der Visaplicht
  • Einheitliche Gesetze bei der Herstellung von Nahrungsmitteln
  • Einheitliche und gemeinsame Spielregeln für die Wirtschaft über den EUGH
  • Eröffnung von Konten im europäischen Ausland, einheitlicher Geldverkehr
  • Gegenseitiges Anerkennen der Schulzeugnissen und beruflicher Ausbildung
  • Arbeitsaufnahme in den EU - Ländern
  • Gemeinsame Gesetze zum Schutz der Umwelt und der Meere
  • Friedensgarantie
  • Einheitliche Verbraucherschutzgesetze
  • Mehr Effizienz durch zentrale Instanzen
  • Mehr Einfluss weltweit auf Ebene der G-20 und UN, um europäische Ideen und Interessen durchzusetzen
  • Gezielte Stärkung des europäischen Kontinents durch Strukturfonds

Nachteile:
  • Abgabe nationaler Souveränität
  • Gefahr von überbordendem Zentralismus
  • Demokratiedefizit, ähnlich wie durch die höhere Stimmgewichtung einzelner Bundesstaaten im Bundesrat

Species 8472 schrieb:
dabei merkt ihr nicht dass das Volk in Europa eigentlich gar nichts zu sagen hat…

Wenn man dein Geschwurbel liest, kann man nur hoffen dass das auch so bleibt.
 
Belassen wir es bei der EU und nicht der Währungsunion, denn das sind zwei paar Stiefel.

Die Währungsunion ist aber teil der EU.
Ohne die Währungsunion wird es keine EU mehr geben.

Deine Pro/Contra Tabelle ist so völlig Korrekt. (meiner Ansicht nach)
 
Es gibt EU-Länder, die nicht Teil der Währungsunion sind. Der Euro ist keine Grundlage für die EU.

Die EU hat ihre Wurzeln lange vor der Entstehung des Euro. Diese gehen bis in das Jahr 1951 zurück, als der Vorgänger der EU, die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl gegründet wurde.
 
  • Mehr Effizienz durch zentrale Instanzen
  • Mehr Einfluss weltweit auf Ebene der G-20 und UN, um europäische Ideen und Interessen durchzusetzen

Diese Punkte sind mE aber nur durch eine weitere Abgabe an Kompetenzen an die EU wirklich sinnvoll realisierbar. Sprich, dass der hohe Vertreter auch wirklich die Stimme der Union ist und nicht daneben noch 27 andere ihre Meinungen kund tun und so ein konfuses Bild von der EU abgeben. Außerdem müsste die EU ein Bundesstaat (oder sonst eine Art von Staat) werden, wenn sie etwa in der UN sein möchte.

Wenn man aber bei diesem Punkt angelangt wäre, der EU solche umfassende Kompetenzen zuzugestehen, dass sie eigentlich schon selber ein Staat ist, warum dann nicht auch gleich jene für wirksame Sanktionen gegen die sogenannten "Budgetsünder" hinzugeben?


Generell würde ich sagen, dass es mir lieber wäre, wenn der Euro bliebe und man sich dazu aufraffen würde, die Währungsunion mit effektiven Sanktionsmechanismen auszustatten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Allerwichtigste Punkt ist die Freiheit… was aber ist Freiheit (?) Demokratie ist eine Politische Form von Freiheit… und ein Rechtsstaat ist was die Freiheit angeht nur möglich in einer Demokratie… ohne Demokratie kein Rechtsstaat und ohne Rechtsstaat keine Freiheit.

Alle Vorteile die hier genannt werden sind Irrelevant für den Bürger wenn er nicht in Freiheit in einem Rechtsstaat und in einer Demokratie lebt.

Ich bin für den Freihandel (der hier ja hervorgehoben wird) aber nur wenn er nicht schadet… und das muss eben jedes Volk in Europa entscheiden und nicht Pappnasen die meinen Sie sind 10 Meter groß und Wichtig.


Geschwurbel :D
 
Hallo,

um nochmal ein paar Punkte aus vorangegangen Posts aufzugreifen:

Abgabe nationaler Souveränität
das Volk in Europa
Ich bin für den Freihandel [...] aber nur wenn er nicht schadet
effektiven Sanktionsmechanismen
Demokratiedefizit

Zuerst was den Freihandel angehtl, ich denke, dass Freihandel auf lange Sicht allen beteiligten Ländern nützt, ein Problem, was sich kurzfristig ergibt ist, dass manche Industrien obsolet werden, da in anderen Ländern effizienter Produziert wird und in eben diesen Industrien in nicht so effizienten Ländern die Leute arbeitslos werden. Alle übrigen nicht betroffenen, profitieren natürlich von niedrigeren Preisen. Ist man gewillt dies in Kauf zu nehmen wird damit über Lange sich eine Nutzensteigerung für alle beteiligten Länder einhergehen.

Das Volk in Europa .... wann gehört denn jemand zu einem Volk? Sprechen wir von ethnischer Zugehörigkeit? Lässt sich also anhand der DNA eines Menschen ermitteln ob er zu einem Volk gehört? Oder reden wir von formaler Zugehörigkeit -> In meinem Pass steht ich bin Deutscher, also ist das so?

Gehen wir von letzterem Fall aus, so ist dafür aber eine Grundvorausestzung unabdingbar. Nämlich jene, dass Einigkeit darüber besteht, dass eben diese Regelung so sein soll. Zu einem Volk zu gehören wird hierdurch also zu einem Bekenntnis. Jemand behauptet zu Volk XY zu gehören, Angehörige dieses Volkes stimmen dem zu, in dem sie sagen "Ja diese Person gehört zu unserem Volk". Dies kann durch so etwas wie einen Perso institutionalisiert werden.

Begreift sich denn die Bevölkerung von Europa als ein Volk? Soll heißen, wenn man irgendeinen EU-Bürger nach seiner Volkszugehörigkeit fragte, antwortete er dann "Europäer" oder etwa "Deutscher / Franzose / Spanier" etc. so lange letzteres der Fall ist, gibt es das Volk von Europa gar nicht, sondern lediglich Völker, welche auf europäischem Boden leben.

Dies bringt uns zum Punkt des sog. Demokratiedefizits, wenn wir darunter verstehen wollen, dass nicht jeder EU-Bürger in gleicher Weise repräsentiert wird, so ist dies solange zuvor gesagtes zutrifft sogar ganz gut so.

Warum, weil direkte Demokratie nur dann klappen kann, wenn es sich um ein homogenes Volk handelt, sprich das Volk doch ziemlich einheitliche Interessen aufweist. Bei direkter Demokratie also eine Stimme pro EU-Bürger, würden die Bürger der Bevölkernugsreichen Staaten diejenigen der mit geringerer Bevölkerung Dominieren, was ein totaler Souveränitätsverlust eben dieser wäre. Dies wäre nicht gut, da in diesem Fall auch nicht von Demokratie gesprochen werden könnte, sondern es wäre eine Diktatur der Mehrheit. Erst wenn sich die Europäer wirklich als ein Volk begreifen, kann man mehr Demokratie wagen (auf EU-Ebene).

Bliebe noch der Punkt Sanktionen für Staaten die nicht nach den Regeln spielen -> Wie soll das gehen? Die einzigen Sanktionsmöglichkeiten, welche bestehen, sind Geldstrafen und sollten diese nicht gezahlt werden der Rausschmiss aus der EU, womit die Sanktion darin bstünde eben solche Staaten vom Freihandel auszuschließen. Aber das war es dann auch schon. Gut es gäbe noch die Möglichkeit einer EU-Armee, welche die EU nach außen Verteidigt, dann wäre die EU aber schon ein Eingenständigerstaat und diese Armee würde im inneren in Gliedstaaten eingesetzt, welche nicht spuren wollen.

Eine derartige Konstellation gab es mal in den USA und nannte sich Civil War, als die Südstaaten daran gehindert werden sollten die Union zu verlassen. Die ganze Aktion hat 600.000 Menschenleben gekostet, was nebenherbemerkt die höchsten Verluste waren, die die USA in irgendeinem Krieg an dem sie beteiligt war zu beklagen hatte.

Da die EU aber gerade mit der Absicht gegründet wurde das bis Dato vom Krieg verwüstete Europa friedlicher zu machen, wäre dies äußerst Kontraproduktiv, weswegen man darauf bauen muss, dass die Mitglieder mehr oder weniger von selbst mitmachen, passiert dies nicht, hat man wohl pech gehabt.
 
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