Die Europäische Union, ihre Vor- und Nachteile

Das Problem war/ist halt, dass eine Art Bundesstaat nach dem Vorbild der USA einen umfassenden Kompetenzverlust der einzelnen Staaten bedeuten würde. Dazu scheinen aber die wenigsten bereit zu sein. Insofern war die jetzige Form, ganz gleich wie suboptimal sie sein mag, wohl die einzig realisierbare.
 
Weil so kein Staat mehr seine eigene Außenpolitik betreiben könnte. Weil sie eben die Kompetenz dazu an die EU abgetreten hätten.

Ob dem ( Vergleich USA - EU) so ist, kann ich nicht beurteilen.

Allerdings ist es nicht so, dass sich die EU da einmischen kann, wo sie gerade das Bedürfnis verspürt, dies zu tun. Sie muss vorher von den Mitgliedsstaaten dazu die entsprechende Kompetenz erhalten, dies tun zu dürfen. Wenn die nicht in einem Vertrag steht, dann kann "die EU" rein gar nichts machen als versuchen auf dem informellen Wege zu einer Lösung zu kommen. Sprich, hier bestimmen die Staaten, was die EU darf und was nicht. Während die USA nach außen hin einheitlich auftreten, weil alle Staaten ihre außenpolitischen Belange abgetreten haben, ist die EU eher eine internationale Organisationsähnliche Struktur, die vor allem die wirtschaftlichen Belange koordiniert. Die traditionell wichtigen Ressorts wie Äußeres, Finanzen, Verteidigung usw. sind nach wie vor Landessache.

Die Staaten waren schlicht nicht bereit, ihre ganzen Recht aufzugeben, warum auch immer.
 
Klar kann die EU nicht bevormunden wie sie will. Aber man hat meiner Meinung nach die Bevormundung gleich mit eingebaut.

Soweit ich weiss könnten wir doch z.B. nicht einfach so die Umsatzsteuer abschaffen, weil die EU eben auch zu sowas Regeln enthält. Und das finde ich falsch.
Auch falsch finde ich, dass die EU verlangt, dass es keine Todesstrafe gibt. Aber ich bin eben sehr pingelig was Bevormundung angeht. (Ich finde wenn die Mehrheit in einem Land die Option der Todesstrafe will, dann ist das eben so und für mich kein K.O. Kriterium.)

Aber eine gewisse Bevormundung braucht die EU natürlich auch, so wie sie konstruiert ist. Denn so wie ich es sehe will die EU harmonisieren. Oder gleichmachen, wie ich sagen würde.
Und so wie man Besserverdiener bevormunden muss, damit sie für arme Leute zahlen - oder so wie man Bayern bevormunden muss, damit sie für Nord- und Ostdeutschland zahlen - so ist es eben auch in der EU.

Harmonie hat ihren Preis. Davon mag jeder halten was er will. Meins ist es nicht, denn für mich verzerrt es die Realität und infantilisiert die Gesellschaft(en). Mir ist Eigenverantwortung lieber, auch wenn man im Endeffekt dann mehr Elend zu Gesicht bekommt. Und ich war im Osten von Detroit, in Gegenden wo sich kaum jemand hier hin trauen würde. Ich weiss was Elend ist. Und mich interessiert was man dagegen tun kann indem man den Leuten einen Chance gibt, anstatt Almosen inform politischer Umverteilungssysteme die jeden seiner moralischen Pflichten entbinden.
 
Bzgl. Bevormundung: es stellt sich die Frage, was man will. Will man eine Gesellschaft, wo sich der Stärkere durchsetzt und der Rest Pech hat, oder will man eine Gesellschaft, wo dieser Effekt abgeschwächt wird, indem man auf Solidarität pocht (wobei man hier wieder fragen muss, wie weit diese gehen soll).

Ich persönlich finde Bevormundung bis zu einem gewissen Grad gut, wenn man damit die groben Auswüchse einer egoistischen Gesellschaft eindämmt. Ohne Zweifel, davon, dass die einen für die anderen schuften, halte ich auch nichts, aber das gilt in beide Richtungen. ME soll sich weder die Masse für ein paar abschuften noch umgekehrt.

Was die Todesstrafe anbelangt: nur weil eine Mehrheit etwas will, heißt das nicht, dass das auch gut ist, nur weil es eben die Mehrheit beschlossen hat. In bestimmten Dingen, wie etwa der Frage, ob sich der Staat anmaßen darf, in Friedenszeiten bei diversen Delikten den Tod als Strafe vorzusehen, finde ich persönlich es gut, wenn man Staaten auf diesem Wege etwaige populistische Scheinlösungen vorenthält bzw. sie die Konsequenzen daraus tragen müssen.


Auch wenn es ein wenig OT ist: idR sind eher die milden Gaben privater Wohltäter in die Kategorie "Almosen" einzustufen, während man bei staatlichen Regelungen wenigstens einen Anspruch auf eine bestimmte Leistung hat.
Was das Chance geben betrifft: richtig, die Leute sollten Chancen haben. Allerdings kommt es vor, dass es schlicht keine Chancen gibt, weil z.B. ein Industriezweig eingangen ist/weggezogen ist. Soll man deswegen die Menschen dahinvegetieren lassen? Ich finde nein.

Allerdings finde ich auch, dass man nicht einfach nur Geld geben und den Menschen sich selbst überlassen sollte, sondern ihnen aktiv neue Perspektiven vermittelt oder Anreize setzt, um sie wieder auf eigene Beine zu bringen.

Betreffend moralischer Pflichten: sicher, mit einem staatlichen Umverteilungssystem entbindet man die Leute von ihrer moralischen Verpflichtung, anderen, die es bedürfen, zu helfen. Aber wie der Name schon sagt, es sind moralische, also nicht durchsetzbare Pflichten. Wenn es dumm läuft, scheren sich die Leute nicht darum und die Bedürftigen schauen durch die Finger. Da halte ich es für besser, wenn diese Personen wenigstens einen rechtlichen Anspruch darauf haben. Dass diese Systeme teilweise nicht optimal umgesetzt wurden, ist allerdings auch wahr. Jedoch stelle ich den Grundgedanken dahinter deswegen nicht in frage, ich halte ihn für gut.
 
Absolut richtig. Aber ich finde es gibt Nebenwirkungen bei dem System dieser Abschwächung bzw. Umverteilung.

In meiner idealen Welt wären die Leute für sich selbst verantwortlich, aber die Leute sollten die moralische Pflicht haben, anderen zu helfen. Das mag zwar nie zu 100% erreichbar sein, aber ich sehe dass die USA deutlich näher dran sind als wir.

Dazu kommt natürlich noch dass Dinge wie der demographische Wandel oder in Sachen EU ein eventueller Abstieg Deutschlands oder Frankreichs (evtl. aufgrund des demographischen Wandels) ein System der Umverteilung vor unlösbare Aufgaben stellen.

Zur Todesstrafe und generell brisanten Dingen: Wer ist denn die EU, zu bestimmen was okay ist und was nicht? Ich sehe selber die Todesstrafe in ihrer aktuellen Form in den USA sehr kritisch, da es nichtmal wirtschaftlich noch Sinn macht (~4mio$ pro Todeskandidat bis zur Hinrichtung). Aber ich finde niemand hat das Recht, sich anzumaßen einer Gesellschaft sowas zu verbieten, egal wie dumm es ist oder erscheinen mag.

/edit

Was bringt mir das Recht auf Leistungen, wenn mal keiner mehr da ist der sie erbringen kann? Dann muss ich mir selber helfen und es ist niemand mehr da der sich verantwortlich fühlt mir dabei zu helfen.
 
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Du solltest dir den Lissabon-Vertrag mal durchlesen... denn mit diesem Vertrag wurde die Todestraffe erneut eingeführt in ganz Europa.

Apropos Beformundung... bei der Euroeinführung wurden die Demokratischen Prinzipien missachtet... und nun hast du die nächste stufe der Beformundung... es kommt nun die Fiskalunion... dies wird/wurde erreicht in dem die Ratingagenturen einzelne Länder Bewertet, und zwar schlecht... Bei der Abstimmung über EFSF "Euro-Rettungspaket" wurden die Demokratischen Prinzipien missachtet indem man nachdem die Slowakei mit Nein Stimmte soviel Politischen Druck ausübte bis die Regierung "Gestürzt" wurde.

Die Fiskalunion wird ebenso durch Merkel und Sarkozy ohne Demokratischen Prinzipien vorangepeischt... nachdem in einigen Wochen auch Frankreich stärker negativ Bewertet wird durch die Ratingagenturen... Logischer weise aber erst nach den Feiertagen ;)

Du Frgast wer die EU ist... die EU ist die Hochfinanz diejenigen die das große Geld machen... Todesstraffe wurde eingeführt aber die Politik darf sich nicht in die Finanzströme einmischen... so stehts im Lissabon-Vertrag... diejenigen die die Krisen Verursachen die werden die EU Kontrollieren... du möchtest keine Beformundung... na schau dich mal um du steckst bereits in einem System in der dir wie in diesem Film 10. Jahrestag der Euro-Banknoten mit Propaganda das Leben verüßt wird und sobald du beneblt bist musst du deine Schulden bezahlen, denn darum gehts bei der Fiskalunion und der EU.
 
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1. Ja, aber das ist nun einmal eine Idealvorstellung, die sich so wohl nie verwirklichen wird. Und angesichts dessen, dass man dann rein vom Goodwill einzelner Mitmenschen abhängig ist, scheint mir persönlich der Preis ein zu hoher zu sein.

2. Stellt sich die Frage: soll man deswegen gleich das System abschaffen, oder schlicht Korrekturen vornehmen und gegensteuern (Anreize für mehr Kinder/längeres Arbeiten, wenn auch weniger schwer, usw.)

3.1. Die EU bestimmt nichts. Sie sagt nur: Staaten, die die Todesstrafe haben, nehmen wir nicht auf. Das ist ihr gutes Recht, wie ich finde. Wenn die jeweilige Gesellschaft nicht will, dann eben nicht.

3.2. Und woher nimmt die Gesellschaft das Recht, aus Rache Menschen zu töten? Woher nimmt sie das Recht, sich über universelle Menschenrechte zu stellen?

4. Weil du sie jetzt einfordern kannst, was idR ein wichtiger Aspekt ist. Man braucht ja für gewöhnlich gleich Hilfe und nicht erst in 10 Jahren (polemisch gesprochen). Dass es momentan mit der langfristigen Finanzierbarkeit nicht gut aussieht, wird wohl so sein, jedoch stellt das die Nützlichkeit von Sozialleistungen an sich doch nicht in Frage. Hier bedarf es mE eher einer Systemadaption, mit der man solche Probleme ausmanouvriert.

Du solltest dir den Lissabon-Vertrag mal durchlesen... denn mit diesem Vertrag wurde die Todestraffe erneut eingeführt in ganz Europa.

In welchem Artikel?
 
Skandalös ist auch, dass die Todesstrafe in Form von kleingedruckten Fußnoten wieder in den Vertrag eingeschlichen wurde.

In welchem Artikel dies steht... nun die Politiker die diesen Vertrag unterzeichnet haben, die haben diese Zeilen vorher niemals gelesen so klein ist es gedruckt in einer Fußnote... damals wurde der Lissabon - Vertrag in einer Kurzfassung an die Politiker ausgehändigt so weit ich mich noch erinnere, weil die Übersetzungen in alle EU Staaten erst getätigt werden mussten und die Zeit angeblich drängte.

EU-Vertrag von Lissabon sieht Todesstrafe vor ein Artikel von 2009 Zeit Online

und hier die Erläuterung zur Charta der Grundrechte


und weiter unten im Text...

b) b) Artikel 2 des Protokolls Nr. 6 zur EMRK:
„Ein Staat kann in seinem Recht die Todesstrafe für Taten vorsehen, die in Kriegszeiten oder bei unmittelbarer
Kriegsgefahr begangen werden; diese Strafe darf nur in den Fällen, die im Recht vorgesehen sind, und in
Übereinstimmung mit dessen Bestimmungen angewendet werden ...“
 
Es ging hier um die Todesstrafe zu Friedenszeiten, wie sie etwa in den USA praktiziert wird. Von Kriegsrecht war nicht die Rede.
 
Erläuterung zu Artikel 2 — Recht auf Leben

1. Absatz 1 dieses Artikels basiert auf Artikel 2 Absatz 1 Satz 1 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK), der wie folgt lautet:
„1. Das Recht jedes Menschen auf Leben wird gesetzlich geschützt ...“.

2. Satz 2 der genannten Vorschrift, der die Todesstrafe zum Gegenstand hatte, ist durch das Inkrafttreten des Protokolls Nr. 6 zur EMRK hinfällig geworden, dessen Artikel 1 wie folgt lautet:
„Die Todesstrafe ist abgeschafft. Niemand darf zu dieser Strafe verurteilt oder hingerichtet werden.
Auf dieser Vorschrift beruht Artikel 2 Absatz 2 der Charta.

3. Die Bestimmungen des Artikels 2 der Charta entsprechen den Bestimmungen der genannten Artikel der EMRK und des Zusatzprotokolls. Sie haben nach Artikel 52 Absatz 3 der Charta die gleiche Bedeutung und Tragweite. So müssen die in der EMRK enthaltenen „Negativdefinitionen“ auch als Teil der Charta betrachtet werden:

a) a) Artikel 2 Absatz 2 EMRK:
„Eine Tötung wird nicht als Verletzung dieses Artikels betrachtet, wenn sie durch eine Gewaltanwendung verursacht wird, die unbedingt erforderlich ist, um
a) jemanden gegen rechtswidrige Gewalt zu verteidigen;
b) jemanden rechtmäßig festzunehmen oder jemanden, dem die Freiheit rechtmäßig entzogen ist, an der Flucht zu hindern;
c) einen Aufruhr oder Aufstand rechtmäßig niederzuschlagen“.
b) b) Artikel 2 des Protokolls Nr. 6 zur EMRK:
„Ein Staat kann in seinem Recht die Todesstrafe für Taten vorsehen, die in Kriegszeiten oder bei unmittelbarer Kriegsgefahr begangen werden; diese Strafe darf nur in den Fällen, die im Recht vorgesehen sind, und in Übereinstimmung mit dessen Bestimmungen angewendet werden ...“.

Quelle: 14.12.2007 DE Amtsblatt der Europäischen Union C 303/17
 
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Das ist der bei Rechtsnormen übliche "Ausnahmefall". Es kann ja z.B. nicht sein, dass man es als rechtswidrig brandmarken würde, einen Geiselnehmer, der gerade munter seine Opfer massakriert, schlicht mit dem äußersten Einsatz von Gewalt (sprich, dem Einsatz von tödlichen Waffen) zu stoppen. Auf genau das zielt diese Bestimmung doch ab.

Ich gebe allerdings zu, dass Litera b und c das Potenzial haben, missbraucht zu werden. Jedoch ist diese ganze Bestimmung jedoch nicht als Wiedereinführung der Todesstrafe zu sehen sondern nur als Bestimmung, die taxativ aufzählt, wann der Einsatz von tödlicher Gewalt gerechtfertigt ist.

Die Todesstrafe ansich, wie man sie aus den USA kennt, ist ja eine staatliche Sanktion am Ende eines Strafverfahrens, was aber hier überhaupt nicht der Fall ist.
 
Natürlich ist die Todesstarfe als Straffe abgeschaft... und doch wird sie gleichzeitig als Legale Maßnahme in kleingedruckten eingeführt. Ein Gericht darf niemand zum Tod Verurteilen, aber was wenn es eine Demonstration gibt wer bitte Definiert was ein Aufruhr oder ein Aufstand ist (?)
Was ist wenn ein Staatsoberhaupt an der Macht ist der nicht Demokratisch gewählt ist... siehe Greichenland und Italien... Frankreich eventuell auch bald (?) ... hier hast du bereits das Potenzial für den missbrauch.

Wegen der Schulden hast du nun Staaten in denen es keinen Demokratischen Regierungschef gibt... es wird alles (abseits dessen was man von Demokratischen entscheidungen versteht) unternommen damit "Rettungspakete" geschürt werden... es wird die Fiskalunion geschürt und somit ein prozess in die wege geleitet der abkommt von den Nationalstaaten... Das "Projekt EU" ist also nicht demokratisch. Der Verfassungsvertrag will eine Herrschaft der EU über den Souverän festschreiben. Das ist nicht demokratie-theoretisch nicht möglich! So der Tenor des Verfassungsgerichts.

Die Regeln, nach denen das europäische "Parlament" gewählt wird, entspricht NICHT den Anforderungen, die das deutsche Grundgesetz an DEMOKRATISCHE Wahlen stellt. Dies hat das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe genau so festgestellt. Aber die Bezahlten Trolle hier im Forum (die für ein paar Euro Taschengeld Stimmung für die EU tätigen) sie sprechen von einem "Demokratiedefizit" in der EU, LoooL... Ohne Demokratie gibt es kein Rechtsstaat und ohne Rechtsstaat gibt es keine Freiheit und ohne Freiheit ist man ein Fremdbestimmtes Subjekt ohne Rechte.

Die Antriebsfeder ist einzig Geld und Schulden, weswegen Demokratische Prinzipien ausser acht gelassen werden. Diejenigen die dieses EU Projekt wollen sind nichts anderes als DEMOKRATIE FEINDE.
 
Demokratie ist ohne Zweifel sehr wichtig.

Allerdings sind die Organe sehr wohl demokratisch legitimiert. Das Parlament direkt durch Wahl, der Rest indirekt dadurch, dass "alle" Regierungen der Mitgliedsstaaten demokratisch gewählt wurden und sie als Repräsentanten ihrer Völker den Rat der EU bzw. den Europ. Rat beschicken. Sicher, das ist nicht optimal, aber völlig frei von Demokratie ist die EU wahrlich nicht.

Ich kenne den Entscheid des Karlsruher Gerichtes nicht genau, aber ich kann mir gut vorstellen, dass deren Aussage vor allem darin begründet war, dass bei den EU-Parlamentswahlen 27 unterschiedliche Wahlordnungen zur Anwendung kommen und deshalb bestimmte Defizite auftreten. Wenn man hier auf Biegen und Brechen ein Legatimitätsproblem sehen will, dann ließe sich dies wohl durch eine Vereinheitlichung beheben. So drastisch wie du sehe ich es daher nicht. Das, weil ja all diese Wahlordnungen noch aus Zeiten vor den EU-Beitritten stammen und daher vom jeweiligen Volke legitimiert wurden. Daher finde ich vom Standpunkt der Legitimation aus betrachtet diese Regelung durchaus als momentan ausreichend.

Jedoch befürworte auch ich eine Vereinheitlichung des Wahlrechtes für EU-Parlamentswahlen, damit jede Stimme gleichen Wert bekommt.


Was die von dir attestierte Affinität zu Geld betrifft: in deinem Text kommt es so herrüber (mE), als ob das ein reines Problem der EU wäre, ja womöglich erst mit ihr entstanden wäre. Ist es aber nicht, das immer irgendwer seine wirtschaftlichen Interessen durchsetzen will (auf Kosten anderer) ist ein in allen Staaten dieser Welt verbreitetes Übel. Natürlich ist es zu verurteilen, egal, wer es begeht, aber alleine der EU dafür die Schuld zu geben, halte ich für verfehlt. Solche Probleme hatten vorher die Nationalstaaten und nun, da die EU eben entsprechende Regelungskompetenzen von diesen erhalten hat, konzentrieren sich alle Interessensvertreter eben auf die Beeinflussung der Union. Das gehört aber leider schon zu jeder Machtbündelung dazu wie das Amen im Gebet. Dieser Entwicklung sollte jedoch nach Möglichkeit Einhalt geboten werden (auch wenn das nur ein frommer Wunsch meinerseits ist).


Bzgl. Rechtstaat: mE setzt ein Rechtsstaat nicht zwingend Demokratie voraus, sondern sagt nur, dass alles staatliche Handeln Regeln unterworfen ist, auf die sich ein Rechtssubjekt auch erfolgreich berufen kann, wenn sie verletzt werden.

Was dein Missbrauchsbeispiel betrifft: ich habe mehr Angst davor, dass die demokratisch gewählte Regierung Ungarns Unfug anstellt als etwa Mario Monti oder Papademos. Zumal diese nach den jeweilig nationalen Regelungen für Fälle wie diese an die Macht kamen und daher dem Rechtsstaat mE sehr wohl Genüge getan worden ist.
 
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Hust zu dieser Todesstrafensache - wenn Ihr euch ein bisschen mehr mit den Verträgen und der EMRK beschäftigt oder einfach nur mal wikipedia bemüht, dann werdet ihr sehen, dass wir die Todesstrafe weder in Friedens- noch in Kriegszeiten einführen werden.
*wiki link *

desweiteren brauchen wir die EU auf jeden fall um geopolitische bedeutung zu erhalten.

außerdem: Solange 2 Rechtsprechung!
Species - von wem wirst du für deinen kram bezahlt? ^^
Die EU kann nur, wozu sie von den Mitgliedstaaten bemächtigt wird, solche Aussprüche die eine Verselbständigung der EU beinhalten sind von vornherein falsch - ich sage einfach mal nur den theoretischen Aussagehalt der KOMPETENZKOMPETENZ ^^
 
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Schande über mich, das wusste ich gar nicht. Danke für den Link.
 
EU hat keine Vorteile, ausser man ist eher damit zufrieden im Urlaub was man einmal im Jahr im EU Ausland macht (wenn überhaupt) keine Wechselgebühren zu bezahlen, anstatt das man sein Arbeitsplatz, soziale Sicherung und allgemein sein relativ hohes und sicheres Lebensstandard zu behalten.

Die EU ist nur noch ein weiteres Plan der Globalisten die sehr bald (wenn es Ihnen gelingt) die halbe Welt unter Kontrolle haben werden.

Man kann einfach nicht ein armes Rumänien oder Griechenland mit Schweden, Dänemark oder Holland zusammenfügen. Wo ist die Logik bitte? Hat uns jemand danach gefragt ob wir das wollen? Nein, hat es nicht, und wird es in der Zukunft nicht!
 
Wir haben doch auch Mecklenburg Vorpommern und Bayern in einem Staat zusammen geführt?
Und was bitte sind Globalisten? Wenn ich einen Wunschtraum hätte, dann sind dass die vereinigten Staaten von Europa in einer friedlichen, von einer starken UNO koordinierten welt
 
In meinem Beitrag #51 hatte Ich bereits in Blau hervorgehoben was in dem Verlinkten Artikel von Wiki zu Lesen ist.
Die Todesstrafe ist abgeschaft aber das Töten NICHT... ein Richter darf dich nicht zum Tode Verurteilen aber Sicherheitskräfte dürfen dich erschiesen wenn etwas zutrift das in Blau hervorgehoben wurde.

weitere Nachteile
Die europäische Regierung ist teuer (zusätzliche Regierung, Verwaltung)
Wettbewerbsnachteile im Grenzbereich
Komplizierte Rechts- und Verwaltungsvorschriften
Unterschiedliche Steuern und Steuersätze
Trotz Einigung gibt es keine einheitliche Amtssprache

Mit der Gründung des Europäischen Wirtschaftsraums (EWG) 1957 wurde das Ziel verfolgt die Schaffung einer Zollunion und der Abbau von Handelshemmnissen.

Und nun wird versucht das Streben nach Wirtschaftswachstum als etwas gutes hinzustellen was nur Vorteile hat. Man Pocht auf die Vorteile und Ignoriert die Nachteile für die Breite Masse der Befölkerung. Der Nachteil dieses Wirtschafts- und Geldsystems bekommen Greichenland und Italien zur Zeit hart zu Spüren... aber die volle Breitseite an Nachteilen erfährt nur der kleine Bürger... Frankreich kommt als nächstes dran, und S&P hattte bereits gedroht auch Deutschland den Status abzuerkennen, das AAA mit dem Radirgummi zu streichen.

Die Nachteile der EU sind wo man nur hinschaut noch niemals Deutlicher gewessen und nun soll ein Weg aus der Saggasse gefunden sein (?) Die Fiskalunion ist die Antwort auf ein Problem stellt selbst aber keine Lösung dar.
 
Die konzeptionelle EU ist kein Nachteil für den Wirtschaftsstandort Deutschland, deren Erfinder haben damals jedoch zur sehr auf Vertrauen gesetzt und sich vielleicht auch von ideologischen Grundsätzen beeinflussen lassen. Diese Fehler der Vergangenheit auszumerzen ist Aufgabe der Politik und wenn wir damit durch sind, wird sich das Erfolgsmodell EU auch wieder durchsetzen.
 
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