News Digital Markets Act: Apple legt Berufung gegen 500-Mio-Strafe der EU ein

iGameKudan schrieb:
Du hast schon mitbekommen, dass die USA schon vor Trump 2 sowas wie Zölle auf Software und Co haben.. Oder?
Also ja, die USA macht Unternehmen wie SAP das Leben in den USA schwer.. Nicht erst seit Trump.
 
@Rockstar85 Genau wie die EU schon vorher auf diverse US-Waren Zölle erhoben haben. Gehört halt dazu und ist ggfs. auch sinnig.

Ändert zudem nix ander Tatsache und ist nen völlig anderes Thema, dass die EU versucht, künstlichen Wettbewerb in einem ausschließlich für eigene Geräte selbst genutzten Ökosystem eines Dritten zu schaffen.
 
iGameKudan schrieb:
dass die EU versucht, künstlichen Wettbewerb in einem ausschließlich für eigene Geräte selbst genutzten Ökosystem eines Dritten zu schaffen.
Monopole waren noch nie gut.. Und wenn die US Kartellbehörden arbeiten würden, dann hätten wir viel weniger Probleme. Nur mal so. Und ja, es ist am ende im Sinne der Bürger, dass Ausländische Unternehmen, den Einheimischen den Marktzugang nicht verwehren. Daher ist das kein Künstlicher Wettbewerb, weil DMA Monopole keinen Wettbewerb zulassen. Einfach mal den Artikel der Verbraucherschützer lesen..
 
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@Rockstar85 Meine Sicht zu dem Thema habe ich hier schon lang und breit dargelegt, von daher nochmal in kurz:

Apple hat auf den Markt gesehen kein Monopol. Im Mobile-Bereich (Smartphones/Tablets) liegen die im nunmal vorhandenen Duopol mit 1/3 Marktanteil in der unterlegenen Position. 2/3 des Marktanteils liegen in der Hand von Herstellern, die diverse Geräte mit Android anbieten - eine Plattform, die viele Bedürfnisse der Pro-DMA-User hier befriedigen tut.

Im Desktop-Bereich (PCs/Laptops) haben die mit mit ca. 15% Marktanteil eine noch geringere Rolle. Da kann man noch nicht mal im Ansatz von marktbeherrschender Stellung reden.

Ein Monopol haben sie nur auf ihrer eigenen Plattform, in ihrem eigenen Ökosystem. Das nur für eigene Geräte gedacht ist. Wo Dritte mitspielen dürfen, aber eben nur nach den Regeln von Apple. Was für die User, die sich in diesem Ökosystem wohlfühlen und es zu einem enorm überwiegenden Teil auch bewusst ausgesucht haben, für Vorteil ist. Wer bei den Regeln nicht mitmachen wollte/will, die u.A. eine einheitliche Nutzererfahrung und eine einwandfreie Kompatibilität sichergestellt haben bzw. es tun, war und ist zu keinem Zeitpunkt dazu gezwungen, in diesem System mitzuspielen.

Natürlich hat Apple dadurch natürlich profitiert - aber wenn deren Geschäftsmodell nunmal auf einem geschlossenen Ökosystem fußt und trotz der hohen Preise sowie der Einschränkungen die User zufrieden und Apple damit erfolgreich ist, wieso wird dann ein Problem konstruiert das keins ist?

Keiner braucht und will ein de-facto zweites Android. Es gibt eine Auswahl - eben Apple mit ihren Geräten die mit einem eigenen Ökosystem laufen und eben Android, einer offenen Plattform, die sowohl bei Geräten als auch Software für unterschiedlichste Bedürfnisse Lösungen bietet...

Wieso stellt die EU dann nicht eine Plattform auf, die deren Vorstellungen entspricht? Oder ist man der beleidigte Verlierer, der nun stänkert?

Viele andere Unternehmen auf der DMA-Liste nehmen im Gegensatz zu Apple eben nicht nur auf ihre eigene Plattform und ihr eigenes Ökosystem Einfluss...
 
iGameKudan schrieb:
Ein Monopol haben sie nur auf ihrer eigenen Plattform, in ihrem eigenen Ökosystem. Das nur für eigene Geräte gedacht ist. Wo Dritte mitspielen dürfen, aber eben nur nach den Regeln von Apple.
Und was ist daran toll?
MS wurde schon mehrmals wegen bestimmten Praktiken zu Geldstrafen verurteilt (Microsoft hatte in Windows 7 SP1 versäumt, die Browserauswahl (Browser Ballot Screen) wie versprochen anzuzeigen. Microsoft verweigerte Interoperabilität mit Server-Produkten anderer Hersteller. Microsoft koppelte den Windows Media Player an Windows).
Wieso sollte man Apple mit Samthandschuhen anfassen? Sind die "besser"?
 
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DrFreaK666 schrieb:
MS wurde schon mehrmals wegen bestimmten Praktiken zu Geldstrafen verurteilt (Microsoft hatte in Windows 7 SP1 versäumt, die Browserauswahl (Browser Ballot Screen) wie versprochen anzuzeigen. Microsoft verweigerte Interoperabilität mit Server-Produkten anderer Hersteller. Microsoft koppelte den Windows Media Player an Windows).
Wieso sollte man Apple mit Samthandschuhen anfassen? Sind die "besser"?
Microsoft hat im Gegensatz zu Apple einen Marktanteil von gegenwärtig 70% bei Desktop-Betriebssystemen. Und das war früher noch deutlich mehr. Zumal Windows eben ein Betriebssystem nicht nur für Geräte von Microsoft ist. Dadurch ist Microsoft auf verdammt vielen Geschäftsfeldern marktbeeinflussend, wenn nicht sogar beherrschend.

Apple hat mit macOS einen Marktanteil von derzeit ungefähr 15% bei den Dekstop-Betriebssystemen - früher noch deutlich weniger. Nicht mal im Ansatz ist man damit marktbeherrschend. Zudem wird macOS nur für Geräte und fürs Ökosystem von Apple entwickelt...

Somit nimmt man schlicht und ergreifend nur auf sich selbst Einfluss. Natürlich müssen Softwareanbieter gewisse Spielregeln einhalten - diese werden aber nicht gezwungen, für macOS zu entwickeln... Und ohne eine gute Auswahl an Drittanbietersoftware wird ein Betriebssystem sehr schnell sehr unattraktiv. Da spreche ich ausdrücklich aus Erfahrung.;)
 
iGameKudan schrieb:
Apple hat auf den Markt gesehen kein Monopol.
Apple hat in iOS ein Monopol. Apple hat zwar einen geringeren Marktanteil, der Umsatz des Appstores war 2023 aber bei 50% des weltweiten Umsatzes mit Apps - ergo sind sie somit auf der gleichen Stufe wie der Playstore.

iGameKudan schrieb:
Keiner braucht und will ein de-facto zweites Android.
Es wird auch kein zweites Android. Es wird dann einfach eine Wahlmöglichkeit geben - du musst diese einfach nicht wahrnehmen. Welchen Nachteil hast du durch eine weitere Wahlmöglichkeit?

iGameKudan schrieb:
Wieso stellt die EU dann nicht eine Plattform auf, die deren Vorstellungen entspricht? Oder ist man der beleidigte Verlierer, der nun stänkert?
Warum sollte der Gesetzgeber ein Unternehmen oder eine Plattform aufbauen. Der Gesetzgeber ist für einen funktionierenden Markt verantwortlich und dieser Aufgabe kommt die EU mit dem DMA nach.
 
NeuerJunge schrieb:
Apple hat in iOS ein Monopol. Apple hat zwar einen geringeren Marktanteil, der Umsatz des Appstores war 2023 aber bei 50% des weltweiten Umsatzes mit Apps
Wenn die Apple-Kunden eher bereit dazu sind Geld für eine App auszugeben, sollte das nicht das Problem von Android sein. Oder andersherum: Wenn Android-User bedeutend seltener bereit sind für Apps Geld auszugeben (oder alternative Beschaffungsquellen nutzen...).

Der Marktanteil beim OS spielt da mMn. die eigentliche Rolle - und da hat Apple eher was hinten raus gemacht wird, liegt bei den Plattformbetreibern. Also Apple mit iOS bzw. Google mit Android (die "ihr" OS anderen Herstellern von Smartphones/Tablets zur Verfügung stellen). Wenn Apple mit ihrem iOS bzw. nur 1/3 Marktanteil 50% des Umsatzes mit Apps machen spricht das Bände...

Google könnte mit ihrem Marktanteil auch locker den Umsatz von Apple erreichen - würde mehr auf bezahlte Apps und weniger Werbung gesetzt werden.

Zumal der App-Umsatz bei Google dadurch verschleiert wird, dass dort viel mehr mit Werbung in Apps anstelle von Bezahlapps Geld verdient wird.
NeuerJunge schrieb:
Es wird auch kein zweites Android. Es wird dann einfach eine Wahlmöglichkeit geben - du musst diese einfach nicht wahrnehmen. Welchen Nachteil hast du durch eine weitere Wahlmöglichkeit?
Potenzielle Sicherheitsprobleme, mögliche schlechetere Optimierung auf die Geräte und verzögert oder garnicht erscheinende Features.

Gegenfrage: Wieso kaufen die Leute die auf diese Möglichkeiten wert legen nicht ein Gerät mit dem für sie passenden Betriebssystem (=Android)?

NeuerJunge schrieb:
Warum sollte der Gesetzgeber ein Unternehmen oder eine Plattform aufbauen.
Da spielt hauptsächlich meine Überzeugung eine Rolle, dass die EU da keinen solchen Aufriss machen würde, wenn sie auf dem Digitalmarkt eine Rolle spielen würde. Deswegen bin ich der Meinung: Solls die EU doch besser machen, anstatt den beleidigten Verlierer zu mimen...
 
iGameKudan schrieb:
Der Marktanteil beim OS spielt da mMn. die eigentliche Rolle
Mit welcher Begründung spielt der Marktanteil eine Rolle? Einzig der Umsatz ist am Markt relevant.
Der DMA ist primär da, um einen fairen Markt im digitalen Bereich sicherzustellen. Da der halbe Umsatz (ergo der halbe Markt) im Appstore erfolgt, kann Apple nicht einfach alles machen, was sie wollen. Die EU sorgt nun für einen freien Zugang zum gesamten Markt für die Appentwickler.

iGameKudan schrieb:
Potenzielle Sicherheitsprobleme, mögliche schlechetere Optimierung auf die Geräte und verzögert oder garnicht erscheinende Features.
Welcher Sicherheitsprobleme entstehen für dich, wenn du einfach weiterhin alle Apps aus dem Appstore beziehst? Welche schlechte Optimierung entsteht, wenn du weiterhin alle Apps aus dem Appstore nutzt? Gar keine. Alle anderen haben aber mehrere Möglichkeiten und keiner verliert.

Wie schon hundert mal geschrieben - an verzögernden oder nicht erscheinenden Features ist Apple schuld und sonst keiner. Warum schaffen es die anderen großen den DMA zu erfüllen, nur Apple nicht?
Apple will neue Features einfach nicht offen gestalten...

iGameKudan schrieb:
Gegenfrage: Wieso kaufen die Leute die auf diese Möglichkeiten wert legen nicht ein Gerät mit dem für sie passenden Betriebssystem (=Android)?
Vielleicht legen Leute Wert auf iOS, möchten die Interaktion der Geräte, möchten aber trotzdem die Wahlmöglichkeit bei Apps und co. In diesem Bereich gibt es keinen freien Markt, sondern ein Duopol. Gemessen am Umsatz sind der Appstore und der Playstore ebenbürtig. Dementsprechend muss die EU hier regulierend eingreifen.

iGameKudan schrieb:
Da spielt hauptsächlich meine Überzeugung eine Rolle, dass die EU da keinen solchen Aufriss machen würde, wenn sie auf dem Digitalmarkt eine Rolle spielen würde. Deswegen bin ich der Meinung: Solls die EU doch besser machen, anstatt den beleidigten Verlierer zu mimen...
Ok, also gibt es dazu keine Begründung. Die Aufgabe des Staates ist es nicht, Unternehmen zu gründen und Gewinn zu erwirtschaften. Der Staat ist für die Daseinsvorsorge zuständig.
 
NeuerJunge schrieb:
Mit welcher Begründung spielt der Marktanteil eine Rolle? Einzig der Umsatz ist am Markt relevant.
Weil der Marktanteil in Form von Nutzern überhaupt erstmal die Grundlage dafür ist, den Umsatz mit Apps zu ermöglichen. Wenn Apple halt besser darin ist mit weit weniger Marktanteil bzw. Nutzern den gleichen Umsatz zu erreichen... Wieso sollte deren Erfolg nun zu deren Nachteil ausgelegt werden?
NeuerJunge schrieb:
Der DMA ist primär da, um einen fairen Markt im digitalen Bereich sicherzustellen.
Der faire Markt ist doch da. Man hat die Wahl zu Android. Keiner wird gezwungen, ein Apple-Gerät zu kaufen oder seine App für Apple anzubieten.

Wenn man aber scheinbar feststellt, dass Android-User scheinbar weniger Einnahmen produzieren und man auf die Einnahmen durch Apple-User nicht verzichten möchte, hat man sich halt an die "Hausordnung" zu halten.

Genau wie im echten Leben. In einem Restraurant, Cafe oder Kino bringste ja auch nicht deine eigenen Getränke und Speisen mit.
NeuerJunge schrieb:
Da der halbe Umsatz (ergo der halbe Markt) im Appstore erfolgt, kann Apple nicht einfach alles machen, was sie wollen.
Siehe oben.
NeuerJunge schrieb:
Welcher Sicherheitsprobleme entstehen für dich, wenn du einfach weiterhin alle Apps aus dem Appstore beziehst?
Die grundsätzliche Möglichkeiten zur Aktivierung schaffen da Schnittstellen - und Schnittstellen sind immer potenzielle Fehlerquellen und damit Einfallstore...
NeuerJunge schrieb:
an verzögernden oder nicht erscheinenden Features ist Apple schuld
Wenn die Features teils tief ins System eingreifen und es deshalb sicherheits-, stabilitäts- und leistungstechnisch kritisch sein kann Drittanbieter drauf zugreifen zu lassen gibt es ganz nüchtern Gründe für das Nichtliefern.

Oder wie im Falle von Apple Intelligence den Unwillen, es wieder zu ermöglichen, dass andere sich an einem weiteren Punkt des Ökosystems zu bereichern, ohne dem Betrieb zuträglich zu sein.
NeuerJunge schrieb:
Vielleicht legen Leute Wert auf iOS, möchten die Interaktion der Geräte, möchten aber trotzdem die Wahlmöglichkeit bei Apps und co.
Der absolute Großteil aller Apple-User wird sich ganz bewusst für das geschlossene Ökosystem entschieden haben. Die Bedingungen in diesem Ökosystem sind auch für die Nutzer wirklich hinreichend bekannt - wer mit den Einschränkungen ein Problem hat und dennoch Apple-Geräte kauft, hat halt einfach eine falsche Kaufentscheidung getroffen oder ist zu bequem, sich nach einer passenden Alternative umzuschauen...
NeuerJunge schrieb:
Ok, also gibt es dazu keine Begründung. Die Aufgabe des Staates ist es nicht, Unternehmen zu gründen und Gewinn zu erwirtschaften.
Richtig, aber der Staat könnte die Grundlage dafür bilden, dass entsprechende Forschungen getrieben werden, daraus entsprechende Produkte entstehen und damit Gewinn erwirtschaftet wird. Offenbar tut die EU dies aber nicht - oder nicht erfolgreich. .

Somit kommts auf Gleiche hinaus: Die EU solls besser machen, bevor man anderen in die Suppe spuckt.
 
Zuletzt bearbeitet:
iGameKudan schrieb:
Wenn man aber scheinbar feststellt, dass Android-User scheinbar weniger Einnahmen produzieren und man auf die Einnahmen durch Apple-User nicht verzichten möchte, hat man sich halt an die "Hausordnung" zu halten.
Wenn aber scheinbar feststellt, dass der EU Markt nicht verzichtbar ist, hat man sich halt am die Hausordnung zu halten.


Soooo schwer ist das nicht zu verstehen.
Ergänzung ()

iGameKudan schrieb:
Somit kommts auf Gleiche hinaus: Die EU solls besser machen, bevor man anderen in die Suppe spuckt.
Die EU ist kein Unternehmen. Sondern Gesetzgeber für solche.
 
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Alphanerd schrieb:
hat man sich halt am die Hausordnung zu halten.
Und die Hausordnung ist in dem Fall in meinen Augen schlecht umgesetzt, weil man den beleidigten Verlierer mimt anstatt es besser zu machen (bspw. auf Basis von AOSP ein eigenes Android-basiertes Derivat zu schaffen!).

Der DMA hat im Falle von Apple ein wenig was von:
§1) Ich (EU) bin immer der Gewinner. Und wenn ich verliere, verliert ihr auch!
Ergänzung ()

Alphanerd schrieb:
Die EU ist kein Unternehmen. Sondern Gesetzgeber für solche.
Und da die Gesetzgebung bzw. die Rahmenbedingungen in der EU ganz offensichtlich keinen Erfolg im großen Maßstab bringen kommts am Ende dennoch aufs Gleiche hinaus.
 
iGameKudan schrieb:
Und die Hausordnung ist in dem Fall in meinen Augen schlecht umgesetzt, weil man den beleidigten Verlierer mimt anstatt es besser zu machen (bspw. auf Basis von AOSP ein eigenes Android-basiertes Derivat zu schaffen!)
Noch einmal: die EU ist kein Unternehmen. Warum sollte man mit einem 3,6 Billionen Dollar Unternehmen konkurrieren? Da ist kein beleidtigter Verlierer.
iGameKudan schrieb:
Der DMA hat im Falle von Apple ein wenig was von:
§1) Ich (EU) bin immer der Gewinner. Und wenn ich verliere, verliert ihr auch!
Der dma gilt für alle. Du stellst es hier ständig so hin, als wäre der nur für Apple geschaffen worden.
iGameKudan schrieb:
Und da die Gesetzgebung bzw. die Rahmenbedingungen in der EU ganz offensichtlich keinen Erfolg im großen Maßstab bringen kommts am Ende dennoch aufs Gleiche hinaus.
Noch einmal. Die EU ist kein Unternehmen und braucht auch keine Erfolge.

Ich verstehe den kompletten Gedankengang nicht.
 
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iGameKudan schrieb:
Apple hat mit macOS einen Marktanteil von derzeit ungefähr 15% bei den Dekstop-Betriebssystemen
Was kommst jetzt mit MacOS? Darum gehts hier doch gar nicht.
Ich habe allerdings gezeigt, dass man schon früher nicht einverstanden war, wenn man Mitbewerber aussperrte oder benachteiligte - also wie jetzt bei Apple mit den anderen Stores.
Also nochmal: Wieso sollte man Apple anders behandeln?
 
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DrFreaK666 schrieb:
Also nochmal: Wieso sollte man Apple anders behandeln?
Weil das ein ganz armes kleines Startup ist und deren gesamtes Geschäftsmodell dadurch bedroht ist .....
 
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iGameKudan schrieb:
Und die Hausordnung ist in dem Fall in meinen Augen schlecht umgesetzt, weil man den beleidigten Verlierer mimt anstatt es besser zu machen (bspw. auf Basis von AOSP ein eigenes Android-basiertes Derivat zu schaffen!).

Warum ist die Hausordnung schlecht umgesetzt? Wie kommt man darauf, dass die EU ein Verlierer ist? Das DMA trifft auch alle Gatekepper gleich - nur Apple ist unfähig es zu erfüllen...

Warum sollte man ein eigenes Android-Derivar erstellen? Es gibt schon Android, welches das DMA erfüllt
 
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iGameKudan schrieb:
Weil der Marktanteil in Form von Nutzern überhaupt erstmal die Grundlage dafür ist, den Umsatz mit Apps zu ermöglichen. Wenn Apple halt besser darin ist mit weit weniger Marktanteil bzw. Nutzern den gleichen Umsatz zu erreichen... Wieso sollte deren Erfolg nun zu deren Nachteil ausgelegt werden?
Weil Erfolg in der Wirtschaft immer auch Machtmissbrauch mit sich bringt. Und der Machtmissbrauch ist bei Apple offensichtlich:
  • NFC war nicht offen, deshalb musste zwanghaft Apple Pay benutzt werden, wodurch Apple die Preise diktieren kann
  • Store ist exklusiv vorgeschrieben, wodurch Apple die Provision diktieren kann
  • Interoperabilität mit externen Geräten (Smart Watches, Kopfhörer) eingeschränkt, wodurch Apple ihre eigenen Geräte teurer anbieten kann, weil bessere Features möglich sind

iGameKudan schrieb:
Der faire Markt ist doch da. Man hat die Wahl zu Android. Keiner wird gezwungen, ein Apple-Gerät zu kaufen
Zum tausendsten Mal: Es geht beim DMA NICHT um den Endverbraucher, sondern um den Markt für Drittunternehmen. Dort gibt es KEINEN fairen Markt, siehe oben.

iGameKudan schrieb:
oder seine App für Apple anzubieten.
Wie fair kann der Markt auf iOS sein, wenn ein Unternehmen genötigt wird auf Apple-Nutzer als Kunden zu verzichten. Das ist einfach friss oder stirb Mentalität.

iGameKudan schrieb:
Die grundsätzliche Möglichkeiten zur Aktivierung schaffen da Schnittstellen - und Schnittstellen sind immer potenzielle Fehlerquellen und damit Einfallstore...
Die Schnittstellen sind schon da, sie konnten nur eben exklusiv von Apple benutzt werden. Wenn die Öffnung einer Schnittstelle eine Fehlerquelle darstellt, ist die Schnittstelle Mist und war sie von Anfang an. Security through obscurity war noch nie eine gute Idee. Aber sowas weiß auch Apple, sie stellen sich nur absichtlich dumm.

iGameKudan schrieb:
Wenn die Features teils tief ins System eingreifen und es deshalb sicherheits-, stabilitäts- und leistungstechnisch kritisch sein kann Drittanbieter drauf zugreifen zu lassen gibt es ganz nüchtern Gründe für das Nichtliefern.
Niemand behauptet, dass Interoperabilität einfach ist, nur wenn ein Unternehmen mit 100 Milliarden Dollar Gewinn pro Jahr behauptet, das nicht hinzukriegen, ist das leicht unglaubwürdig.

iGameKudan schrieb:
Oder wie im Falle von Apple Intelligence den Unwillen, es wieder zu ermöglichen, dass andere sich an einem weiteren Punkt des Ökosystems zu bereichern, ohne dem Betrieb zuträglich zu sein.
Haha, damit bestätigst du einfach nur, dass bewusst Machtmissbrauch zum Schaden anderer Unternehmen betrieben wird.

iGameKudan schrieb:
Der absolute Großteil aller Apple-User wird sich ganz bewusst für das geschlossene Ökosystem entschieden haben. Die Bedingungen in diesem Ökosystem sind auch für die Nutzer wirklich hinreichend bekannt - wer mit den Einschränkungen ein Problem hat und dennoch Apple-Geräte kauft, hat halt einfach eine falsche Kaufentscheidung getroffen oder ist zu bequem, sich nach einer passenden Alternative umzuschauen...
Seufz. Und schon wieder der völlig irrelevante Bezug um Endverbraucher.

iGameKudan schrieb:
Richtig, aber der Staat könnte die Grundlage dafür bilden, dass entsprechende Forschungen getrieben werden, daraus entsprechende Produkte entstehen und damit Gewinn erwirtschaftet wird. Offenbar tut die EU dies aber nicht - oder nicht erfolgreich. .
Hä? Was für Forschung? Ein App Store implementieren und betreiben ist kein Hexenwerk. Das kann dir jede mittelgroße Software-Butze zusammenbasteln. Es geht darum, dass Apple künstlich zu ihrem Vorteil Alternativen nicht zulässt.
 
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DrFreaK666 schrieb:
Was kommst jetzt mit MacOS? Darum gehts hier doch gar nicht.
Als Beispiel dafür, dass Apple nicht marktbeherrschend ist und man Apple einfach zur Bewegung zwingen könnte, indem für Apple nicht entwickelt wird. macOS scheitert für mich persönlich an der Verfügbarkeit von Drittsoftware auf die ich Wert lege...

Wenn genügend App-Entwickler von relevanten Apps durch Nichtentwicklung protestieren würden...

NeuerJunge schrieb:
Wie kommt man darauf, dass die EU ein Verlierer ist?
Hat die EU irgendetwas vergleichbar Erfolgreiches zu Plattformen wie Android/iOS bzw. zu App-Marktplätzen wie dem Apple AppStore oder dem Google PlayStore im Angebot? Oder erfolgreiche Desktop-Betriebssysteme wie Windows oder macOS? Irgendetwas, was theoretisch als DMA-Gatekeeper gelten könnte? Nein?

NeuerJunge schrieb:
Warum ist die Hausordnung schlecht umgesetzt?
Weil mMn. die falschen Statistiken als Rechtfertigung herangezogen werden. Der Marktanteil sollte relevant sein - wird der Umsatz herangezogen, wird einfach unternehmerischer Erfolg bestraft. Irgendwas muss Apple ja richtig machen, dass die trotz hoher Preise und Einschränkungen mit der Hälfte an Nutzern den gleichen Umsatz erreichen.

DrFreaK666 schrieb:
Also nochmal: Wieso sollte man Apple anders behandeln?
NeuerJunge schrieb:
Das DMA trifft auch alle Gatekepper gleich
Apple handelt einzig auf der eigenen Plattform so und nimmt nur aufs eigenen Ökosystem Einfluss. Ganz im Gegenteil zu vielen anderen Unternehmen auf der DMA-Liste, die entweder über ihren Marktanteil in einem oder mehreren Geschäftsfeldern, einer Kombination dieser, oder über die "Herrschaft" in gewissen digitalen Technologien Einfluss auf ALLE anderen Firmen und Plattformen nehmen können.

Apple: Das eigene Betriebssystem wird nur für die eigenen Geräte angeboten. Der eigene Browser wird nur für die eigenen Geräte angeboten. Die eigenen Technologien und Features werden nur für die eigenen Geräte angeboten.

Es wird nur innerhalb des eigenen Ökosystems monopolitisch gehandelt (und ich bin der Meinung, was ich als mit meinen Produkten anstelle, ist mein Ding.) - und nicht über diverse Märke hinweg. Und das schaut bei fast allen anderen DMA-Unternehmen anders aus.

NeuerJunge schrieb:
Es gibt schon Android, welches das DMA erfüllt
Dann könnte jeder mündige Nutzer einfach die Entscheidung treffen, Android zu nutzen, wenn er auf die DMA-Punkte wert legt.
aspro schrieb:
Weil Erfolg in der Wirtschaft immer auch Machtmissbrauch mit sich bringt. Und der Machtmissbrauch ist bei Apple offensichtlich:
  • NFC war nicht offen, deshalb musste zwanghaft Apple Pay benutzt werden, wodurch Apple die Preise diktieren kann
  • Store ist exklusiv vorgeschrieben, wodurch Apple die Provision diktieren kann
  • Interoperabilität mit externen Geräten (Smart Watches, Kopfhörer) eingeschränkt, wodurch Apple ihre eigenen Geräte teurer anbieten kann, weil bessere Features möglich sind
Die Bedingungen für dieses Ökosystem sind bekannt. Wie schon mehrfach erwähnt, ist Apple mit 1/3 zu 2/3 Marktanteil mobile und mit 15% im Desktop/Notebook-Bereich nunmal vorhandenen Duopol der unterlegene Wettbewerber.

Wenn Google es mit Android nunmal nicht schafft, einen entsprechenden Umsatz mit Apps zu erreichen, darf das mMn. nicht das Problem dessen sein, der es schafft, mit weniger Nutzern mehr Umsatz zu erreichen.

... was auch kein Wunder ist, wenn sich auf Android Apps aus Drittquellen beschafft werden können und zudem mehr auf Werbung in Apps anstatt auf Bezahlapps gesetzt wird. Und sich somit die Zahlen stark von "Umsatz mit Apps" zu "Umsatz zu Werbung" verschieben dürften.
aspro schrieb:
Zum tausendsten Mal: Es geht beim DMA NICHT um den Endverbraucher, sondern um den Markt für Drittunternehmen. Dort gibt es KEINEN fairen Markt, siehe oben.
Und genau damit habe ich ein Problem! Es wird hier stark in den Markt bzw. in den Wettbewerb eingegriffen, und das zum Nachteil für mich als Endnutzer... Obwohl der Zugang für Drittunternehmen ja in erster Linie einem erhöhten Wettbewerb dienen soll, der am Ende auch den Kunden zu Gute kommen soll.

Tut er aber nicht. So wie der DMA jetzt umgesetzt ist soll er es einfach Unternehmen erlauben sich quasi ohne Gegenleistung und ohne sich an gewisse Regeln zu halten an der Plattform eines Dritten zu bereichern.

Wenn die Plattform so ausgelegt ist, ist das ja auch kein Problem. Bei Apple ist aber das geschlossene Ökosystem, in dem aber gegen gewisse Regeln mitgespielt werden darf, eben nicht dafür gedacht. Und das weiß jeder, der sich darauf einlässt.

Man könnte Apple automatisch zu Änderungen bewegen - als App-Entwickler bspw., indem man nicht für Apple entwickelt. Kommen da nur genug relevante Apps nicht für Apple-Plattformen, wird sich von selbst bewegt.

aspro schrieb:
Wie fair kann der Markt auf iOS sein, wenn ein Unternehmen genötigt wird auf Apple-Nutzer als Kunden zu verzichten.
Ein Unternehmen ist doch nicht dazu genötigt auf Apple-Nutzer als Kunden zu verzichten. Man kennt die Bedingungen zu denen man seine Produkte auf der Plattform anbieten müsste - und wenn man damit ein Problem hat, bietet man sie einfach nicht an. Fertig. Ganz einfach. Genau wie als Privatperson im echten Leben.
aspro schrieb:
Die Schnittstellen sind schon da, sie konnten nur eben exklusiv von Apple benutzt werden.
Und damit entsprechend bestens auf ein bestimmtes Feature-Set ausgelegt und optimiert werden.
aspro schrieb:
Niemand behauptet, dass Interoperabilität einfach ist, nur wenn ein Unternehmen mit 100 Milliarden Dollar Gewinn pro Jahr behauptet, das nicht hinzukriegen, ist das leicht unglaubwürdig.
Das hat doch nichts mit einfach zu tun, da gebe ich dir recht.

Ich habe als Nutzer eines iPhones (und zwar einzig eines iPhones als Apple-Produkt...) einfach keine Lust, dass die Vorgaben aus dem DMA sich nachteilig auf die extrem gute Anpassung des Betriebssystems, der Apps und der Funktionen des Betriebssystems auf die Hardware auswirken. Und das ist nicht gerade unwahrscheinlich, Software die nur für bestimmte Hardware oder in diesem Fall eher für bestimmte Features geschrieben wird, lief schon immer weit effizienter (wenn denn gut umgesetzt.).

Auch bei macOS hat die extrem gute Anpassung der Software ja ihre Vorteile was Bediengeschwindigkeit und Ressourcenverbrauch angeht...
aspro schrieb:
Haha, damit bestätigst du einfach nur, dass bewusst Machtmissbrauch zum Schaden anderer Unternehmen betrieben wird.
Bestätigen tue ich damit garnichts. Hättest du Lust teuer ein Produkt NUR FÜR DICH BZW. NUR FÜR DEINE EIGENE PLATTFORM zu entwickeln und dann, nur weil du gut damit bist Geld zu verdienen, anderen zu ermöglichen, sich ohne Gegenleistung daran zu bereichern?
aspro schrieb:
Hä? Was für Forschung? Ein App Store implementieren und betreiben ist kein Hexenwerk
Es könnten ja Voraussetzungen geschaffen werden, dass auch eine erfolgreiche europäische Plattform oder ein erfolgreiches europäisches Ökosystem entstehen könnte, wo man einen Store betreiben könnte, der nach den eigenen Vorstellungen handelt.

Da man ja aber offenkundig nicht in der Lage ist diese Voraussetzungen zu schaffen dass in der EU eine entsprechend erfolgreiche Plattform entsteht, und vor eventuellen Bestrebungen mit Einflussnahme auf erfolgreiche Unternehmen und Plattformen abschreckt, versucht man lieber, sich bei anderen breit zu machen.
 
iGameKudan schrieb:
Und genau damit habe ich ein Problem! Es wird hier stark in den Markt bzw. in den Wettbewerb eingegriffen,
Es wird IMMER in den Markt eingegriffen. Der digitale Markt ist da ein Nachzügler.
iGameKudan schrieb:
Man kennt die Bedingungen zu denen man seine Produkte auf der Plattform anbieten müsste - und wenn man damit ein Problem hat, bietet man sie einfach nicht an.
Gleiches gilt für Apple. Apple kann ihre Produkte auf dem europäischen Markt anbieten, wenn es die EU Vorgaben einhält. Wenn Apple das nicht will, können sie dem Verkauf auch einstellen.

iGameKudan schrieb:
Da man ja aber offenkundig nicht in der Lage ist diese Voraussetzungen zu schaffen dass in der EU eine entsprechend erfolgreiche Plattform entsteht, und vor eventuellen Bestrebungen mit Einflussnahme auf erfolgreiche Unternehmen und Plattformen abschreckt, versucht man lieber, sich bei anderen breit zu machen.
Der DMA ist keine Unterstützung für europäische Unternehmen, sondern für ALLE Unternehmen weltweit, welche Dienst auf dem digitalen Markt in Europa anbieten. Netflix und co freuen sich ebenso auf einen fairen iOS Markt, wenn sie dann weniger abdrücken müssen. Das ist kein USA/EU-Kampf...
 
iGameKudan schrieb:
Als Beispiel dafür, dass Apple nicht marktbeherrschend ist und man Apple einfach zur Bewegung zwingen könnte
Natürlich ist Apple marktbeherrschend, und zwar im Apple-Kosmos. Daher muss sich Apple öffnen, ganz einfach.
 
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