div. Dauerbetrieb Platten

Ah, um eins versehen, hab nochmal rangezoomt. 35-40° -> 40-45° ist der Sprung von ~6% auf ~12%.
Ich hatte mal die zwei Lüfter in meinem Server abgestellt und die Platten sind fast 50° heiß geworden.

Sobald die sich stapeln, wird es kritisch.
 
Jevermeister schrieb:
Anhand der Studie sieht man doch, dass sich bei 3 Jahre alten Platten die Ausfallwahrscheinlichkeit ab einer Temperatur von 35° stark erhöht?!

30-35° -> 35-40° ist ein Sprung von ~6% -> ~12% Ausfallrate... also schön die Platten unter 35° halten und alles ist Bingo.
Grafik 5, oder?
Bei 1- und 2-jährigen Platten ist sogar bei einer Temperatur von über 45° die Ausfallwahrscheinlichkeit geringer als bei 15-30°.
Bei 4-jährigen Platten ist die Ausfallwahrscheinlichkeit von 35-40° geringer als bei 15-30°. 40-45° liegen ca. gleichauf. Ab 45° fallen Platten über 4 Jahre eher aus, als Platten unter 30°.

Ansonsten ist Grafik 4 halt gemittelt und zeigt die geringsten Ausfallraten bei ca. 37°.
Und du wirst kaum leugnen können, dass der Graph von Grafik 4 bei Temperaturen unter 25° in den Himmel schießt.

Dass bei Stapelung es zum Wärmestau kommt ist klar. Und bei mehr als 40° will ich meine Platten auch nicht schmoren lassen. Deswegen ständige Überwachung mit CrystalDiskInfo. Aber die Studie ist halt die einzige öffentlich zugängliche Quelle für solche Daten, die auch auf einer brauchbaren Datenbasis aufbaut. Deswegen führe ich die immer wieder gerne an.


Ansonsten noch mal Ontopic: Alle Festplatten können ausfallen. In Google-Datencentern werden jeden Tag Platten hops gehen. Und das wird kaum daran liegen, das Google nur billige Consumerhardware nutzt. Ausfälle sind normal, aber nicht die Regel, deswegen sind so gut wie immer die Berichte von Ausfällen eine Minderheit. Die Minderheit der Platten fällt aus und eine Minderheit davon wird im Internet berichtet. Die meisten Leute haben Platten, die laufen und laufen. Kauf also irgendeine vernünftige Platte und wenn sie ausfällt-> Garantie (dafür hat man ein Backup) und entweder auf ein besseres Modell hoffen oder Hersteller wechseln. Aber auch wenn eine Samsungplatte ausfällt, kann die daraufhin gekaufte Western Digital ausfallen, die danach gekaufte Hitachi und dann fällt Seagate aus. Danach wieder Samsung und die läuft für Jahre.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich kann mir nur vorstellen, dass es Anfangs sich positiv auf die Schmiermittel oder was weiss ich auswirkt, wenn sie etwas wärmer werden. Extrem gekühlten Platten scheint es ja zu schaden. Aber sobald sich die Platten "eingelaufen" haben, stabil zwischen 30 und 40° halten.
 
Jevermeister schrieb:
Sobald die sich stapeln, wird es kritisch.
Meinst du übereinander ohne Freiraum im Käfig? Also ich hab bei mir drei Platten übereinander, ganz unten im Käfig und diese werden von einem Lüfter angeblasen und erreichen maximal 35 °C.

Gehäuse ist ein Lian Li PC-A71FB mit gedrosselten Lüftern. Kommt halt auch auf den Platz im Gehäuse an und wie gut die Luft da durchströmen kann. Wenn diese auf eine Wand von Kabel o.ä. trifft, wirds natürlich wärmer im Case.
 
Ich habe mit den Hitachi Ultrastar sehr gute Erfahrungen gemacht, die sind echte 24/7-Serverplatten!
 
Yuuri schrieb:
Meinst du übereinander ohne Freiraum im Käfig? Also ich hab bei mir drei Platten übereinander, ganz unten im Käfig und diese werden von einem Lüfter angeblasen und erreichen maximal 35 °C.

Gehäuse ist ein Lian Li PC-A71FB mit gedrosselten Lüftern. Kommt halt auch auf den Platz im Gehäuse an und wie gut die Luft da durchströmen kann. Wenn diese auf eine Wand von Kabel o.ä. trifft, wirds natürlich wärmer im Case.

Habe jeweils 4 nebeneinander im Käfig. Der eine Lüfter läuft mit 3000 RPM, der andere mit 2000. Vorher war da ein 7000? RPM Delta drin, aber wenn es selbst noch im Flur durch die geschlossene Tür wie ein Düsenjet zischt.... drosseln ist da nicht drin. Aber die F1 sind auch noch 7200 RPM, bei aktuellen "Green"-Platten sieht das wahrscheinlich anders aus.

Die Hitachi Ultrastar werden auch von Backblaze empfohlen.
Interessanter Artikel übrigens:
http://blog.backblaze.com/2011/07/20/petabytes-on-a-budget-v2-0revealing-more-secrets/
 
Bezüglich der Temperatur ist es schwierig allen Komponenten die optimale Temperatur zu geben. Ich entschied mich für eine Raumtemperatur von 25°C. Die Disks arbeiten bei einer Betriebstemperatur von ca. 30°C. Laut dieser Studie nicht optimal, aber sicherlich nicht schlecht.

Danke für die Vorschläge. Folgende habe ich in meine Auswahl genommen:

Systemdisk:
- Western Digital VelociRaptor 150 GB 10'000rpm 4.2ms
- Seagate Constellation 7200.1 160 GB
- Hier wäre ich noch um einen Vorschlag einer SSD froh mit ca. 160-260 GB.

Daten- und Backupdisk:
- Seagate Constellation ES 7200.1 1 TB
- Western Digital RE4 500 GB
- Hitachi UltraStar A7K2000 500 GB


Was können/haben die 500 GB Disks in Anbetracht auf meine Verwendungszwecke besser, dass diese gleichviel kosten wie die 1 TB von Seagate?
 
Die Seagate Constellation haben gerne Probleme mit fehlerhaften Sektoren, würde dir wirklich die Hitachi empfehlen!
 
Spricht etwas gegen die RE4? Im Gegensatz zur Hitachi ist die Verfügbar.
 
Nun ja, es wurde schon öfter hier im Forum behauptet, dass die RE4 keine "echte" Server-Platte ist, sondern nur eine Caviar Black mit anderer Firmware.
 
Nö eine andere Firmware erhöht nicht die möglichen Load Cycles. Aber die Load Cycles sind auch keine Festgelegte größe um eine Mechanik zu bestimmen.

Defakto sind die RE4-GP stink normale WD Green Platten mit teilweise mehr Cache. Es gibt und Gab Varianten bei denen man die Firmwares einfach wechseln konnte.

Identisch läuft das bei den RE2/RE3/RE4. Das sind alles Caviar Black und Blue derivate von der Mechanik her.

@websurfer83
Du selbst hast doch gesagt das die Seagate Constellation und die Hitachi Ultrastars komplett andere Platten als die Konsumer Varianten sind und auch in anderen Fabriken hergestellt werden.

Ich kann mir das zwar nicht vorstellen aber bei WD läuft es so wie oben beschrieben.
 
Jupp, die Constellation und die Ultrastar sind definitiv andere Platten!
Dennoch hatte ich mit den Constellation vermehrt Probleme mit fehlerhaften Sektoren, mit den Ultrastars dagegen überhaupt nicht

Nur bei WD kenne ich mich nicht so gut aus, ob das wirklich stimmt, dass die RE4 umgelabelte Caviar Black sind. Es wird hier im Forum nur häufig behauptet!

Ich denke auch, dass z.B. die Samsung F3R, die als Enterprise-Platte läuft, eine "normale" F3 mit anderer Firmware ist, bin mir aber auch nicht ganz sicher.
 
@ Humptidumpti: Das kann auch als gutes Merkmal für die gute Qualität der Standard HDDs gelten. ;)

Hat schon mal jemand die RE und Desktop HDDs aufgeschraubt und nachgesehen? Ein reiner Firmwarewechsel muss ja rein gar nichts bedeuten. Das ging bei früheren GPUs ja genauso als man aus einer GeForce eine Quadro faken konnte. Wie das mit dem Treiber allerdings lief weiß ich nicht und ob diese dann eine "vollwertige" Quadro war, kann ich auch nicht sagen.
 
All die Komiker, welche hier die Google-Studie zitieren, sollten mal drüber nachdenken, was Platten einer Generation vor SATA oder SATA-150 mit heutigen Platten noch gemeinsam haben, welche ausschließlich aus dem Consumer-Bereich stammten.

wie es tatsächlich bezüglich "Enterprise gleich wie Consumer nur andere Firmware" aussieht:

261120

Wer das auf einem einfachen 24/7 Heimserver braucht, soll damit glücklich werden.
 
Ich verstehe das Posting von Ernst@at nicht....

Jeder kann doch selbst entscheiden, welche Qualitätsstufe er kauft. Ist doch wie beim Autokauf auch, ich setze grundsätzlich auf europäische Hersteller, aber wer mit Autos aus Asien glücklich ist, bitte schön, darf er oder sie gerne, ist mir egal!

Zu der Sache mit früheren Serien:
Ich habe zwar keine Erhebung durchgeführt, aber mein täglicher Umgang mit der EDV sagt mir, dass die meisten Festplatten aus der späten IDE-Zeit qualitativ wesentlich besser waren, insbesondere was fehlerhafte Sektoren angeht kenne ich das von den älteren Maxtor, Seagate oder Fujitsu überhaupt nicht. Bei den aktuellen Baureihen ist das leider an der Tagesordnung.
 
Klar kann jeder selbst entscheiden, wo er sein Geld sinnlos anlegt.
Nur die Verwendung von Enterprise-Platten schützt vor gar nichts, nichtmal vor einem Ausfall. Wenn man kein RAID für den 24/7 Betrieb vorsieht, wird es mit der Verfügbarkeitsanforderung dieses Servers nicht weit her sein.

Zum Vergleich mit den Autos - würdest Du also auf der Familienkutsche deswegen Rennreifen nehmen, nur weil diese exorbitanten Belastungen trotzen, die man nie zuwegebringt?

Gewöhnliche Caviar Black mit 5J Garantie im Doppelpack ist bei weitem billiger und um keinen Deut anders, wenn man nicht tatsächlich Höchstbelastungen zustandebringt.

Solange es keine ersnstzunehmenden Statistiken gibt, wird alleine der Umstand, dass heute 10x so viele Platten wie zu IDE-Zeiten im Heimbereich herumsurren, das ständige Geheule plausibel machen.
Noch dazu, wo zunehmend Externe von Noobs zu Tode gestossen werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe noch nie eine Festplatte durch unsachgemäßen Umgang beschädigt, da ich schon 15 Jahre Erfahrung in diesem Segment habe.

Zudem laufen in meinen RAID-Systemen ausschließlich Platten, die dafür zugelassen sind. Denn beispielsweise WD sagt auf den Datenblättern seiner grünen Fischeier explizit, dass diese nicht für RAID konzipiert und geeignet sind. Diese Angaben sind nicht sinnlos dort geschrieben, sondern haben ihren Sinn.

Es ist ganz einfach so, dass die Fehlerwartezeit bei Enterprise-Platten für RAID wesentlich höher ist als bei Consumer-Platten. Das bedeutet, dass eine Consumer-HDD viel schneller aus dem RAID-Verbund raus fliegt als eine Enterprise-HDD. Wenn man nun die Zeit und den Aufwand rechnet, den man im Falle eines zerstörten RAID-Arrays braucht, dann kann man gleich zu den geeigneten Festplatten greifen.

Ich sehe das als kein sinnlos raus geworfenes Geld, aber auch hier gehen die Meinungen auseinander.
Meiner Meinung nach sind dagegen die Smartphones bei den meisten Menschen keine Notwendigkeit und schon gar kein Muss, sondern nur ein Statussymbol. Ich selbst habe keines und werde auch in absehbarer Zeit keines kaufen, weil ich die Funktionen schlichtweg nicht benötige. Mir reicht ein Handy, mit dem ich telefonieren und SMSen kann, mehr brauch ich nicht. Bei mir zählen andere Werte, so z.B. ist die Dual-SIM-Funktionalität eine super Sache, da man zum einen zwei Karten mit verschiedenen Tarifen nutzen kann und vor allem zwei verschiedene Netze um im Falle eines Ausfalles, Störung, Überlastung oder schlichtweg Nichtverfügbarkeit eines Netzes noch auf ein anderes zurückgreifen zu können.

Und wenn ich doch mal mobiles Internet benötige, nehme ich meinen Laptop mit UMTS-Stick mit, da sehe ich auch mehr und kann besser schreiben als auf so einem Mini-Handy-Display.

So gehen eben auch hierbei die Meinungen auseinander.
 
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