TheDuke schrieb:
Also der Blindtest wurde wohl von Möchtegern Goldohren gemacht.
Es gibt auch genügend Blindtests die besagen, dass die Leute keinen Unterschied zwischen guten MP3, FLAC, CD, LP, etc gehört haben. Und das eine LP immer besser klingt ist auch so eine Sache. Man muss halt auch mal den Aufwand dagegen stellen. Ein 100€ CD Player lässt die normalen Standard Plattenspieler, bis sagen wir mal 1000€, ganz alt aussehen. Um ein richtig gutes analog Signal herauszubekommen, ist der finanzielle Aufwand deutlich höher als beim digitalen Signal.
Ich denke das Ganze ist eher eine philosophische Frage. Ein guter Dreher sieht schon edel aus im Vergleich zum CD Player aber der Aufwand rechnet sich imho nicht.
Entschuldige bitte, aber dass ist so ein Humbug der nur von jemandem kommt, der keine Ahnung hat. Woher hast Du Deine Weisheit? Selber getestet? Wenn ja, womit?
Ich habe letztens noch für mein Thorens (vernünftige Einsteigerklasse, kein High-End-Gerät) ein neues System gekauft (Ortofon 2M Blue) und habe das beim Hifi-Händler meines Vertrauens einstellen lassen und direkt verglichen. Bei direktem Vergleich der CD (gleiches Stück) klang die Platte gerade in den unteren Frequenzen wesentlich druckvoller und runder. Es eher genau anders rum wie Du schreibst: Um an den Klang und vor allem an den Druck eines guten Einsteiger-Plattenspieler zu kommen brauchst Du einen CD-Player ab 1000 Euro.
Auch dass Du hier von einem "Standard Plattenspieler" sprichst zeigt deutlich wie wenig Ahnung Du hast. Ab ein paar hundert Euro gibt es solche nicht mehr. Der Plattenspieler trägt zwar auch zum Klang bei, aber in erster Linie ist das System entscheidend - nur schon in der guten Einsteigerklasse gibt es die Laufwerke meistens ab Hersteller ohne System. Daher klingt ein 1000 Euro Laufwerk mit einem 200 Euro System mit sicherheit schlechter als ein 200 Euro Spieler mit einem 1000 Euro System. Daher kann man hier nicht von "Standard" sprechen.
Auch kommt es darauf an, das richtige System zur richtigen Musik und Hörgewohnheiten zu kaufen. Das Ortofon 2M Blue ist z.B. recht genau, klar, manchmal in meinen Augen etwas zu grell, daher eignet es sich eher für Jazz und Klassikaufnahmen, wogegen mein Denon DL 110 ein guter "Allrounder" ist und sich wesentlich besser für Pop/Rock eignet.
Zudem kommt es auch auf das Ausgangsmaterial an: Wenn Du Deine Hörspielplatten hörst, oder Platten, welche man schon fast zusammenfalten kann, dann kann da auch kein Klang rauskommen. Wenn Du aber vernünftiges, schweres Vinyl hast, und dann auf einer Vernünftigen Anlage keinen Unterschied hörst, dann hast Du einfach was an den Ohren.
Soweit ich aus dem Test lesen konnte handelte es sich hier bei um Tontechnikern. Nur weil Du keinen Unterschied gehört hast sollen die auch keinen hören? Ist das nicht ein wenig anmaßend? Dein Vielleicht schon durch ständige Kopfhörerlautstärke geschädigtes Ohr gegen ein bis ins kleinste geschultes?
Es soll auch Menschen geben, welche keinen Unterschied zwischen einer billigen Tütensuppe und was frischem, selbstgemachten erkennen...
Sorry, aber bei der Überheblichkeit mancher Menschen fällt mir wirklich nichts mehr ein. Frei nach dem Motto: Was ich nicht seh ist auch nicht da...
yoT!mO schrieb:
Leider bringt das wenig, solange die Tonmeister immernoch nach höchstmöglicher Loudness abmischen und nicht auf Dinge wie Klang, Dynamik, Bühne, Auflösung, etc. achten.
Deswegen bring ich als Vergleich immer Klassik, Blues oder Jazz an. Den gerade bei den Akustik-Aufnahmen merkt man dass da die Leute sitzen, die wissen worauf es ankommt...