Glasfaser Dt. Glasfaser stoppt Ausbau im Landkreis Karlsruhe

c-mate

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Ich (und andere Eigentümern der WEG auch) haben vor ca. 1,5 Jahren bei der Dt. Glasfaser den Ausbau/Anschluss unterzeichnet.
Jetzt hat die Dt. Glasfaser den Ausbau im Landkreis Karlsruhe gestoppt.
Muss oder sollte man jetzt was tun, zb den Vertrag kündigen oder so?
 
Gibt es einen Hintergrund warum der Ausbau gestoppt wurde?

Du kannst den Vertrag natürlich widerrufen, aber letztendlich sind die Verträge jetzt so oder so hinfällig, weil ohne Ausbau auch kein Vertrag.
 
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Da würde ich vorher ins Kleingedruckte schauen bzw die Verbraucherberatung befragen.
"deutsche glasfaser pleite" in die Google-Suche eingeben fördert einige interessante Artikel zutage.

Da wundert es dann nicht mehr, wieso ohne Angabe von handfesten Details letztens ~11k Verträge hier in der Gegend von der DG aufgekündigt wurden.

PS:
Die Telekom will nicht einspringen, zumal sie schon das DSL-Monopol haben. Alle hoffen auf ein klares Signal des hiesigen Energieversorgers, aber da kommen nur Halbsätze.
 
Fragger911 schrieb:
Da würde ich vorher ins Kleingedruckte schauen bzw die Verbraucherberatung befragen.
"deutsche glasfaser pleite" in die Google-Suche eingeben fördert einige interessante Artikel zutage.

DG ist nicht Pleite, man hat zwar hohe Schulden und Deutschland ist ein schwieriger Markt für Glasfaser Bunden aber aktuell schaut es eher danach aus das DG irgendwann übernommen wird aber pleite werden die nicht gehen.
Fragger911 schrieb:
Da wundert es dann nicht mehr, wieso ohne Angabe von handfesten Details letztens ~11k Verträge hier in der Gegend von der DF aufgekündigt wurden.
Das eine hat doch mit dem anderen nichts zu tun.


Man sollte nicht irgendwelche Gerüchte ohne Beweise streuen!
 
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Dr. Chaos schrieb:
DG ist nicht Pleite
Hab ich nicht behauptet, kam aber als erster Vorschlag der Autovervollständigung beim Eintippen von Deutsche Glasfaser.
Ergänzung ()

Dr. Chaos schrieb:
Das eine hat doch mit dem anderen nichts zu tun.
Ach... nicht? Was dann?
Teils seit vielen Jahren bestehende Verträge werden ohne plausibel kommunizierten Grund aufgekündigt und damit eine ganze Region (mit nicht wenigen Unternehmen) im Regen stehen gelassen. Und dann kommen hintenrum Informationen bzgl von finanziellen Problemen zum Vorschein.
Das sieht schon nach einer recht eindeutigen Korrelation aus, die wahren kausalen Verbindungen werden eventuell Gerichte offen legen.
Ergänzung ()

Dr. Chaos schrieb:
Man sollte nicht irgendwelche Gerüchte ohne Beweise streuen!
Ich streue keine Gerüchte, ich verweise auf die frei zugängliche Informationslage, zu erreichen per schon oben erwähnter Googlesuche.

Also mal bitte den Ball flach halten hier. Danke.
 
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ein gestoppter Ausbau bedeutet nur das es länger dauert.
Problem sind oft die Subunternehmen die vor Ort den Ausbau realisieren, diese Firmen sind knapp/hoch ausgelastet und es tummeln sich viele schwarze Schafe darunter die unqualifiziertes Person als Fachpersonal verkaufen.

Kommt die Unfähigkeit zu Tage geht das Subunternehmen ganz schnell "Pleite" und DG steht ohne Ausbaupartner da. Wenn das Projekt jetzt nicht extrem Lukrativ ist wird es zurückgestellt bis wieder Ressourcen frei sind. Das kann gern mal 2-3 Jahre dauern.

Es wurde ganz klar entschieden das die MVLZ bei Unterschrift/Abschluss beginnt auch wenn noch keine Leistung erbracht wird (DG meint gern das dies erst mit Leistungsbeginn der Fall ist, so habern sie länger Einnahmen und weniger Pflichten).

Du kannst vorsichtshalber kündigen bzw. wiederrufen um 100% sicher zu sein.
 
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Fragger911 schrieb:
Also mal bitte den Ball flach halten hier. Danke.
Das würde ich dir auch empfehlen, oder hast du Hintergrundinformation warum die Verträge wirklich gekündigt wurden?
Irgendwelche Medien schreiben viel wenn der Tag lang ist.

Außerdem hilft das dem TE nicht.
 
Dr. Chaos schrieb:
Das würde ich dir auch empfehlen, oder hast du Hintergrundinformation warum die Verträge wirklich gekündigt wurden?
Hast du denn Informationen, DASS die Verträge überhaupt gekündigt wurden? Ich finde da nichts zu, außer der Aussage von Fragger911.
Warum sollte die DG 11.000 laufende/aktive Verträge/Anschlüsse kündigen? (So liest es sich jedenfall - "im Regen stehen gelassen")

Geht es um Ettlingen?
 
c-mate schrieb:
Muss oder sollte man jetzt was tun, zb den Vertrag kündigen oder so?
Ihr müsst da eigentlich nichts tun .. die DG müsste euch in paar Wochen dann mitteilen, dass eure Aufträge storniert werden.
 
Dr. Chaos schrieb:
Irgendwelche Medien schreiben viel wenn der Tag lang ist.
Was heißt "irgendwelche Medien". Es gibt zig Quellen die seit Monaten von finanziellen Problemen schreiben und die sich aus Geschäftsberichten ja auch entnehmen lassen. Ebenso die Tatsache, dass geplante Ausbauten regelmäßig gestoppt bzw. gar nicht erst begonnen werden. Sicher nicht weil Firmen volle Auftragsbücher haben, sondern weil das Geld fehlt.
Ist dann durchaus die Frage erlaubt, wer sich das bestehende Netz samt Verpflichtungen ans Bein bindet. Wobei halt die Frage erlaubt sein darf, warum es da so Probleme gibt. Die Deutsche Glasfaser baut ja vor allem dort aus, wo es aktuell kein Breitbandinternet gibt. Also auch keine schnellen DSL-Geschwindigkeiten. Juckt auf dem Land scheinbar doch niemanden.
 
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c-mate schrieb:
Ich (und andere Eigentümern der WEG auch) haben vor ca. 1,5 Jahren bei der Dt. Glasfaser den Ausbau/Anschluss unterzeichnet.
Es gibt mittlerweile ein Gerichtsurteil das besagt, dass die 2-jährige Laufzeit des Vertrags ab Unterzeichnung gilt, unabhängig vom tatsächlichen Ausbau. Demnach wäre dieser Vertrag spätesten in einem halben Jahr hinfällig, wenn du rechtzeitig kündigst.

Ich würde aber erstmal abwarten. Kann gut sein, dass andere Anbieter wie NetCom BW einspringen.
Ich würde auch im Rathaus deiner Gemeinde nachfragen, was denn nun geplant ist.
Einige Gemeinden haben schon neue Partner zwecks Ausbau gefunden! (Breitbandversorgung (BBV) Rhein-Neckar, NetCom, Telekom, BLK usw.).
Ergänzung ()

kachiri schrieb:
Was heißt "irgendwelche Medien". Es gibt zig Quellen die seit Monaten von finanziellen Problemen schreiben und die sich aus Geschäftsberichten ja auch entnehmen lassen.
Ganz genau.
Ein Beispiel: https://unternehmerblatt.de/steht-deutsche-glasfaser-vor-der-insolvenz/
 
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kachiri schrieb:
Was heißt "irgendwelche Medien". Es gibt zig Quellen die seit Monaten von finanziellen Problemen schreiben und die sich aus Geschäftsberichten ja auch entnehmen lassen.
Wie ich bereits oben geschrieben habe, hat die DG hohe Schulden, und ist sicherlich finanziell nicht gut aufgestellt.
Aber weder ist die DG Pleite, noch weiß man ob die Finanzen der Grund für einen abgesagten Ausbau sind wenn man dazu keine Hintergrundinfos hat.
kachiri schrieb:
Ebenso die Tatsache, dass geplante Ausbauten regelmäßig gestoppt bzw. gar nicht erst begonnen werden. Sicher nicht weil Firmen volle Auftragsbücher haben, sondern weil das Geld fehlt.
Genau das muss nichts damit zu tun haben, es gibt zig Gründe warum ein Ausbau abgesagt wird.

kachiri schrieb:
Ist dann durchaus die Frage erlaubt, wer sich das bestehende Netz samt Verpflichtungen ans Bein bindet.
Das ist eine gute Frage, eventuell hat 1&1 Interesse, die haben bisher quasi gar kein Glasfasernetz für Privatkunden. OXG/Vodafone konzentrieren sich auf Städte aber es gibt ja noch zig andere kleiner Glasfaserbunden die vielleicht Interesse haben.
kachiri schrieb:
Wobei halt die Frage erlaubt sein darf, warum es da so Probleme gibt. Die Deutsche Glasfaser baut ja vor allem dort aus, wo es aktuell kein Breitbandinternet gibt. Also auch keine schnellen DSL-Geschwindigkeiten. Juckt auf dem Land scheinbar doch niemanden.
Probleme gibt es, weil die Kosten pro Anschluss sehr hoch sind und die Quote gerade auf dem Lande sehr gering ist. Es heulen zwar alle das es auf dem Land kein Internet gibt, wenn dann aber jemand ausbaut bleiben doch alle lieber bei Ihrem DSL6000 oder LTE Tarif weil das reicht dann plötzlich doch.

In meiner Region baut DG auch auf dem Land und da habe ich gerade ein gutes Beispiel. Ein Bekannter wohnt in einem 800 Seelenort und ist mangels DSL auf Vodafone LTE/5G angewiesen. Vor einiger Zeit (2022) hat DG einen Ausbau auf eigene Kosten angekündigt wenn mind. 30% der Haushalte einen Vorvertrag unterzeichnen, diese wurde nicht erreicht dann hat DG die Erkundungsphase verlängert. 2024 hat man es dann noch mal versucht und die Quote auf 25% reduziert was wiederum nicht geklappt hat.
Mittlerweile hat man es noch mal versucht und zumindest 21% erreicht woraufhin sich DG für einen Ausbau entschieden hat, welcher im Sommer starten soll.

Der zugehörige Verwaltungssitz des Ortes ist eine 12k Einwohner Stadt, auch dort wollte DG ausbauen hat aber gerade einmal 9% erreicht und daraufhin mitgeteilt nicht auszubauen.
 
c-mate schrieb:
Muss oder sollte man jetzt was tun, zb den Vertrag kündigen oder so?
Ich würde mir einen Kalender-Eintrag in 6 Monaten oder so erstellen. Ggf. gibt es noch Änderungen, Informationen von der Firma selbst, andere Firmen die aktiv werden usw.
Du hast ja keinen Zeitdruck bei der Sache.
 
Fragger911 schrieb:
Ach... nicht? Was dann?
Teils seit vielen Jahren bestehende Verträge werden ohne plausibel kommunizierten Grund aufgekündigt und damit eine ganze Region (mit nicht wenigen Unternehmen) im Regen stehen gelassen. Und dann kommen hintenrum Informationen bzgl von finanziellen Problemen zum Vorschein.
Wäre halt blöd, sich der Einnahmen zu berauben, während die Ausgaben weiterlaufen…
Dr. Chaos schrieb:
Das ist eine gute Frage, eventuell hat 1&1 Interesse, die haben bisher quasi gar kein Glasfasernetz für Privatkunden.
Denke auch nicht, das ein eigenes Netz für Privatkunden zu deren Geschäftsmodell zählt. Vodafone wäre da mMn noch am ehesten denkbar, auch weil es da manche Kooperation gibt.
 
Bei uns in Landkreis Emmendingen hat die Deutsche Glasfaser trotz unterzeichneter Verträge den Ausbau einseitig gestoppt, weil ein anderes Unternehmen ebenfalls bereits in diese Infrastruktur investierte.

Der Landkreis ging vor Gericht und gewann den Prozess: https://www.landkreis-emmendingen.d...n-auseinandersetzung-gegen-deutsche-glasfaser

Wir haben mittlerweile, da sich die DG nicht rührt, unseren Glasfaseranschluss bei dem anderen Unternehmen beauftragt. Eigentlich waren wir schon fleißig am Planen, hatten zahlreiche Telefonate mit der DG...
 
Hallo, gleiches Problem in Neunkirchen-Seelscheid.
Die DG hatte den Ausbau in mehreren Ortsteilen von Neunkirchen-Seelscheid geplant und angeblich über 40% (Vor-)Verträge. Dann wurde nach ca. 2 Jahren ohne Information der Vertragspartner klammheimlich Neunkirchen-Seelscheid aus der Verfügbarkeitsplanung gelöscht.
Ein Großteil der Gemeinde wird bereits durch die Telekom versorgt, diese will die verbleibenden Ortsteile nicht anschließen.
Mehrere detaillierte Nachfragen bei der DG ergaben nur, dass hier kein Ausbau geplant sei und der Vertrag storniert sei. Dies ohne Information an mich oder betroffene Nachbarn.
Besonderheit: Eine nur 6m breite Straße trennt mein Grundstück von dem Ort Lohmar (Ausbaugebiet Lohmar 2). Die DG hat die Leitung an meinem Grundstück vorbei verlegt, bis zum möglichen Anschlusspunkt im Haus sind es 8m!
Vor Beginn der Bauarbeiten habe habe ich an die DG-Geschäftsführung geschrieben und den Anschluss nochmals beantragt. Keine schriftliche Antwort, nach ca. 8 Wochen eine EMail (nicht von der Geschäftsführung), dass der Anschluss geprüft wird. Nach ca. 6 weiteren Wochen die Mitteilung, dass der Anschluss nicht möglich sei, da nicht im Ausbaugebiet.
Nachfragen bei der Gemeinde ergaben, dass die DG hier keinen Ausbau mehr plane und seit wenigen Wochen nun im Rahmen des weiße-Flecken-Programms NRW ein geförderter Ausbau an meiner Adresse durch die Fa. MueNet (Münster) geplant sei.
Wird nach meiner Schätzung mehrere Jahre dauern.

Nun zur Frage Kündigung: Mit Sicherheit wurden die Verträge seitens DG bereits ohne Information der Vertragspartner gekündigt, deshalb wird die eigene Kündigung nicht erforderlich sein.

Die DG ist für mich unten durch, das ist kein sauberes Geschäftsverhalten.
 
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das immer weniger neue Projekte in Angriff genommen werden ist aber bei vielen Firmen aktuell so. - Auch die UGG macht im Moment nur das fertig, was sie begomnnen haben, bzw verdichten ihre eigenen Ausbaugebiete nach.
Ich habe gottseidank seit fast 4 Jahren Glasfaser. :-)
 
Der große Glasfaserausbau Hype ist mittlerweile vorbei, in Deutschland lässt sich im ländlichen wohl nicht viel Geld mit Glasfaser verdienen.

Selbst in ausgebauten Gebieten sind ja oft nur 30-40% der Haushalte wirklich angebunden.

Wir hätten den selben Weg wie Frankreich gehen sollen, dort sind mittlerweile 95% der Haushalte ans Glasfaser Netz angeschlossen und 1GBits Verträge gibt es ab 30€

Ein Freund hat bei Free 5 Gbits für 29,99€ incl TV und für 9,99€ noch Mobilfunk mit 350GB Volumen.

Dort wurden die Ausbaugebiete aber auch fest an Provider vergeben um einen doppelten Ausbau zu verhindern und alle Netzte müssen offen für alle andere sein. Auch wurden alle Häuser angeschlossen, ein optout gab es nicht.

Allerdings hat man in Frankreich auch nie Geld in Vectoring investiert und es wurde auch klar gemacht das man Kupfer nicht nur ergänzen möchte sondern ersetzten.
 
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