Glasfaser Dt. Glasfaser stoppt Ausbau im Landkreis Karlsruhe

@rezzler Ich hab den Absatz aus meinem Post gelöscht, denn offenbar wird das schon seit Ewigkeiten angeboten: https://www.golem.de/0908/68782.html

Koax mit FTTH überbaut :o welche Richtlinie war das denn?
Könnt mir höchstens vorstellen dass das noch alte Kabelnetze ohne HFC waren (also 32 Mbit/s oder so) und der Provider keinen Aufrüsthorizont nennen wollte.
 
Compactron schrieb:
Koax mit FTTH überbaut :o welche Richtlinie war das denn?
Könnt mir höchstens vorstellen dass das noch alte Kabelnetze ohne HFC waren (also 32 Mbit/s oder so) und der Provider keinen Aufrüsthorizont nennen wollte.

Was ich weiß sind das nicht für DOCSIS ausgebaute Inselnetzte.
Es sind zwar nur ~95% der DOCSIS ausgebaute Haushalte im Vodafone Netz Gbits fähig aber der Rest kann wohl mindestens 500Mbits buchen und ist daher nicht förderfähig.

Was andere Kabelbetreiber angeht hab ich leider keine Zahlen oder Infos.
 
it_green schrieb:
Das mit der Lobbyarbeit ist sicher ein Teil des Problems, aber ich denke es gibt noch mehr Gründe warum wir so hinterherhinken.
Aus meiner Sicht ist ein wichtiger Grund bei allem was irgendwie mit technischen Fortschritt zu tun hat, Deutschland ein sehr technologiekritisches bis sogar feindliches Land ist. Mit dem kurzsichtigen Argument “brauch ich nicht” werden Glasfaser Angebote abgelehnt, erst Recht wenn sie auch nur geringfügig teurer sind, als DSL oder Kabel. Die blockierenden Haltungen von Eigentümern bei Mehrfamilienhäusern tun ein übrigens.

Mittlerweile haben wir die kuriose Situation das auf dem platten Land eher FTTH zu finden ist als in Großstädten. Vermutlich weil die ländliche Siedlungsstruktur mit sehr hohem Anteil an Einfamilienhäusern eine höhere Homes-connected Raten verspricht.

Dr. Chaos schrieb:
Man ja keinen Unterschied zu Deutschland, wir haben nach wie vor genügend Gebiete ohne DSL oder mit sehr langsamen DSL.
Die sind aber mittlerweile wirklich extreme Ausnahmen und beschränken sich auf einzelne Liegenschaften fernab von Ortskernen. Wenn ich mal als Beispiel meine Region, nördliches Baden-Würtemberg nehme:
Die Telekom hat zwischen 2016 und ca. 2020 ganz massiv FTTC ausgebaut (wie vermutlich überall in Deutschland), dabei haben sie vor allem den Fokus auf die Städte und deren „Speckgürtel“ gehabt. Die etwas abgelegeneren Dörfer hat die Telekom in der Tat gerne mal liegengelassen, da haben sich dann die GF Anbieter wie BBV oder auch deutsche Glasfaser breitgemacht. Die hatten da natürlich leichtes Spiel, weil die entsprechenden Bewohner auf dem trockenen saßen und teilweise mit DSL Light vorlieb nehmen mussten.

Jetzt ist die Situation anders: Die Telekom ist vor allem dort aktiv, wo sie schon FTTC hat, ist ja logisch, schließlich will sie ihre Kunden nicht an den Wettbewerb verlieren (mit Kunde ist hier jeder VDSL Nutzer gemeint, denn auch mit BSA Kunden verdient sie Geld, und auch die Telekom Partner wie 1und1 werden ein Interesse daran haben, dass ein Gebiet nicht an einen Drittanbieter ohne Open Access geht)
Der Ausbau durch die reinen GF Anbieter wie Deutsche Glasfaser oder BBV ist spürbar ins Stocken geraten, denn die „leichten“ Ziele sind mittlerweile alle erschlossen. Jetzt sind nur die wirtschaftlich anspruchsvollen und risikoreicheren Gebiete übrig (also z.B. da wo es bereits Konkurrenz mit Kabel und/oder VDSL gibt, viele MFH mit schwieriger Eigentümerstruktur, usw.)

rezzler schrieb:
Hier wurde in FTTC investiert und damit zeitgemäße Geschwindigkeiten für recht viele Kunden geschaffen.
Ich denke ohne Telekom FTTC ständen wir heute in vielen Regionen Deutschlands schlechter da, insofern war der Schritt in Summe richtig. Aber jetzt erschwert es halt den Schritt zu FTTH, aber anders als vor 10 Jahren prophezeit. Damals wurde befürchtet, dass die Telekom damit das Interesse am FTTH Ausbau verliert. In Wirklichkeit sind es mittlerweile die Kunden, denen VDSL reicht. Man sieht ja, dass nur ein Bruchteil der Kunden die maximale Stufe von 250MBit/s nutzt, obwohl diese Stufe mittlerweile an den meisten Anschlüssen zur Verfügung steht.
Das zusätzlich, da wo verfügbar, Kabel regelrecht „verramscht“ wird, hilft auch nicht.

Der mittlerweile stockende GF Ausbau ist damit hauptsächlich den Marktrealitäten geschuldet: Die Low-hanging Fruits sind geerntet, jetzt wird es schwieriger, die Anbieter stoßen auf mehr Schwierigkeiten und haben zusätzlich Mühe, den Kunden einen echten Mehrwert zu verkaufen. Der Anwendernutzen eines Internetanschlusses wird nicht automatisch höher, wenn per FTTH realisiert wird.
 
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kachiri schrieb:
Auf den du als Privatkunde häufig nicht einmal Zugriff hast. Je nach Region ist es auch hier dann eher Telekom
Wenn du als 1&1-Kunde kein Versatel-Routing bekommst, kriegst du ja Telekom. So auch bei Drillisch. Überraschungen gibt's da nicht.

kachiri schrieb:
oder eben das Netz des lokalen Breitbandproviders.
Die meisten regionalen Provider sind wohl ok, dann geht man gern dahin. Wenn man nicht gerade in Bayern oder im südlichen NRW wohnt, gibt's aber ja auch oft keinen zur Auswahl.

Compactron schrieb:
hat man dann eigentlich auch Zugang zum 1&1 Control-Center
Jein, man hat ein Kundenportal aber ich wüsste jetzt nicht, was man regelmäßig zu tun hätte.
 
Dr. Chaos schrieb:
Allerdings hat man in Frankreich auch nie Geld in Vectoring investiert und es wurde auch klar gemacht das man Kupfer nicht nur ergänzen möchte sondern ersetzten.
Das hatte eben auch zur Folge, dass Frankreich noch Mitte 2021 (im zweiten Jahr von Corona mit Home Office etc) die geringste kombinierte Verfügbarkeit von FTTC/VDSL, DOCSIS 3.x und FTTB/H (von der EU "Next Generation Access" genannt) in der EU hatte. Also den größten Anteil an Haushalten, die per Kabel bestenfalls ADSL nutzen konnten (auf dem Land über 50%). Ob das insgesamt so vorteilhaft war ist fraglich. Für eine hohe Nachfrage beim FTTH-Ausbau war es aber sicher hilfreich.

Bildschirmfoto 2026-04-06 um 19.31.53.png

(Quelle)
 
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Compactron schrieb:
Koax mit FTTH überbaut :o welche Richtlinie war das denn?
Könnt mir höchstens vorstellen dass das noch alte Kabelnetze ohne HFC waren (also 32 Mbit/s oder so) und der Provider keinen Aufrüsthorizont nennen wollte.
Das war was bayrisches vor ca. 5-7 Jahren. Ich hatte da auch mal bei VF nach der Verfügbarkeit geschaut und da gingen „nur“ 400 MBit/s. Neu daran war für mich, das auch die Koax-Leitung oberirdisch auf (Telekom-)Masten hing. :D
 
rezzler schrieb:
Neu daran war für mich, das auch die Koax-Leitung oberirdisch auf (Telekom-)Masten hing. :D
Das habe ich auch noch nie gesehen 😂 👍
 
alex_k schrieb:
Edit: - Liegt vielleicht auch daran, dass ich noch die Preise Ende der 1990 Jahre kenne. - Telefonieren für ca 12 DM pro Stunde aber erst nach 21 Uhr. - Inetenet, Flatrate, Mobilfunk, das kam alles erst später....
Das war echt die schlimmste Zeit. Blueboxing ging ab ca. 95/96 nicht mehr ohne hohes Risiko (danke Kimble), DSL noch nicht verfügbar. Später kastriert auf 768/128. :freak: Dabei konnten die ersten Boxen, diese weißen Quadrate, schon 8/1 MBit. Trotzdem wurde ADSL überall als Technik vorgestellt, die "bis zu 768/128 ermöglicht", unglaublich. Sowas ähnliches gibts jetzt mit Verschweigen der Glasfaser-Raten weit jenseits GBit. Die 250 MBit bei Vectoring sind ja auch künstlich eingeschränkt.

Zu dem Zeitpunkt gab es in Schweden schon 10 MBit symmetrisch über Bredbandsbolaget, da haben wir unsere Warez-ftpds aufgestellt.
 
RMS_der_Zweite schrieb:
Sowas ähnliches gibts jetzt mit Verschweigen der Glasfaser-Raten weit jenseits GBit.
Das wird nicht verschwiegen, nur nicht der Masse angeboten. Eher wird ja sogar Werbung damit gemacht.
RMS_der_Zweite schrieb:
Die 250 MBit bei Vectoring sind ja auch künstlich eingeschränkt.
Das möchte ich widerum sehr bezweifeln.
 
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RMS_der_Zweite schrieb:
Dabei konnten die ersten Boxen, diese weißen Quadrate, schon 8/1 MBit.
Wie kommst du auf solche Zahlen?


RMS_der_Zweite schrieb:
. Sowas ähnliches gibts jetzt mit Verschweigen der Glasfaser-Raten weit jenseits GBit. Die 250 MBit bei Vectoring sind ja auch künstlich eingeschränkt.
Kompletter Unsinn, Supervectoring ist nicht künstlich begrenzt, mehr als ~250Mbits Netto ist da nicht drin!
Du verwechselst das ganze wohl mit G.fast was aber in Deutschland nie ausgebaut wurde und das mit gutem Grund.
RMS_der_Zweite schrieb:
Zu dem Zeitpunkt gab es in Schweden schon 10 MBit symmetrisch über Bredbandsbolaget, da haben wir unsere Warez-ftpds aufgestellt.
Auch das ist Unsinn.
 
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Also theoretisch ginge bei Supervectoring sicher noch ein bisschen mehr, sofern man wirklich nahe am MSAN ist. Aber dann geht das Weinen wieder los, wenn man vom Netzbetreiber 300 MBit/s gekauft hat und nur 298 MBit/s ankommen. Irgendwo muss der ja auch seine Tarifstruktur bilden und das ist eben ein vernünftiges Maß von dem, was die meisten Kunden realistisch bekommen können.

RMS_der_Zweite schrieb:
Dabei konnten die ersten Boxen, diese weißen Quadrate, schon 8/1 MBit. Trotzdem wurde ADSL überall als Technik vorgestellt, die "bis zu 768/128 ermöglicht", unglaublich.
Ja mei, dafür gingen diese Geschwindigkeiten bei nahezu jedem, sofern man nicht wirklich weit draußen war. Wie gerade geschrieben, irgendwie muss ein Netzbetreiber ein vernünftiges Tarifmodell aufstellen und das ist eben meist nicht die maximale Geschwindigkeit für alle.

Im Vergleich zu ISDN davor waren diese Geschwindigkeiten trotzdem hoch.
 
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Dr. Chaos schrieb:
G.fast was aber in Deutschland nie ausgebaut wurde
zumindest in sehr kleinem Maßstab :D

NetCologne in Köln nutzt das z.B. und Telekom hat auch so einige Ausbaugebiete meist in Großstädten.
 
StevoZsch schrieb:
NetCologne in Köln nutzt das z.B. und Telekom hat auch so einige Ausbaugebiete meist in Großstädten.
Aber nicht in öffentlichen Netzten sondern nur bei FTTB vom Keller in die Wohnung des Kunden.
 
StevoZsch schrieb:
NetCologne in Köln nutzt das z.B. und Telekom hat auch so einige Ausbaugebiete meist in Großstädten.
Wobei es bei der Telekom nicht wirklich G.fast-Ausbaugebiete gibt, sondern es wird in Mehrfamilienhäusern als Alternative angeboten wenn Eigentümer keine neue Hausverkabelung wünschen.
 
TomH22 schrieb:
Die sind aber mittlerweile wirklich extreme Ausnahmen und beschränken sich auf einzelne Liegenschaften fernab von Ortskernen.
So extrem sind die Ausnahmen hier oben in Norddeutschland gar nicht. Hier gibt es mehrere Inseln, wo DSL technisch maximal 768 bzw. 384 Kbit verfügbar sind. Da hat kein Anbieter, auch die Telekom nicht, zumindest in FTTC investiert. Mit solchen Bandbreiten kann man Streaming schon mal gleich vergessen und auch größere Downloads brauchen dann Stunden. In der heutigen Zeit absolut unbrauchbares Internet.

In einigen der dortigen Gegenden gibt es jedoch inzwischen FTTH. Die Erschließungsquote ist natürlioch dort auch entsprechend hoch, wenn man die Auswahl zwischen FTTH und quasi nichts hat. Als der andere Anbieter (hier TNG) fast fertig mit dem Ausbau war, kam dann auch die Telekom an und wollte Glasfaser ausbauen. Also einen zusätzlichen Glasfaserausbau. Da war die Messe aber gelesen. Erst gar nichts machen und nachdem der Wettbewerb ausgebaut hatte, dann auch ankommen.
 
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