Glasfaser Dt. Glasfaser stoppt Ausbau im Landkreis Karlsruhe

das es andere Länder in der EU schlauer angestellt haben, als wir hier in DE, das ist lange bekannt. - Gute Lobbyarbeit der Deutschen Telekom in Richtung Bundesregierung hat ns zu dem geführt, was wir heute haben. - Anders kann man doch nicht erklären, warum wir hier so spät erst mit FTTH angefangen haben, als andere Länder wie Spanien schon quasi fertig waren.
Ich habe seit fast 4 Jahren FTTH, und sehr zufrieden damit. - Aber auch bei uns im Haus ist nur mein Anschluss gebaut worden, weil ich damals als Einziger den haben wollte. - Eigentlich will der Netzbetreiber dieses Jahr bei uns nachverdichten, und auch die anderen Anschlüsse im Haus nachrüsten, aber ob und wann das passiert ist ein Blick in die Glaskugel.
 
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@alex_k Das mit der Lobbyarbeit ist sicher ein Teil des Problems, aber ich denke es gibt noch mehr Gründe warum wir so hinterherhinken. Die politische Priorisierung von Infrastrukturprojekten spielt auch eine große Rolle, oder besser gesagt, das Fehlen davon. Und was ist mit den Kommunen, die sich nicht trauen, selbst etwas zu unternehmen? Die Telekom allein für alles verantwortlich zu machen, ist zu einfach.
 
Ich mache nicht die Telekom dafür alleine verantwortlich. - Aber dennoch ist sie stellenweise Teil des Problems. - Stichwort: - Ortskerne werden ausgebaut, dünner besiedelte Randregionen lässt man links liegen, und wartet auf Steuergeld durch geförderten Ausbau...
Ich bin echt mal gesapnnt, wo wire am 31.12.2029 stehen, denn bis 2030 soll ja Gigabit flächendeckend verfügbar sein.. - oder ist das Ziel schon wieder einkassiert worden?
Ich halte auch nichts von der "rumstocherei mit zig verschiedenen Zugangsarten". - Warum kann man sich nicht flächendecken auf GPON oder besser XGS-PON als Ausbaustandart einigen?
Mein Netzbetreiber (UGG) macht aktuell auch eher Nachverdichtung in bereits erschlossenen Ortschaften, statt weiterer Expansion. - Spätestens seitdem die Deutsche Glasfaser das eben auch so macht, muss man davon sprechen, dass die "Goldgräberstimmung" einfach vorbei ist, und die bittere Realität die Netzbetreiber einholt.
 
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alex_k schrieb:
Warum kann man sich nicht flächendecken auf GPON oder besser XGS-PON als Ausbaustandart einigen?
99% der Ortsnetzte werden auf Basis von GPON oder mittlerweile eher XGPON Technik gebaut.
Es gibt eine Handvoll AON Netzte in Deutschland aber die sind ja kaum der Rede wert.
 
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alex_k schrieb:
Gute Lobbyarbeit der Deutschen Telekom in Richtung Bundesregierung
Na ja. Der Bund hält auch noch gut 30% an der Telekom. Wenn man halt bedenkt, dass die DTAG eben nicht nur in Deutschland tätig ist, ist das noch immer ein ziemlich großer Anteil.
Vermutlich ist die DTAG sogar das einzige privatisierte Unternehmen des Bundes, was halbwegs sinnvoll ist, weil Big Player am globalen Markt.
Jegliche andere Privatisierung von Grundversorgung ist und bleibt Quark und hat auch nie wirklich zu einen Wettbewerb geführt. Egal ob bei der Post, der Bahn, beim Strom, bei Heizung - auch beim Mobilfunk...
Man schafft Doppelstrukturen für einen Wettbewerb den es ehrlich gesagt kaum wirklich gibt, weil einfach auch nicht sinnvoll. Maximal wenn der Staat die Infrastruktur stellt und die Versorgung auslagert. Sprich: Das Netz gehört der öffentlichen Hand. Anbieter sind die, die sich einmieten und dann halt in allen anderen Bereichen (sprich vor allem Service oder Zusatzleistungen) "Kundenwerbung" betreiben...
alex_k schrieb:
Ortskerne werden ausgebaut, dünner besiedelte Randregionen lässt man links liegen, und wartet auf Steuergeld durch geförderten Ausbau...
Ja aber sorry. Als Unternehmen baue ich nicht aus, wenn es sich nicht lohnt. Das ist doch scheinbar genau das Problem der DG. Nur die Hälfte der angeschlossenen Haushalte ist tatsächlich auch Kunde bei der DG. Dadurch werden die Kosten pro Anschluss gleichmal doppelt so teuer. Das macht dann pro Anschluss mal eben einen Fehlbetrag von um die 3.000-4.000 Euro. Bis sich das amortisiert hat... ZUSÄTZLICH. Pro Anschluss ist man ja eher bei 8.000-9.000 Euro. Beim im Schnitt vielleicht 600 Euro Income im Jahr (und da sind ja die laufenden Kosten noch nicht berücksichtigt).
Die planen also jetzt schon wahrscheinlich mit gut 10 Jahren Amortisationszeit. Realistisch wird es wahrscheinlich eher auf das Doppelte hinauslaufen. Da wird dir halt jeder Investitionsrechner sagen: Nicht vorteilhaft.
 
Das Kernproblem hier in DE ist wohl eher, das Eigentümer immer noch sagen können, das sie keine Erschließung an das Glasfasernetz wünschen, also nicht einmal den Hausanschluß im Keller wollen.
Das müßte verpflichtend sein. Ob man dann diesen auch nutzt, oder weiter auf die alte Kupferleitung setzt, ist dann deren Sache.

Desweiteren sind die Glasfasertarife meist teurer als die bestehenden DSL Tarife. Glasfaser sollte hier den gleichen Preis bei den Tarifen haben wie DSL. Warum sollte man sonst auf einen Anschluß wechseln, wenn dieser teurer ist, als der vorhandene und dieser auch bandbreitentechnisch völlig ausreicht.

Und zum dritten müßte es so sein, das wenn ein Gebiet flächendeckend mit Glasfaser erschlossen ist, also Glasfaser bis mindestens im Keller liegt, die vorhandene DSL Technik verbindlich abgeschaltet wird und dieses auch klar und deutlich kummuniziert wird.

Das ein Glasfaserausbau teuer ist, war von Anbeginn klar. Der Löwenanteil daran ist halt der nötige Tiefbau.
Am Tiefbau fangen die Probleme aber auch schon an. Dieser wird meist an billige Subbies, vornehmlich aus Osteuropa, vergeben. Dann ist die Ausführung tlw. unter aller Sau und/oder die Firmen sind genauso schnell wieder verschwunden, wie sie da waren, weil sie pleite sind.
 
ee1 schrieb:
Nachfragen bei der Gemeinde ergaben, dass die DG hier keinen Ausbau mehr plane und seit wenigen Wochen nun im Rahmen des weiße-Flecken-Programms NRW ein geförderter Ausbau an meiner Adresse durch die Fa. MueNet (Münster) geplant sei.
Wird nach meiner Schätzung mehrere Jahre dauern.

Muenet klingt jedoch nicht schlecht. Da warte ich auch noch händeringend auf den Anschluss, aber mit denen kann man reden. Mich wundert das Weiße-Flecken-Programm, es dürfen max. 30 Mbps im Downstream ankommen und kein Kabel-Internet/HFC verfügbar sein um sich für dieses Programm zu qualifizieren. Kabel überbauen sie aber je nach dem eigenwirtschaflich.
Zur Dauer: Ja das wird sich wohl etwas ziehen. Zumindest einen Sammel-PoP gibt es bei euch ganz in der Nähe aber schon.
Ergänzung ()

alex_k schrieb:
Ich mache nicht die Telekom dafür alleine verantwortlich. - Aber dennoch ist sie stellenweise Teil des Problems. - Stichwort: - Ortskerne werden ausgebaut, dünner besiedelte Randregionen lässt man links liegen, und wartet auf Steuergeld durch geförderten Ausbau...

Rosinenpicken, ja. In meiner Gegend war die Telekom regelrecht empört als sie trotz vorhandener (zum Teil gefördert für VDSL gebauter) LWL-Backbone-Strecken ein so mieses Angebot abgegeben haben, dass sie das FTTH-Fördergeld nicht bekamen. Der privatwirtschaftliche Bereich viel dann entsprechend dürftig aus, hauptsache man es die Quersubventionierung für andere Anbieter kaputtgemacht.
 
DaBas schrieb:
Desweiteren sind die Glasfasertarife meist teurer als die bestehenden DSL Tarife. Glasfaser sollte hier den gleichen Preis bei den Tarifen haben wie DSL. Warum sollte man sonst auf einen Anschluß wechseln, wenn dieser teurer ist, als der vorhandene und dieser auch bandbreitentechnisch völlig ausreicht.
Warum? Weil man mehr Leistung bekommt, inklusive kostenlosen Hausanschluss, der auch Geld kostet. Genauso kann sich ein Unternehmen halt auch fragen: Warum sollen wir einen neuen teuren Anschluss legen, der sich erst in 30 Jahren refinanziert hat? Wenn überhaupt, wenn man bedenkt, das selbst bei einen komplett eigenfinanzierten Ausbau andere Provider nach ich meine zwei Jahren Zugriff aufs Netz haben.
Bei einen öffentlich-geförderten Ausbau sogar sofort.

Mehr Leistung kostet halt mehr Geld. Man kann sich doch nicht ständig daran gewöhnen, Dinge geschenkt zu bekommen. Wenn man etwas geschenkt bekommt, wird das Geld halt woanders abgeschöpft.

Wächst ja nicht auf Bäumen das Geld.

Habe aktuell 100er DSL. Glasfaser soll die nächsten zwei Jahre ausgebaut werden. Aktuell werden Vorverträge gemacht und Eigentümer angeschrieben. Der Tarif mit 300er Leitung kostet am Ende 5 Euro mehr. Man kann natürlich auch einfach den 150er Tarif nehmen. Der kostet exakt so viel wie der 100er DSL-Tarif.
 
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VDSL 100 kostet derzeit um 26,99 mtl., da sollte man sich nicht auf künstlich hohe Preise beziehen, wenn man vergleichen will. Glasfaser ist schon deutlich teurer als DSL, mMn aber ok so.
 
kachiri schrieb:
Warum? Weil man mehr Leistung bekommt, inklusive kostenlosen Hausanschluss, der auch Geld kostet. Genauso kann sich ein Unternehmen halt auch fragen: Warum sollen wir einen neuen teuren Anschluss legen, der sich erst in 30 Jahren refinanziert hat? Wenn überhaupt, wenn man bedenkt, das selbst bei einen komplett eigenfinanzierten Ausbau andere Provider nach ich meine zwei Jahren Zugriff aufs Netz haben.
Bei einen öffentlich-geförderten Ausbau sogar sofort.

Mehr Leistung kostet halt mehr Geld. Man kann sich doch nicht ständig daran gewöhnen, Dinge geschenkt zu bekommen. Wenn man etwas geschenkt bekommt, wird das Geld halt woanders abgeschöpft.

Wächst ja nicht auf Bäumen das Geld.

Habe aktuell 100er DSL. Glasfaser soll die nächsten zwei Jahre ausgebaut werden. Aktuell werden Vorverträge gemacht und Eigentümer angeschrieben. Der Tarif mit 300er Leitung kostet am Ende 5 Euro mehr. Man kann natürlich auch einfach den 150er Tarif nehmen. Der kostet exakt so viel wie der 100er DSL-Tarif.
die Tarifstruktur ist doch um die 300 Mbit fast überall identisch. - Ich zahle für 300 Mbit FTTH 50 EUR, kann aber beim gleichen Anbieter auch 500 Mbit für 60 EUR oder 1000 Mbit für 80 EUR bekommen. - Wenn ich den ISP wechsle, kann ich 1000 Mbit für 70 EUR haben. Ich habe ja noch das "Glück", dass mein Infrastrukturgeber von Anfang an Open-Access ausgerbaut hat, und ich aktuell aus 4 Providern wählen kann: o2, Stiegeler, Amiva und Leonet). - Wobei sagen wir drei Provider. - Mit der Nummer 4 bin ich schon auf die Fre**e gefallen. - Schlechter Kundensupport, Wechsel hat nicht geklappt, 4 Tage kein Internet.
Was ich damit sagen will, ist, die Tarife, die auch DSL abdeckt, also 100 - 250 Mbit, da gibts doch recht viel "Einheitsbrei", beiden Tarifen, der sich stark an den Tarifen der Deutschen Telekom orientiert. - Was dann weiter oben passiert, dass miss der Anbieter dann selbst ausloten, was der Kunde bereit ist, zu bezahlen.

Und wer jetzt schreit, und sagt: "Was 70 Mäuse für 1000 Mbit, ist doch viel zu teuer....". - Der Ausbau kostet auch Geld, ist mir bewusst, und 70 EUR sind dann auch gerade mal 2,34 EUR pro Tag (30 Tage Monat angenommen). - Das treibt mich nicht zum Sozialamt.

Edit: - Liegt vielleicht auch daran, dass ich noch die Preise Ende der 1990 Jahre kenne. - Telefonieren für ca 12 DM pro Stunde aber erst nach 21 Uhr. - Inetenet, Flatrate, Mobilfunk, das kam alles erst später....
Am meisten Geld spart Derjenige, der sein Nutzerverhalten kennt. - Und ich weiß, dass bei uns (3,5 Personenhaushalt) die 100 Mbit Leitung ab und zu mal knapp bemessen ist. - Vor allem, wenns auch mal um das herunterladen neuer Inhalte (z.B. Steam) geht...
DSL bekomme ich hier nur 100 Mbit. - Super Vectoring geht bis 105-110 Mbit, aber mit massiven Paketverlusten. - Da ist selbst IP-TV unmöglich.
 
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DLMttH schrieb:
VDSL 100 kostet derzeit um 26,99 mtl., da sollte man sich nicht auf künstlich hohe Preise beziehen, wenn man vergleichen will. Glasfaser ist schon deutlich teurer als DSL, mMn aber ok so.
Um diesen Preis zu halte muss man doch schon einigen Aufwand betreiben, ich denke die Durchschnitts-Kunden, die sich nur mäßig für Glasfaser interessieren, zahlen eher monatlich 40 - 45 € an die Telekom. Oder vielleicht 35 - 40 € an 1&1 oder vodafone. Hauptsache es läuft. Da ist die Lücke zum Glasfaser dann nimmer so groß.
 
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Compactron schrieb:
Um diesen Preis zu halte muss man doch schon einigen Aufwand betreiben
Nö, das ist ja der Witz. Du bestellst ganz normal bei Drillisch ein internetprodukt, welches zu 1&1 identisch ist und absehbarerweise würde sich der Preis sogar nach zwei Jahren nicht erhöhen. Weder Preisvergleich noch Cashback notwendig und an jeder von Telekom versorgten Adresse verfügbar.

Klar, die Meisten sind bei Telekom und Vodafone, aber müsste nicht sein bzw. schlimmer noch zeichnet sich häufiger sogar ab, dass der 1&1 Versatel Internetdienst besser ist.
 
DLMttH schrieb:
Du bestellst ganz normal bei Drillisch ein internetprodukt
Und wehe du brauchst doch mal Support. Ne, lass stecken. Da zahle ich lieber 10-15 Euro mehr bei den großen Anbietern oder beim lokalen Anbieter der Stadtwerke. Das macht mich nicht arm.
DLMttH schrieb:
sogar ab, dass der 1&1 Versatel Internetdienst besser ist.
Auf den du als Privatkunde häufig nicht einmal Zugriff hast. Je nach Region ist es auch hier dann eher Telekom- oder eben das Netz des lokalen Breitbandproviders.
 
Man darf auch nicht vergessen das die Vorleistung Produkte für DSL und Glasfaser in Deutschland erheblich teurer sind als im Europäischen Ausland!

Screenshot - 2026-04-06T153237.306.png


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Biete ich einen GF300 Anschluss über die Technik der Telekom und will damit 15€ Netto im Monat verdienen muss das ganze mindestens mal 49,99€ Brutto kosten.
Von den 15 € muss dann Provision (meist 200-300€), alle sonstigen einmalkosten, Support, Mitarbeiter, Marketing etc. bezahlt werden. Ob da noch viel Gewinn übrig bleibt wage ich zu bezweifeln.
 
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alex_k schrieb:
das es andere Länder in der EU schlauer angestellt haben, als wir hier in DE, das ist lange bekannt. - Gute Lobbyarbeit der Deutschen Telekom in Richtung Bundesregierung hat ns zu dem geführt, was wir heute haben. - Anders kann man doch nicht erklären, warum wir hier so spät erst mit FTTH angefangen haben, als andere Länder wie Spanien schon quasi fertig waren.
Andererseits hatten andere Länder, wie eben Frankreich, zwischen DSL aus der Vermittlungsstelle und FTTH gerne auch mal nichts, sprich schlimmstenfalls 6 MBit/s (ADSL1) maximal und dann eben gleich FTTH. Hier wurde in FTTC investiert und damit zeitgemäße Geschwindigkeiten für recht viele Kunden geschaffen.

Das man den FTTH-Ausbau gerne langfristiger/vorausschauender hätte angehen können geh ich mit, nur ist vorrausschauende Investition, die womöglich erstmal Jahre ungenutzt in der Erde liegt, halt schlecht für eine AG und höhere Geschwindigkeiten als 16 MBit/s nur via Glas hätten sich auch wieder Tausende aufgeregt, wenn man die doch so einfach und ohne Dreck im Haus via FTTC realisieren kann.


alex_k schrieb:
Ich habe seit fast 4 Jahren FTTH, und sehr zufrieden damit. - Aber auch bei uns im Haus ist nur mein Anschluss gebaut worden, weil ich damals als Einziger den haben wollte. - Eigentlich will der Netzbetreiber dieses Jahr bei uns nachverdichten, und auch die anderen Anschlüsse im Haus nachrüsten, aber ob und wann das passiert ist ein Blick in die Glaskugel.

Dr. Chaos schrieb:
Der große Glasfaserausbau Hype ist mittlerweile vorbei, in Deutschland lässt sich im ländlichen wohl nicht viel Geld mit Glasfaser verdienen.
Die geförderten Gebiete sind ja teilweise seit einem Jahrzehnt mit FTTH versorgt, da bleibt nicht mehr so viel über.
Dr. Chaos schrieb:
Selbst in ausgebauten Gebieten sind ja oft nur 30-40% der Haushalte wirklich angebunden.
Wobei auf dem Land vor 10 Jahren auch Anschlussquoten von 100% existierten.
Dr. Chaos schrieb:
Wir hätten den selben Weg wie Frankreich gehen sollen, dort sind mittlerweile 95% der Haushalte ans Glasfaser Netz angeschlossen
Der Rest hängt bei ADSL oder VDSL aus der Vermittlungsstelle.
Dr. Chaos schrieb:
Dort wurden die Ausbaugebiete aber auch fest an Provider vergeben um einen doppelten Ausbau zu verhindern und alle Netzte müssen offen für alle andere sein.
Offen sind sie hier ja auch…
Dr. Chaos schrieb:
Auch wurden alle Häuser angeschlossen, ein optout gab es nicht.
Staatlicher Zwangs-Eingriff ins Eigentum? Skandal 😆
Ergänzung ()

kachiri schrieb:
wenn man bedenkt, das selbst bei einen komplett eigenfinanzierten Ausbau andere Provider nach ich meine zwei Jahren Zugriff aufs Netz haben.
Bei Telekom sogar schon vor dem Bau. Also hat das evtl. Vorteile für alle.
 
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rezzler schrieb:
Wobei auf dem Land vor 10 Jahren auch Anschlussquoten von 100% existierten.
Die Ortschaften mit 100% Glasfaser kann man sicherlich an einer Hand abzählen.
rezzler schrieb:
Der Rest hängt bei ADSL oder VDSL aus der Vermittlungsstelle.
Man ja keinen Unterschied zu Deutschland, wir haben nach wie vor genügend Gebiete ohne DSL oder mit sehr langsamen DSL.
Nur haben dort 95% mindestens 1 Gbits und bis zu 10Gbits wovon wir nur träumen können.
Und die restlichen 5% in Frankreich werden natürlich auch noch ausgebaut, für Ende 2025 war zwar geplant komplett Frankreich ausgebaut zu haben, man hat aber nur 95% geschafft, was ich aber sehr beachtlich finde weil natürlich gibt es auch in Frankreich Probleme, Pleiten usw.
Die restlichen 5% will man bis Ende Q3 2026 anschließen. Danach wird man das Kupfernetz nach und nach abschalten.

rezzler schrieb:
Offen sind sie hier ja auch…
Aber in Frankreich gibt es eben feste Standards und günstige Vorleistungspreise.

Man hat sich halt Gedanken gemacht und ein echt gutes System erschaffen. In den Städten mit mehr als 100k Einwohner gibt es in Frankreich freien Wettbewerb, damit aber nicht jedes Haus 3 mal angeschlossen wird, muss jeder Betreiber der ein Haus anschließt ebenfalls ungeschaltete Fasern für andere Provider mit verlegen, auch die Inhouse Verkabelung wird nicht vermietet sondern ein andere Provider hat entweder das Recht zugangsrechte zu tauschen oder für einen geringen einmaligen Betrag zu kaufen.

Die ländlicheren Region haben sich SFR und Orange aufteilt und alle anderen Providern hatten die Möglichkeit sich an den Ausbaukosten zu beteiligen und bekommen dafür für mindestens 20 Jahre zugriff auf die Netze. Nur die laufenden Unterhaltkosten teilen sich alle Provider je nach Kundenzahlen.

rezzler schrieb:
Staatlicher Zwangs-Eingriff ins Eigentum? Skandal 😆
Naja Strom und Wasser hat auch jeder und wenn die Wasserwerke morgen die Rohre erneuern möchten die ins Haus führen kann man ja auch nicht sagen ne will nicht.
 
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Dr. Chaos schrieb:
Die Ortschaften mit 100% Glasfaser kann man sicherlich an einer Hand abzählen.
Das war halt zu Zeiten, wo die Leute ernsthaft Bedarf hatten und es einen enormen Unterschied machte, so vor ca. 10 Jahren. Ob man heute 250 oder 1000 MBit/s hat ist dagegen eher Luxusproblem.
Dr. Chaos schrieb:
Man ja keinen Unterschied zu Deutschland, wir haben nach wie vor genügend Gebiete ohne DSL oder mit sehr langsamen DSL.
Dann war da die Kommune aber sehr langsam mit Förderung beantragen. Wobei es ja auch noch laufende Fördermaßnahmen gibt.
Dr. Chaos schrieb:
Aber in Frankreich gibt es eben feste Standards
Das wäre hier natürlich auch schön.
Dr. Chaos schrieb:
und günstige Vorleistungspreise.
Wenn es die hier nicht gibt, bei keinem Anbieter, würd ich entweder ein Kartell vermuten oder das wir bereits am unteren Limit sind. Gegen Kartell spricht das kein Anbieter sprudelnde Gewinne macht.
Dr. Chaos schrieb:
Naja Strom und Wasser hat auch jeder und wenn die Wasserwerke morgen die Rohre erneuern möchten die ins Haus führen kann man ja auch nicht sagen ne will nicht.
Kannste schon, hast halt kein Wasser mehr.
 
rezzler schrieb:
Das war halt zu Zeiten, wo die Leute ernsthaft Bedarf hatten und es einen enormen Unterschied machte, so vor ca. 10 Jahren. Ob man heute 250 oder 1000 MBit/s hat ist dagegen eher Luxusproblem.
Kommt darauf an, für viele sicherlich, ich würde in keine Wohnung/Haus mehr ziehen wenn kein Gbits möglich sind. Aktuell habe ich noch DOCSIS, aber der OXG Ausbau läuft schon und dann werde ich Ende des Jahres zu Bahnhof Nätverk wechseln.
rezzler schrieb:
Dann war da die Kommune aber sehr langsam mit Förderung beantragen. Wobei es ja auch noch laufende Fördermaßnahmen gibt.
Hier in der Region laufen immer noch sehr viele Projekte sowohl gefördert als auch nicht gefördert, auch von der DG. Zum Teil auch Projekte die schon seit Jahren geplant sind.
rezzler schrieb:
Wenn es die hier nicht gibt, bei keinem Anbieter, würd ich entweder ein Kartell vermuten oder das wir bereits am unteren Limit sind. Gegen Kartell spricht das kein Anbieter sprudelnde Gewinne macht.
Das liegt halt daran das viele Leute mit Ihrem VDSL oder DOCSIS Anschluss zufrieden sind und kein Interesse daran haben zu wechseln. Dadurch steigen natürlich die Kosten pro Glasfaseranschluss enorm.

in Frankreich hat die Behörde in ausgebauten Regionen die Vorleistungskosten für Kupfer stark erhöht, so das es von allen Seiten Interesse gab zu wechseln.
Außerdem ist die Abschaltung der Kupfernetze von der ARCEP vorgeschrieben. Zum Teil ist das wohl auch schon erfolgt.
Hat man sich Finanziell am Ausbau beteiligt sind in Frankreich Vorleistungspreise von unter 5€ im Monat Realität. Dafür mussten dann zwar auch große Summen investiert werden.
Free zb hat einige Milliarden an Orange und SFR bezahlt, sich so am Netzausbau beteiligt und somit für 20 Jahre das Recht alle Netzte fast kostenlos zu nutzten.
rezzler schrieb:
Kannste schon, hast halt kein Wasser mehr.
Gibt es dafür keine Vorschriften? Kenn mich da nicht aus. Aber spätestens wenn man Wohnungen vermieten möchte braucht man einen Wasseranschluss.
 
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DLMttH schrieb:
Nö, das ist ja der Witz. Du bestellst ganz normal bei Drillisch ein internetprodukt, welches zu 1&1 identisch ist
hat man dann eigentlich auch Zugang zum 1&1 Control-Center (oder einem umgebrandeten) oder muss man alles per Telefon und E-Mail einstellen und regeln?

rezzler schrieb:
Dann war da die Kommune aber sehr langsam mit Förderung beantragen. Wobei es ja auch noch laufende Fördermaßnahmen gibt.
Es wurde ja Mitte/Ende der 10er Jahre in großem Stil auch (S)VDSL gefördert ausgebaut.
(Hätte man sich wohl sparen können aber es war eben wesentlich billiger als Fiber-to-the-home.)
Wenn das Graue-Flecken-Programm in einer Kommune umgesetzt wird, werden üblicherweise Anschlüsse < 100 Mbit/s DL weggemäht, da sind dann schon die oft weniger als 10 Jahre alten VDSL-Adressen dabei. Und Koax-Kabel verbietet nach wie vor jeden Förderansatz, mal sehen ob sich das irgendwann ändert.
 
Compactron schrieb:
Eigentlich ein Unding dass die Telekom in diesen Trassen kein Darkfiber/DWDM vermieten muss.
Bringt halt auch nicht sooo viel. Aber man kann ja Leerrohre mieten.
Compactron schrieb:
Wenn das Graue-Flecken-Programm in einer Kommune umgesetzt wird, werden üblicherweise Anschlüsse < 100 Mbit/s DL weggemäht, da sind dann schon die oft weniger als 10 Jahre alten VDSL-Adressen dabei. Und Koax-Kabel verbietet nach wie vor jeden Förderansatz.
Also ich hab auch schon Koax-Gebiete gefördert mit FTTH überbaut.
 
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