DT880 enttäuscht ein wenig, aber warum?

Matze89

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Servus Community,

eigentlich wollte ich in den "PC Kopfhörer und Headset Guide" posten, aber scheinbar wurde dieser kommentarlos geschlossen?!

Ich besitzte aktuell einen AKG K601 und habe mir zum Vergleich einen Beyerdynamic DT880 bestellt. Beide werden an einer Xonar DG angeschlossen.

Bei Musik gefällt mir der DT880 ein wenig besser, der Unterschied ist aber nicht so gravierend, wie ich dachte.

Jetzt das kuriose: Normalerweise besitzt der DT880 etwas intensiveren Bass als der K601, u. a. bei diverser Musik hörbar.
Jetzt habe ich beide Kopfhörer bei Spielen getestet und bin insbesondere bei Battlefield 3 von dem DT880 massiv enttäuscht. Der Bass ist extrem schwächer, als beim K601. Beim DT880 hören sich die Schussgeräusche äußerst dünn an. Beim dem Revolver Rex hab ich beim K601 ein schön intensives "Knall". Beim DT880 eben total dünn und hell klingend. Auch bei Hitman: Absolution hören sich die Waffengeräusche dünner und heller an.

Warum ist das so? Bei Musik ist der Bass des DT880 stärker, aber bei Spielen ist er plötzlich massiv schwächer?
Ich hab in einem anderen Thread gelesen, dass ich nicht der Einzige mit diesem Empfinden bin.
 
Moin, also ich kann dir von meinem DT770Pro berichten. Dieser hat in Battlefield 3 ordentlich Bass und einen klaren Klang. Im Vergleich klingt da ein AKG K701 ziemlich mau, zwar klarere Hochtöne aber null Bassbetont. Bei Musik, mache ich gerne den "Bass Equilizer" an, weil er sonst doch zu schwach ist ;)
Eine Xonar DG ist natürlich jetzt nicht das gelbe vom Ei, mehr ne kleine Einsteigerkarte auf Onbaordniveau mit Kopfhörerverstärker.
Da ich bis jetzt nur eine Xonar Essence STX drin hatte, kann ich dir leider keine anderen Erfahrungen mitbringen.
Ein Kollege hat aber eine XFi Titanium und dort ein ähnliches Verhalten, aber schwächer, da die Titanium keinen Kpofhörerverstärker hat

Hast du es mal mit der höchsten Verstärkereinstellung versucht? Und stell bitte mal in BF3 die Soundoption auf "KRIEGSBÄNDER" ganz wichtig, damit hast du das beste vom besten ;)
 
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Du solltest auch nicht ständig hin und her wechseln, sondern mit dem DT880 min. 2 Stunden spielen. Das Gehör passt sich immer an das Medium mit dem man hört an. dann wird sich der AKG schon ganz anders anhören.

Der DT880 ist aber auch als eher analytischer Hörer bekannt, nicht als Bassmonster. Ich kenne den AKG nicht persönlich aber ich kann mir durchaus vorstellen das der DT880 genrell schwächer im Bass ist.
 
Welche Version des DT880 hast du? Wenn du die mit 600 Ohm hast ist deine Sounkarte definitiv zu schwach.
 
Erstmal danke für die Antworten. :)

Ich hab die 250 Ohm-Variante des DT880 Edition seit Samstag und teste seitdem jeden Tag. Ein DT770 hat zu viel Bass, ich möchte einen neutralen KH. Mein K601 ist ebenfalls absolut neutral, sogar neutraler als der DT880, deswegen ist es ja so komisch. Ich weiß, er ist analytisch, aber laut diversen Meinungen in Hifi-Foren/hier/etc und Tests hat der DT880 einen leicht intensiveren Bass als der K601.

Battlefield hab ich mal ne Runde gespielt, vom K601 auf den DT880 gewechselt. Wenn ich vom AKG auf den Beyer wechsel, dann kommt mir der Bass schwächer vor, wenn ich vom Beyer auf den K601 wechsel, dann kommt er mir viel intensiver vor. Auch verschiedene Audioeinstellungen brachten keine Änderung. Wie gesagt, bei Hitman ist es das gleiche. Schüsse klingen relativ hell. Kann es vllt an der leichten Höhenbetonung der DT880 liegen, dass bei Schussgeräuschen diese Höhen den Bass "überlagern"?

Ich weiß, eine Xonar DG ist nicht optimal, aber warum hab ich den stärkeren Bass dann bei Musik, aber bei Spielen nicht?

Hier hat der User Knecht_Ruprecht ähnliche Erfahrungen gemacht:
https://www.computerbase.de/forum/t...d-headset-guide.1023793/page-54#post-13612695
 
Zuletzt bearbeitet:
Es ist die Mischung der Abstimmung.
Der DT880 ist insgesamt grundtonal abgestimmt. Trotz guter Transienten im Oberton schwach.
Die 250 Ohm Version hat eine härtere Spielweise und betont Anschläge gegenüber dem Fundament.
Auch sind Gehäusereflexionen klein gehalten.

Das kann insgesamt die Wiedergabe sehr nüchtern machen. Hell ist keiner aus der DT Serie. Spieltendenz zu warm oder kalt, was Analytik kontrastiert.

Der AKG wird sicher im Oberton etwas zulegen, was die Klanginformationen betrifft.
Das trifft eben auch auf die 600 Ohm Version des DT880 zu. Insgesamt wirkt der Bass, Mitten und Höhen weiterhin sauber, aber eben vollständiger und klarer ohne zu sehr zu betonen.

In der Musik hat mein DT880@250 die gleichen Symptome, aber eben durch die Komplexität kann es weniger auffallen. In Spielen ist die Klangkulisse auf wenige Samples beschränkt, was deutlich kontrastieren kann.

Altern die Polster beim DT880, wird er insgesamt bassiger, aber auch belegter. Ändert nur nichts an der Spielweise.
 
Außerdem denke ich, dass eine Xonar Dg einfach nicht der richtige Partner für solche Hörer ist. ;)
 
das man von etwas neuem enttäuscht ist, ist bei audio normal, du bist eben an die alten gewohnt, jetzt sagst du schüsse klingen dünn und es gibt kein bass, wenn du zuerst den dt880 gehabt hättest und dann den AKG würdet du sagen, der AKG hat viel zu viel bass und die schüsse klingen aufdringlich

ich denke auch dass eine xonar DG nicht so toll ist für solche kopfhörer, sie klingt nämlich zurückhaltend, was den dünnen klang der DT880 erklären könnte, würde auf eine Essence wechseln
Ergänzung ()

Matze89 schrieb:
Ich weiß, eine Xonar DG ist nicht optimal, aber warum hab ich den stärkeren Bass dann bei Musik, aber bei Spielen nicht?

wahrscheinlich sind das halt andere frequenzen, bei musik tiefere als bei BF3, wenn ich mir die frequenzgänge anschaue würde ich kein der kopfhörer kaufen, amlautesten zwischen 100 und 200 Hz, das klingt sehr nach kickbass
Ergänzung ()

du kannst dir sicher sein wenn ein ottonormalverbraucher richtig gute boxen hört, und welche von der stange die in höhen und bass übertreiben, wird er sich für die schlechten entscheiden

ich kenne einen der hat selbstgebaute boxen von einem reinem materialwert von 2800 euro pro stück, dazu einen 3000 euro verstärker und 1500 euro CD player, und was der macht ist: den höhenregler und bassregler hochdrehen :lol:

neutral und nicht verfärbend spielende geräte hören sich halt langweilig an, sie zu schätzen zu wissen bedarf meistens erfahrung oder einfach ein sich in die musik reinversetzen um auch jeden detail zu hören, für nebenbei musik zu hören sind schlechte geräte meistens besser, weil sie übertreiben und wenn man noch etwas neben bei macht so die musik zu einem mehr durchdringt. die meisten menschen würden sagen das klingt besser
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Nachbar schrieb:
In der Musik hat mein DT880@250 die gleichen Symptome, aber eben durch die Komplexität kann es weniger auffallen. In Spielen ist die Klangkulisse auf wenige Samples beschränkt, was deutlich kontrastieren kann.
Fantom schrieb:
wahrscheinlich sind das halt andere frequenzen, bei musik tiefere als bei BF3, wenn ich mir die frequenzgänge anschaue würde ich kein der kopfhörer kaufen, amlautesten zwischen 100 und 200 Hz, das klingt sehr nach kickbass

Also liegt scheinbar wirklich kein Defekt o. ä. vor. Dann geht der DT880 leider zurück. Trotzdem i-wie kurios, dass der Bass bei Musik intensiver ist, aber bei Spielen massiv schlechter ist - naja, mit meinem K601 bin ich zum Glück immer noch zufrieden. :)

Danke nochmal für die Antworten.
 
Da liegt kein Defekt vor, es ist einfach ein anderer Kopfhörer mit einer anderen Abstimmung.
Der DT 880 ist eine Badewanne, der zwar gegenüber dem K601 sehr leicht betonte bässe hat, aber auch mehr höhen, und dadurch heller klingt!

Siehe Graph:
graphCompare.php


Die Bassmenge ist nahezu identisch, während die höhen beim dt 880 etwas stärker sind.
Zudem hat der K601 in den Mittem um 1000 bis 3000 Herz ne ecke mehr Pegel, und die Frequenzbereiche der Waffen dürften mit sicherheit auch in diesen Bereich mit rein ragen, weswegen sie da "bassiger" klingen.

Defekt ist er aber definitiv nicht, das würdest du mehr als deutlich hören.
 
amlautesten zwischen 100 und 200 Hz, das klingt sehr nach kickbass
Der Kickbass liegt um den 2 Khz Bereich. klingt erstmal verrückt, ist aber so.
Im 200Hz Bereich kann man eher Wärme zufügen oder der Kopfhörer klingt dumpfer. Aber auch hier klingt jeder Kopfhörer unterschiedlich bei der Darstellung. Aussagekraft gibt es über den Sinus und Squarevergleich, was auch den Klang betrifft.

Die Frequenzverläufe vom K601 und DT880 ähneln sich sehr bis 1Khz. Einen simplen Test kann man durchführen, indem man mit EQ alles oberhalb von 1Khz mal um 20dB, beim DT800 den Höhenpeak aber noch etwas tiefer absenkt und vergleicht. Gleich werden beide Kopfhörer trotzdem nicht klingen. Der K601 wird mehr Druck ausüben. Der DT880@600 macht es nämlich auch. er kann ebenfalls besser Kick darstellen.

Zwar gewöhnt sich das Gehör an unterschiedliche Kopfhörer bei konstanter Spielzeit, aber für Vergleiche sollte man die Gewöhnung abschalten.

Diese Nachricht wurde um den Mittag verfasst. Komme aber erst jetzt zum Absenden.
Kann ergänzend zum Graph gesehen werden.

Nachträglich, würdest du einen guten Planar aufsetzen, würde dieser qualitativ einen deutlich natürlicheren Bass darstellen, selbst bei reduzierter Tiefbassmenge. Reduziert man auch oberhalb von 1Khz so richtig, ist die Darstellung weiterhin transparent ohne Kippen und verdecken durch den Bass und Mitten.
 
Der Nachbar schrieb:
Der Kickbass liegt um den 2 Khz Bereich. klingt erstmal verrückt, ist aber so.
[...]

Könntest Du diese These auch mit Argumenten untermauern und nicht nur mit einer lapidaren Floskel?
Nach meinem bisherigen Kenntnissstand befindet sich im Bereich von 2kHz eher der Hauptwiedergabebereich der menschlichen Stimme.
Von dort einen Bogen zum Kickbass zu spannen ist mir bisher adhoc nicht gelungen, da wäre ich um ein paar weitere Ausführungen Deinerseits schon sehr dankbar.
 
Könntest Du diese These auch mit Argumenten untermauern

Jetzt klinke ich mich hier mal ein. Diese Argumentation würde mich auch interessieren. So wie ich es gelernt habe, liegt der Kickbass zwischen 90 und 150 Hz, und eben der
Hauptwiedergabebereich der menschlichen Stimme.
bei 2-4khz...


Zum Thema Kopfhörer:
Ich hab auch nen 770er und kann mich dort absolut nicht beschweren.

Den 880er konnte ich noch nicht testen, allerdings sollte er doch schon, wenn er bei Musik entsprechend spielt, dieses Klangbild auch bei anderen Quellen behalten?
 
Also ich habe einfach mal kurz die Suchmaschine angeschmissen und bin gerade auf viele Verweise aus der Auto-Tuner-Szene gestoßen bei der der Kickbass meistens als der Frequenzanteil zwischen 50 - 200 Hertz bzw. teilweise auch als 80 - 250 Hertz angegeben wird. Jetzt ist natürlich für mich auch die Frage, was da kicken soll. Aber das dürfte an unterschiedlichen Auffassungen zu dem Thema liegen. Weil ich normaler beim EQing auch eher den Grundton der Kick betone und über diesem Grundton im Bereich bei 100-700Hertz (nur grob!) eher den Bereich der "Rundheit" und vorallem einen stark schwammigen Anteil habe und den eher cutte. Das was gerade den Kick ausmacht, der Attack vom Schlegel quasi, liegt eigentlich eher in den Höhen bei meheren Kilohertz. Hier treffen also sicherlich gerade gedanklich bei dem ein oder anderen zwei Welten aufeinander ;)

Das mit dem Hauptwiedergabebereich der Stimme ist so eher nicht richtig. Wenn man mittels Hi- und LowCut mal eine Stimme beschneidet auf 200 - 1000 Hz ist sie immer noch da :) Klingt zwar scheiße, aber ist verständlich, damit wäre auch Grundtonbereich und der "Körper" soweit abgedeckt. Präzens ist halt völlig weg.
 
Zensai schrieb:
Jetzt klinke ich mich hier mal ein. Diese Argumentation würde mich auch interessieren. So wie ich es gelernt habe, liegt der Kickbass zwischen 90 und 150 Hz, und eben der

bei 2-4khz...


Zum Thema Kopfhörer:
Ich hab auch nen 770er und kann mich dort absolut nicht beschweren.

Den 880er konnte ich noch nicht testen, allerdings sollte er doch schon, wenn er bei Musik entsprechend spielt, dieses Klangbild auch bei anderen Quellen behalten?

Ein Schallereignis besteht nie aus nur einer einzelnen Frequenz. Viele Bereiche im Mittelton sind durchaus auch an der Basswiedergabe beteiligt.

Beispiel Schlagzeug: Die Snare bezieht den Hauptteil ihrer akustischen Wirkung bzgl. ihres Impulsvermögens aus dem Mitteltonbereich. Die Basedrum hingegen ist fast ausschließlich bei wenigen hundert Hertz angesiedelt.

Mit reinem Kickbass ist imho aber auch eher der Bereich um 100 Hz gemeint, zumindest wenn vom Bassanteil die Rede ist.

Stimmen reichen von 500 bis 3000 Hertz etwa.
 
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