Wenn Helfer zu Opfern werden
Eigentlich hört sich das nach einer Räuberpistole an, doch in einem Fall sind wir hellhörig geworden. Wie RPS schreibt, geht es dabei nämlich um einen Spieler Namens Rob und bei der kommerziellen Website um einen Ratgeber zum Thema Netzwerk. Und da fiel uns eigentlich nur einer ein: Rob "Heycarnut" Cook, der mit seinem Ratgeber Troubleshooting Multi-Player PC Game Connectivity Issues so ziemlich in jedem englischsprachigen Multiplayer-Forum verlinkt wird. Wir haben Rob deshalb kontaktiert und eine Bestätigung von ihm erhalten. Es ist sein EA-Account, der gesperrt wurde weil er anderen helfen wollte. Ein Skandal, der zudem besondere Brisanz hat. Robs Ratgeber wurde bisher nämlich nicht nur von ihm verlinkt, sondern auch von EA – und zwar auf den offiziellen Hilfeseiten.
Kein Einzelfall
Bereits im März dieses Jahres berichtete Rock, Paper, Shotgun von Arno, der nach einem Fehlverhalten in den Bioware-Foren für 72 Stunden keinen Zugriff auf das von ihm gekaufte Spiel Dragon Age 2 hatte. EA beeilte sich zwar auch hier zu betonen, es handele sich um einen Unfall, doch die Geschichte ist kein Einzelfall. Wer die großen EA-Foren durchsucht, findet schnell weitere Beispiele und auch unserem Team ist erst gestern ein aktueller Fall begegnet. In den deutschsprachigen Battlelog-Foren meldete sich ein Spieler zu Wort, der laut Schilderung wegen eines unangemessenen Profilbildes seinen Zugriff auf den gesamten Account verlor. Ob an der Geschichte etwas dran ist bleibt offen, denn der Thread wurde inzwischen vollständig gelöscht. Robs Geschichte rückt den Fall jedoch in ein neues Licht. Was läuft da bei EA ab und wie kann so etwas vorkommen?