ebay und Fairness

Konsument

Lt. Junior Grade
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Juni 2005
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331
Hallo liebe Computerbase Freunde!

Ich bin seit gestern dermaßen von ebay angepisst, dass kan man sich gar nicht vorstellen :king: Zum ersten mal seit 236 Bewertungen wurde ich zum Opfer eines "Spassbieters". Und das tolle ist: man kann nichts dagegen unternehmen :freaky: Ist das nicht toll?

Nachdem sich der Käufer nach fast 2 Wochen nicht gemeldet hat und auf meine immer schärfer formulierten emails ebenfalls nicht reagiert hat, habe ich den Fall gemeldet. Irgendwann konnte ich den Fall schließen und habe eine Gutschrift erhalten.

Doch der Hammer: Ich habe mich schon gefreut, ihm eine negative Bewertung zu hinterlassen, doch Pustekuchen: Ich kann keine Bewertung abgeben, weil kein Zahlungseingang stattgefunden hat. :lol: :D
Kann mir bitte jemand diese Logik erläutern? Genau dort liegt doch das Problem! Es wird auch kein Zahlungseingang mehr stattfinden! :evillol:

Nun frage ich mich, wozu ebay überhaupt Bewertungen anbietet, wenn beide Parteien völlig unfair behandelt werden. Als Käufer kann man positiv, neutral und negativ abgeben, aber als Verkäufer nur positiv und neutral - aber in ernsten Fällen gar nicht, wie in dem meinen.
Ich habe so langsam das Gefühl, dass man als Verkäufer bei ebay wirklich immer mehr angearscht ist. Käufer klatschen einfach gleich mal nach Lieferung eine negative Bewertung rein, wenn man neben den 30 aufgeführten Mängeln und dem Zusatz "Artikel stark gebraucht" einen kleinen Kratzer vergisst zu erwähnen und gleichzeitig kann man als Käufer sein Schabernack treiben udn wird nicht belangt.

Das sind ja schon chinsische Verhältnisse.

Wie seht ihr das? Findet ihr sowas normal?:freak: ich weiß ja nicht :lol:
 
Ist ja nichts neues oder? Das Bewertungssystem wurde schon in 2008 geändert.
Und das Ebay ein Paradies für Betrüger ist, ist auch nichts neues.
 
Es kommt noch schlimmer, wenn sich die User auf das neue Urteil vom BGH berufen. :D
 
Oh ja, das Urteil macht ebay wirklich zu einem Portal, dass auf Glück aufbaut. Passt mir der Preis nicht, hat 'jemand anderes unter meinem Namen agiert' und schon muss ich den Kauf nicht abwickeln. Wirklich beschissen für die Sicherheit :S
 
In dem Punkt läuft es allerdings bei uns auch nicht anders: Kein Deal, keine Bewertung. Warum? Weil wir Rachebewertungen , Bewertungsfight usw. vermeiden wollen - vielleicht ist das ja auch das Ansinnen von Ebay. Das man bei Ebay auch mal einen Deal an die Wand fährt oder anderen Ärger haben kann, sollte sich aber inzwischen herumgesprochen haben...
 
Ich finde es eigentlich sinnvoll, dass man als Verkäufer keine negativen Bewertungen abgeben kann. Wenn ich etwas gekauft habe was mir nicht gefällt, weil es Defekt etc. ist gebe ich dem Verkäufer eine negative Bewertung, damals war das dann so, dass der Verkäufer mir auch eine gab, obwohl das Geld sofort bezahlt wurde etc., er also nur aus "Rache" agiert hat. - Man kann dazu sagen, dass ich gerade auch so einen Fall habe... . Man muss bedenken, dass der Käufer nun eine Verwarnung erhält und bei 2-3 Verwarnungen fliegt.
 
Hallo!

Ich kann dem folgen was du sagst, aber warum muss denn immer ein Verkäufer aus "Rache" eine negative Bewertung geben? Kann das nicht auch ein Käufer sein? Okay, du gibst dem Verkäufer eine negative Bewertung, weil es defekt ist. Vollkommen verständlich. Aber warum darf ich Leuten, die nicht zahlen, keine negative Bewertung geben? Was ist daran falsch?

Logisch, wenn man einige Fälle wegen nicht bezahlter Artikel hat, dann fliegt man. Aber ist das nicht auch so, wenn man viele negative Bewertungen hat?

Ich finde ganz einfach, dass bei ebay die Transparenz völlig flöten geht, weil man nie weiß, von wem man kauft / an wen man verkauft.

Was mich in weiteren Sinne viel mehr stört ist diese gewisse Mentalität, dass man immer damit rechnen muss, betrogen zu werden. Das war zu früheren Zeiten anders.
Einfach mal blind auf eine Auktion bieten, ohne zig Nachfragen, ob die Rechnung dabei, ob der Artikel funktioniert oder noch beknackter: dass man nicht nur auf ein Foto eines Artikels bietet. Der Glaube an das Gute ist eigentlich gar nicht mehr da. Und wenn mir ein Verkäufer defekte Ware liefert, dann hat er die zurückzunehmen, dass ist in meinen Augen ebenso selbstverständlich. Ich habe das bei ebay schon gemacht, auch wenn darunter stand keine Gewährleistung. Da hat ein Käufer einen meiner Artikel gekauft, aber er war wohl kaputter als ich dachte, ich habe auch nicht nochmal nachgeschaut.

Ich habe den Artikel anstandslos zurückgenommen. Aber nein, heute wird versucht zu tricksen wo es nur geht. Da werden Käufer im Regen stehen gelassen, es wird wissentlich Ware mit verschwiegenen Mängeln verschickt und am Ende beruft man sich einfach auf seine bescheuerte Gewährleistung ausgeschlossen Klausel. Scheiß doch drauf. Scheiß auf die Ware, scheiß auf den Käufer, scheiß auf die Bewertung, Hauptsache Kohle!

Eigentlich traurig. So ausufernd sollte das nicht werden, aber es tat gut, sich das von der Seele zu schreiben :)
 
Konsument schrieb:
Ich finde ganz einfach, dass bei ebay die Transparenz völlig flöten geht...
Hallo,

stimmt. Und das ist auch so ärgerlich bei den anonymisierten Bieternamen. Früher konnte man wenigstens mal nachforschen, ob immer die gleichen Spezialisten aus dem Freundeskreis der Verkäufer den Preis hochtreiben.
 
lustig. bevor die verkäufer so beschnitten wurden, war das ganze umgekehrt. man kanns eben niemandem rechtmachen ;)
 
moquai schrieb:
Früher konnte man wenigstens mal nachforschen, ob immer die gleichen Spezialisten aus dem Freundeskreis der Verkäufer den Preis hochtreiben.

Das geht immer noch in gewissem Umfang: Die Namen werden immer gleich verschlüsselt. Und man kann zu jedem Bieter das Bietverhalten sehen - ich habe schon oft festgestellt, dass der eine oder andere Bieter 100% seiner Gebote beim gleichen Anbieter abgegeben, mehrere Auktionen gewonnen und trotzdem Null Punkte hat. Wenn dann noch der Anbieter mehrere Male den gleichen (eigentlich verkauften) Artikel einstellt, ist die Sache klar.
Man sieht zwar den Namen nicht mehr, aber kann deutlich erkennen, ob ein Anbieter seine Angebote pushen lässt. Und das kann man dann auch melden (was ebay dann tut - keine Ahnung). Allerdings wird ebay spätestens mit der Gebührenerhöhung im Juni extrem unattraktiv für mich als Privatverkäufer.

Gruß

Micha
 
Hallo,

ja, das könnte funktionieren, nur mit mehr Aufwand. Aber auch die Märchenstunde ist recht interessant.
Zu lesen, warum der Artikel wieder eingestellt worden ist. :D
 
Da steht teilweise nix... Man sieht nur bei den beendeten Angeboten des Anbieters dann oft, dass der Artikel mit dem gleichen Bild und der gleichen Beschreibung schon mehrfach erfolgreich verkauft wurde... Da werde ich dann schon misstrauisch und biete einfach nicht mit, Ärger ist vorprogrammiert...

Gruß

Micha
 
Ich kann für andere Kategorien nicht sprechen, aber die Märchen liest man ganz oft bei den Harleys.
 
Kann ich auch einen Fall schildern, den ich hier glaube ich schonmal erwähnt habe:
Mein Vater ersteigert eine Software (neu) für 1,- DM (Neupreis 60,- DM) -> Grund? Ein Fehler in der Artikelbezeichnung, den mein Vater beim Suchen auf Ebay genau gleich eingetippt hat (zufällig).
So Vater ersteigert für 1,- DM die Software und überweist den Betrag (Vorkasse). Schwupp kommt auch schon die E-Mail, dass der Verkäufer nicht verschicken will, da ihm 1,- DM zu wenig sind. Nach ewigen hin und her, hat wohl der Verkäufer sich durchgesetzt und kassiert fairerweise (da er auch das Geld nicht zurückzahlen will) eine negative Bewertung. Kurz darauf mein Vater aber auch, als inkompetenter Käufer, etc. pp.
Also in der Hinsicht finde ichs ganz gut, dass die Verkäufer keine Negativbewertung abgeben können. Zugunsten der Spaßbieter... da darf halt Ebay noch kräftig nachbessern.
 
Und wen der käufer auch noch mit paypal zahlt , friert er dein geld ein und drück dir direkt noch ne negative :evillol: , so geht das heute bei ebay , selber erst noch erlebt .
 
Ohne alle Posts gelesen zu haben stimme ich voll und ganz zu. Mir ist es auch schon passiert, das Leute geboten haben und dann nicht bezahlt haben. finde ich wirklich scheisse und kann nicht nachvollziehen, warum man als Verkäufer keine negative Bewertung geben kann noch sonst etwas. Ebay ist absolut für Käufer gemacht. Es werden extreme Auflangen an Verkäufer gestellt, damit ja nichts falschen verkauft wird und ja kein Euro zuviel vom Käufer bezahlt wird. Die Verkäufer haben auf Ebay aber kaum Rechte, kann ich nicht nachvollziehen sowas.
 
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