Eigenständiger NAS oder kombinierter HTPC/NAS

Jaytie

Lt. Commander
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2.043
Hallo Community,

und mal wieder ist es soweit, :D
folgender Konflikt plagt mich derzeit:

Auf meinen durchaus zahlreichen Geräten tummeln sich viele Daten. Leider alle verstreut und kaum systematisch geordnet. Das soll sich ändern, schon seit einer ganzen Weile. Also die Anschaffung eines NAS über kurz oder lang ist quasi schon sicher.

Was erwarte ich von dem NAS?

- Datengrab
- FTP Zugriff (auch von außerhalb via dynamischer DNS)
- Medienserver wäre schön, zB für iTunes


Größenordnung erstmal bis max. 6 TB

Möglichkeit 1: ...ist die Anschaffung eines eigenständigen NAS(-Servers) wie zB. Synology DiskStation DS213J (Verbrauch ca. 17-20W)

Möglichkeit 2: Ich besitze schon einen HTPC (siehe Signatur) Da diese Hardware schon vorhanden wäre könnte ich also das Geld sparen und lediglich den HTPC mit weiteren Festplatten ausstatten.

Es gibt ja nette Lösungen wie zB. freeNAS. Wenn das aber auf dem HTPC laufen würde, viele die Verwendung von XBMC weg, wodurch der HTPC quasi nicht mehr nutzbar wäre.

Also vielleicht doch auf dem HTPC unter Verwendung von Windows 7? Sind damit die von mir gewünschten Funktionen möglich?

Der HTPC verbraucht im Schnitt (gemessen beim Abspielen von Filmen) 40-45W


Ich würde mich freuen, wenn ihr mir bei der Entscheidungsfindung etwas helfen könntet. Vielleicht hab ihr ja ähnliche Lösungen im Einsatz und könnt sagen wie es sich bewährt :)

beste Grüße
Jaytie
 
es gibt für Ubuntu NAS Softwarepakete, die einen NAS Betrieb ermöglichen als auch XBMC, also wäre eine Installation auf Ubuntu Basis in der Regel die Optimalere Lösung.
 
Du könntest Dir aber auch einen HP Proliant MicroServer ankucken, da bist Du völlig offen.
 
Bei mir hat sich die Frage vor einiger wegen der Lautstärke beantwortet. Denn mein HTPC ist unhörbar, außer dem Blu-Ray Laufwerk. Und da man Festplatten in einem kleinen ungedämmten Gehäuse doch deutlich mehr hört, habe ich die ins Nebenzimmer in einen NAS untergebracht.
 
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Mein Tipp:

Weg mit deinem aktuellen NAS (Case, NT, Platte, bisschen RAM behalten).

​Dann hast du genug Geld für eine neue Konfig mit beispielsweise einem miniITX-Board mit einem AMD-C60 http://geizhals.de/eu/asus-c60m1-i-pc3-10667u-ddr3-90-mibil0-g0eay0dz-a795443.html oder einem AMD-E350 http://geizhals.de/eu/?cat=mbson&asd=on&asuch=amd e350&sort=p. Da packst du dann FreeNAS drauf http://www.freenas.org/. Müsste es auch eine Anleitung hier im Forum geben. FTP, DynDNS und iTunes wird unterstützt und du hast nen geringeren Verbrauch.
 
Also ich würde dir tendenziell zum separaten NAS raten. Ich stand mal vor der selben Frage. Auch wenn die Kosten etwas höher sind, ist es dennoch nützlicher die Geräte zu trennen.

Zum Beispiel wäre mir mein NAS im Wohnzimmer (oder wo immer dein HTPC steht) viel zu laut. Du könntest früher oder später Platzprobleme im HTPC bekommen. Der Stromverbrauch im HTPC ist naturgemäß höher als wenn du ein deutlich kleiner dimensioniertes System als NAS verwendest.
Die Verwaltung und Einrichtung ist einfacher und du kommst schneller ans Ziel.

Als OS würde ich dir nas4free empfehlen. FreeNAS ist kein OpenSource Projekt mehr. Nas4free ist die OpenSource weiterentwicklung von FreeNAS, seit es proprietär wurde. Du kannst dir natürlich auch selbst ein Ubuntu schustern, wenn das dein Ding ist. Die Fertiglösung (Synology, Qnap) wäre mir persönlich nicht flexibel genug. Wenn du mehr als 2 Platten brauchst wird es richtig teuer. Klar ist es einfacher, aber so viel Geld für das bisschen Komfort auszugeben ist es mir nicht wert. Du siehst das vielleicht anders.
 
das geht ja schnell heute!
danke erstmal für die Antworten. Folgendes nochmal kurz zur Info:

Den HTPC ausschlachten und verticken fällt weg, den brauch ich ja für XBMC, bzw zum Abspielen. Linux als Lösung für beides, also XBMC und NAS ist leider keine vollwertige Lösung für mich, da unter Linux die Bluraywiedergabe Probleme macht.

Das von *sik* verlinkte Tutorial kenne ich natürlich. Nur dieses setzt auf NAS4Free, was wiederum nicht mit XBMC konform geht. Einen weiteren vollwertigen Rechner im Stile von HP Proliant möchte ich nicht. Dann lieber eine all-in-one Lösung von Qnap oder Synology.

@cut0m: Vom Platz her gibt es wohl kaum Probleme, da der HTPC in einem q08b steckt. Dieses Gehäuse fasst bis zu 6 x 3,5". Der Verbrauch derzeit beträgt wie gesagt ca. 42W. Ein all-on-one Gerät verbraucht ungefähr die Hälfte , kostet mich dafür aber auch +- 200€...

Vorteil der "Synology-Lösung": Ich könnte sämtliche Festplatten aus dem HTPC ausbauen, bis auf eine SSD und damit den Verbrauch nochmal drücken. Aber das ist auch wieder mit der Anschaffung einer SSD verbunden...
 
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@cut0m: Vom Platz her gibt es wohl kaum Probleme, da der HTPC in einem q08b steckt. Dieses Gehäuse fasst bis zu 6 x 3,5". Der Verbrauch derzeit beträgt wie gesagt ca. 42W. Ein all-on-one Gerät verbraucht ungefähr die Hälfte , kostet mich dafür aber auch +- 200€...

Dein Mainboard hat nur zwei Sata-Anschlüsse.

EDIT: Ups, hat ja doch 4. Na immerhin. Wenn dir das ausreicht ist es ok, die anderen Punkte bleiben aber. Und ein besonders großes Raid-Array wirst du mit 4 Plätzen nicht unbedingt bewerkstelligen können.
 
Wenn mich nicht alles täuscht hat es vier Sata onboard. Eine PCIe-Karte würde weitere liefern, falls nötig.
 
Also ich habe daheim einen Rechner mit Win7, der fast immer an ist und stand vor einer ähnlichen Entscheidung. Die Möglichkeiten bei Win7 sind zugegeben eingeschränkter als wenn man Linux draufhat.

Ich hab mich damal für eine Synology Diskstation 212j entschieden und habe es bis heute nicht bereut. Die Vorgegebenen Möglichkeiten snid schon vielseitig und es gibt auch viele 3rd Party addons die diese noch erweitern.

Die Erfahrung in der Betreuung eines kleinen Servers hier an der Uni (CentOS, Apache, MySQL, keine Ahnung von Linux), haben mir gezeigt, das es oft gefrickel ist, die dinge unter Linux so zum Laufen zu bekommen wie man möchte, auch wenn die Lernkurve dabei steil ist und die Möglichkeiten fast unbegrenzt.

Hier kann man übrigens die DSM Software von Synology mal antesten, vielleicht hilft dir das bei deiner Entscheidung.

http://www.synology.de/products/dsm_livedemo.php?lang=deu
 
Also ich habe auch eine HTPC/NAS Kombi siehe Profil.

OS ist Windows Server Essentials 2012, Alle platten im Raid und XBMC als Frontend.

Das Ganze geht natürlich auch mit Win7 / 8 falls du kein Server OS haben möchtest. Sind ja auch Kosten mit verbunden.

Aber WSE 2012 hat sehr gute Funktionen für den Remotezugang. ( Webinterface, VPN, RDP )

Funktioniert super, und du sparst dir ein Gerät.
 
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pabst schrieb:
Hier kann man übrigens die DSM Software von Synology mal antesten, vielleicht hilft dir das bei deiner Entscheidung.

http://www.synology.de/products/dsm_livedemo.php?lang=deu

danke für den Link. Das sieht schon alles recht ansprechend aus. Bin Synology grundsätzlich alles andere als abgeneigt. Ich schrecke nur etwas vor der doch recht schwachen CPU und dem Ram zurück.


Spaxgeco schrieb:
Also ich habe auch eine HTPC/NAS Kombi siehe Profil.

OS ist Windows Server Essentials 2012, Alle platten im Raid und XBMC als Frontend.

Das macht die Entscheidung wieder etwas schwieriger :D
Du bist scheinbar mit der Lösung sehr zufrieden. Ich hätte sogar eine Windows Home Server Lizenz zur Verfügung. Das wäre also eventuell auch eine Möglichkeit. (wohl auch für den FTP - Zugang?)
Aber deutlich simpler und unter einer Verwendung von min. 2,5 Jahren auch teurer wäre wohl die NAS - Lösung...
 
FTP kannst du einrichten, ist eine Serverrolle die du auch unter dem Home Server nachinstallieren kannst.

Alternativ kannst du auch jeden anderen freien FTP Server installieren.

Vorausgesetzt es ist die 2011er Version, dann basiert das System nämlich auf Windows Server 2008 R2.

Die Konfiguration ist halt sehr leicht, selbst das Webinterface bekommt ein valides Zertifikat von Microsoft, brauchst dich darum auch nicht kümmern.

Echt ne super Sache..

In deinem Fall würde ich auf jeden fall zu eine Kombination raten, hast du einfach weniger Stress mit, außerdem hast du ja wirklich massig Platz in deinem Case.
 
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Ja es ist der Windows Home Server 2011. Vielleicht nehme ich das morgen direkt mal in Angriff um es zu testen. WHS würde ich dann wahrscheinlich auf eine 64Gb SSD installieren. Zur Verfügung hätte ich erstmal zwei 1TB HDDs.
Es ist wohl trotz des erhöhten Stromverbrauchs die vernünftigere Lösung, auch wenn mich so ein Synology NAS schon auch anlacht :)
 
Jaytie schrieb:
danke für den Link. Das sieht schon alles recht ansprechend aus. Bin Synology grundsätzlich alles andere als abgeneigt. Ich schrecke nur etwas vor der doch recht schwachen CPU und dem Ram zurück.

Die 512MB Ram der 213j sind im Regelfall mehr als ausreichend. Im Standard-NAS-Betrieb sind bei bmeiner 212+ etwa 40MB belegt (inklusive Synology-Medienserver). Was der iTunes-Server benötigt weiß ich nicht, aber der als vergleichswiese ressourcenfressend bekannte Squeebox-Server genehmigt sich dann z.B. nochmal 80MB. Die 512MB sind hier schon ziemlich üppig bemessen. Die kleineren Synolgies wurden bis kurzen teilweise noch mit 128MB ausgeliefert, was in den meisten Fällen dann auch noch ausreichend war.

Die CPU-Leistung ist wiederum eine andere Geschichte. Streamen ist kein Thema, aber die maximale Schreibleistung via SMB dürfte bei der 213j so bei schätzungsweise 45MB/s liegen und reißt damit keine Bäume aus. Imho aber ein recht erträglicher Wert. Ansonsten dauert es halt ein weinig, wenn die Station irgendwelche Indexe berechnet oder Thumbnails etc erzeugt. Aber man muss da ja nicht zuschauen sondern kann sich anderweitig beschäftigen. ;)
 
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45MB/s sind ja erstmal kein so schlechter Wert. Wie würde es denn bei einem WHS aussehen, kann man da deutlich mehr erwarten? (Gigabit LAN vorrausgesetzt..)

Kann ich einen iTunes-Server auch auf dem Windows Home Server nutzen?
 
Also ich hab einen kleinen Celeron mit 2GB RAM und der reizt die Leitung nahezu aus. 90Mb/s schaffe ich. Da limitiert aber immernoch nicht die CPU sondern Leitung oder Platten, könnte ich eigentlich mal testen.

Du bekommst für sehr kleines Geld im Eigenbau sehr viel Leistung im Vergleich zu den Fertiglösungen.
 
Ich habe gestern mal angefangen aus meinem HTPC mit Windows Home Server 2011 einen kleinen Server zu machen. Nimmt einiges an Zeit ein, da ich erstmal viele Daten umschichten musste um letztendlich zwei 1TB Platten für den Server frei zu haben. Das ganza dann noch auf einer 64Gb SSD, was auch nicht so einfach war, da der Server eigentlich min. 160Gb verlangt... Eine hundertprozentige Entscheidung ist trotzdem nicht gefallen. Ich werde das ganze über einige Zeit testen und schauen wie zufrieden ich letztendlich bin. Vom Aufwand bin ich erwartungsgemäß jetzt schon deutlich über einem FertigNAS. Einrichtung von FTP macht derzeit etwas Probleme. Mal sehen wie es in Zukunft mit der Übertragungsgeschwindigkeit aussieht. Muss erst noch Kabel legen, gerade läuft alles kabellos :P .

Das "Interface" dieser Synology-Modelle hab ich immer im Hinterkopf, das gefiel schon auch sehr ;)

to be continued ...
 
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