Einmal alles neu - Ubiquiti sinnvoll?

Linus9000

Ensign
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Moin zusammen! Ich stehe gerade vor dem folgenden Problem: Ich habe den subjektiven Eindruck, dass meine Fritzbox 7590 ihre besten Tage hinter sich hat, basierend auf grauenhaftem WLAN-Signal (funktioniert teilweise nichtmals im selben Raum, 2 Meter Luftlinie) und merkwürdigen Ping Spikes, die selbst über VPN nicht weggehen.

An dieser Fritzbox hängt ein Fritzfon C5, und natürlich diverse LAN-Geräte entweder direkt oder hinter bis zu zwei Gigabit-Switches, weil die Netzwerkverkabelung in meiner Mietwohnung das so erfordert. Das ganze läuft an einem Telekom VDSL Anschluss, der theoretisch in den nächsten Jahren durch den Westconnect/E.ON Ausbau durch einen Glasfaseranschluss ersetzt werden soll - wenn der Ausbau denn auch mal voran geht.
Weiterhin habe ich noch eine Fritzbox 6820 als LTE-Router als Notlösung, die sich auch nicht mehr mit dem Mobilnetz verbinden mag, und ohnehin kein 5G kann.
Ein Fritzrepeater 1200 ist auch noch Teil des Netzwerks, der ist doppelt per LAN angeschlossen (1x "Upstream" zur Fritzbox, 1x "Downstream" zum nächsten Switch. Spart nen Switchport :D)
Das ganze ist räumlich so aufgeteilt, dass ich im Büro die beiden Fritzboxen und den ersten Switch habe, von dort führt ein Verlegekabel ins Schlafzimmer, von dort ein weiteres Verlegekabel ins Wohnzimmer. Im Schlafzimmer liegt beides an einer Doppeldose an, deren Ports ich dann mit einem LAN-Kabel verbinden muss (oder mit nem Switch, falls ich im Schlafzimmer weitere Netzwerkgeräte wollen würde). Im Wohnzimmer ist an der Dose dann zuerst der Repeater, und nach dem Repeater ein weiterer Switch.

Als grobe Skizze:

Code:
VDSL 
    --> Fritzbox 7590
        --> Fritzfon C5
        --> PiHole
        --> Gigabit Switch
            -->    NAS
                --> PC
                --> "Bastelecke"
                --> Verbindung zum Schlafzimmer
                    --> Verbindung zum Wohnzimmer
                        --> Fritzrepeater 1200
                            --> Gigabit Switch
                                --> TV
                                --> Apple TV
                                --> AV Receiver
                                --> PS5
                                --> BluRay Player
                                --> Geräte von Gästen, Bastelkram etc

Was ist nun mein Ziel? Naheliegenderweise möchte ich, dass ich weiterhin ein funktionierendes Netzwerk aus LAN und WLAN ohne großen Wartungsaufwand oder Bastelei habe. Ich sehe das ganze auch nicht unbedingt als Spielwiese, wo ich dauernd irgendwas ausprobieren will. Es soll einfach da sein und funktionieren :D Darüber hinaus:
  • Das ganze Setup soll bei Bedarf auch relativ einfach über Mobilfunk statt VDSL ins Internet kommen können
  • Der Zugang ins Heimnetz per Wireguard wäre toll, ginge zur Not aber auch mit Tailscale, das nutze ich eh schon
  • Es wäre schön, wenn das Telefon weiterhin funktionieren würde, drauf angewiesen bin ich aber nicht
  • Eine Trennung zwischen "meinem" Netz und einem Gastnetz ist mir wichtig - Zwingend per WLAN, am liebsten auch im LAN pro Port auf jedem(!) Switch änderbar, damit z.B. die PS5 ins Gastnetz kommt und nicht mit dem NAS im internen Netz sprechen kann
  • Ein Upgrade auf 2,5 GBit oder gar 10 GBit soll direkt mit erfolgen, aus Kostengründen wohl erstmal 2,5 :D

Mit ner neuen Fritzbox würde vieles davon gehen, aber: Ich habe aktuell kein großes Vertrauen in die Marke (insbesondere der schleppende Rollout von FritzOS 8.20 stört mich), und möchte mich zumindest mal mit Alternativen befassen.

Nun läuft einem bei der Suche nach Lösungen fast zwangsläufig Ubiquiti über den Weg, die, so wirkt es auf mich, viel Wert auf die Integration ihrer Komponenten untereinander legen. Kostet natürlich auch ein paar Euro, aber wenns dafür gut funktioniert und keine Setup-Hölle bedeutet, akzeptiere ich das.

Soweit ich mich bis hierhin eingelesen habe, könnte ein Setup wie das folgende grundsätzlich funktionieren:

Code:
VDSL
    --> Draytek Vigor 167
        --> Ubiquiti DreamRouter 7
            --> PiHole
            --> NAS
            --> Ubiquiti Flex Mini 2.5G
                --> PC
                --> Bastelecke
                --> Gigaset Go Box 100
                    --> Fritzfon C5
            --> Verbindung zum Schlafzimmer
                --> Verbindung zum Wohnzimmer
                    --> Ubiquiti Flex 2.5G PoE (oder ohne PoE, falls definitiv kein AP benötigt)
                        --> TV
                        --> Apple TV
                        --> AV Receiver
                        --> PS5
                        --> BluRay Player
                        --> Geräte von Gästen, Bastelkram etc
                        --> optional: Ubiquiti U7 Pro, falls Signal des DreamRouter nicht ausreicht

Evtl hat ja schon jemand hier sowas aufgebaut, und kann mir Feedback geben, ob das so funktionieren sollte oder ob ich einen grundsätzlichen Denkfehler habe? Oder ob es hier deutliches Einsparpotential gibt, bei gleichbleibenden Features.

Was als Detailfragen noch offen wäre:
  • Funktioniert das Fritzfon ordentlich mit ner anderen Basisstation als einer Fritzbox? Wenn es blinkt, wenn ich einen Anruf verpasst habe, und mir die Nummer anzeigen kann, die angerufen hat, reicht mir das schon
  • Wie integriere ich sinnvoll das 5G Fallback? Direkt mit dem DreamRouter 5G Max (wohl ab Februar verfügbar) statt dem DreamRouter 7? Separates 5G Modem und ggfs. am Router den WAN-Port umstecken, wenns mal nötig ist? Unifi 5G Max (aktuell nicht verfügbar) an irgendeinem Switch-Port (braucht aber PoE)? Gefühlt würde ich sagen, das Warten auf den DreamRouter 5G Max wäre am einfachsten..
  • Sind Spielereien wie z.B. Firewallregeln prinzipiell möglich? Nehmen wir als Beispiel: Die Geräte im Wohnzimmer sollen nur auf Port 32400 mit dem NAS sprechen dürfen, weil Plex auf dem Port läuft

Schon einmal vielen Dank für eure Zeit :-)
 
Mit Hinblick auf die bei E.on Highspeed in separatem VLAN laufende Telefonie und dass du ein Fritz!Fon weiterhin verwenden möchtest, hört sich das alles nach einem ziemlich sinnlosen Plan an.

Es liest sich viel mehr so, als ob du mit einer Fritz!Box 7690 besser und günstiger beraten wärst. Diese lässt sich vielleicht sogar durch einen Providerwechsel von der Telekom weg finanzieren, bevor Glasfaser kommt. Den Bonus des bei fast jedem anderen Anbieter besser funktionierenden Internets würdest du dann quasi gratis mitnehmen.
 
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Linus9000 schrieb:
insbesondere der schleppende Rollout von FritzOS 8.20 stört mich)
Hö? Das ist ganz normaler Ablaufbei AVM mit den Zwischenversionen bis zum Release einer neuen Vollversion für alle aktuellen Boxen. Gibt ja sogar welche, die in der Labor schon bei 8.24 sind.

Da ist weder was schleppend noch irgendwas, woran man sich stören sollte.

Linus9000 schrieb:
dass meine Fritzbox 7590 ihre besten Tage hinter sich hat, basierend auf grauenhaftem WLAN-Signal (funktioniert teilweise nichtmals im selben Raum, 2 Meter Luftlinie) und merkwürdigen Ping Spikes, die selbst über VPN nicht weggehen.
Naja besser wird das WLAN ja nicht von allein, gerade wenn Clients immer besser werden, muss man irgendwann auch mal den Router nachziehen. Wenn das WLAN nicht einmal mehr im gleichen Raum funktioniert, kann hier auch einfach nen Störer vorliegen oder ne Überlast der Kanäle.

Wenn die Idee des Wechsels nur daher kommt (auch in Verbindung dieser Ping Spikes) solltest du dich erstmal nur damit beschäftigen. Nicht das du jetzt dein ganzes Netzwerk auf links drehst und dann wieder an den gleichen Problemen stehst.

Nen Wechsel auf ubiquiti ist natürlich möglich und (lässt man mal Glaubenssachen weg) reine Geschmackssache.

Schau halt nur mal, woher deine Probleme wirklich kommen und was sie sind. Nicht das du dich am Ende ärgerst, weils mit neuer Hardware immer noch da is.
 
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Linus9000 schrieb:
Funktioniert das Fritzfon ordentlich mit ner anderen Basisstation als einer Fritzbox?
Nein, jedenfalls hatte ich noch keine an der ein FRITZ!Fon tut. Die Gigaset GO-Box 100 auf jeden Fall nicht. Hier wäre eine gebrauchte FRITZ!Box 7520 als DECT-Basis im Modus IP-Client plus Portweiterleitung des Internet-Routers für Telefonie aktiv halten zu konfigurieren.
Linus9000 schrieb:
Wie integriere ich sinnvoll das 5G Fallback?
In (manchen) Tchibo eigenen Filialen (kein Shop-in-Shop) bekommst Du immer noch den Huawei für 100€ (Direkt-Link). Ansonsten bei Aldi-Talk (Direkt-Link). Aber mein Tipp wäre der Vodafone GigaCube CAT19, gebraucht; 5G wird überbewertet. Auch würde ich kein automatisches Fallback nutzen, sondern im Fehlerfall dann einfach umstöpseln. Aber sowohl UniFi OS als auch FRITZ!OS 08.2x bietet ein automatisches Failover.
Linus9000 schrieb:
Sind Spielereien wie z.B. Firewallregeln prinzipiell möglich? Nehmen wir als Beispiel: Die Geräte im Wohnzimmer sollen nur auf Port 32400 mit dem NAS sprechen dürfen, weil Plex auf dem Port läuft
Das muss der Switch machen, denn jener Datenverkehr kommt gar nicht erst beim Router vorbei. Folglich darf der Switch auch nicht nur konfigurierbar sondern muss über Easy-Managed hinaus auch Access-Control-Lists (ACLs) beherrschen. Folglich kommst Du mit der USW-Flex-Serie nicht an Dein Ziel. Auch die USW-Ultra-Serie geht nicht. Im Haus UniFi bräuchtest Du mindestens USW-Lite.
Linus9000 schrieb:
DrayTek Vigor 167
Solche DSL-Modems bekommst Du gebraucht oft schon geschenkt: Klick. Sind genauso gut, jedenfalls mache ich das hier mit einer Digitalisierungsbox Basic. Auch der Stromverbrauch ist in dem Modus gleich.
Linus9000 schrieb:
War das nicht der mit aktiver Kühlung = Lüfter? Hast Du überhaupt Decken-Montage oder wäre das Wand-Montage? Bist Du Single oder mehr? In letzterem Fall bitte auf die Spatial-Streams achten, daher wäre mein Tipp mindestens AX5400, also den U6-Pro oder U7-Pro-XGS. In einer Wohnung im Mehrfamilienhaus wäre mein Tipp eher auch auf das 6-GHz-Frequenzband zu achten. Muss es überhaupt UniFi sein, keine der Alternativen?
Linus9000 schrieb:
Ein Upgrade auf 2,5 GBit oder gar 10 GBit soll direkt mit erfolgen
Sollen oder „müssen“? Habe noch nicht so ganz verstanden, welche Deine Clients überhaupt Multi-Gig könnten. Würde dann auch allein die Switche auf Multi-Gig hochziehen, denn die werden schon teuer genug, also Multi-Gig und konfigurierbar mit ACLs.
Linus9000 schrieb:
Ein Fritzrepeater 1200 ist auch noch Teil des Netzwerks, der ist doppelt per LAN angeschlossen (1x "Upstream" zur Fritzbox, 1x "Downstream" zum nächsten Switch. Spart nen Switchport :D)
Ein FRITZ!Repeater 1200 hat nur einen LAN-Port, wie kann der doppelt?
Linus9000 schrieb:
Ganz ehrlich? Ich würde dabei belieben. Selbst wenn die Garantie weg sein sollte, bei FRITZ! melden … Erst wenn ein Kulanzantrag abgelehnt wurde, ab an User IPPF@chips … :) Er repariert das für kleines Geld. Oder Du reparierst selbst … Ansonsten finden sich im Forum über das Stichwort „314938“ weitere Threads zu dem Thema.

Ich würde den FRITZ!Repeater 1200 raushauen und gegen den 2400er ersetzen. Das ist das ideale Pärchen, also FRITZ!Box 7590 ohne AX und FRITZ!Repeater 2400.
Linus9000 schrieb:
Telekom VDSL Anschluss
Auch von mir, der gleiche Tipp: Entziehe Dich dem Telekom-Peering und spare auch noch Geld.
Linus9000 schrieb:
Flex 2.5G PoE (oder ohne PoE, falls definitiv kein AP benötigt)
Hast Du maximal einen PoE-Verbraucher in Aussicht, dann bitte kein PoE-Switch sondern PoE-Injektor oder direkt einen WLAN-Access-Point, der auch Schaltnetzteil unterstützt. Alles andere ist nicht bezahlbar (Stromverbrauch wegen riesigem Netzteil bzw. Anschaffungskosten).
 
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+1 für die 7690. Oder eventuell 5690pro? Frühe 7590 sind für sterbendes WLAN bekannt, wenn du die Erstrechnung noch hast würde ich Fritz(AVM) anschreiben und höflich fragen, hat bei mir nach 5 Jahren und 11 Monaten auch funktioniert, gab eine heile 7590 zurück.
Reparieren (lasswn) würde ich das allerdings nicht, sondern dann nur die Box als Spender abgeben. Auch wenn es nur 30 oder 50€ am Ende sind, eine in allen Punkten stärkere 7690 gibts neu mit Garantie für 200€.

Bin vor wenigen Wochen selber von Fritz auf Unifi umgestiegen, definitiv ne geile Sache. Ob das bei dir notwendig ist? Schwierig zu sagen, spontan würde ich eher nein sagen? Auf alle Fälle kein günstiges Vergnügen, bei mir waren es über 400€ fûr ein UCG Max, U7 In-Wall (+ PoE Injector) und zwei kleine 5 Port 2,5G Switche.

Den UDR7 hatte ich als AiO System auch erst im Blick, mit Hinblick auf den scheinbar durchaus hörbaren Lüfter und weniger gutes WLAN im Vergleich zu größeren Fritzboxen ist es dann eben das UCG Max + U7 In-Wall geworden.
Wie @norKoeri geschrieben hat, würde ich wegen der Lüfter keinen U7 Pro / Pro Mac nehmen, sondern die U7 Pro XG / XGS. Oder, wenn du kein 6GHz brauchst, sogar „nur“ die U7 Lite, für den Preis IMO ein NoBrainer. Sogar wahrscheinlich lieber zwei U7 Lite mit reduzierter Sendeleistung als mit einem großen Pro XG(S) alles versuchen zu erschlagen. Ggf. ist der U7 In-Wall interessant für dich, der hat nämlich noch zwei zusätzliche 2,5G Ports um was anzuschließen.

WG kannst du sehr einfach über die Fritzbox machen, Telefonie sowieso, neue Boxen können oft auch 2,5G (Uplink zu einem Switch, oder sogar nur ein 2,5G Switch für die Clients die es können?). Daher, vllt doch erstmal bei Fritz bleiben?
 
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Ich hatte bis vor 5 Jahren ziemlich genau die selben Probleme mit Produkten von AVM. Schlechtes WLAN, wiederkehrende Verbindungsabbrüche beim Streaming und mangelnde Stabilität. Ich musste wiederkehrend alle Geräte (2 Repeater und FritzBox 7590) neu starten, dann waren die Probleme kurzzeitig wieder weg. Ein Tausch der Box hat seinerzeit nichts gebracht. Bin dann auf Unifi umgestiegen, anfangs noch mit VDSL, zwischenzeitlich mit Glasfaser. Das Erlebnis nach dem Wechsel war gelinde gesagt gigantisch, das (zugegebenermaßen sehr umfangreiche) Setup läuft seit zwischenzeitlich fast 6 Jahren absolut problemlos. Das WLAN-Signal ist um ein vielfaches besser und stabiler, die zentrale Administration ist top, die Einstellmöglichkeiten immens.

Ich kann den Wechsel daher absolut empfehlen, du wirst es definitiv nicht bereuen. Hab zwischenzeitlich in meinem Bekanntenkreis mehrere Heim-/Firmennetzwerke umgerüstet und alle sind bislang top zufrieden.
 
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Fritzbox kaufen wenn kein VLAN benötigt wird. Wenn WLAN wichtig ist ein Brotkasten Model anstelle der Flunder Modelle holen.

Die Unify geräte sind schon gute Geräte aber doch in einer anderen Preisliga.

Einige Fritzboxen hatten Probleme mit WLAN, bei Unify stirbt das POE bei den Access Points nach ein paar Jahren. Alle Hersteller habensl Probleme mit den Modellen.
 
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Hui, da kam ja schon einiges zusammen, danke schonmal!

Zum Hinweis mit dem Repeater 1200 mit nur einem LAN-Port: Ja, ich war wohl noch nicht ganz wach, es handelt sich um einen Repeater 3000 (ohne AX)🤦‍♂️

Zu den FritzOS-Updates: Ich will nicht ausschließen, dass mir das "Gejammer" über fehlende Updates für die Flaggschiff-Geräte mir dieses Mal nur besonders auffällt. Dennoch sollte die 8.20 noch dieses Jahr für die 7690 und die 5690 Pro kommen, das wird etwas knapp. Ist zumindest im Hinblick auf die Migration meiner aktuellen Config etwas lästig, das geht wohl nicht ohne ein Drittanbieter-Tool.

Zu den Multi-GBit-Geräten: Aktuell kann nur mein PC 2.5 GBit, das NAS erst mit dem nächsten Upgrade. Der Gedanke zu den 2.5 GBit-Switches kommt vor allem daher, dass die Ubiquiti-Switches mit "nur" 1 GBit teuer genug sind, dass ich die nicht allzu zeitnah wieder rauswerfen wollen würde. Wenn für mein aktuelles Problem ne neue Fritzbox sinnvoller wäre, würde ich mit dem 2.5 GBit-Upgrade natürlich warten, bis mein NAS das auch kann.

Der Rest scheint sich zumindest etwas komplexer zu gestalten als in meiner Wunschvorstellung, gerade die Hinweise auf die Telefoniegeschichte mit den VLANs und den ACLs auf den Switches sind sehr wertvoll.

Ansonsten: Ich bevorzuge alles ohne Montage. Geräte, die nur irgendwohin gestellt werden, gefallen mir besser. Nen AP hätte ich hinter irgendeinem Schrank versteckt..

Ich nehme also erstmal folgendes mit:
  • Die WLAN-Probleme werden wahrscheinlich auch durch ne aktuelle Fritzbox verschwinden, weil die 7590 dafür bekannt ist, dass das WLAN nach ein paar Jahren nicht mehr ordentlich tut
  • Die Ping Spikes könnten natürlich auch am üblichen Telekom-Peering liegen, aber ich möchte zum einen wegen MagentaEins, zum anderen wegen des hoffentlich bald(tm) beginnenden Glasfaserausbaus derzeit nicht wechseln
  • Ubiquiti funktioniert prinzipiell gut, aber gerade der Dream Router ist vom WLAN her nicht die Wucht, und nen hörbaren Lüfter will ich da nicht haben
 
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Linus9000 schrieb:
Die WLAN-Probleme werden wahrscheinlich auch durch ne aktuelle Fritzbox verschwinden, weil die 7590 dafür bekannt ist, dass das WLAN nach ein paar Jahren nicht mehr ordentlich tut
Nicht bei allen 7590ern, nur bei denen die bei der Serien-Nr. mit J, K oder L beginnen. ab M (bzw. tw. auch ab L, vielleicht ca. >=L3) haben das Problem nicht mehr.

Siehe dazu:
https://pfister.dev/blog/2025/fritz-7590-nachtrag.html

Bzw. als Video:
 
Naja, wenn die 7590 eh am sterben ist, dann ergibt verkaufen auch keine Sinn mehr.
Du hast damit also ein notdürftiges DSL Modem ein SIP Gateway und eine DECT Basis.

Wie viele APs brauchst du denn um die ganze Wohnfläche abzudecken? Zwei?
Wie viele Stockwerke?

Der Aufbau wäre dann DSL Anschluss, Fritzbox, Unifi Gateway als Exposed Host.
Telefonie weiter über die Fritzbox.

Die restlichen AVM WLAN Teile kannst du verkaufen zur Finanzierung des Umstiegs.

Ob du ein Unifi Gateway oder einen Unifi AiO Router nimmst, ist Geschmackssache ich würde es davon abhängig machen, wie die Standorte verfügbar sind.
Hast du DSL und zukünftig auch Glasfaser im Verteilerschrank, dann vermutlich eher Cloud Gateway.
 
Würde persönlich auch die 7590 in Rente schicken, egal ob es das WLAN zerlegt hat oder nicht.
Dann ne 7690 kaufen (oder bei routermiete.de mieten).

Wenn man halt im AVM System ist, kann man auch bei bleiben. So funktionieren Repeater oder Telefone weiter. Wobei man bei den Repeatern dann auch mal schauen kann, ob die noch gut zum Router passen.

Ist aber, wie ich oben schrieb, ne Geschmackssache was man so möchte. Gibt ja so viele coole Systeme aufn Markt. Jedenfalls so oder so, nen Wechsel auf nen aktuelleres System was mindestens WiFi 6 oder besser WiFi 7 kann, wär schon ratsam.

7590
1767102549526.png


7690
1767102589801.png
 
Meine Seriennummer beginnt in der Tat mit einem K.

Dann schau ich mal nach ner 7690 ;)
 
Linus9000 schrieb:
Ansonsten: Ich bevorzuge alles ohne Montage. Geräte, die nur irgendwohin gestellt werden, gefallen mir besser. Nen AP hätte ich hinter irgendeinem Schrank versteckt..
Würde empfehlen das NICHT zutun. Die Diskussion hatte ich EWIG mit meinem Vater als auch kürzlich mit einem Kollegen. Bei meinen Eltern war die 7590 lang zwischen einer großen Kommode und zu zwei Seiten von Wand samt Schränken dahinter eingekesselt. Oft wurde moniert, warum der Empfang so schlecht ist. Jetzt als die 7590 getauscht wurde stand sie mal paar Tage auf dem Schrank, und oh Wunder: Plötzlich auf dem Balkon 2 Balken statt keinen oder mit Glück einem der instabil war. Nun hängt sie über der Oberkante der Kommode und der Empfang ist überall in der Wohnung deutlich besser.
Beim Kollegen ähnlich, die FB liegt IM Schrank hinter einer geschlossenen Türe...
Klar geht schon, nur braucht es dann mehr Sendeleistung für den gleichen Empfang oder wenn man schon bei 100% Sendeleistung ist entsprechend weniger Reichweite. Wände und Schränke/Holz sind einfach Empfangkiller. Optisch / WAF ggf. etwas eingebüst, wenn man dafür besseren Empfang hat ist die Akzeptanz dafür dann oft doch da. Ggf. die LED-Lämpchen aus oder wenigstens dimmen (geht glaub bei der 7590).
Linus9000 schrieb:
Meine Seriennummer beginnt in der Tat mit einem K.

Dann schau ich mal nach ner 7690 ;)
Wie geschrieben, falls du die Rechnung noch findest, frag beim Support höflich nach. Wir mussten nur die Versandkosten einmal zu AVM nach Berlin zahlen. Und die getauschte 7590 verrichtet wieder sauber ihren Dienst.
Ergänzung ()

Nachtrag: Die 7690 ist AFAIK mit dem kostenlosen VOIP-Vertrag bei Easybell weiterhin für 199€ zu haben. Wenn das Vertrag abschließen und kündigen zuviel Aufwand ist, aktuell bei MM/Saturn für 229€. Oder warten, bei Conrad gab es sie vor 2 Woche mit Corp.Benefits für 191€.

Die 5690 non-Pro ist wegen fehlendem DSL-Modem leider raus, die Pro mit 280€ wieder teurer - dafür dann lieber schon einen kleinen 2.5G Switch hinter die 7690 für NAS und PC.
Apropos Switch: Die 7690 hat "nur" 3 LAN + 1 WAN/LAN Port, falls du alle 5 Ports an der 7590 nutzt brauchst du da nochmal einen Switch oder musst ein Gerät wo anders anstecken.
 
Zuletzt bearbeitet:
h00bi schrieb:
Naja, wenn die 7590 eh am sterben ist, dann ergibt verkaufen auch keine Sinn mehr.
Du hast damit also ein notdürftiges DSL Modem ein SIP Gateway und eine DECT Basis.

Auch als "Notgerät" würde ich eine betroffene 7590 nicht mehr in Betrieb nehmen. Denn früher oder später besteht einfach die Gefahr, dass der Schaden weiter voranschreitet (die MP1477 verursachen Schluss von 12VDC mit Masse, zumal insb. Neustarts die drei MP1477 in eine Betriebssituation bringen, die den plötzlichen Ausfall verursachen können, das wäre für ein "Not- oder Ersatzgerät" alles andere als praktisch), weshalb dann die Box 1. dann gar nicht mehr funktioniert und 2. der Schaden dann auch deutlich schwerer reparierbar ist (bzw. es sich dann überhaupt nicht mehr lohnt zu reparieren).

In meinem Umfeld gab es noch einige 7590, die mit den falschen Bootstrap-Kondensatoren ausgestattet waren (Serien-Nr. mit K und <=L2 beginnend) aber noch keinerlei Ausfall-Symptome zeigten (auch weil sie tw. trotz ihres Alters noch gar nicht so lange in Betrieb waren).
Bei denen habe ich einfach (prophylaktisch) auf die 3 1nF Bootstrap-Kondensatoren jeweils einen neuen mit 100nF (kostet gerade mal 2ct das Stück, die Versandkosten dafür waren also deutlich größer) aufgelötet (Huckepack, dadurch muss man den alten nicht entfernen), das ist noch vgl. einfach möglich (ohne professionellere Lötausstattung mit Heißluft, Unterhitze usw.). Natürlich in der Hoffnung, dass die drei MP1477 noch nicht zu weit vorgeschädigt waren.
Jedenfalls würde ich keine 7590 mehr mit 1nF Bootstrap-Kondensatoren in Betrieb nehmen, völlig egal ob sie schon Symptome zeigt oder nicht.

Bereits das ersetzen der drei MP1477 ist schon deutlich aufwändiger und erfordert eine (deutlich) bessere Lötausstattung (auch wenn die MP1477 selbst ebenfalls nicht sonderlich preisintensiv sind, kosten eher <=2,- € das Stck). Noch schwieriger wird es halt dann, wenn das WLAN bereits schwach geworden ist, dann sind min. auch schon die beiden WLAN-FrontEnds für das 2.4GHz Band hin und die sind noch schwieriger zu ersetzen (und auch schwieriger zu beschaffen). Und die letzte Stufe ist dann eben der Schluss von 12VDC mit Masse, dann ist i.d.R. auch ein Teil des PCB verschmort und macht eine Reparatur spätestens dann praktisch sinnlos (auch wenn tw. dennoch möglich).

Das Problem bei der letzten Stufe ist dann eben auch, dass die Box gar nicht mehr startet und man somit u.a. auch nicht mehr an die Konfiguration herankommt (falls diese nicht zuvor gesichert wurde) oder auch nicht an den Inhalt des sog. "NAS-Speicher". Man könnte dann höchstens noch versuchen die Ursache für den Masseschluss zu beseitigen (also die 12VDC-Zuführung zu den 3 MP1477 kappen) um zu hoffen, dass die Box dann noch startet (wenn auch dann komplett ohne WLAN, ab FRITZ!OS 8.0x führt dies nicht mehr zu Reboot-Loops) und somit die Einstellungen und ggf. Dateien auf dieser zu sichern.

Also lange Rede kurzer Sinn, die 7590 von @Linus9000 sollte auf jeden Fall (zeitnah) ersetzt (oder alternativ repariert) werden (ggf. auch mal an den Hersteller wenden wegen der Herstellergarantie), denn sonst besteht einfach jederzeit die Gefahr, dass sie irgendwann gar nicht mehr funktioniert (also nicht einmal mehr startet).
 
Da hast du wohl was missverstanden. Wenn der MP1477 einen Schluss verursacht, kann die Box gar nicht mehr starten, sie bekommt aufgrund des Kurzschlusses gar keinen Strom mehr. Das Problem kann dann keine Software der Welt lösen.

Das Problem, was mit FRITZ!OS 8.0x (nicht 8.2x) behoben wurde, ist ein anderes. Und zwar das nicht mehr funktionierende WiSoCs nicht mehr zum Bootloop führen. Es gibt ja von den betreffenden MP1477 drei Stück auf dem PCB einer 7590, einer für die 3,3VDC der 6 WLAN-Fontends (2 für das 2.4GHz-Band und 4 für das 5GHz Band) und zwei für jeweils einen der beiden WiSoCs, die jeweils 1,1VDC erzeugen.

Häufig (nicht immer) fällt der für 3,3VDC als erstes aus bzw. wird auffällig, dann gehen folgend u.a. die FrontEnds kaputt (aufgrund von Spannungspitzen). Das "bemerkt" aber FRITZ!OS bzw. die beiden WiSoCs gar nicht, das bemerkt man als Nutzer nur, weil das WLAN kaum noch funktioniert. Aber einen Bootloop verursacht das eben noch nicht, auch nicht mit älteren FRITZ!OS Versionen (weil es eben von der Software gar nicht bemerkt wird, es fallen ja "nur" die Verstärker (FontEnds) aus).

Anders sieht es dagegen aus, wenn es einen der beiden MP1477 trifft, welche die jeweils 1,1VDC für einen der WiSoCs erzeugen. Dann fällt irgendwann der entspr. WiSoC aus und das führte mit FRITZ!OS <8.0x zu einem Bootloop. Das wurde mit mit FRITZ!OS 8.0x behoben, die Box startet also wieder aber ohne das ausgefallene WLAN-Modul nutzen zu können.

Aber auch hier besteht die Gefahr, dass der betreffende MP1477 einen Schluss mit 12VDC erzeugt und dann ist die Box eben komplett tot, da hilft keine Software mehr…
 
@Linus, ich habe mich für die Antwort auf deine Frage extra hier registriert 🫡.

Ich bin vor 4 Wochen von einer 7590AX auf ein Ubiquiti/Unifi Setup umgestiegen.

1x Cloud Gateway Max NS
1x 2.5G USW-ULTRA-60W PoE
2x U6-Pro

Das Ökosystem übertrifft die Leistungen der FRITZBox um weiten. Die Features, das Monitoring und das Regelwerk ermöglicht dir weit aus mehr Flexibilität. VLANs in gleichen Wifi Netzen aufsetzen , kein Problem. VPN inkl. Cloud Router (zB ipv64.net) simpel aufzusetzen.
Natürlich musst du dich damit auseinandersetzen, da sich Firewallregel und Statitsche Routen nicht von allein eintragen.

Wenn du IT-affin bist und Bock auf so ein Thema hast - dann machen. Mit einem Fritz-Setup lässt sich das nicht vergleichen. Die Möglichkeiten hat AVM seinen Boxen einfach nicht spendiert .. Schade.

Dennoch ist das Wifi Netz einer Fritz zu teilen stabiler und stärker 🤷🏻‍♂️
 
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norKoeri schrieb:
5G wird überbewertet
Najaaa..
5G läuft in vielen Netzen/Gegenden auf den gleichen Spektrum wie 4G und die Provider verschieben das langsam. Heißt 4G Bandbreite (und bisweilen auch überhaupt Empfang) wird tendenziell immer schlechter.
Das ist letztlich sehr vom Einzelfall abhängig (ländliche Gegend vs Stadt etc) aber ich hab es selber schon erlebt, dass mein 4G Tablet an Orten an denen es mal bestens funktioniert hat kaum noch Bandbreite hatte während das 5G Smartphone im selben Netz sehr schnell lief.
 
Also die Frage ist eben wo deine Priorität liegt.
Sind VLANS wichtig so ist AVM einfach raus. Möchtest du deine Defekte Fritzbox möglichst günstige ersetzen? Dann eine neue Fritzbox von AVM.

Ich bin kürzlich von einer 7490 auf ein max ns gateway umgestiegen.
Meine AVM Access Points habe ich bei eBay verkauft, statt dessen werkeln nun u6 plus APs von unify. Mein restliches Netzwerk besteht aus einem dell 5548p als core, dazu per 10G SFP+ angebundene kleinere Switche auf den Stockwerken.
Die Fritzbox kannst du weiterhin als Telefonzentrale/ DECT Zentrale nutzen. Das kann AVM tatsächlich sehr gut.
Da stört das defekte WLAN dann auch nicht.

Am Ende musst du entscheiden was du wirklich willst.
AVM ist Out of the box super, dafür aber etwas eingeschränkter.
 
@Linus9000
Bei mir werkelt ein Unifi U6 Pro, zwei Unifi U6+ sowie Unifi 16 Port POE Switch.
Ich hatte auch nach dem Umzug von einer Wohnung in ein Haus die FritzBox 7590 als Hauptrouter assortiert. Nach dem Verlegen von Glasfaser ins Haus macht die FritzBox nur noch die Telefonanlage. Router ist ein mini PC von TopTon mit Intel J4125 und 4GB RAM.. Darauf läuft PFsense. Ich würde es jedem anderem Router vorziehen. Die Leistung ist gigantisch. Vor allem wird im Gegensatz zur FritzBox "Bufferbloat" auf ein Minimum reduziert. Früher stieg der Ping bei Auslastung mit der FritzBox auf teilweise 160 ms.. Jetzt mit PFSense sind die Pings identisch ob unter Last oder nicht.. Voraussetzung dafür ist die richtige Einstellung..
Ich habe mir vom Provider ein Glasfasermodem bestellt um beliebigen Router dahinter zu schalten.

Dazu gibt es vom Hersteller ein Hilfeartikel: https://docs.netgate.com/pfsense/en/latest/recipes/codel-limiters.html Nach dieser Einrichtung habe ich folgende Werte (siehe Bild ):
bufferbloat.png

Damit läuft selbst Steaming mit hohen Bildraten über Emby oder Jellyfin problemlos egal ob von unterwegs oder über IPSec... Ich weiß nicht wie gut da die Unifi Geräte sind.. Aber Bufferbloat ist auf jedem Fall ein Thema bei der FritzBox 7590.. Ich kann den Umstieg auf unifi sehr empfehlen.. Aber Unifi U6+ würde ich nicht empfehlen.
 
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