- und kann mir vl einer sagen, ob der Monitor auch Adobe RGB fähig ist, ich weiß nur, dass er 97% des sRGB Farbraums abdeckt?
AdobeRGB wird nicht ausreichend für sicheres, farbechtes Arbeiten (in gemanagter Umgebung) abgedeckt. Das gilt auch für Ausgabefarbräume im Druck.
- welche Einstellungen muss ich in der Farbverwaltung bei Windows 7 im Reiter "Erweitert" vornehmen?
Keine. Das im Rahmen der Profilierung erstellte ICC-Profil wird dem Bildschirm (Reiter Gerät) direkt zugeordnet. Die Windows-Farbsystem-Standards im Reiter Erweitert werden damit überschrieben und gelten für Geräte, denen kein individuelles Profil zugeordnet ist. Sofern der LUT-Loader des Herstellers der Kalibrationssoftware aktiv ist, wird auch der Haken "Windows-Bildschirmkalibrierung verwenden" nicht gesetzt.
Einer der Gründe, warum ich AdobeRGB generell nicht nutze, weder in der Kamera, erst recht nicht bei der EBV.
Bei der RAW-Entwicklung bist du ja noch völlig flexibel. Da macht die Entwicklung in einen größeren Arbeitsfarbraum insbesondere dann Sinn, wenn noch klassisch ausbelichtet werden soll. Für die Publikation im Netz ist eine nach sRGB konvertierte Version dann in vielen Fällen natürlich nicht verkehrt.
Zum Kalibrieren würde ich persönlich eher zu Eizos EASYPIX greifen, das ist eine Hard-/Softwarekombination, die optimal auf Eizo Monitore abgestimmt ist.
Jein. Die Einstellungen, die EasyPIX via DDC vergibt, kann man auch im ersten Schritt einer Softwarekalibration von Hand im OSD treffen. Man sollte zusätzlich beachten, dass es danach direkt eine Profilierung anschließt, d.h. Graubalance und Gradation nicht (verlustbehaftet) über die Grafikkarten-LUT korrigiert. Das kann man aber ebenfalls mit Standard-Software erzwingen, wobei man i.d.R. jedoch den normalen Ablauf (ICC-Profil mit vcgt) wählen wird.
Ich will nicht gänzlich abraten, aber die Verwendung einer anderen Softwarekalibrationslösung ist hier keine besondere Einschränkung. Im Gegensatz zum hervorragenden Color Navigator, das aber natürlich nur mit den ColorGraphic-Modellen funktioniert. Die Verwendung der aktuellen 6er Version ist hier übrigens sehr anzuraten, da mit der neuen "Standard-Priorität" nun Graubalance und Gradation optimiert werden, ohne den Schwarzpegel anzuheben (d.h. Nutzung des nativen Schwarzpunktes).
Ich persönlich kann auch LED Montoren bei der EBV nichts abgewinnen,
Auch das ist unproblematisch. Eine Einschränkung war bislang aber die Tatsache, dass große Farbumfänge nur mit der Implementierung einer teuren und aufwändigen RGB-LED-Hintergrundbeleuchtung (statt W-LED) erzielbar waren. LG verbaut jetzt in einigen brandneuen (AH)-IPS Panels eine LED-Konfiguration (GB-r), mit der ohne Anpassung der Panelfilter ein Farbumfang erreicht wird, der dem von ähnlichen Panels mit WCG-CCFL-Hintergrundbeleuchtung entspricht. Eizo setzt eine spezielle LED-Hintergrundbeleuchtung (vermutlich technisch ähnlich) auch in den gerade neu vorgestellten CG-, CX- und CS-Modellen ein. WCG-CCFL-Röhren haben damit als Hintergrundbeleuchtung ausgedient und dürften in fast keinem neu vorgestellten Modell mehr eingesetzt werden. Diese Entwicklung gab es ja schon mit den Standard-CCFL-Röhren, die von W-LEDs abgelöst wurden.
Ich selbst nutze auch die seinerzeit von Eizo angebotene Kombination CG241 + DTP94+, das beste Handcolorimeter, das jemals auf dem Markt war,
Eine Sonde mit sehr soliden Eigenschaften, allerdings sind inzwischen doch deutlich flexiblere Geräte auf dem Markt, zum Beispiel das i1 Display Pro von X-Rite. Bereits die Korrekturmöglichkeiten sind deutlich umfangreicher – das DTP94 ist intern zunächst nur auf CRTs und LCDs mit Standard-CCFL-Hintergrundbeleuchtung abgestimmt; in Color Navigator (oder auch iColor Display) setzt bei Bedarf eine weitere Korrekturstufe auf. Gleichzeitig ist die Filtercharakteristik nativ näher am Soll.