News Elektronische Patientenakte: Akzeptanz auch nach einem Jahr weiterhin gering

xmimox schrieb:
Ich glaube der Bund sollte langsam wie in anderen Ländern eine Master App für sowas anbieten.
Österreich hat zwei, die offensichtlich gut funktionieren. ID Austria und eAusweise. Wenn ich das richtig im Kopf habe, kannst du damit immer und überall alles nachweisen bzw dich legitimieren.
 
SSD Freak schrieb:
Bin ich da nun drin wenn ich vor X Zeit nicht widersprochen habe?
Ja 😅 da hast du doch auch sicherlich Post zu bekommen, als es soweit war.
SSD Freak schrieb:
Und wenn ja, wie komm ich da wieder raus und kann ich sämtliche Daten löschen lassen die in der Zeit vlt dort gelandet sind?
Widerspruch bei deiner Krankenkasse einreichen...
 
-MK schrieb:
da hast du doch auch sicherlich Post zu bekommen, als es soweit war
Ich erinnere mich nur an ein Schreiben wo es freiwillig war und man sich dafür anmelden musste, ein "Zwang" stand dort nicht drin.
-MK schrieb:
Widerspruch bei deiner Krankenkasse einreichen...
Mehr nicht? Und dann kann ich auch darauf bestehen das sämtliche Daten gelöscht werden und bin dann auch in Zukunft "raus da"?
M-X schrieb:
Ich weiß nicht was ihr das so postet aber meine Krankheiten sind es nicht.
ich hab zwar keine sozialen Medien aber mir ist bisher keiner bekannt der dort aktiv ist und seine Krankheiten o.Ä öffentlich postet.
über Messenger (wenn's um privaten Kram geht) würde ich höchstens Signal dafür nutzen aber nie im Leben über Whatsapp auch nur Andeutungen machen.

aber selbst Signal wird es in X Jahren sicher auch nicht mehr so sicher sein, beschleicht mich so das Gefühl. Fühle mich dort inzwischen zumindest auch nicht mehr so wohl wie noch vor einigen Jahren..
 
Ich sehe das ganz pragmatisch. Wenn in diesem Land (wieder einmal) mithilfe der Konservativen die Faschisten ans Ruder kommen, dann hab ich wertvolle Zeit gewonnen, um mich aus dem Staub zu machen, da es einfach länger als einen Knopfdruck dauert sich über mich und etwaige Behinderungen, psychische Erkrankungen und dergleichen in Papierform schlau zu machen. Wie schnell Tech Unternehmen nach der autoritären Pfeife tanzen (egal ob diese braun oder rot ist), sollte diesbezgl. Warnung genug sein.

Vielleicht sind wir aufgrund dieser Erfahrungen einfach sehr viel traumatisierter und sensibilisierter, als alle hier im Faden genannten Länderbeispiele. Ein Teil der Bevölkerung hat sogar Doppelerfahrung gemacht, sowohl in braun, als auch in rot. Das prägt.

Und das ist ist nicht ewig her. Der Zeitraum vom Ende des II. Weltkriegs bis zum erscheinen vom ersten Terminator Film ist kürzer als der Zeitraum von diesem Film zu heute.
 
SSD Freak schrieb:
Mehr nicht? Und dann kann ich auch darauf bestehen das sämtliche Daten gelöscht werden und bin dann auch in Zukunft "raus da"?

theoretisch - deine quasi instant verkauften Daten wird man aber leider nicht mehr bei den Käufern entfernen etc.
 
Ich kann die ePA aufgrund Custom Rom leider nicht nutzen und daher Widerspruch eingelegt.

Welchen Sinn soll die ePA für mich als Patient haben, wenn ich sie nicht einmal nutzen kann? Warum ist da dann plötzlich der (angebliche) Datenschutz so wichtig, dass ich als der Anwender gezwungem bin ein verifiziertes ROM zu nutzen, während gleichzeitig Daten anonymisiert erhoben werden?

Und Linux wird ja auch nur mit gut Glück unterstützt, das ist alles außergewöhnlich bescheiden umgesetzt.

Daher wundert mich die geringe Akzeptanz ausgesprochen wenig.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wegen meiner chronischen Erkrankung würde ich sie auch sehr gern nutzen. Ich verstehe immer nicht, warum sich die Umsetzung von solchen IT Projekten in DE immer so schwer gestaltet.
 
ePA ist ptaktisch weil man für ein Rezept nur noch beim Arzt anruft und dann das Medikament zur Abholung bei der er Apotheke freigeschaltet wird.

Man muss nicht mehrzim Arzt fahren und beim Arzt warten das Doc das Rezept unterschreibt.

Solche Features sind den Kritikern wohl zu sehr aus dem echten Leben gegriffen und passen nicht so ganz zu der sehr verlopften Diskussion...
 
contractor schrieb:
ePA ist ptaktisch weil man für ein Rezept nur noch beim Arzt anruft und dann das Medikament zur Abholung bei der er Apotheke freigeschaltet wird.
contractor schrieb:
Ähm, sorry, aber das eine hat mit dem anderen exakt gar nichts zu tun? Natürlich bekommt auch jeder ohne EPA digitale Rezepte (die es übrigens schon vorher gab...) 😉
 
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contractor schrieb:
ePA ist ptaktisch weil man für ein Rezept nur noch beim Arzt anruft und dann das Medikament zur Abholung bei der er Apotheke freigeschaltet wird.
Bei soviel Unwissenheit wundert mich mittlerweile nichts mehr. Es ist erschreckend wie wenig sich die Meisten mit solch wichtigen Sachen auseinandersetzen.
 
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Helge01 schrieb:
Bei soviel Unwissenheit wundert mich mittlerweile nichts mehr
Viele brauchen halt einfach selten Rezepte. Ich bin der 50 weit näher als der 40, weiß aber nicht, wann ich das letzte mal ein Rezept hatte. Und ich bin rglm bei den Vorsorgeuntersuchungen beim Arzt. Allerdings sind das zum Glück auch die einzigen Termine, die ich da habe.

Aber ja, die Auseinandersetzung des Kollegen mit der Materie war wohl sehr kurz.
 
Warum es wichtig ist sich mit der ePA auseinanderzusetzen ein paar Beispiele. Das die ePA so aufgebaut ist das auch Behörden/Ämter Zugriff haben ist kein Zufall.

Kommt es mal zu einen NATO Einsatz, dann wird man sich als erstes die Patientenakten anschauen, um eine Vorauswahl zu treffen wer nach anschließender Musterung an die Front muss. Je nach daraus abgeleiteten Gesundheitszustand sind auch andere militärische Aufgaben möglich.

Anderes Beispiel. Wenn man z.B. 40-45 Jahre gearbeitet hat und merkt man schafft die Leistung nicht mehr, muss man befürchten das der Arbeitgeber einen los werden will. In der Vergangenheit hat man dann versucht sich bis zur Rente in Frührente zu retten, ehe man in dem Alter noch arbeitslos wird. Mit der ePA wird das zunehmen schwierig bis unmöglich, da die Sozialämter durch den Zugriff auf die ePA den Gesundheitszustand sehr gut einschätzen können und die Frührente daraufhin verwehren. Der Nachbar ohne ePA mit "Heuschnupfen" bekommt dagegen die Frührente, da die Behörden nur das von den Ärzten bekommen, was nicht zum eigenen Nachteil ausgelegt werden kann. Auch muss das nicht unbedingt stimmen, da das durch die Schweigepflicht keiner nachprüfen kann.

Man muss immer daran Denken, dass man nach vielen Jahren ePA nichts mehr darin rückgängig machen kann!
 
Helge01 schrieb:
Man muss immer daran Denken
Aktuell passiert so viel (auch im Hintergrund), das man sich gar nicht mit allem beschäftigen kann ohne sich nach nem harten Tag stundenlang hinzusetzen und alles zu recherchieren.

Bei mir gab's damals nur ein Brief wo es hieß das man es nutzen kann, nix von automatisch rein. Der andere (wenn es da noch einen 2ten gab) ist bei mir nie schriftlich angekommen. Daran gebe ich nicht der KK Schuld, vlt ist der Brief auch verloren gegangen o.Ä.

Eine Rund E-Mail oder SMS o.Ä wäre dann zur Vorsicht wohl nicht zu viel verlangt. Falls dies nur über eine KK-App sichtbar war, tja nicht jeder nutzt sie.

Glaub mal, hätte ich einen Brief bekommen wo sowas drin steht, hätte ich sofort Widerspruch eingereicht.
Mainstream Nachrichten schaue ich nicht und zu der Zeit war ich viel zu beschäftigt als das ich nach neuen Gesetzen o.Ä hätte groß suchen/googeln können. Hab das Jahr/Monat ja mal nachgeschaut wann es kam.

ID/Wallet im Zusammenspiel mit ePA sehe ich besonders kritisch was den Datenschutz angeht.

Eigentlich sollte die ID doch 2.1.2026 starten, nun heißt es aber das sie 2027 startet und dann wohl auch nur nach und nach aber zügig. Damit wäre zumindest das noch möglich vorher zu trennen bevor es dort dann auch noch landet..

Alles ein Stress, als ob man nichts anderes zu tun hat. Geht zwar schnell und habs schon fertig geschrieben aber wie unnötig, nächste Woche gleich zur KK fahren und das abgeben + bescheinigen lassen. Per E-Mail alleine ist mir zu unsicher das gibt's doppelt.
 
Du warst anscheinend völlig abgekoppelt von allen Medien im letzten Jahr! :D
Wer nicht mitbekommen hat, dass jeder eine ePA bekommen hat, sofern er nicht widersprochen hat, sollte seinen Medienkonsum kritisch hinterfragen. Wer weis, was Du sonst alles noch nicht mitbekommen hast?

Man kann übrigens zu jederzeit seiner ePA widersprechen.
Du kannst das also jetzt noch nachholen, weil es Dir ja angeblich so wichtig ist!
 
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ThomasK_7 schrieb:
Du warst anscheinend völlig abgekoppelt von allen Medien im letzten Jahr! :D
Ja, das stimmt. Das hatte externe Gründe die ich hier nicht erläutern werde.
ThomasK_7 schrieb:
Wer weis, was Du sonst alles noch nicht mitbekommen hast?
Eben. Deswegen bin ich aktuell auch dabei mich wieder auf dem Laufenden zu bringen. Dauert halt bissl weil einerseits nachholen und dann kommt ja ständig neues dazu. Ganze Welt macht n Wandel und ich hänge noch hinterher. Nicht schön.

Ja den Widerspruch inkl. löschen der bisherigen Daten (DSGVO) habe ich schon fertig.
Naja was heißt "wenn es mir so wichtig ist", ich sehe für manche Menschen schon als praktisch an. Ich bin aber (noch) gar nicht drauf angewiesen bzw habe Davon keine Vorteile und dafür das dann vertrauliche Dinge über mich gesammelt werden, fühlt sich einfach nicht richtig an.
Was ich mit einem Arzt bespreche geht niemanden etwas an und wenn 2 Ärzte mal zusammen arbeiten kann ich denen auch selbst die Schweigepflicht gegenseitig entbinden und die können sich genauso austauschen.

Das aber Daten/Profil von mir erstellt wird (und weiß der Geier ob das später mal z.B mit Arbeit usw Probleme geben könnte), finde ich einfach unschön. Das fühlt sich so an als würde man bei offener Tür mit einem Arzt reden.
 
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