Hallo,
Ich lese hier schon eine ganze Weile mit. Interessante Diskussion. Ich arbeite seit 16 Jahren Hauptberuflich in der Gebäudeautomation und habe im Prinzip täglich mit allen möglichen Heizungs -und Klimaanlagen zu tun. Dazu gehören auch Wärmepumpen in allen Formen und Farben.
Gelernt habe ich ursprünglich Elektriker vor 25 Jahren und habe einen Schein für Mittelspannungsschaltanlagen. Die betreue noch nebenbei weil halt kein anderer in der Firma eine Schaltberechtigung hat.
Zur Thematik, die modernen WP funktionieren mittlerweile gut und effizient. Wegen der Stromversorgung mache ich mir diesbezüglich weniger Sorgen.
Was mir eher Kopfschmerzen bereitet, ist, dass den Leuten unsinnigerweise erzählt wird, eine WP für 20000 € würde sich gegenüber einer 5000 € Gastherme irgendwann amortisieren. Nein, das wird sie, solange diese Teile so viel kosten und der Gaspreis nicht auf 1€ steigt, nicht. Ein Markengerät hält erfahrungsgemäß max 15 Jahre, dann ist ein neues Gerät nötig. Die Wartungkosten für eine fachgerechte Wartung betragen gegenüber einer Brennwerttherme mit Solarthermie zumindest bei uns im Raum Berlin um den Faktor 2-3.
Anfangs sind moderne WP tatsächlich erstaunlich leise. Vorallem Die Luft-Wasser WP sind funkionsbedingt allerdings Wind und Wetter ausgesetzt. Damit Verschleißen Gummi und Lager, der Lärmpegel steigt. Die Lüfter halten definitiv keine 15 Jahre und müssen irgendwann getauscht werden.
Dass das Warmwasser bei einer LW Wärmepumpe teuer mittels E-Heizstab bereitet werden muss, wenn tagsüber die Sonne nicht geschienen hat, wird auch gerne verschwiegen.
Ich halte WP grundsätzlich für ne feine Sache gerade in Kombination mit ner Fotovoltaik Anlage auf dem Dach. Allerdings sollte man den Leuten nicht erzählen, dass die Teile zu einer kostengünstigen eierlegende Wollmilchsau werden.
1 Frage hätte ich noch an dich ,SW987:
Wo gibt es denn in NS Verteilernetzen dünne "Massekabel" ?