Energiewende in Deutschland - Geschwindigkeit - Kosten?

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SW987 schrieb:
Es werden funktionierende Heizungen ... stillgelegt
Sehr populistischer Ausdruck für eine Tauschpflicht in drei Jahren für die Ausnahme der Ausnahme.

SW987 schrieb:
Karftwerke stillgelegt
Warum sollten sie bei Nichtbedarf nicht stillgelegt werden? Bislang ist das Netz nicht zusammengebrochen und damit bewiesen, dass alle Abschaltungen nicht benötigte Kapazität war.

rgbs schrieb:
bei privaten Heizungen zählt jedes Gramm CO2 aber Fernheizwerke werden wie hier in Braunschweig mit Kohle betrieben
Das ganze ist ja auch eine Transformation und keine Umschaltung, die wir noch viel weniger hinbekommen könnten. Es kann nicht alles gleichzeitig umgebaut werden. Und das neue GEG erzwingt primär absolut keinerlei Heizungstausch oder gar Stilllegung. Das zu behaupten ist Bild Niveau.
 
Samurai76 schrieb:
[...]Warum sollten sie bei Nichtbedarf nicht stillgelegt werden? Bislang ist das Netz nicht zusammengebrochen und damit bewiesen, dass alle Abschaltungen nicht benötigte Kapazität war.[...]
Das heißt eine unfallfreie Fahrt mit dem PKW beweist, dass man keinen Sicherheitsgurt anlegen muss?

Es war ein milder Winter ohne Gasmangellage. Ein sicheres Energieversorgungssystem muss aber auch bei einem sehr kalten Winter funktionieren.
 
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Gegen solche Mehrheiten kann man in einer Demokratie nicht regieren bzw. nicht lange.
 
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Man kann sich leider schon sehr aufregen, aber, so wie ich das rauslese geht es erst mal um Neubeuten. Was dann aber ist, wenn die Gasheizung kaputt ist, und nicht mehr reppariert werden kann, soll man zunächst noch versuchen können eine alte gebrauchte einzubauen. Ab dem Zeitpunkt gelten drei Jahre zum Wechsel auf eine Wärmepume oder 10 Jahre, wenn die Zusage zum Anschluss an ein Wärmenetz kommt. Das gilt dann aber glaube ich nicht beim Weiterverkauf.

Ist die Heizung kaputt und kann nicht mehr repariert werden – eine so genannte Heizungshavarie – greifen Übergangsfristen: grundsätzlich sind dies drei Jahre; bei Gasetagen bis zu 13 Jahre. Vorübergehend kann auch eine gebrauchte, fossil betriebene Heizung eingebaut werden. Soweit ein Anschluss an ein Wärmenetz absehbar ist, gelten Übergangsfristen von bis zu zehn Jahren.

Für über 80-jährige Eigentümer, die ein Gebäude mit bis zu sechs Wohnungen selbst bewohnen, soll bei einer Heizungshavarie die Pflicht zur Umstellung auf Erneuerbares Heizen entfallen. Das soll auch gelten beim Austausch von Etagenheizungen für Wohnungseigentümer, die 80 Jahre und älter sind und die Wohnung selbst bewohnen.

Ach ja, mein Vater ist noch nicht 80. Würde also der Fall eintreten und die Gasheizung dort geht jetzt kaputt, wirds ziemlich knapp mit der Zeit und den tollen Verpflichtungen. Und wenn wir das jetzt erben oder auf uns umschreiben lassen, zahlen wir zwangsläufig noch mal die Zeche dafür. Und der Staat nimmt einem sowieso schon genug weg, durch die Erbschaftssteuer. Da muss man schon irgendwie noch was ändern und ich hoffe, das wird auch getan. So geht das jedenfalls nicht.

Quelle...
 
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SW987 schrieb:
Ich halte beides für volkswirtschaftlichen Unfug.
Volkswirtschaftlich ist das alles andere als Unfug. Siehe z.B. die Abwrackprämie aus 2009, die letztlich ein riesiges Konjunkturprogramm war. Auch da wurden viele funktionierende(!) Kraftfahrzeuge verschrottet.

Ob eine Verschrottung funktionierender Güter überhaupt ökologisch sinnvoll ist, steht natürlich auf einem anderen Blatt. Ob die Abgasreinigung in 9 Jahren so viel besser geworden ist, dass die Verschrottung eines alten und die Herstellung eines neuen Fahrzeugs mit besseren Abgaswerten rechtfertigt? Wohl eher nicht, wenn man bedenkt, dass die Abgaswerte bei einigen Herstellern nur auf dem Prüfstand wirklich gut waren. Der Resourcen- und Energieverbrauch eines neuen Fahrzeugs ist ja nicht zu unterschätzen.

Bei uralten Ölheizungen mag das aber anders aussehen, da lohnt es sich ggf. sogar wirtschaftlich für den Betreiber. Und bei Kernkraftwerken kommt hinzu, dass wir die externalisierten Kosten z.B. für ein Endlager noch gar nicht kennen. Da kann es volkswirtschaftlich durchaus sinnvoll sein, einen Schlussstrich zu ziehen.
 
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Hallo,
Ich lese hier schon eine ganze Weile mit. Interessante Diskussion. Ich arbeite seit 16 Jahren Hauptberuflich in der Gebäudeautomation und habe im Prinzip täglich mit allen möglichen Heizungs -und Klimaanlagen zu tun. Dazu gehören auch Wärmepumpen in allen Formen und Farben.
Gelernt habe ich ursprünglich Elektriker vor 25 Jahren und habe einen Schein für Mittelspannungsschaltanlagen. Die betreue noch nebenbei weil halt kein anderer in der Firma eine Schaltberechtigung hat.

Zur Thematik, die modernen WP funktionieren mittlerweile gut und effizient. Wegen der Stromversorgung mache ich mir diesbezüglich weniger Sorgen.

Was mir eher Kopfschmerzen bereitet, ist, dass den Leuten unsinnigerweise erzählt wird, eine WP für 20000 € würde sich gegenüber einer 5000 € Gastherme irgendwann amortisieren. Nein, das wird sie, solange diese Teile so viel kosten und der Gaspreis nicht auf 1€ steigt, nicht. Ein Markengerät hält erfahrungsgemäß max 15 Jahre, dann ist ein neues Gerät nötig. Die Wartungkosten für eine fachgerechte Wartung betragen gegenüber einer Brennwerttherme mit Solarthermie zumindest bei uns im Raum Berlin um den Faktor 2-3.

Anfangs sind moderne WP tatsächlich erstaunlich leise. Vorallem Die Luft-Wasser WP sind funkionsbedingt allerdings Wind und Wetter ausgesetzt. Damit Verschleißen Gummi und Lager, der Lärmpegel steigt. Die Lüfter halten definitiv keine 15 Jahre und müssen irgendwann getauscht werden.

Dass das Warmwasser bei einer LW Wärmepumpe teuer mittels E-Heizstab bereitet werden muss, wenn tagsüber die Sonne nicht geschienen hat, wird auch gerne verschwiegen.

Ich halte WP grundsätzlich für ne feine Sache gerade in Kombination mit ner Fotovoltaik Anlage auf dem Dach. Allerdings sollte man den Leuten nicht erzählen, dass die Teile zu einer kostengünstigen eierlegende Wollmilchsau werden.

1 Frage hätte ich noch an dich ,SW987:

Wo gibt es denn in NS Verteilernetzen dünne "Massekabel" ?
 
Zuletzt bearbeitet:
Das man was machen muss, war in den 80ern schon klar. Aber Augen zuhalten, war offenbar auch eine gangbare Taktik die letzten Jahrzehnte. Wohlwissend, dass es umso teurer wird, je länger man mit dem Umstieg wartet. Das Ergebnis haben wir jetzt und nun jammert es allerorten, das so ein Technologie-Schwerpunkt-Wechsel nicht für 1€ zu haben ist.

Ich habe im Übrigen auch noch keine alte/ältere Bestandsimmobilie gesehen, die mal eben mit nem neuen (Passiv-)bau konkurieren kann. Das funktioniert immer nur dann, wenn einmal gescheit Geld in die Hand genommen wurde. ... Überraschung :rolleyes:

Evtl. sollte man sich von dem Gedanken trennen, dass umweltschonendere bzw. umweltfreundlichere Fortbewegung oder Gebäudeheizung per se günstiger oder kostenneutral ist.

Skynet1982 schrieb:
Ich halte WP grundsätzlich für ne feine Sache gerade in Kombination mit ner Fotovoltaik Anlage auf dem Dach. Allerdings sollte man den Leuten nicht erzählen, dass die Teile zu einer kostengünstigen eierlegende Wollmilchsau werden.
Ganz deiner Meinung
 
Das Ergebnis haben wir in erster Linie deswegen, weil der Krieg da in der Ukraine ist und die Pipeline gesprengt wurde. Und jetzt wird die Ost-see ruiniert. Die Menschen auf Rügen wollen das nicht: Aber wir machen das trotz dem.
 
Andy4 schrieb:
nebenbei trotz dem auf die Umwelt pfeift.
Also wieder die alte leier, wer nicht sein gesamtes leben aufn kopf stellt, darf nichts sagen.

insgesamt wirkt kein Geschimpfe wirr und ziellos.

Eines muss man dir lassen, dein Avatar ist äußerst trefflich ausgewählt. Dein ganzes auftreten in diesem Thread passt wie du faust aufs auge zu dieser Figur. Man könnt meinen Dunham kennt dich.
 
Klar darf man auch dann was sagen. Aber man kann die Aussage dann unterschiedlich bewerten. Wenn ich sage, kauft euch Fahrräder, der Umwelt wegen und gleichzeitig in meinen SUV einsteige, wirkt das halt nicht so richtig. 🙂
 
Lies jetzt bitte noch mal den ersten Beitrag, wo du erst geantwortet hast. Und soweiter und sofort. Vielleicht hast du mich auch einfach missverstanden oder ich dich. Mich hat einfach der Zusammnhang Meer, Umwelt und geplenkel getriggert.
 
Andy4 schrieb:
Das Ergebnis haben wir in erster Linie deswegen, weil der Krieg da in der Ukraine ist und die Pipeline gesprengt wurde.
Die betreffende Situation in der EU ist wohl eher ein entscheidener Katalysator. Das Ahrtal oder der ausgetrocknete Rhein allein haben offensichtlich nicht ausgereicht.
 
Zuletzt bearbeitet: (Umformuliert)
Andy4 schrieb:
Mich hat einfach der Zusammnhang Meer, Umwelt und geplenkel getriggert.
In keinem Beitrag von mir oder dem, der vor deinem stand (#4190) ist auch nur im entferntesten von Meer oder dergleichen die Rede oder das man CO" dem Meer vorziehen würde. Erst du hast irgendwie gemeitn, jetzt würde die OStsee ruiniert? Durch was? Ich mein nicht das ich darauf eingegangen bin sondern nur über deine völlig komplett steile These, dass wir die Situation hier in DE haben aufgrund des KRieges in der Ukraine...
 
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