Energiewende in Deutschland - Geschwindigkeit - Kosten?

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Skynet1982 schrieb:
[...]Wo gibt es denn in NS Verteilernetzen dünne "Massekabel" ?
Gerade in Gebieten aus den 1960er-1970er mit Gas- und Ölheizungen liegen oftmals noch Kabel des Typs NKBA mit Querschnitten zwischen 50mm2 und 95mm2 oftmals mit Alu-Leiter. Heute gebräuchlich sind 150mm2 oder 185mm2. Mindestens genauso problematisch sind Gebiete mit Niederspannungsfreileitungen, dort betragen die Querschnitte 70mm2 oder 95mm2, auch Alu. Zumindest in dem Netzgebiet, dass ich kenne.

Die Gleichzeitigkeit bei WP ist recht hoch, an einem einzelnen Strang muss man mit 1 rechnen.

Beim Haushaltsstrom (ohne Wärmeanwendungen) sind die Gleichzeitigkeiten viel geringer...
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Bei 100 WE kann man ohne Stromwärmeanwendungen mit 1,6 A (entspricht ca. 1 kW bei Drehstrom) rechnen, weil eben der E-Herd, der Fön, der Wasserkocher nicht so oft laufen.

Gedanke: Wie viele Wasserkocher laufen bei 100 Wohneinheiten gleichzeitig? Drei?

Das ergäbe dann für diesen Strang 2 kW x 100 x 0,03 = 6 kW auf diesen Strng durch Wasserkocher.

Bei der Wärmepumpe beträgt die Gleichzeitigkeit wie oben beschrieben 1, macht dann:

4 kW x 100 x 1 = 400 kW

Dazu kommen dann noch die E-Fahrzeuge, bei 100 Fzg. rechnet man mit einer Gleichzeitigkeit von 0,15:

11kW x 100 x 0,15 = 165 kW

Dies nur beispielhaft um die Größenordnung des Problems zu verstehen. Die Lasten pro WE werden sich in den Gas- und Ölheizungsgebieten ca. verfünffachen. Dafür sind die Netze nicht ausgelegt.

Netzausbau? Klar, nur mit was und wem? Bei uns geht in den nächsten 10 Jahren ein Drittel der Mannschaft in den Ruhestand und die Zahl der Studierenden in Elektrotechnik ist seit Jahren rückläufig...
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chaopanda schrieb:
[...]Evtl. sollte man sich von dem Gedanken trennen, dass umweltschonendere bzw. umweltfreundlichere Fortbewegung oder Gebäudeheizung per se günstiger oder kostenneutral ist.[...]
Das sag mal den Menschen, die verzweifelt nach beuahlbaren Wohnraum suchen.

Wir bräuchten dringend mehr Wohnungen, es leben immer mehr Menschen in diesem Land und der Staat marodiert durch Verbote und Auflagen den vorhandenen Bestand. Ist doch irre.

Eine schlecht gedämmte Wohnung ist immer noch besser als gar keine.
 
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Ja, die Ostsee ruinieren...
Den Katalysator, den wir mit unserem Handeln alleine nicht beheben können. Ich habe auch nicht, gesagt, das nichts getan werden muss. Ich glaube nur, dass viele Menschen durch all diese Maßnahmen ihr Hab und Gut verlieren werden, weil die zeitliche Granze ziemlich knapp bemessen ist.
 
SW987 schrieb:
Eine schlecht gedämmte Wohnung ist immer noch besser als gar keine.
Für kommende Generationen schon. Man könnte ja einfach moderne Wohnung ohne Gewinnabsicht bauen, sozialer Wohnungsbau. Solls mal gegeben haben bis man meinte, die Prviaten können das viel besser!
Ergänzung ()

Andy4 schrieb:
Ja, die Ostsee ruinieren...
Ja also doch noch mehr EE. die LNG sind doch ohenhin nur ne Notlösung.
 
SW987 schrieb:
Gerade in Gebieten aus den 1960er-1970er mit Gas- und Ölheizungen liegen oftmals noch Kabel des Typs NKBA mit Querschnitten zwischen 50mm2 und 95mm2 oftmals mit Alu-Leiter. Heute gebräuchlich sind 150mm2 oder 185mm2. Mindestens genauso problematisch sind Gebiete mit Niederspannungsfreileitungen, dort betragen die Querschnitte 70mm2 oder 95mm2, auch Alu. Zumindest in dem Netzgebiet, dass ich kenne.
Muss man bei solchen Häusern eine Wärmepumpe unbedingt mit Strom betreiben ? Den Verdichter der Wärmepumpe kann man auch mit einem Verbrennungsmotor betreiben. Dessen Abwärme man mit Hilfe der Wärmepumpe weitgehend zurückgewinnen kann. Bei einer Lebensdauer von 20 Jahren ist das m.E.eine brauchbare Übergangslösung.
Wir bräuchten dringend mehr Wohnungen, es leben immer mehr Menschen in diesem Land
Nein, die Bevölkerungszahl wurde in den letzten Jahren allein durch Zuwanderung gehalten, in den Wirtschaftszentren mit vielen Arbeitsplätzen gibt es Wohnungsmangel. Es gibt aber auch Gebiete mit Wohnungsüberschüssen, aber keinen Arbeitsplätzen . Die m² pro Nase sind auch deutlich gewachsen.
Und die "Baby-Boomer" kommen jetzt in ein Alter, wo sie erst in Rente gehen und dann langsam aussterben. Was die Bevölkerungszahl nicht unbedingt erhöht.
 
Zuletzt bearbeitet:
mkossmann schrieb:
Den Verdichter der Wärmepumpe kann man auch mit einem Verbrennungsmotor betreiben
Das ist ja ein grandioser Vorschlag. Die direkte Nutzung von der Verbrennungswärme ersetzen mit der Wandlung von Öl zu Kinetisch unter Nutzung der Abwärme, statt Strom zur Wandlung in kinetische zu nutzen. Damit ersetzt du einfache (WP) oder einfachste (Öl/Gasbrenner) mit komplex und einfach. Dazu hast du dann nicht nur die Luftgeräusche, sondern noch einen Verbrenner dazu. Macht m.M.n. überhaupt keinen Sinn, allein de Mehraufwand für Pflege und Wartung.
 
SW987 schrieb:
Das sag mal den Menschen, die verzweifelt nach bezahlbaren Wohnraum suchen.
Probleme gegeneinander ausspielen hilft aber niemandem.

Das eine Problem betrifft Bestandsimmobilien, das andere das Grundproblem, wenn sich Menschen in Ballungszentren ansiedeln wollen.

Persönlich würde ich es zum Beispiel begrüßen, wenn man nicht sämtliche (größeren / großen) Innenstädte mit reinen Büro-Immobilien zupflastern würde und mehr Mischnutzung den Zuschlag bekäme.
SW987 schrieb:
Wir bräuchten dringend mehr Wohnungen, es leben immer mehr Menschen in diesem Land und der Staat marodiert durch Verbote und Auflagen den vorhandenen Bestand. Ist doch irre.
Was wir als Bevölkerung brauchen, sind fexiblere Arbeitsmodelle, wo sie sinnvoll sind und mehr Jobs auch im kleinstädtischen bzw. ländlichen Bereich mit adäquater Entlohnung und ordentlicher öffentlicher Strukturen (Ärzte, Feuerwehr, etc.). Dann braucht man nämlich nicht mehr zwingend im f**cking Speckgürtel oder irgendwo im teuren gentrifizierten Viertel nach ner Bleibe suchen müssen.

SW987 schrieb:
Eine schlecht gedämmte Wohnung ist immer noch besser als gar keine.
Das ist korrekt. War früher so und wird es auch in Zukunft sein. Genauso gilt, dass eine schlechter gedämmte Wohnung auch früher schon teurer war im Unterhalt, was das heizen angeht. Daran wird sich aus meiner Sicht sehr wahrscheinlich auch in naher Zukunft nicht ändern.

Andy4 schrieb:
Ja, die Ostsee ruinieren...
Den Katalysator, den wir mit unserem Handeln alleine nicht beheben können.
Einer muss im Zweifel aber anfangen und sich in einem so wichtigen wie inovativen Bereich zurücklehnen ist für den Wirtschaftsstandort Deutschland katastrophal und verdammt peinlich. Am Ende wird dann wieder rumgeheult, weil man nix "Made in Germany" hat, was konkurrenzfähig ist. Persönlich hätte ich auch keine LNG Terminals hingezaubert und mir Gas und Öl von den Saudis erbettelt. Das ist mMn wiederum der Preis für die Samthandschuhe gewesen, mit denen wir hierzulande bei dem Thema angefasst werden wollen.
 
Zuletzt bearbeitet: (Umformuliert)
SW987,

So ausführlich wäre nicht nötig gewesen, ich stand da kurz auf dem Schlauch . Zumindest in Hinblick auf Wallboxen sieht es im Berliner Umland in abgelegenen Wohngebieten mit unzureichenden Querschnitten bei Beantragung beim EVU so aus: "Abgelehnt"...Läuft also mit der E-Mobilität auf dem Lande...
 
chaopanda schrieb:
Probleme gegeneinander ausspielen hilft aber niemandem.[...]
Es geht darum, dass jetzt im Moment Wohnungen gebraucht werden und das neue GEG ganz sicher kein Wohnungsbeschaffungsprogramm darstellt sondern das Gegenteil.
Ergänzung ()

Skynet1982 schrieb:
[...]Zumindest in Hinblick auf Wallboxen sieht es im Berliner Umland in abgelegenen Wohngebieten mit unzureichenden Querschnitten bei Beantragung beim EVU so aus: "Abgelehnt"...Läuft also mit der E-Mobilität auf dem Lande...
Was soll der Netzbetreiber machen? Er kann nicht überall gleichzeitig das Netz ausbauen.
 
SW987 schrieb:
Es geht darum, dass jetzt im Moment Wohnungen gebraucht werden und das neue GEG ganz sicher kein Wohnungsbeschaffungsprogramm darstellt sondern das Gegenteil.
Wenn in der einen Region Wohnraum zurück gebaut werden muss, weil mehr ab- als zuwandern und andere Regionen - vornehmlich die ganz großen Städte - nicht hinterherkommen, dann liegt das Problem ganz wo anders.

Einfach stumpf alles zupfastern, verdichten und noch weiter dort konzentrieren, wo sowieso schon viel konzentriert ist, behebt, wenn überhaupt so halbwegs das Symptom, aber nicht die Ursache/n.

Lange Investitionsstaus sind immer schlecht - egal, ob privat, öffentlich oder im Unternehmen. Ich darf die Diskussion über eine neue Heizung seit gut 5 Jahren mit meinen Eltern führen. Es ging immer irgendwie, weil "geht ja noch von den Abschlägen her" und "Solar lohnt sich hier im Norden nicht auf dem Dach". Dabei waren die Kosten vor 2022 schon absurd. Das, was für Rücklagen oder eine langfristige Planung dagewesen wäre, landete in anderen "Projekten". Jetzt müssen sie, weil die Anlage nun doch die Hufe hoch reißt - mit den denkbar ungünstigsten Bedingungen im Rücken. GEG hin oder her.
 
chaopanda schrieb:
Genauso gilt, dass eine schlechter gedämmte Wohnung auch früher schon teurer war im Unterhalt, was das heizen angeht.
Das ist richtig, aber die Kosten waren überschaubar.
Z.B.: Hier im Haus mit 9 Wohnungen lagen meine Heizkosten für das Jahr 2022 bei 1000€.

Gruß
R.G.
 
rgbs schrieb:
Das ist richtig, aber die Kosten waren überschaubar.
Z.B.: Hier im Haus mit 9 Wohnungen lagen meine Heizkosten für das Jahr 2022 bei 1000€.
Ich wohne mit Familie in einer Wohnung, bei der wir im Jahr auf knapp 400EUR Heizkosten kommen - Mehrfamilienhaus, knapp 70m², Passivbauweise. Davor lagen wir im Mehrfamilienhaus aus den 60er Jahren bei knapp 1.200 EUR (inflationsbereinigt wären es heute wohl eher über 1.500EUR) für ne Wohnung mit etwa 50 m².

Und darauf will ich hinaus. Alte Bausubstanz/alte Bauweise kommt ohne sinnvolle wie nennenswerte Modernisierung da schlicht nicht hin wo moderne Mehr- und Einfamilienhäuser liegen. Da wurde schlicht gepennt und von der Substanz des Baus gelebt seitens der Vermieter / Besitzer über die letzten Jahrzehnte.
 
Hallo

SW987 schrieb:
Wir bräuchten dringend mehr Wohnungen, es leben immer mehr Menschen in diesem Land und der Staat marodiert durch Verbote und Auflagen den vorhandenen Bestand.
Die Einwohnerzahl ist in Deutschland seit 1990 ziemlich konstant bei ca. 81-84 Millionen Menschen:
https://de.statista.com/statistik/d...wicklung-der-gesamtbevoelkerung-deutschlands/
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/01/PD23_026_124.html
2011 ging es etwas runter, 2015 und 2022 ging es wegen den Flüchtlingen etwas rauf, ob die Flüchtlinge dauerhaft oder temporär bleiben wird sich zeigen.

Grüße Tomi
 
Zuletzt bearbeitet:
chaopanda schrieb:
Alte Bausubstanz/alte Bauweise kommt ohne sinnvolle wie nennenswerte Modernisierung da schlicht nicht hin wo moderne Mehr- und Einfamilienhäuser liegen
Wobei sinnvoll eben genau der Casus Knacksus ist.
Schon allein die Erneuerung der Dämmung der Nordfassade ( da hat es die Befestigungen der Verkleidung zerlegt ) kostet laut letzter Eigentümerversammlung ca. 45.000 €.
Die 5000 € pro Eigentümer müssen ja auch erst einmal aufgebracht werden.

Gruß
R.G.
 
rgbs schrieb:
Schon allein die Erneuerung der Dämmung der Nordfassade ( da hat es die Befestigungen der Verkleidung zerlegt ) kostet laut letzter Eigentümerversammlung ca. 45.000 €.
Wie groß ist denn die Fassade?
 
chaopanda schrieb:
Einfach stumpf alles zupfastern, verdichten und noch weiter dort konzentrieren, wo sowieso schon viel konzentriert ist, behebt, wenn überhaupt so halbwegs das Symptom, aber nicht die Ursache/n.
Das passt dann in Konsequenz zu den Alteingesessenen hier in der Kleinstadt, die sich mit Händen und Füßen gegen die Erweiterung der ansässigen Betriebe/Konzerne wehren, weil jetzt schon der Wohnungsmarrt und die gesamte Infrastruktur überlastet ist.

Also muss man im Zweifel die Arbeitgeber dazu zwingen, ihre Betriebe dort (neu) zu bauen, wo es Wohnraum gibt. Bingo, da dürften einige gleich in Regionen auswandern, in denen man heute und in Zukunft mit günstigerer Energie rechnen kann (also ins Ausland).

chaopanda schrieb:
Da wurde schlicht gepennt und von der Substanz des Baus gelebt seitens der Vermieter / Besitzer über die letzten Jahrzehnte.
Bisher wurde einfach das gemacht, was wirtschaftlich sinnvoll war. Aber mittlerweile reicht es ja nicht mehr, wenn man Fenster und Etagenheizung auf einen "sinnvollen" Stand bringt, da muss auhc aus einem >50 Jahre alten Haus ein Minusenergiehaus draus gebastelt werden.

Ob ich bisher das Geld in die Modernisierung oder in die Nebenkosten stecke, war wirtschaftlich oft völlig egal. Damit meine ich keine seit den 1960en unsanierte Wohnung, in denen sich die zahlungsschwachen Altmieter darüber freuen, dass sie die Miete noch zahlen können und es mit ihrem Heizverhalten selber in der Hand haben, wie hoch ihre Nebenkosten ausfallen. An meinen 200€ Nebenkosten im Jahr kann ich nichts mehr optimieren, an den 15000 kWh Gas im Altbau meiner Mutter hätte man optimieren können.

Viele Dinge lassen sich halt im MFH mit einer WEG nur gemeinsam erledigen. Da kann ich nicht nur die Außenfassade meiner Wohnung dämmen, da sind gleich mind. 12 Wohneinheiten mit 12 Eigentümern betroffen.

rgbs schrieb:
Schon allein die Erneuerung der Dämmung der Nordfassade ( da hat es die Befestigungen der Verkleidung zerlegt ) kostet laut letzter Eigentümerversammlung ca. 45.000 €.
Die 5000 € pro Eigentümer müssen ja auch erst einmal aufgebracht werden.
Mal unabhängig davon, dass dies wohl eine zwingende Erneuerung der Fassage ist, stellt sich aus Sicht einer energetischen Sanierung die Frage, ob alle Wohnungen eine Verbindung zur Nordfassade haben. Sonst würde ich dem als rein energetische Sanierung nur zustimmen, wenn alle Fassaden gleichzeitig energetisch saniert würden.
 
Zuletzt bearbeitet:
gymfan schrieb:
..., ob alle Wohnungen eine Verbindung zur Nordfassade haben. Sonst würde ich dem als rein energetische Sanierung nur zustimmen, wenn alle Fassaden gleichzeitig energetisch saniert würden
Laut unserer Teilungserklärung gehören die Außenwände zum Gemeinschaftseigentum.
Und nur zur Info, eine energetische Sanierung aller Fassaden, würde weit über 200.000 € kosten.

Gruß
R.G.
 
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Andy4 schrieb:
Die Menschen auf Rügen wollen das nicht: Aber wir machen das trotz dem.
Da möchte ich mich bitte von abgrenzen und der ganze Terror mit ständigen Demos geht mir hier schon seit einer Weile auf den Zeiger. Da wird was davon gefaselt, dass ein paar Schiffchen und eine Plattform ja die ach so heiligen Urlauber vergrault (über die hier sonst immer gerne abgelästert wird). Ich behaupte, die Plakate und die Demos vergraulen viel mehr Urlauber. Denn wer hat im Urlaub Bock auf Politik?

Die Umweltthematik ist in den allermeisten Fällen auch nur vorgeschoben. In erster Linie geht's den Leuten um die Kohle. Vor allem jene, die auf Demos bekannte rechte Parolen brüllen. Die haben sich vorher auch nicht für die Umwelt interessiert. Jetzt auf einmal ist die wichtig, weil's um den eigenen Arsch geht. Könnt ich kotzen bei so ner Heuchelei. Die einzige Ausnahme war wohl die Demo von Fridays for Future letzte Woche. Denen kaufe ich wenigstens ab, dass sie sich Gedanken um die Umwelt machen. Bezeichnenderweise hatte das Ganze sichtlich weniger Zulauf als der rechte Mob, der Scholz und Habeck begrüßt hat.

Des Weiteren würde es allen Beteiligten guttun, das Thema mal etwas differenziert zu betrachten. Auf der einen Seite wollen die Leute auf ihre Gasheizung nicht verzichten. Auf der anderen Seite soll es keine LNG-Terminals geben. Merkste selber, wa?

Wenn wir so ein Teil brauchen, dann kann das gerne vor Rügen platziert werden. Die Infrastruktur ist schon da, sogar die Pipeline-Teile liegen hier noch rum. Es ist tatsächlich eine ziemlich offensichtliche Lösung. Klar mag es sein, dass wir das am Ende nicht brauchen. Aber Vorsicht ist bekanntlich besser als Nachsicht. Wird das Teil nicht gebaut und im Winter schießen die Gaspreise wieder in die Höhe, ist die Heulerei auch wieder groß.

Aber nuja, vielleicht erledigt sich das Thema am Ende von selbst. RWE ist ja schon ausgestiegen. Die große Plattform ist über Nacht verschwunden, die Schiffchen sind noch da. Stören mich persönlich beim morgendlichen Planschen immer noch nicht. Der werte Herr Bürgermeister nimmt derweil weiß Gott wie viel Geld in die Hand, um einen Star-Anwalt zu bezahlen. Klar, dafür hat die Gemeinde Geld. Mal was für die Jugend tun, die hier seit Jahren brachial vernachlässigt wird? Nö, kein Geld, sorry.

Das nur mal als "Betroffener" dazu. =P
 
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gymfan schrieb:
Das passt dann in Konsequenz zu den Alteingesessenen hier in der Kleinstadt, die sich mit Händen und Füßen gegen die Erweiterung der ansässigen Betriebe/Konzerne wehren, weil jetzt schon der Wohnungsmarrt und die gesamte Infrastruktur überlastet ist.
Da mag ich mich unklar ausgedrückt haben oder aber du hast etwas hineininterpretiert, was ich so nicht gesagt habe. Passiert.

Mir geht es nicht darum, dass man in Ballungszentren nicht neu bauen soll. Mir geht es darum, dass dies allein die Ursache nicht behebt und damit die Situation nicht heilen kann.

Damit die Menschen eben nicht alle Richtung Großstadt gehen (müssen), braucht es gescheit bezahlte Jobs auch in der Breite im weniger dicht besiedelten Raum.

Außerdem braucht auch ein Ballungsraum Grünflächen. Und damit meine ich nicht nur 3 Bäume am Straßenrand, sondern ordentliche Naherholungsflächen.

gymfan schrieb:
Also muss man im Zweifel die Arbeitgeber dazu zwingen, ihre Betriebe dort (neu) zu bauen, wo es Wohnraum gibt. Bingo, da dürften einige gleich in Regionen auswandern, in denen man heute und in Zukunft mit günstigerer Energie rechnen kann (also ins Ausland).
Da muss man sich als Region halt mal um Planung und Entwicklung kümmern. Das es möglich ist, zeigt u.a. Ludwigslust.

Im Übrigen kann man Reisende nicht immer aufhalten. Wen es ins Ausland zieht, der/die möge dort von ganzem Herzen glücklich werden.

gymfan schrieb:
Bisher wurde einfach das gemacht, was wirtschaftlich sinnvoll war.
In vielen Fällen wohl eher einfacher, weil man sich keinen Kopf gemacht hat. Das es nicht jede/r immer kann, okay, aber dann muss die Frage gestattet sein, ob die aktuelle Immobilie noch das richtige ist.

gymfan schrieb:
Damit meine ich keine seit den 1960en unsanierte Wohnung, in denen sich die zahlungsschwachen Altmieter darüber freuen, dass sie die Miete noch zahlen können und es mit ihrem Heizverhalten selber in der Hand haben, wie hoch ihre Nebenkosten ausfallen.
Das ist Aufgabe der jeweiligen Stadtentwicklung, da sozial ausgegleichend aktiv zu werden.

Wenn ich aber mitnehmen muss, dass z.B. die Stadt Hamburg erst Baufläche freigibt mit der Auflage, dass Sozialer Wohnraum bei raus kommen muss und am Ende 90% Eigentumswohnungen entstehen, dann ist das halt ein absoluter Planungs-Fail.
 
Es scheint sich doch so langsam Wiederstand breit zu machen. Es ist ja auch schier unmöglich.

Spiegel Artikel...

Länder wollen Habecks Heizungsgesetz wohl entschärfen

Das Kabinett stimmte für den Austausch von Millionen Öl- und Gaskesseln – doch der Streit hält an. Laut einem Medienbericht wollen nun die Länder Habecks Heizungsgesetz über den Bundesrat in mehreren Punkten abschwächen.
 
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