Energiewende in Deutschland - Geschwindigkeit - Kosten?

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chaopanda schrieb:
Damit die Menschen eben nicht alle Richtung Großstadt gehen (müssen), braucht es gescheit bezahlte Jobs auch in der Breite im weniger dicht besiedelten Raum.
Was m.M.n. dazu führen würde, dass irgendwer Jobs (und auch Freizeitangebote) außerhalb der Großstädte schaffen müsste. Ob der Dran in die Großstadt aber immmer ein "müssen" ist? Warum gibt es den Fachkräftemangel nicht nur in Großstädten?

chaopanda schrieb:
Da muss man sich als Region halt mal um Planung und Entwicklung kümmern. Das es möglich ist, zeigt u.a. Ludwigslust.
Das mag bei Neuansiedlungen funktionieren. Wenn Industriebetriebe schon seit Jahrzehnten vor Ort sind, dann bleibt schon auf Grund der eigenen Infrastuktur (u.A. Ver- und Entsorgung sowie Logistik) nur die Erweiterung am Standort oder perspektivisch die Aufgabe des Standortes.

chaopanda schrieb:
Im Übrigen kann man Reisende nicht immer aufhalten. Wen es ins Ausland zieht, der/die möge dort von ganzem Herzen glücklich werden.
Der Konzern hat weltweit Standorte und sich entschlosse, bis 2027 (auf Grund der Erweiterungsmöglichkeiten vor Ort) ca. 1 Mrd € hier zu investieren. Ich bin darum sehr froh, das sichert nicht nur meinen Arbeitsplatz (und den von derzeit 7000 Kollegen), sondern ebenfalls die Arbeitsplätze diverser lokaler Handwerksbetriebe und teilweise auch vom regionalen Handel.

chaopanda schrieb:
In vielen Fällen wohl eher einfacher, weil man sich keinen Kopf gemacht hat. Das es nicht jede/r immer kann, okay, aber dann muss die Frage gestattet sein, ob die aktuelle Immobilie noch das richtige ist.
Anscheinend hast Du schon vor 20 Jahren damit gerechnet, dass man seinen Altbau nicht nur instandhalten und wirtschaftlich sinnvoll modernisieren muss, sondern dass er irgndwann kernsaniert werden muss, damit man ihn überhaupt noch bewohnen darf.

Ich hätte beim Kauf der Wohnung Ende der 1990er nicht damit gerechnet, dass man die gesamte Siedlung mal kernsanieren muss, um die Heizung von Gas-Etagenheizungen auf eine Zentralheizung umzustellen. Damit habe ich noch nicht einmal vor 5-10 Jahren gerechnet, erst recht nicht in so kurzer Zeit.

Nehme ich in meinem Fall die 15000 kWh Gasverbrauch (2019 noch mit der alten Gas-Therme) für Heizen, Warmwasser und Kochen, dann komme ich mit der Gaspreisbremse (aktuell könnte man schon wieder billigere Verträge abschließen) auf 1500€ Mehrkosten im Jahr. Das sind mickrige 125€/Monat Mehrkosten für eine 97 qm Wohnung. Das neue Gas-Brennwertgerät dürfte eher weniger verbrauchen.

Die 1500€ könnte ich als Vermieter einfach als Minderung der Kaltmiete an den Mieter weiter geben (der Mietspiegel hat sowas bei Neuverträgen schon lange einbezogen). Dann hätte ich als Vermieter also 125€ weniger Kaltmiete, der Mieter keine Mehrkosten, er könnte Teile der Kosten durch einen günstigeren Gasliefervertrag und beim Heizverhalten einsparen.

Im Gegensatz dazu stehen die Kosten für eine Kernsanierung (Umstellung auf Zentralheizung) plus Dämmung, noch bessere Fenster und Wohnraumlüftung, anteilig als einer von 12 Eigentümern (oder gar 43, wenn die gesamte Siedlung ein eigenes BHKW bekommen sollte). Damit sind die 1500€ Verlust pro Jahr durch geringere Mieteinnahmen lächerlich.

Und das alles nur, weil die Regierung unfähig ist, sich um klimaneutralen Ersatzbrennstoff kümmern zu wollen und es, im Gegensatz zum Verbrennerverbot beim PKW, nicht immer eine individuelle Lösung gibt.

chaopanda schrieb:
Wenn ich aber mitnehmen muss, dass z.B. die Stadt Hamburg erst Baufläche freigibt mit der Auflage, dass Sozialer Wohnraum bei raus kommen muss und am Ende 90% Eigentumswohnungen entstehen, dann ist das halt ein absoluter Planungs-Fail.
Wie auch immer sich die Stadt mit sowas abfinden kann. Wobei Eigentumswohnungen zunächst mal nicht gegen Sozialen Wohnraum sprechen müssen, auch wenn das oft der Fall sein wird.
 
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gymfan schrieb:
Anscheinend hast Du schon vor 20 Jahren damit gerechnet, dass man seinen Altbau nicht nur instandhalten und wirtschaftlich sinnvoll modernisieren muss, sondern dass er irgndwann kernsaniert werden muss, damit man ihn überhaupt noch bewohnen darf.
Es mag dir seltsam vorkommen, aber genauso habe ich das auch in der Vergangenheit gehandhabt. Mag auch daran liegen, dass ich im engeren Familienkreis hautnah erleben durfte, was passiert, wenn man das nicht macht bzw. wenn dann ungeplant das Geld für etwas fehlt. Für mich war einfach früh klar, dass ich das nicht will nur um sagen zu können "ich hab ein Haus".
gymfan schrieb:
Das mag bei Neuansiedlungen funktionieren. Wenn Industriebetriebe schon seit Jahrzehnten vor Ort sind, dann bleibt schon auf Grund der eigenen Infrastuktur (u.A. Ver- und Entsorgung sowie Logistik) nur die Erweiterung am Standort oder perspektivisch die Aufgabe des Standortes.
Mein Heimatort hatte all das, was du aufzählst. Und trotzdem hat es die Stadtverwaltung nebst Umkreis geschafft, den Standort derart unattraktiv zu machen, dass das bisschen Industrie/Gewerbe, was war, größtenteils weg ist. Hinzu kam dann immer schlechtere ärztliche Versorgung. Die haben einfach keine ordentliche und zielgerichtete Modernisierung bzw. Verbesserung des Standorts und seiner Attraktivität hinbekommen. Von mal knapp 30.000 Einwohner sind noch knapp 20.000 geblieben. Innerhalb von 20 Jahren. Ich wäre gern zurück, aber von der Infrastruktur her ist der Ort so schlecht angebunden, das es für mich inkl. Familie und meinen derzeitigen Arbeitgeber einfach nicht passt. Das ist einfach traurig mitanzusehen, wenn eine Region sich selbst abhängt und nur noch rumjammert anstatt was dagegen zu tun.
 
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Bestimmt, schließ dich doch schonmal in den Bunker ein und halt Funkstille. Dann finden Sie dich nicht.

PS: Außerdem "Bild berichtet". Bild fährt seit Monaten eine Schmierenkampagne gegen die Grünen. Warum wissen wir ja, Chef Döpfner möchte die FPD stärken und hat entsprechende Order rausgegeben. Das ist astreine politische Meinungsmache durch Medien, die sonst immer anderen unterstellt wird, ohne BEweise zu haben. Hier liegen konkrete und eindeutige Beweise vor, die exakt das belegen und die sonst so empörten Kreise störts keinen Meter. Ist ja im eigenen Interesse, die Opfer das eigene Feindbild, da geht das halt in Ordnung.
 
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Hallo

Jelais schrieb:
Dem steht diese Meldung gegenüber
https://www.spiegel.de/wirtschaft/s...aerfen-a-6807f949-b88a-428e-aa3c-f0a279e5b0a9
Zitat:
"Länder wollen Habecks Heizungsgesetz wohl entschärfen
Das Kabinett stimmte für den Austausch von Millionen Öl- und Gaskesseln – doch der Streit hält an. Laut einem Medienbericht wollen nun die Länder Habecks Heizungsgesetz über den Bundesrat in mehreren Punkten abschwächen."

Die einen wollen verschärfen und andere wollen entschärfen, das gibt noch ein langes Tauziehen.
Ich als Eigentümer würde jetzt noch gar nichts sanieren und erstmal abwarten bis die fertig sind.

Grüße Tomi
 
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Tomislav2007 schrieb:
Die einen wollen verschärfen und andere wollen entschärfen, das gibt noch ein langes Tauziehen.
Und am Ende vom Tauziehen ein Unentschieden. Der Entwurf wird nicht mehr substantiell geändert.
 
Hallo

Samurai76 schrieb:
Und am Ende vom Tauziehen ein Unentschieden.
Bzw. mehrere kleine Kompromisse in verschiedenen Bereichen.
Mir ist das noch zu unsicher um jetzt schon eine Sanierung zu planen, lieber noch abwarten bis die mit dem Tauziehen fertig sind und die entgültige Lösung steht.

Grüße Tomi
 
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Tomislav2007 schrieb:
Ich als Eigentümer würde jetzt noch gar nichts sanieren und erstmal abwarten bis die fertig sind.

Grüße Tomi
Mich trifft das erst einmal nicht, da ich zur Miete wohne und das Haus bereits mit einer Wärmepumpe beheizt wird. Aber meine Eltern stöhnen jetzt schon. Sie heizen mit Flüssiggas . Auf dem Land geht zurzeit nur Öl oder Flüssiggas, wenn man mit fossilen Brennstoffen heizt. Wärmepumpe wird bei dem Haus kaum möglich sein. Das Haus ist von 1860, hat ca eine Raumhöhe von 3,50. Es wurden vor zehn Jahren zwar Recht gute Fenster eingebaut und Dach sowie die Räume so gut wie möglich gedämmt (jedenfalls soweit es die Bausubstanz und der Denkmalschutz es zugelassen hat). Aber die Heizung braucht jetzt eine Vorlauftemperatur von ca. 65 Grad um die Räume vernünftig zu heizen. Das wird mit einer Wärmepumpe schwierig werden. Eigentlich steht bei meinen Eltern noch eine Photovoltaik Anlage an. Eigentlich würde zugesichert, dass sie Zulassung im Rahmen des Denkmalschutzes nur eine Formsache sei. Diese Formsache dauert nun aber schon fast zwei Jahre. Und der dazugehörige Schriftverkehr füllt schon fast einen ganzen Ordner.

Naja und da die jetzige Heizungsanlage knapp 14 Jahre alt ist, grübeln meine Eltern schon, was sie jetzt tun sollen.
 
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whtjimbo schrieb:
Real-Life Beispiel (in gleicher Gegend), Wohnung im Mehrfamilenhaus wird meist von anderen mitbeheizt, ähnliche Fläche bei ca. 85qm:
1) Mehrfamilienhaus von 2018, ohne selbst zu heizen: 20-21 Grad im Winter, kleine Heizkörper, minimal die Heizung auf: 24 Grad
2) Mehrfamilienhaus von 1998, ohne selbst zu heizen: 16-18 Grad im Winter, mittlere Heizkörper, um auf 24 Grad zu kommen, muss man gut aufdrehen

beide Varianten: keine Wärmepumpe stattdessen Gasheizung
sollman also
auch Fall 1) knalhart auf WP im Jahr 2048 umstellen müssen?
reicht nicht in Fall 2) das Haus vernünftig zu dämmen?
Zu deinem Beispiel an sich: k.A. ob Dämmen alleine ausreichend würde. Nicht jede Bausubstanz findet alleiniges Dämmen ohne weitere Maßnahmen gut. Schimmel dank Kältebrücke oder weil die Feuchtigkeit über den Keller hoch aber nicht weg kommt. Bockt beides nicht.

Wäre in dem Beispiel der Anschluss ans Fernwärme-Netz eine Option? Persönlich finde ich nämlich, es muss nicht immer eine autarke / eigenständige Wärmequelle im Haus geben.

Aber das ist auch, was ich mit sinnvoll modernisieren meine. Nicht jeder Altbau ist gleich. Dem muss bzw. sollte ich mir bei Kauf der Immobilie aber bewusst sein. Gas war sehr lange immer recht günstig. Öl ging auch noch immer irgendwie. Konnte man sich drauf ausruhen. Sinnvoll war / ist das aber in den seltensten Fällen.
 
Und was spricht dagegen, es entsprechend als Kommune auszubauen? Dann hast zwar die Frage beim "Gemeinschaftskraftwerk" - am Ende bist aber wahrscheinlich deutlich flexibler, was Lärmbelastung und Umweltschutz angeht im Vergleich zu einzelnen Anlagen.

Ich finde z.B. auch einen Mix aus PV und Fremdversorgung gut. Risikodiversifikation. Müsste z.B. mit Warmwasser auch funktionieren, wenn man da zumindest einen Teil durch Kollektoren jagt.

Muss ja nicht immer ganz oder gar nicht sein. Wenn am Ende noch so 5% Gas verbrannt werden müssen... ja meine Güte, wir als Menschen gasen auch den lieben langen Tag in der Gegend rum. Irgendwas ist immer.
 
chaopanda schrieb:
Und was spricht dagegen, es entsprechend als Kommune auszubauen? Dann hast zwar die Frage beim "Gemeinschaftskraftwerk" - am Ende bist aber wahrscheinlich deutlich flexibler, was Lärmbelastung und Umweltschutz angeht im Vergleich zu einzelnen Anlagen.
Das wird wie alles eine Preisfrage sein. Und wer für was aufkommen soll.
Fernwärme wäre mir auch lieber. Weniger Technik im Haus. Aber außerhalb von Großstädten sind die Fernwärmenetze eine Seltenheit.
Ergänzung ()

chaopanda schrieb:
wir als Menschen gasen auch den lieben langen Tag in der Gegend rum
Wohl war. :D
 
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chaopanda schrieb:
Muss ja nicht immer ganz oder gar nicht sein. Wenn am Ende noch so 5% Gas verbrannt werden müssen... ja meine Güte, wir als Menschen gasen auch den lieben langen Tag in der Gegend rum. Irgendwas ist immer.
genau das ist der Punkt, durch gute Effizienz kann man den Verbrauch drosseln, und den politischen "Klimazielen" nah dran sein
Ergänzung ()

chaopanda schrieb:
Wäre in dem Beispiel der Anschluss ans Fernwärme-Netz eine Option? Persönlich finde ich nämlich, es muss nicht immer eine autarke / eigenständige Wärmequelle im Haus geben.
komischerweise bei
a) wäre das theoretisch möglich, da die Stadtwerke dort schon ein gewisses Netz haben
b) leider in der "Kleinstadt" gar nicht vorhanden
 
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Kinschal schrieb:
Das wird wie alles eine Preisfrage sein. Und wer für was aufkommen soll.
Ja, sicher. Für lau ist das auch nicht.
Kinschal schrieb:
Aber außerhalb von Großstädten sind die Fernwärmenetze eine Seltenheit.
Ich finde, Dänemark hat das eigentlich recht solide geplant und umgesetzt. Evtl. könnte sich zumindest die eine oder andere Kommune da was von abschauen.
whtjimbo schrieb:
genau das ist der Punkt, durch gute Effizienz kann man den Verbrauch drosseln, und den politischen "Klimazielen" nah dran sein
Fänd ich übergangsweise auch durchaus legitim und so interpretiere ich des Gesetz (wie es geplant ist) auch. Denn da steht ja durchaus auch drin, das nicht wirklich jede Anlage sofort raus muss.
 
Kinschal schrieb:
Aber außerhalb von Großstädten sind die Fernwärmenetze eine Seltenheit.
Dann sucht man sich einen Bauernhof in der Nähe mit dem man ein Nahwärmenetz aufbaut.
 
Wenn ich lese, dass die Klimafolgen Kosten von "bis zu 900 Mrd. Euro" betragen soll, dann muss ich schmunzeln.
900 Mrd. Euro / 83. Mio. Menschen = 10.975€ pro Bundesbürger? Und deswegen sollen nun alle E Autos kaufen und Wärmepumpen einbauen, sich verschulden, Immobilien verkaufen, weil sie sich den Umbau nicht leisten können? In Deutschland sind die Stromkosten pro kWh schon mit die höchsten. Wir verbrennen weiterhin viel Kohle und der Bürger soll die Zeche für alles Zahlen? Das sind die Märchen, die uns erzählt werden. Aber diese Studie ist halt lachhaft, wie viele Studien auch, wenn man sich dann mal die Verflechtungen anschaut, welche Personen da in führenden Positionen sitzen...Vetternwirtschaft wohin man schaut. Steuergelder, die verschwendet werden. 100. Mrd. die für die Bundeswehr verpulvert werden, aber die 900 Mrd. Klimakosten sind auf ein mal soooo schlimm? Deutschland könnte man morgen von der Landkarte radieren, es würde dem Klima nichts nützen, schade egtl.

Ja für Modernisierung. Ja zu mehr Klimaschutz, aber bezahlbar, in realistischen Zeiträumen, für den Bürger durchführbar und annehmbar, wirtschaftlich vernünftig. Aber so?

Ich glaub bei Markus Lanz saß mal vor ein Wochen ein Politiker aus Berlin, der meinte, dass es allein 100 Jahre dauern dürfte um alle Bestandimmobilien in Berlin vernünftig zu dämmen. 100 Jahre. Nur Berlin...man fragt sich eigtl. was in diesen Menschen, die uns repräsentieren sollen so vorgeht.
 
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Buttkiss schrieb:
Dann sucht man sich einen Bauernhof in der Nähe mit dem man ein Nahwärmenetz aufbaut.
Na wenn das alles so einfach geht, auf gehts!
Mal eben einen Bauernhof suchen und ein Fernwärmenetz aufbauen...
Wer soll das bezahlen?
 
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getexact schrieb:
Wenn ich lese, dass die Klimafolgen Kosten von "bis zu 900 Mrd. Euro" betragen soll, dann muss ich schmunzeln.

Bei den Klimafolgen geht es nicht nur um Geld. Es geht darum, dass weite Teile des Planeten schlicht unbewohnbar werden könnten, und das in für Menschen abschätzbaren Zeiträumen irreversibel. Die Folgen davon lassen sich nicht ernsthaft beziffern. Aber ich persönlich würde dann doch lieber wie eine arme Kirchenmaus in einem für Menschen bewohnbaren Ökosystem leben als mit einem Arsch voll Geld in einer Gluthölle. Mal etwas überspitzt dahergesagt.

Klar, interessiert hierzulande die Wenigsten, aber spätestens bei den Klimaflüchtlingen bekommt dann auch der Deutsche unter Garantie Schnappatmung. Wenn die erstmal in Massen unterwegs sind, wird es auch zu spät sein, etwas gegen die Ursachen zu unternehmen.

getexact schrieb:
Ja für Modernisierung. Ja zu mehr Klimaschutz, aber bezahlbar, in realistischen Zeiträumen, für den Bürger durchführbar und annehmbar, wirtschaftlich vernünftig.
Klingt toll, hätten wir haben können, wenn wir in den 80er oder wenigstens 90er Jahren mal angefangen hätten. Aber da wurde man ja noch als Spinner bezeichnet, wenn man vor dem Klimawandel warnte. Wir haben zu lange nichts/zu wenig getan, da brauchen wir uns jetzt über die Quittung echt nicht beschweren.
 
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OdinHades schrieb:
Es geht darum, dass weite Teile des Planeten schlicht unbewohnbar werden könnten
Wenn das so wäre, und die Klimaapokalypse droht, dann stell ich mir aber eher weniger solch politische Programme vor, und Verbrenner aus ab 2035 usw. Wenn uns der Kollaps wirklich drohen würde, was würdest du tun?
Als Regierung würde ich Schulden ohne Ende aufnehmen, jedem Bundesbürger ne WP einbauen lassen, nen E-Fahrzeug vor die Tür stellen, sämtliche klimaschädlichen Dinge verbieten und Turmprojekte starten, wie überdemensionierte PV Anlagen auf dem Meer oder auf Seen. 10000 Windräder bauen lassen. Atomkraft laufen lassen, damit wenigsten kein neues CO2 in die Welt gepustet wird. Aber das hier? Ist lachhaft fürs Klima. Im planetaren Kontext sind unsere Gießkannen Prinzipien und wirtschaftliche Anreize doch noch ein größerer Witz.

Damit rettest du nicht den Planeten. Das muss uns allen doch klar sein? So naiv kann man doch gar nicht sein oder? Denkst du also, dass wenn nun jeder seine Öl und Gas Heizung wegschmeißen würde und durch eine WP ersetzen würde, alles perfekt läuft, der Klimawandel vor Deutschland und der Welt halt macht? Really?
OdinHades schrieb:
Wir haben zu lange nichts/zu wenig getan
WIR finde ich schon mal schwer im Kontext einer globalen Gesellschaft, die Regierungen untersteht und Gesetzen, die vorgeben wie wir leben und arbeiten müssen und konsumieren sollen und die von userern Steuereinnahmen lebt.

Kein Konsum = keine Einnahmen = keine Arbeitsplätze = Armut = Krieg. Am Ende macht ein anderes System also nicht wirklich Sinn.

Wenn du zurück in die Höhle ziehen willst, was hindert dich daran? Geh doch mit gutem Beispiel voran.
 
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