Energiewende in Deutschland - Geschwindigkeit - Kosten?

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spinthemaster schrieb:
Da steht "Anzahl eingebauter Wärmepumpen pro 1000 Haushalte in 2022". Das sagt nichts darüber aus, wie viele Wärmepumpen insgesamt verwendet werden.
Das habe ich auch nicht behauptet. Es ging um das Verhältnis, den großen Unterschied und mit welchen Methoden die Grünen das nun erzwingen wollen, obwohl bei der Energieversorgung der Länder es erhebliche Untetschiede gibt (Kern- und Wasserkraft).
 
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Erkekjetter schrieb:
Du verweigerst dich also ggf. Einem demokratischen mehrheitsbeschlusses? Sehr freiheitlich demokratisch. Ich dachte genau das vertretet „ihr“ so vehement?
Das GEG ist schon in Kraft?
 
Erkekjetter schrieb:
Du bist der irre, der meinte im namen der bevölkerung zu reden. Samurai und ich haben das eben nicht getan. Bitte spiegele dein verhalten nicht auf andere.
Hast du schon vergessen, was du vor ein paar Minuten geschrieben hast?:freak:
 
Gothic47 schrieb:
Deindustrialisierung unter dem Label Energiewende
Dornröschenschlaf der Politik und Industrie oder EE Mangel (oder allgemeiner Energiemangel z.B. in Bayern) als Ursache kommt nicht in Frage?

Gothic47 schrieb:
Deindustrialisierung
Heißt übrigens nicht, wenn man sein lokales Geschäft an ausländische Investoren verkauft, die aller wenigsten Investoren ziehen anschließend mit der Fabrik um. Und von massiven Produktionskürzungen bzw. gar Betriebsstillegungen habe ich noch nichts vernommen.
 
Weil das in der Regel ein schleichender Prozess ist.

Wenn sich die Probleme dann in die elitäre grüne Blase gefressen haben, sind halt die anderen schuld, die die genialen Pläne nicht verstanden haben.
 
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SW987 schrieb:
Die staatlich garantierte Einspeisevergütung wurde unter Rot-Grün (Schröder/Trittin) eingeführt.
Ja, ich habe mich aber auf diese Aussage bezogen:
SW987 schrieb:
Dann staatlich garantierte Einspeisevergütungen für Anlagen, deren Strom in der Niedrigpreisphase (mittags mit viel Sonne und Wind) an der Börse für nahe Null Cent pro kWh verschleudert werden muss.
Und das hat nichts mit der Einspeisevergütung zutun, sondern mit der Ausgleichsmechanismusverordnung.

Die Einspeisevergütung ist per se überhaupt kein Problem. Wie hoch ist dein Nettostrompreis? Und wie hoch ist die durchschnittliche Einspeisevergütung?
Du wärst wohl froh, wenn du deinen Strom netto für die durchschnittlichen 15-18ct/kWh Einspeisevergütung bekommen würdest. Dein Tarif ist höchstwahrscheinlich unabhängig vom Börsenpreis, und der Nettopreis liegt eher nicht darunter. Dein Anbieter hat also keine Mehrkosten, wenn er dir EEG-Strom liefern muss. Und vor der AusglMechV war das auch der Fall. Jetzt muss er an die Börse, und da liegt der Preis auch mal unter der Einspeisevergütung. Die Differenz wird über die EEG-Umlage finanziert.

Ich hab dich da jetzt schon ein paar Mal darauf hingewiesen. Hast du denn überhaupt kein Interesse an den Fakten?
 
SW987 schrieb:
sind halt die anderen schuld,
Also das Prinzip CDU wie es Merz aktuell leibt und lebt?

Gothic47 schrieb:
Ja. Und zwar dabei, das hier ein astreiner Verschwörungshannes am Werk ist. Warum sollte man solchen abstrusen Gedanken in einer ernsthaften Diskussion nur eine Sekunde Zeit widmen?

Web-Schecki schrieb:
Hast du denn überhaupt kein Interesse an den Fakten?
Das ist auch eine eher rein rhetorische Frage oder? Ihn interessiert doch auch nicht der Fakt, dass die anderen Energieträger auch und sogar stärker subventioniert werden/wurden. Ihn empören die EE Subventionen, nicht Subventionen als solches. Oder ganz kurz gesagt sein Interesse liegt bei Polemik und nicht mehr.
 
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Web-Schecki schrieb:
Die Einspeisevergütung ist per se überhaupt kein Problem.[....]
Doch, wenn der erlöste Spotmarktpreis für EE-Strom unter der Einspeisevergütung liegt, dann muss für diese Differenz jemand aufkommen.
Web-Schecki schrieb:
Wie hoch ist dein Nettostrompreis? Und wie hoch ist die durchschnittliche Einspeisevergütung?
Du wärst wohl froh, wenn du deinen Strom netto für die durchschnittlichen 15-18ct/kWh Einspeisevergütung bekommen würdest. Dein Tarif ist höchstwahrscheinlich unabhängig vom Börsenpreis, und der Nettopreis liegt eher nicht darunter. Dein Anbieter hat also keine Mehrkosten, wenn er dir EEG-Strom liefern muss. Und vor der AusglMechV war das auch der Fall. Jetzt muss er an die Börse, und da liegt der Preis auch mal unter der Einspeisevergütung. Die Differenz wird über die EEG-Umlage finanziert.[...]
Und wer hat diese EEG-Umlage (welche letztes Jahr abgeschafft wurde) bezahlt und damit die Differenz zwischen Einspeisevergütung und Erlös des EE-Stroms ausgeglichen? Der Stromkunde. Und wer bezahlt ab jetzt für diese Differenz? Der Steuerzahler.
Web-Schecki schrieb:
Ich hab dich da jetzt schon ein paar Mal darauf hingewiesen. Hast du denn überhaupt kein Interesse an den Fakten?
Du kannst mich tausendmal auf irgendetwas hinweisen, aber dadurch verschwindet die Differenz zwischen Einspeisevergütung und Erlös des EE-Stroms auf dem Spotmarkt nicht.

Im März waren das 630 Mio. € Minus. Was ist daran nicht zu verstehen?
 
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SW987 schrieb:
Der Stromkunde. Und wer bezahlt ab jetzt für diese Differenz?
Die Netzbetreiber, da alle Börsenerlöse ÜBER den festgelegten Vergütungssätzen in das EEG-Konto eingezahlt werden.
SW987 schrieb:
Im März waren das 630 Mio. € Minus. Was ist daran nicht zu verstehen?
Ja, stimmt, auf den ersten Blick sehr plausibel. Dieser Wert ist aber nicht für private PV Anlagen, sondern für gesamt EE. Also besonders auch inklusive der Entschädigungszahlungen an die abgeregelten professionellen Windanlagen, die kein privater PV Betreiber erhält, soweit ich weiß. Warum sind diese Zahlungen so hoch? Weil die Leitungen nach Bayern nicht dick genug sind. Zumindest in manchen Situationen. Warum wird nicht regulatorisch eingegriffen und die EE Anbieter verpflichtet, einen gewissen Teil des Strom speichern bzw. den Überschuss lokal verwenden zu können? So, wie es die privaten Erzeuger derzeit immer verstärkter machen, ganz ohne Zwang? Eben, weil die angebotenen Entschädigungen es wirtschaftlich uninteressant macht. Was wiederrum nicht heißt, dass dieses nicht wirtschaftlich möglich wäre, nur der Umsatz mit Entschädigung ist derzeit einfach besser und einfacher.
Ergänzung ()

Samurai76 schrieb:
die abgeregelten professionellen Windanlagen,
Die ja meines Wissens nach Versteigert und durch individual Verträge gar nicht an der gesetzlichen Förderung hängen.
 
Samurai76 schrieb:
Warum wird nicht regulatorisch eingegriffen und die EE Anbieter verpflichtet, einen gewissen Teil des Strom speichern
ein sehr guter Punkt, die EE Förderung sollte bereits jetzt nur noch in Speichermöglichkeiten und nicht weiteren Ausbau fliessen
 
SW987 schrieb:
Doch, wenn der erlöste Spotmarktpreis für EE-Strom unter der Einspeisevergütung liegt, dann muss für diese Differenz jemand aufkommen.
Das setzt voraus, dass der EE-Strom auf dem Spotmarkt gehandelt wird, was vor der AusglMechV eben nicht der Fall war.

SW987 schrieb:
Du kannst mich tausendmal auf irgendetwas hinweisen, aber dadurch verschwindet die Differenz zwischen Einspeisevergütung und Erlös des EE-Stroms auf dem Spotmarkt nicht.
Die Differenz gibt es aber nicht, wenn der EE-Strom nicht auf dem Spotmarkt gehandelt wird, sondern vorrangig verbraucht werden muss.

SW987 schrieb:
Was ist daran nicht zu verstehen?
Das Frage ich mich auch.
Lies bitte einfach den mehrfach verlinkten Wikipedia-Artikel zur AusglMechV.
 
whtjimbo schrieb:
ein sehr guter Punkt, die EE Förderung sollte bereits jetzt nur noch in Speichermöglichkeiten und nicht weiteren Ausbau fliessen
Zumindest sollte Erzeugung und Speicherung nicht getrennt betrachtet werden. EE sollen die thermischen Kraftwerke ersetzen (welche allein über Jahrzehnte das Land versorgt haben). Dies können die EE, wenn überhaupt, nur in Verbindung mit Speichern. Also EE+Speicher als gemeinsame Anlage oder gar nicht. Dann hängt auch ein ehrliches Preisschild dran.
Ergänzung ()

Web-Schecki schrieb:
Das setzt voraus, dass der EE-Strom auf dem Spotmarkt gehandelt wird, was vor der AusglMechV eben nicht der Fall war.[...]
Die AusglMechV wurde bereits vor Jahren durch die EEV ersetzt, derzeit gilt.

Web-Schecki schrieb:
Die Differenz gibt es aber nicht, wenn der EE-Strom nicht auf dem Spotmarkt gehandelt wird, sondern vorrangig verbraucht werden muss.[...]
Das gibt es aber, weil EE-Strom am Spotmarkt verkauft wird!

In welchem Gesetz genau steht, dass der EE-Strom vorrangig verbraucht werden muss und von wem?
Web-Schecki schrieb:
Das Frage ich mich auch.
Lies bitte einfach den mehrfach verlinkten Wikipedia-Artikel zur AusglMechV.
Weshalb?

Ich lese lieber was derzeit gilt...

1683455597126.png

link
 
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SW987 schrieb:
Im März waren das 630 Mio. € Minus. Was ist daran nicht zu verstehen?
Auch verschweigst du die erwirtschaftete Summen aus dem Jahr 2021. +15.017.250.960,98€ und 2022 mit 4.407.592.428,14€, aus deiner Quelle für 2022. Und ja, auch da gab es Monate mit negativem Saldo, -356.482.824,63€ 06/2021.
SW987 schrieb:
Also EE+Speicher als gemeinsame Anlage oder gar nicht. Dann hängt auch ein ehrliches Preisschild dran.
Also so, wie es die privaten Betreiber derzeit sowieso schon verstärkt machen. Warum? Bei einem Strompreis um 30€Cent macht Speicher Sinn. Bei einem Industriestrompreis für 6€Cent macht es keinen, da wird schon die eigene PV Anlage ohne Speicher spannend in der Kalkulation. Wenn wir mal das ehrliche Preisschild nehmen. Wieviel wird diese Subvention, die dem Stromnetz nicht förderlich ist, unterm Strich wohl kosten? Ich denke, mehr als die EEG Förderung für private Betreiber, besonders, wenn man die ungünstigen Marktanreize mit betrachtet, die dadurch entstehen.
 
Samurai76 schrieb:
Die Netzbetreiber, da alle Börsenerlöse ÜBER den festgelegten Vergütungssätzen in das EEG-Konto eingezahlt werden.[...]
Für das EEG Konto muss eit letztem Jahr der Steuerzahler gerade stehen.
Samurai76 schrieb:
Ja, stimmt, auf den ersten Blick sehr plausibel. Dieser Wert ist aber nicht für private PV Anlagen, sondern für gesamt EE. Also besonders auch inklusive der Entschädigungszahlungen an die abgeregelten professionellen Windanlagen, die kein privater PV Betreiber erhält, soweit ich weiß. [...]
Diese Redispatchkosten werdne nicht über das EEG Konto ausgeglichen, die gehen in die Netzentgelte.
Samurai76 schrieb:
Warum sind diese Zahlungen so hoch? Weil die Leitungen nach Bayern nicht dick genug sind. Zumindest in manchen Situationen. Warum wird nicht regulatorisch eingegriffen und die EE Anbieter verpflichtet, einen gewissen Teil des Strom speichern bzw. den Überschuss lokal verwenden zu können? [...]
Tja, warum wohl nicht? Frag mal beim BMWK. ;-)
Samurai76 schrieb:
So, wie es die privaten Erzeuger derzeit immer verstärkter machen, ganz ohne Zwang? Eben, weil die angebotenen Entschädigungen es wirtschaftlich uninteressant macht. Was wiederrum nicht heißt, dass dieses nicht wirtschaftlich möglich wäre, nur der Umsatz mit Entschädigung ist derzeit einfach besser und einfacher.[...]
Schon klar.
Samurai76 schrieb:
Die ja meines Wissens nach Versteigert und durch individual Verträge gar nicht an der gesetzlichen Förderung hängen.
Abgeregelte Windenergieanlagen werden entschädigt, die Kosten stecken in den Netzentgelten und müssen vom Stromkunden getragen werden.
 
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das ding ist, private solar analgen helfen vor allem tagsüber wenn private personen den strom gar nicht benötigen, die meisten inudstrie unternehmen verballern ihren strom nicht nahcts sondern tags. also win win.
 
Samurai76 schrieb:
Bei einem Industriestrompreis für 6€Cent macht es keinen, da wird schon die eigene PV Anlage ohne Speicher spannend in der Kalkulation. Wenn wir mal das ehrliche Preisschild nehmen. Wieviel wird diese Subvention, die dem Stromnetz nicht förderlich ist, unterm Strich wohl kosten? Ich denke, mehr als die EEG Förderung für private Betreiber, besonders, wenn man die ungünstigen Marktanreize mit betrachtet, die dadurch entstehen.
wenn man die geschätzten 30++ Milliarden für "6 Cent Industriestrompreis" stattdessen in Speicherausbau nimmt profitiert doch langfristig das Gesamtsystem, EE Erzeuger können speichern und müssen nicht für 0 Cent verkaufen weil Überangebot besteht, der Strompreis unterliegt nicht massiven Schwankungen, Smartmeter sind dann nicht erforderlich, Strom ist unabhängig vom Wind/Sonne
 
Samurai76 schrieb:
Auch verschweigst du die erwirtschaftete Summen aus dem Jahr 2021. +15.017.250.960,98€ und 2022 mit 4.407.592.428,14€, aus deiner Quelle für 2022. Und ja, auch da gab es Monate mit negativem Saldo, -356.482.824,63€ 06/2021.[...]
Ich verschweige gar nichts. Ich habe bereits mehrfach erläutert, dass der derzeit hohe Stand zwei Gründe hat:

1. Die mehrfachen Milliardenzuschüsse durch den Staat im letzten Jahr
2. Die exterm hohen Börsenstrompreise im letzten Jahr


Samurai76 schrieb:
Also so, wie es die privaten Betreiber derzeit sowieso schon verstärkt machen. Warum? Bei einem Strompreis um 30€Cent macht Speicher Sinn. Bei einem Industriestrompreis für 6€Cent macht es keinen, da wird schon die eigene PV Anlage ohne Speicher spannend in der Kalkulation. Wenn wir mal das ehrliche Preisschild nehmen. Wieviel wird diese Subvention, die dem Stromnetz nicht förderlich ist, unterm Strich wohl kosten? Ich denke, mehr als die EEG Förderung für private Betreiber, besonders, wenn man die ungünstigen Marktanreize mit betrachtet, die dadurch entstehen.
Du übersiehst m. E. etwas. Im Strompreis von 30 Cent stecken nicht nur Erzeugungskosten, sondern auch Netzkosten, Konzessionsabgabe, Messentgelte und weitere Steuern und Abgaben. Die verschwinden doch nicht, weil man an eine PV-Anlage einen Speicher hängt.
 
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