whtjimbo schrieb:
ich greife nochmal meine These auf:
wäre es nicht sinnvoll die VW-Staatsbeteilingung zu verkaufen, die 7-8 Milliarden in Energiespreicher und Entwicklung zu investieren
Verscherbeln wir doch das letzte Tafelsilber in D. Das hat bei den Wohnungen schon hervorragend geklappt, beim Hamburger Hafen wurde es gerade verhindert, also können wir in Wolfsburg doch für 1/12 des BW-Sondervermögens damit weiter machen.
Warum lassen wird nicht erst einmal die 400 Mio (Plankosten, das werden wohl eher 600-800 Mio) für den nuztlosen Neu-/Ausbau des Kanzleramtes weg, dann die Mrd. an Steuergeldern für die Verhandlungen der Klagen gegen alle möglichen, teils zwingend nötigen Infrastrukturprojekte (Südlink, Brenner-Anbindung). Dann noch viele der unsinnigen Mio. an "Entwicklingshilfe" (z.B. Förderkredite im Bereich Umwelt- und Klimaschutz von 450 Mio für China, Museeumbauten in Afrika usw.). Da kämen in ein paar Jahren locker die 8 Mrd zusammen ohne den Einfluss auf VW (und auch die Dividenden, sind aber beim aktuelen Kurs nur 7,35%, also nicht der Rede wert) aufgeben zu müssen.
whtjimbo schrieb:
eventuell noch ein Klimasoli von Arbeitnehmer und Arbeitgeber, bspw. 25 Euro AN, 50 Euro AG pro Monat der Klimasoli sollte nur in Speichertechnologien investiert werden
Welchen Mist sollen AG/AN noch alles (zusätzlich) fördern und dabei vorhandene Alternativen weiterhin bewusst ignorieren? Was nützt die ganze Forschung am KIT (und sonstwo in D, davon höre ich nur in den Medien am meisten), wenn es niemanden gibt, der die Sachen auch (klein- oder großtechnisch) realisieren will, weil es günstiger ist, für abgeschaltete Windräder Geld zu kassieren.
whtjimbo schrieb:
nach 5-10 Jahren sind wir soweit, so dass weder eine WP noch E-Auto zur Diskussion steht, dank der Energiespeicher
Das hört sich so an, als ob die gesamte Welt unfähig in der Forschung wäre und es nur ein paar subventionierte deutsche Wissenschaftler im Handumdrehen schaffen würden, billige, umweltschonende, hochkapzitive und leichte Akkus in ein paar Jahren zur Marktreife zu entwickeln. Das ganze dann natürlich nur mit Ressorcen, welche in D (oder anderen Staaten, die einem gerade weltpolitisch genehm sind) zur Verfügung stehen.
whtjimbo schrieb:
könnten wir den Endkunden-Strompreis tatsächlich auf stabiles und niedriges Niveau (<<10 Cent/kWh) bringen, wenn bspw. im Sommer alle EE Anlagen auf vollen Touren laufen und die Speicher aufladen
So lange wir in den übrigen Zeiten die Abschaltung von Windkraftanlagen zahlen anstatt die Betreiber endlich dazu zu zwingen, den Strom zu speichern, wenn sie Geld dafür haben wollen, wird das nichts. Müssten die Betreiber seit >20 Jahren den überschüssigen (Wind- und Solar) Strom selber speichern (Lösungen dazu gibt es, die sind aber natürlich alle teurer wie X Ct/kWh nicht abgegebenen Strom zu kassieren), wären wir schon erheblich weiter.
whtjimbo schrieb:
bei niedrigem Strompreis ist es egal, ob die WP dann JAZ<2 hat bei ungedämmten Haus, oder ob das E-Auto mehr als 30kWh bei 130km/h verbraucht
Dir ist es also egal, wenn Du alle 50km drei Stunden fürs Laden warten musst, weil die Akkus (anscheinend als einzige zugelassene Lösung) keine entspchenede Kapazität aufweisen können? Oder wenn alternativ die Autos so groß und und in der Anschaffung so teuer sind, dass sie sich viele nicht leisten können.
Mir wären kurzfristig synthetische Kraftstoffe für 4-5€/Liter viel lieber (Pendler werden seit Jahrzehnten von den übrigen Steuerzahlern subventioniert, das muss man dann zur Not z.B. durch Abschaffung des Dienstwagenprivilegs erhöhen), dann müsste man nicht 40 Mio. Verbrenner verschrotten und durch nicht finanzierbare E-Autos ersetzen. Das ganze nochmal als Ersatz für fossiles Erdgas (Heizöl=Diesel, ist also mit dem ersten Punkt schon erledigt) und jeder könnte sich selber ausrechnen, ob er seine Gas- oder Ölheizung bei den neuen Kosten weiter betreiben möchte oder nicht. Nur leider führt das nicht zu einer staatlich verordnetetn Wirtschaftsförderung sondern nur zur Eigenverantwortung der Bürger.
whtjimbo schrieb:
ist mir persönlich lieber als in Deutsche Bahn weiterhin Geld reinzustecken
Ich fände eine Zukunftsaussicht wie in den USA nicht wirklich erstrebenswert, wo ich bis an mein Lebensende auf ein Auto angewiesen wäre, weil es quasi keinen ÖPNV gibt. Die Straßen müssen auch modernisiert werden, siehe den Zustand der Brücken und Straßen in D. Wenn wir schon für so mickrige Dinge wie die Leverkusener Rheinbrücke oder auch die Talbrücke Rahmede der A45 Jahrzehnte für einen Ersatz benötigen, dann nützt mir ein bezahlbares E-Auto mit besseren Akkus alleine auch nichts. Egal, ob ich das selber fahre oder es autonom gesteuert wird.