Energiewende in Deutschland - Geschwindigkeit - Kosten?

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SW987 schrieb:
Bedauerlich, dass Du wiederholt versuchst von der Tatsache abzulenken, dass angeblich wirtschaftliche Anlagen staatlich garantierte Vergütungen zu gesprochen werd
Was sollen diese lächerlichen Unterstellungen? Ich habe dir mehrfach zugestimmt. Und du hast es doch fast verstanden:
SW987 schrieb:
Wahrscheinlich keines, aber gesicherte Erzeugungsleistung hat nun mal ihren Preis.
Der Energiemarkt ist nunmal staatlich gelenkt. Zum Glück, sonst gäbe es mit Sicherheit keine flächendeckende, zuverlässige Stromversorgung.

SW987 schrieb:
Lass gut sein. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich rein zufällig eine derartig verwandte Besetzung in diesem engen Machtgefüge einstellt geht m. E. gegen Null. Das widerspräche doch jeglicher Lebenserfahrung.
Die Besetzung von Staatssekretären ist für gewöhnlich alles andere als zufällig. Wer sollte sowas behauptet haben?

SW987 schrieb:
Ich verstehe genau weshalb hier von gewisser Seite "Fehler und gut" gerufen wird, als handele es ich um einen Flüchtigkeitsfehler eines Schuljungen. Läuft nicht!
Niemand macht das. Im Gegenteil habe ich es als "Skandal" bezeichnet.
Du empörst dich an Strohmännern, die meinen Aussagen offensichtlich(!) diametral gegenüberstehen. Und bist nicht in der Lage, inhaltlich Stellung zu nehmen zu meiner Kritik an deiner pauschlen Ablehnung aller Studien, die vom BMWK in Auftrag gegeben werden. Peinlich...

SW987 schrieb:
Es gibt auch noch sowas wie ein gesellschaftliches Klima.
Du hast doch aelbst gesagt, der Schiedsrichter entscheide in Bremen, und die Bürger hätten ein gutes Gespür usw.?
Natürlich war das völliger Blödsinn - in Bremen wird nicht über die Energiepolitik abgestimmt und vor allem zählten bei dieser Wahl eher Personen und weniger Inhalte oder Parteizugehörigkeit. Dennoch sehr bezeichnend, wie du jetzt das Wahlergebnis kommentierst.
 
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SW987 schrieb:
Auch das sind Kosten der grünen Energiewende...

Anhang anzeigen 1357460

Es gibt auch noch sowas wie ein gesellschaftliches Klima.

Die Ergebnisse der Kommunalwahl in Kiel von gestern hast du absichtlich nicht dargestellt?

Kiel2023-1.png

Kiel2023-2.png


Man kann Wahlergebnisse nicht einfach so vergleichen, ohne die Hintergründe zu kennen...
 
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SW987 schrieb:
Die einfachste und ehrlichste Maßnahme wäre diese wirtschaftlichen Anlagen in die Eigenwirtschaftlichkeit zu entlassen.
Wie Du ja jetzt weisst wurden und werden die fossilen Energieträger um ein vielfaches höher subventioniert. Wie steht es da mit der Eigenwirtschaftlichkeit?
SW987 schrieb:
Ich finde auch, dass jeder EE-Anlagenbetreiber die freie Wahl haben sollte wie er seine Ware vermarktet.
Der absolute Großteil der EE-Anlagenbetreiber produziert den Strom für den Eigenverbrauch, die Einspeisung bzw. die peanuts an Einspeisevergütung sind vollkommen irrelevant und nicht ausschlaggebend. Die kann gerne sofort abgeschafft werden, es würden deshalb nicht weniger pv-Anlagen gebaut werden. Du kannst es ja auch versuchen so zu sehen das diese Leute ihr eigenes Geld aufbringen um Deine Luft und Lebensqualität zu erhöhen, gern geschehen. :p
SW987 schrieb:
Auch das sind Kosten der grünen Energiewende...
Also so wie ich die Wahlbeobachter gestern verstanden habe wird der Verlust der Stimmen eher der Personalie der Spitzenkandidatin zugeschoben die offenbar sogar in ihrer eigenen Partei nicht gut ankommt. Auf ganz schleswig-holstein betrachtet haben die Grünen sogar hinzugewonnen. Was soll das jetzt aussagen?
"Bürger in Wut" herrlich :p
 
Zuletzt bearbeitet:
spinthemaster schrieb:
du absichtlich nicht dargestellt?
Das ist doch nun seitenlang dokumentiert, dass dieser user und seine entourage regelmässig nur das wahrnehmen, was in den eigenen narrativ passt und alles widersprüchliche ignorieren. Siehe auch die diskussion um die subventionen, die bei fossilen okay geht, bei ee aber verteufelt wird ohne das fundiert dargelegt wird, warum eigentlich. Oder beim thema spotmarkt oder „dunkelflaute“. Es wird sich nur rausgepickt, was passt und dabei ignoriert, dass das die seltensten fälle sind.

Was an sich schade ist, denn der ein oder anderen valide und diskussionswürdige punkt wird ja angesprochen, geht aber in der restlichen politischen agenda unter. So dreht sich die diskussion sinnlos im kreis.
 
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@SW987
Den Graichen-Clan kann man sicherlich kritisieren ... aber an einer Studie gibt es entweder wissenschaftlich begründbare Zweifel, oder sie ist eben einfach valide.
Das hat nichts mit "Schuljunge" zu tun, sondern ist einfach der Standard in der wissenschaftlichen Community.
Ob dir das passt oder nicht, ist vollkommen irrelevant.

Nimm dir eine Studie des Öko-Instituts her, und zeige methodische Fehler auf (dass da ein Graichen verantwortlich zeichnet, ist keiner).
Wenn du das nicht kannst oder willst, dann ist das eben einfach dein Pech und weder ein Problem der Graichens noch eines meiner Probleme.
 
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Buttkiss schrieb:
Wie Du ja jetzt weisst wurden und werden die fossilen Energieträger um ein vielfaches höher subventioniert. Wie steht es da mit der Eigenwirtschaftlichkeit?
Zu Subventionen für erneuerbare Energien damit zu argumentieren, dass es diese bei fossilen Energieträgern auch und in höherer Menge gibt, ist nicht wirklich ok. Da dieser Vorwurf regelmäßig geäußert wird:

Fairer Weise, und völlig unabhängig davon, ob und wie Subventionen jedweder Art bewertet werden, ist das für mich auch nur ein Strohmann.
 
Subventionen sind ein Mittel, wirtschaftspolitisch Entwicklungen zu steuern - man wäre in DE und auch in der EU gut beraten, dieses Mittel (zukünftig) so einzusetzen, dass man zu einem deutlich klimafreundlicheren Wirtschaftsstandort wird.

Achtung - Gedankenexperiment:

Man beschließt, Saubere Luft und sauberes Wasser soll das erklärte Ziel sein.

Wenn jetzt das politische Handeln dazu führt, dass man die Subvention von der Kohle abzieht und im Bereich Photovoltaik mehr verteilt, dann flankiert es eben genau dieses Ziel.

Eigentlich recht simpel.

Aber es bleibt dabei - wenn man Subventionen nicht richtig einsetzt, verlieren sie unter Umständen einen Teil oder komplett ihre Steuerungsfunktion bzw. Steuerungsmöglichkeit. Das darf bzw. muss man aus meiner Sicht dann auch ansprechen (dürfen).
 
Zuletzt bearbeitet:
@Capet
das das ok ist hat ja auch niemand gesagt. Es ging genau anders herum um das ständige Beschweren einiger User hier über die gesellschaftliche Belastung der Subventionierung von erneuerbarer Energie ohne jedoch zu bemerken oder darauf einzugehen das die fossilen eben sogar noch viel höher subventioniert wurden und werden.
Auch interessant, das Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung kommt zu dem Schluss das...
"70 Milliarden Euro weniger an Subventionen und zusätzlich jedes Jahr mehr Einnahmen durch eine faire Besteuerung fossiler Energieträger würden auf einen Schlag alle Sorgen der künftigen Bundesregierung über die Finanzierung der ökologischen Transformation lösen."
"Allein der Preis für Kohle müsste in Deutschland viermal höher sein, als er derzeit ist."
 
Ja, das ist ein "beiderseitiger" Strohmann.
 
SW987 schrieb:
Sorry, aber m. M. n. ist das Geschwurbel
Das denke ich mir bei deinen ganzen Texten auch jedesmal. Du musst schon in einer echt großen Blase leben.
SW987 schrieb:
Bin ich nicht, da nachts keine Sonne scheint.

Und Wind weht natürlich auch keiner:freak: Kann man sich nicht ausdenken wie du dir nur das rauspickst was dir gerade in deine eigene Diskussion passt. Das Sonne immer irgendwo scheint und Wind immer irgendwo weht, das gibt es in deiner Welt scheinbar nicht.
SW987 schrieb:
Ehrlich jetzt? Ist es so schwer sich vorzustellen, dass Geschwister, Ehegatten und sonstige Verwandte in einer sehr bemerkenswerten Dichte sich Studien und Posten zuschieben? Come on!
Seit wann ist ein Trauzeuge automatisch ein Familienmitglied? Das ist einfach falsch was du dir hier zusammen reimst und hat nur einen Zweck... die Grünen ins schlechte Licht zurücken. Aber was will man von dir anderes erwarten.
 
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Buttkiss schrieb:
"Allein der Preis für Kohle müsste in Deutschland viermal höher sein, als er derzeit ist."
Vom Herbst bis Frühling diesen Jahres war Braunkohle in allen Baumärkten quasi dauer ausverkauft, weil die eben günstiger als Holz oder Holzbriketts zum heizen war. Ist natürlich im Vergleich zu einem Kraftwerk wenig, aber wir haben diverser Male die Onlineshops der Baumärkte durchgeschaut - und hier im Ruhrpott sind das einige. Holz und Holzbriketts hat man gegen genug Geld immer bekommen. Aber wenn 10kg Holbriketts ~7€ kosten und 25kg Braunkohle ~8€ kosten und einen höheren Heizwert pro kg haben, ist das am Ende wohl ne einfache Sache für die Meisten. Die Preise schwanken natürlich mega, aber das letzte Mal, als wir so nen 25kg Ding Braunkohle gekauft haben, waren die Dinger bei 7,99€. Mittlerweile bekommt man die 10kg Holzbriketts auch für 3-4€, aber vor Jahren konnte man die auch schon mal für unter 2€ das Paket bekommen.
 
Trumpf schrieb:
Zum Glück sind die Franzosen bereit, sich um die Versorgungssicherheit Deutschlands zu sorgen.
Ja das mit der Atomenergie funktioniert so super das Frankreich durch Dürre die eigenen Atomkraftwerke herunterfahren musste und 2022 mehr Strom importieren musste als es exportiert hat.

Aber nice try 😂
 
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@Trumpf
Das Gleiche hast Du doch vor zwei Seiten schon mal gepostet und meinem Tipp Dir doch mal den Sinn des europäischen Verbundnetzes anzuschauen bist Du offenssichtlich nicht nachgekommen.
Deutschland exportiert und importiert permanent Strom aus und ins Ausland. Das war auch schon vor dem Abschalten der AKW so und ist heute immer noch so. Seit 2003 exportierte D immer mehr Strom als es importierte. 2022 haben die Exporte sogar einen neuen Höchststand erreicht und Frankreich ist der größte Abnehmer von deutschem Strom.
Im letzten Jahr stammten ganze1,4% der Nettostromerzeugung Deutschlands aus importierten Atomstrom. Wow...

... also ja, läuft richtig gut ;)
 
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Trumpf schrieb:
Versorgungssicherheit Deutschlands
Warum sollten deutsche Kraftwerke hochregeln, wenn in F grad ein Überschuss vorhanden ist? Nur, weil D mal wieder einen Tag mehr importiert hat, heisst es doch lange nicht, dass hier die Erzeugung am Ende ist. Manche Schlüsse von Fakten erzeugen bei manchen Leuten echt scheinbar Kurzschlüsse...

Die Jahresbilanz '23 mit F ist für D übrigens immer noch positiv, 7,5GWh zu 3,2GWh, ein Exportüberschuss von 4,3GWh. Aber suche bitte weiter noch solchen Tagesbedigungen, ich finde das amüsant.
 
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Buttkiss schrieb:
Das Gleiche hast Du doch vor zwei Seiten schon mal
Das wird er jetzt jedes Mal machen, wenn wir exportieren und schweigen, wenn wir exportieren. So funktioniert Propaganda/eine Agenda....
Das er dabei wie Samurai anmerkt dabei auch noch ignoriert, wozu es ein Verbundnetz in der EU gibt, ist dann halt Nebensache.

Nehmt es euch als Beispiel und seht es euch an und lernt daraus. So verfahren Propagandisten/Menschen mit einer ideologischen Agenda und so funktioniert seit je eher das Prinzip einer AfD. Es ist und bleibt, bis auf Details das stets selbe vorgehen.
 
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Einen Monat nach der Abschaltung der AKW stellt die Bundesnetzagentur die Auswirkungen auf den Strommarkt fest. Keine.
Der Strompreis ist leicht gesunken.
 
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Warum EE-Anlagen garantierte Vergütungen bekommen? Weil sie ansonsten niemand bauen würde.
Egal ob Wind, PV, Biogas, Wasserkraft....
Wenn deine Amortisationszeit selbst mit Festvergütung bei +-10 Jahren liegt - Wie soll die Rechnung denn bei variabler Vergütung aussehen?
Dann passiert in Sachen Ausbau genau eines: Nix.
Kein Mensch, der wirtschaftlich denkt, baut auf gut Glück Anlagen, die dann mit Hoffnung auf gute Erlöse nach 15 Jahren EVENTUELL mal rentabel sein könnten.
Ebenso werden die Banken beim Geschäftsmodell auch nicht mitmachen. Gerade die PV-Kleinanlagen im Bereich zwischen 30- und 100k€ werden ja häufig von Privatleuten finanziert. Ohne eine planbare Finanzierungsgrundlage wäre dort auch mit der Finanzierung aus gewesen.
Insofern ja - hat es aus Anreiz- und Planungsgründen die feste Vergütung benötigt bzw. benötigt sie wohl auch noch heute.
Jede Firma versucht langfristige Verträge zu schließen um Planungssicherheit zu erlangen. Ist bei den großen Stromproduzenten ja auch nicht anders. Oder wird dort etwa jede erzeuge kWh an der Börse verhandelt?

Was es allerdings zu bedenken gibt ist, dass viele Anlagen, die aus der Förderung fallen, alsbald auch abgebaut werden wegen Unwirtschaftlichkeit. Das sollte einem schon zu denken geben, da in dem Fall die Vermarktungskosten nur noch die laufenden Anlagenkosten decken muss. Der Anlageninvest ist ja bereits lange abgeschrieben und i.d.R. auch erwirtschaftet.
Bei teildefekten Anlagen oder großen Reparaturen mag das verständlich sein - aber bei noch funktionierenden Anlagen mit ggf. nur reduziertem Wirkungsgrad?
Bei Wind ist das ja die nächsten Jahre ein großes Thema. Bei Heim-PV-Anlagen muss man auch rechnen was sich lohnt. Hier könnte man aber immerhin noch auf Eigenverbrauch mit Speicher umrüsten und so ggf. auch eine Art Repowering finanziell sinnvoll machen.
 
Khaotik schrieb:
alsbald auch abgebaut werden wegen Unwirtschaftlichkeit.
Das musst du mir mal erklären, wie eine Anlage, wo kein Kredit mehr drauf läuft und die mit ohne Brennstoff Strom produziert, unrentabel werden kann. Oder meinst du die Großanlagen? Ja, da kann ich mir gut vorstellen, dass Ab~ und Neuaufbau unterm Strich dann wieder 20 Jahre gute Gewinne versprechen, weil ja nach 20 Jahren die Einspeisevergütung wegfällt und damit die sichere Gewinnprognose.

Aber aus welchem Grund sollte ein privater Betreiber seine Anlage abbauen. Nur, weil sie 20 oder 25 Jahre alt ist und die Module nur noch 90% Leistung bringen? 90% Leistung > Abbau.
 
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