gymfan schrieb:
Dazu der Grund für den Abbau der Panels: Bodensanierung.
Wie ist der Punkt zu verstehen? Also warum werden (einzelne?) Panels abgebaut um darunter den Boden zu sanieren?
Bei den ganzen Freiflächenanlagen und Großanlagen bin ich mal gespannt, wie das in 10, 20 Jahren mit dem Rückbau läuft.
Die Betreiber Pachten die Flächen idR ja nur auf Zeit (für zugegeben im Verhältnis zur Landwirtschaft sehr hohen Pachtzinsen) und kaufen sie nicht. Dazu wird die Anlage dann in eine Betreiber-GmbH gesteckt.
Je nachdem was der Rückbau später mal kostet wird es spannend, ob das die Gesellschaft überhaupt übernimmt oder ob es "günstiger" wäre, die Gewinne rauszuziehen und die GmbH einfach hops gehen zu lassen. Und zack - steht der Grundeigentümer für den Müll und den Rückbau gerade.
Wird umso besser, wenn man merkt, dass die Anlage auf dem eigenen Acker plötzlich einem Rentenfond aus Kanada gehört^^
Hatte mich zuletzt mehr damit beschäftigt, nachdem meine Familie Flächen besitzt, auf denen sich solche Anlagen anbieten würden (Südhang, karger, ertragsarmer Boden, dünn besiedeltes Gebiet).
Haben uns aber schnell dagegen entschieden aufgrund der hohen Risiken. Flächenverkauf käme für uns nicht in Frage. In der heutigen Zeit macht man viel, aber sicher nicht Land für schnelles Geld herzugeben wenn man es nicht braucht.
Andy4 schrieb:
Ich denke, dass die Wartungskosten mit der Zeit abnehmen werden, aber wissen kann man das natürlich nicht.
Eigentlich eher anders herum. Je älter etwas wird, desto mehr Wartung benötigt es doch.
Ebenso sind die Ausfallwahrscheinlichkeiten höher, die dahinter stehenden Serviceverträge werden ggf. auch teurer.
Aktuelles Problem in Norddeutschland beim Rückbau der WKAs:
https://www.weser-kurier.de/nieders...n-oft-im-boden-stecken-doc7e4ii9l33piq335z1sc
Ist aber zugegebener Maßen mehr ein Problem von Norddeutschland und dessen Geologie.
Bei uns in Bayern z.B. muss so gut wie nie eine Pfahlgründung erstellt werden da ohnehin meist auf Berggraten gebaut wird, wo man recht schnell auf tragfähigen Felsuntergrund stößt.
Die unterirdische "Verspargelung" sehe ich aber auch durchaus kritisch. Man mag zwar heute der Meinung sein, dass die Pfähle keinen Einfluss aufs Grundwasser haben. Wir dachten vor 50 Jahren aber auch mal, das Asbest ja ein tolles Baumaterial ist^^
Ich sehe schon die Nachrichten in 30 Jahren vor mir, das irgendwelche Stoffe massenweise im Grundwasser gefunden werden und die verfallenen und sich auflösenden Pfählungen der alten WKAs dafür ursächlich sind. Und dann wohl dem, der sowas in seinem Grund und Boden hat.