Energiewende in Deutschland - Geschwindigkeit - Kosten?

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j-d-s schrieb:
Das Lustige ist doch, dass die von den Grünen propagierten Technologien - Wärmepumpe und Elektroauto - sogar klimaschädlich sind (verglichen mit dem Verbrennen von Öl und Gas), wenn nicht irgendjemand herausfindet, wie man schnell riesige Stromspeicher bauen kann (ich rede hier nicht von Akkus, sondern von TWh-Dimensionen, also Dutzende Pumpspeicherkraftwerke, die man aber nur im Gebirge bauen kann und dabei ganze Täler fluten muss).

Ich glaube man baut eher darauf dass man dann Strom aus Dänemark (die ja auch wieder über Kernkraft diskutieren), Schweden, Norwegen, Polen Tschechei und Co importiert und wenn der aus Kernkraft kommt halt CO2 arm ist.
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Erkekjetter schrieb:
Aha. Dann frage ich mich, wie die das bei Dresden schon 1930 hinbekommen haben. Aber klar, Dresden, die Gebirgsstadt...
Das war bevor es echten Gewässerschutz gab. Heute kann man im Laufwasser das nicht mehr in dem Ausmass bauen. Zumal das in Dresden mit Wärmepumpe und E-Autois und sonstigem Ersatz von Primärnenegrie durch Strom etc sicher 10x so gross ausfallen müsste um den gleichen Effekt zu haben.
 
EludCivas schrieb:
Hmm Inflation ist dir wohl unbekann
Die 2.30 hast du propagiert, nicht ich...
EludCivas schrieb:
Das wären Stand Heute knapp 2.30 € pro Liter.
Entweder man rechnet die Inflation ein und dann auch beim Lohn oder lässt es. Die 3,50 wären dann 2030 auch ca. wie heute 2.30 und das ist nicht unbezahlbar. Es steigen ja nicht nur die Preise sondern auch die Kaufkraft...
Bohnenhans schrieb:
Das war bevor es echten Gewässerschutz gab. Heute kann man im Laufwasser das nicht mehr in dem Ausmass bauen
Soso. Das Pumpspeicherwerk liegt zwar an der Elbe, ist aber damit nicht in der Hinsicht verbunden. Und dann bleibt auch die Frage, ist das wirklich so oder stellst du das hier der Einfachheit halber so hin?Und um die Größe ging es nicht sondern um die Aussage, man könne Pumpspeicherwerke nur im Gebirge bauen. Und das ist halt einfach so nicht wahr...
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe extra geschrieben Stand Heute und 2,30 € sind viele schlicht unbezahlbar wenn sie pendeln müssen und 3,50 sind halt mit der Kaufkraft von 2030 gerechnet.
 
EludCivas schrieb:
3,50 sind halt mit der Kaufkraft von 2030 gerechnet.
Und das entspricht dann eben wie heute 2.30€.... Weil eben nicht nur die Preise steigen. Ich frags ungern, aber ist dir wirklich klar, wie das so funktioniert?

Und wie können 2.30 unbezahlbar sein? Wir hatten diese Preise bereits und es wurde quasi gefahren wie immer...
 
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getexact schrieb:
Diesen Markt wirds mit E-Fahrzeugen aber eher nicht geben.
Worauf fußt diese Annahme? Was zeichnet denn speziell E-Autos dahingehend aus, dass es für sie deiner Annahme nach keinen Gebrauchtwagenmarkt im Budget von 2k-3k€ geben wird?
 
Erkekjetter schrieb:
Und das entspricht dann eben wie heute 2.30€.... Weil eben nicht nur die Preise steigen. Ich frags ungern, aber ist dir wirklich klar, wie das so funktioniert?

Und wie können 2.30 unbezahlbar sein? Wir hatten diese Preise bereits und es wurde quasi gefahren wie immer...
Also bleiben wir bei den 2.30 das wir uns da nicht aneinander vorbeireden ok?!

Ja den hatten wir sogar bei 2.37 und was war die Folge es kam eine Spritpreisbremse weil es nicht mehr tragbar war für die Bevölkerung und jetzt hat es sich jetzt eingependelt bei 1.70 bis 1.80 was einige auch zum schnaufen bringt.

Der Unterschied wird sein 2030 wird es keine Spritpreisbremse geben das wird ein Dauerzustand sein und somit werden manche gezwungen sein ihr PKW abzugeben und somit verlieren Menschen ihre Individuelle Mobilität egal ob für private Zwecke oder einfach nur zum Pendeln Alternativen wird es Stand Heute nicht geben außer der schäbige ÖPNV.
 
R.Kante schrieb:
Worauf fußt diese Annahme?
Dem Akku. Ein Akku verliert über Zeit und Nutzung an Reichweite. Heutige Fahrzeuge haben in der Regel Reichweiten von 200-300km im realen Fahrmix. Im Winter meist noch weniger. Dann sollte man akkuschonend von 20-80% fahren, damit der Akku nicht so sehr verschleißt.

Das grundlegende Problem am Gebrauchtmarkt sehe ich mit nicht kalkulierbaren Folgekosten, mit Reichweiten, die über Zeit abnehmen, mit Akkus, die auch in 15 Jahren noch frisch sein sollen.
Das alles hat man beim Verbrenner nicht. Der Corsa aus dem Jahr 2003 fährt auch weiterhin seine 500km mit einer Tankfüllung. Auch noch weitere 20 Jahre.
 
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@getexact, der Preis wird im Kapitalismus ja in der Regel durch Angebot und Nachfrage definiert, "der Markt regelt das".

Inwiefern verändert der Akku eines E-Autos deiner Auffassung nach diese? Wenn es mehr E-Autos gibt (Die Tatsache, das E-Autos aktuell verkauft werden führt zwangsläufig dazu), werden diese im Preis auf dem Gebrauchmarkt fallen (steigendes Angebot). Wenn der Akku nicht mehr so fit ist, sinkt die Nachfrage nach dem entsprechenden Fahrzeug und damit auch der Preis. Wieso sollte dieser Preis nicht bis auf 2k-3k€ fallen?
 
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EludCivas schrieb:
und somit werden manche gezwungen sein ihr PKW abzugeben und somit verlieren Menschen ihre Individuelle Mobilität
Und weiter?
30 Millionen haben jetzt schon kein Auto und deiner Ansicht nach keine individuelle Mobilität?
Selbst 2018 hatten 14,3 Prozent nicht einmal im ganzen Haushalt ein Auto.
 
R.Kante schrieb:
keinen Gebrauchtwagenmarkt ... geben wird?
Weil die Batterien doch nach 10 Jahren oder 200000km nicht mehr taugen. Das es inzwischen Praxisbeispiele mit 15 Jahren und 500000km gibt....geschenkt. Das Batterien auch über eine Million km schaffen können....geschenkt. Weil der Preis beim Batterietausch einem Neuwagen entspricht....geschenkt.

getexact schrieb:
Dem Akku. Ein Akku verliert über Zeit und Nutzung an Reichweite.
Ja, laut Tesla sind bei ~300000km ungefähr statt 100% noch 88% Restkapazität. Ich sehe darin kein Problem, und welcher Autohersteller gibt 8 Jahre oder 240000km auf den Motor an Garantie? Wieviel ist da so üblich?
getexact schrieb:
Der Corsa aus dem Jahr 2003 fährt auch weiterhin seine 500km mit einer Tankfüllung. Auch noch weitere 20 Jahre.
Kein Problem, wenn du diese Anwendungsparameter hast, dass einfach kein Stromer passt, musst du halt ab 2035 für 5€/L tanken, irgendwann dann E-Fuels mit noch mehr Kosten, viel Spaß!
 
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Erkekjetter schrieb:
Und wie können 2.30 unbezahlbar sein? Wir hatten diese Preise bereits und es wurde quasi gefahren wie immer...
Das war ne angenehme Zeit, gefühlt waren alle viel langsamer unterwegs, als der Sprit teurer war. =D
 
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R.Kante schrieb:
der Preis wird im Kapitalismus ja in der Regel durch Angebot und Nachfrage definiert, "der Markt Regel das".
In dem Fall regelt aber nicht der Markt, sondern ein Verbrenner Verbot seitens der Politik mit Subventionen für die E-Mobilität. Der Kunde hat also irgendwann keine Wahl mehr. Er muss mit dem schlechteren Gesamtprodukt BEV leben. Friss oder stirb. Da regelt gar nichts.

Fest steht, dass es früher oder später Garantien geben muss seitens der Händler, das wird die Preise eher steigen lassen oder aber meine Vermutung: die E-Autos werden massen verschrottet und die Akkus werden wenn es perfekt laufen sollte recycelt.

Ich glaube aber nicht an eine perfekte Welt. Die gab es nie. Und wird es nie geben. Das heißt für mich, dass individelle Mobilität bald eher unbezahlbar wird. Oder aber: Wir bauen lieber Wegwerf E-Autos, anstatt Verbrenner so lange zu nutzen, bis sie nicht mehr nutzbar sind. Das wäre die ökologischste Lösung. Will aber die Politik nicht.
 
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EludCivas schrieb:
Ja den hatten wir sogar bei 2.37 und was war die Folge es kam eine Spritpreisbremse weil es nicht mehr tragbar war
Und trotz Spritpreisbremse lagen die Preise oberhalb von 2€ weil Lindner einfach nur die Ölkonzerne subventioniert hat. gefahren wurde wie eh und je (okay vll etwas langsamer). Die Preise jetzt sind völlig unabhängig von einer Preisbremse... Ich sehe da nach wie vor nicht, dass es unbezahlbar ist. Für ganz kleine Einkommen natürlich unangenehm, aber eben nicht unbezahlbar... Vor allem müsste man sich das ja in bezug auf die polnischen Pendler ansehen und nicht den deutschen Haushalt, denn es ging ja mal um die polnischen Pendler, die du eingebracht hast.
 
getexact schrieb:
Das heißt für mich, dass individelle Mobilität bald eher unbezahlbar wird.
Solltest das wirklich mal der Fall sein, schenke ich dir ein Fahrrad, damit du wieder individuelle Mobilität hast.
 
KitKat::new() schrieb:
Selbst 2018 hatten 14,3 Prozent nicht einmal im ganzen Haushalt ein Auto.
Wie bitte? Die Zahl der zugelassenen Autos in Deutschland wächst: Zum Stichtag 1.1.2022 waren laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hierzulande 48,5 Millionen Personenkraftwagen zugelassen – so viele wie nie zuvor (1.1.2021: 48,2 Millionen Pkw)

Wie viele Haushalte gibt es in Deutschland? 40,9 Millionen.

Es gibt also mehr PKW als Haushalte in Deutschland. Woher kommt deine Annahme?
Ergänzung ()

KitKat::new() schrieb:
schenke ich dir ein Fahrrad, damit du wieder individuelle Mobilität hast.
Kindergarten hier?
 
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getexact schrieb:
Es gibt also mehr PKW als Haushalte in Deutschland.
Korrekt.
Manche Haushalte haben sogar 3 und mehr Autos
 
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getexact schrieb:
Er muss mit dem schlechteren Gesamtprodukt BEV leben. Friss oder stirb. Da regelt gar nichts.
Was verleitet dich zu dieser pauschalen Bewertung der BEVs? Denkst du diese Bewertung hält der Realität stand? Ich denke eher nicht. Wie kommst du zu der Annahme, dass das Verbot eines Teilproduktes (Verbrenner-Motor) die Regeln des Marktes insgesamt aushebelt? Man könnte ja auch meinen, dass Verbote ein Teil der Marktregeln sind. Du darfst ja auch kein Auto ohne Sicherheitsgurte mehr neu zulassen.

Der BEV-Markt besteht ja weiterhin und kann logischerweise jedes Preisniveau erreichen, eine Sache von Angebot und Nachfrage.

Es gibt keinen Grund weshalb ein wie auch immer gewählter Preisbereich für willkürlich gewählte Produkte (hier BEVs) generell nicht entstehen können sollte. Oder gibt's du mir darauf jetzt doch endlich Mal eine Antwort?

Meine Frage erneut:

Wieso sollte dieser Preis nicht bis auf 2k-3k€ fallen?
 
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getexact schrieb:
Komische Annahme, die du hast. Es gibt Fahrzeuge auf dem Gebrauchtwagenmarkt, die 2.000 -3.000€ kosten und sicherlich für einige Jahre die Leute von A-B transportieren. Mit aktuellen TÜV natürlich. Klar kann es hier und da mal Zickereien geben, aber das hält sich meist in Grenzen und wenns dann nach 4 Jahren mal nen großen Schaden gibt, dann kauft man eben was neues, gebrauchtes.

Diesen Markt wirds mit E-Fahrzeugen aber eher nicht geben.
Genau das ist ja der Punkt, vll findet man sogar ein Elektro für 5.000-7000€ gebraucht dann, aber man wird wohl keins finden für den Preis mit dem man problemlos mal Langstrecke fahren kann, als Zweitauto ne Überlegung aber die meisten haben dann hoffentlich wenn sie zu zweit sind nur ein Auto außer beide müssen zwingend mit dem Auto zur Arbeit da die öffentlichen ggf. immer noch nicht besser geworden sind und unglückliche Standorte sind.
 
Gestern verbündeten sich 16 EU-Staaten, um den Ausbau der Kernkraft in Europa zu forcieren.

Deutschland ist auf europäischer und internationaler Ebene mit seiner Energiepolitik ziemlich isoliert.

taz_23_05_17_atomallianz.jpg

https://taz.de/Energie-in-Europa/!5931985/

nuclear_alliance.jpg

https://twitter.com/ValerieFaudon/status/1658705161735536640
 
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