Energiewende in Deutschland - Geschwindigkeit - Kosten?

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Also eure Zukunftssorgen möcht ich echt nicht haben.

Aktuell sind die Produktionskapazitäten noch begrenzt.
D.h. Alle Hersteller bringen erstmal die Luxus Karossen.
Alle Hersteller Loten aus, wie viel sie für E-Autos verlangen können.
Ganz normale Marktwirtschaft.

In einigen Jahren wird es ein überangebot an E-Autos geben.
Dann werden auch alle Nieschen besetzt.
Und die Hersteller müssen untereinander wieder in einen Preiskampf gehen.

Und wenn sich die Welt in 20 Jahren zu Miet Autos hin entwickelt?
Ja und?
wo ist da das Problem?
 
Trumpf schrieb:
Deutschland ist auf europäischer und internationaler Ebene mit seiner Energiepolitik ziemlich isoliert.
Wenn man den Grund nicht kennt, sollte man nicht unbedingt immer einfach der Masse hinterher rennen. Immer aufgrund der eigenen, durch Fakten gebildeten Meinung. Nur weil viele Menschen jeden Abend ein Feierabend Bier zu sich nehmen, mache ich es nicht. Kernspaltung, wie sie aktuell betrieben wird, hat keine Zukunft aufgrund der Risiken, des Abfalls und des Preises. Zukünftige Spaltreaktoren, die vielleicht den Müll weiter reduzieren (Menge und Zeit), ja. Aber nicht wegen der Energie, sondern wegen des Abfalls. Wenn wir uns davon so viele hinstellen, müssen wir nachher noch die alten, jetzigen Anlagen wieder hochfahren um Brennstoff und Strom zu haben. Aber in diese Forschung sollte jetzt auch nicht unbedingt viel mehr Geld fließen, das brauchen wir heute an anderer Stelle, wie dem Stromnetz, Speicher, und EE-Erzeugung.
Ergänzung ()

florian. schrieb:
In einigen Jahren wird es ein überangebot an E-Autos geben.
Siehe dem Chinesischem Markt. 200 Hersteller, die Rabattschlacht, der Ausverkauf und das Massensterben haben dort angefangen. Man rechnet mit 10 bis 15 überlebenden, die dann mit den Überkapazitäten den Europäischen Markt schwemmen und fast alle Europäer verdrängen. Zumindest im low-cost Bereich. Für ein neues E-Auto bekommst einen Kleinwagen Verbrenner dazu. Also in China.
 
Die derzeitige Energiewende ist maßgeschneidert für das "betuchte Klientel" (nicht nur das Grüne), d. h. für Eigentümer von PV+Speicher+BEV, ein Ausblick...

Zunächst ein Blick auf die Jahresbilanz...

1684346033427.png

Dank steuersubventionierter PV+Speicher+E-Auto+Wärmepumpe benötigt der "Betuchte" übers Jahr gesehen(!) nur noch eine relativ kleine Energiemenge als Netzbezug. Da die derzeitigen Netzentgelte als Arbeitspreis festgelegt sind (d. h. X Cent pro kWh), reduziert er seine Beteiligung an den Kosten für Netz, Backupkraftwerke und Langzeitspeicher auf ein Minimum.

Ist das gerecht, da ja die Kosten für das Netz quasi unabhängig von der Verbrauchsmenge sind und auch die Backupkraftwerke sowie die Langzeitspeicher einen hohen Fixkostenanteil aufweisen?

Denn es gibt zahlreiche Zeitpunkte im Jahr, da er die vollen Kapazitäten des Netzes, der Backupkraftwerke und der Langezeitspeicher benötigt:

1. Kalte Dunkelflaute über mehr als einen Tag
2. Defekt PV oder Speicher

bei gleichzeitig hohem Energiebedarf für E-Auto und Wärmepumpe...

1684346636897.png

Er nutzt die volle Leistungsbereitstellung des Netzes, der Backupkraftwerke und Langzeitspeicher (für die sie ausgelegt werden müssen), beteiligt sich an den Kosten aber nur mit dem geringen Anteil an Netzentgelten übers Jahr gesehen.

In diese Situation kommt er nur, weil er Eigenmittel/Eigentum für PV, Speicher und E-Auto hat und bekommt die auch noch vom Steuerzahler (auch dem, der nicht in dieser komfortablen Situation ist) gefördert.

Diejenigen, die sich diese steuersubventionierte Kostenflucht nicht leisten können, tragen einen immer höheren Anteil an den Kosten für Netz, Backupkraftwerke und Langzeitspeicher.

Es ist in meinen Augen ein ziemlich asoziales System, welches viele Menschen in Energie- und Mobilitätsarmut führen wird.

Es müsste m. E. umgehend eine hohe Grundgebühr und ein Leistungspreisbestandteil in der Niederspannung eingeführt werden.

Die derzeitige grüne Energwende ist in meinen Augen ineffektiv, ineffizient und ein Spaltpilz der Gesellschaft.
Ergänzung ()

chaopanda schrieb:
[...]Und das ist ein Punkt, wo man einfach mal die Kritik am erklärten grünen Gegner evtl. vielleicht doch ein bisschen zurückfahren sollte. Die ziehen das nämlich durch, wohlwissend, dass es Wählerstimmen kostet.[...]
Wenn es "nur" um die Sache ginge, eventuell, aber es geht auch um Vertrauen, das man benötigt und das ist erst mal weg... link

Ich persönlich glaube nicht, dass das GEG noch ein Chance hat, wie es gedacht war (im Handstreich).

Herr Habeck wird jetzt viel Zeit und Kraft für Selbstverteidigung aufwenden müssen, denn die Liste der Fehlleistungen wird länger:


1. Weigerung der Laufzeitverlängerung für AKWs über den 31.12.22 (Q1/22)

2. Gasumlage (Q3/22)

3. GEG (Q1/23)

4. Graichen (Q2/23)

Und ich erlaube mir einen Verweis auf einen Beitrag, in dem das alles schon mal zur Sprache kam.



Der Titel dieses threads lautet:

Energiewende in Deutschland - Geschwindigkeit - Kosten?​


Manchmal ist man sehr schnell das Vertrauen los und muss einen hohen Preis bezahlen.

Ich würde mir von den Akteuren mehr Sachlichkeit, weniger Ego, mehr Realitätsssinn und mehr Volksnähe wünschen. Aber das wird vermutlich ein frommer Wunsch bleiben.
 
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florian. schrieb:
D.h. Alle Hersteller bringen erstmal die Luxus Karossen.
Alle Hersteller Loten aus, wie viel sie für E-Autos verlangen können.
Ganz normale Marktwirtschaft.

In einigen Jahren wird es ein überangebot an E-Autos geben.
Dann werden auch alle Nieschen besetzt.
Und die Hersteller müssen untereinander wieder in einen Preiskampf gehen.
Vor allem sieht man den Effekt doch jetzt schon. China drückt in den EU-Markt und Tesla geht die Muffe und da wird gerade regelmäßig an den Preisen gedreht, um den Absatz hoch zu halten.

Einzig, wenn man beim klassischen DE-Label kaufen will ist die Auswahl momentan quasi noch nicht wirklich vorhanden.

Wenn der ID2 sich mit dem Corsa und Fia 500 sowie BMW Mini-Stromer anlegt, sprechen wir über ganz andere Beträge.

Samurai76 schrieb:
Siehe dem Chinesischem Markt. 200 Hersteller, die Rabattschlacht, der Ausverkauf und das Massensterben haben dort angefangen. Man rechnet mit 10 bis 15 überlebenden, die dann mit den Überkapazitäten den Europäischen Markt schwemmen und fast alle Europäer verdrängen. Zumindest im low-cost Bereich. Für ein neues E-Auto bekommst einen Kleinwagen Verbrenner dazu. Also in China.
Persönlich kommt mir kein Chinese ins Haus. Eine Mischung aus Prinzip und Selbsterhaltungstrieb!

SW987 schrieb:
Der Titel dieses threads lautet:

Energiewende in Deutschland - Geschwindigkeit - Kosten?​


Manchmal ist man sehr schnell das Vertrauen los und muss einen hohen Preis bezahlen.

Ich würde mir von den Akteuren mehr Sachlichkeit, weniger Ego, mehr Realitätsssinn und mehr Volksnähe wünschen. Aber das wird vermutlich ein frommer Wunsch bleiben.
Aussitzen wird aber teurer. Sieht man doch schon allein daran, dass eine VAG teuer in den Markt rein muss, wo Tesla und BYD schon viel weiter sind. Und warum? Weil man hierzulande Jahre gepennt hat.
Die heimische Industrie wurde gepampert in der Hoffnung: "das geht schon wieder weg. Weil Früher war es auch gut. Kommen wir sicher wieder hin." Danke für nichts...
 
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SW987 schrieb:
Denn es gibt zahlreiche Zeitpunkte im Jahr, da er die vollen Kapazitäten des Netzes, der Backupkraftwerke und der Langezeitspeicher benötigt:

1. Kalte Dunkelflaute über mehr als einen Tag
2. Defekt PV oder Speicher
Defekt PV oder Speicher kommt pro Hauseigentümer "zahlreich" pro Jahr vor?
Das halte ich eher für die absolute Ausnahme.

Kalte Dunkelflaute über mehr als einen Tag - ja, dafür braucht man weiterhin Kraftwerksreserven, die in jedem Fall teuer sind.
Leute mit PV und Speicher können aber auch an allen anderen Tagen im Jahr zur Netzstabilität beitragen, wenn sie beispielsweise bei Spitzenlast vom eigenen Speicher einspeisen und bei hoher EE-Produktion durch PV+Wind den Strom aus dem Netz beziehen und damit ihren Speicher laden. Hängt eben von der genauen Ausgestaltung der Stromtarife ab. Sicherlich muss man einerseits soziale Aspekte berücksichtigen und die Stromtarife entsprechend gestalten. Aber auf der anderen Seite muss man halt auch Anreize setzen, damit die Leute bspw. in (evtl. für die Eigenversorgung leicht überdimensionale) Speicher investieren.
Das Kapital dafür muss man natürlich erstmal haben. Die Subventionen sorgen ja aber eher dafür, dass das auch auf verhältnismäßig ärmere Hauseigentümer zutrifft. Wenn man die Subventionen zielgenauer einsetzen will, sodass auch nur die verhältnismäßig ärmeren Hauseigentümer profitieren, dann schreien die Leute halt "zu viel Bürokratie".
Die Tatsache, dass man mit ausreichend Kapital einen Vorteil im Kapitalismus hat, ist aber nun wirklich nicht überraschend und auch kein Resultat der Energiewende.
 
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R.Kante schrieb:
Definiere erschwinglich, definiere Masse (der Bevölkerung). Wie sieht eigentlich so der übliche Neuwagen-Käufer aus? Ist der gleichzusetzen mit der Masse der Bevölkerung? Wie verhält sich das eigentlich mit den laufenden Kosten BEV im Vergleich zum Verbrenner? Steuern, Versicherung, Wartungskosten, Kosten für Energie/km, sowas halt.

Definiere erschwinglich: 21.600 für einen Neuwagen kein Kleinwagen. 200-400 Euro Service.

Steuerfrei wird auch in Deutschland bald fallen, wenn es mehr und mehr E-Autos gibt.
Und die Versicherungen scheinen ja schon nachzusteuern, mit der Begründung, dass E-Autos zu schnell beschleunigen.
Die Masse der Bevölkerung, die bisher darauf verzichtete und größtenteils in Großstädten lebt, wird auch weiterhin aufs Auto verzichten.
 
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Web-Schecki schrieb:
Defekt PV oder Speicher kommt pro Hauseigentümer "zahlreich" pro Jahr vor?
Das halte ich eher für die absolute Ausnahme.[...]
Deshalb steht es als Punkt 2 da. Wenn es aber passiert, nutzt er zu 100% das Netz und das wird im derzeit übers ganze Jahr kostenlos als Backup vorgehalten.
Web-Schecki schrieb:
Kalte Dunkelflaute über mehr als einen Tag - ja, dafür braucht man weiterhin Kraftwerksreserven, die in jedem Fall teuer sind.[...]
Das ist Punkt 1, der hat es in sich und steht deshalb ganz oben.

Wie optimiert sich der Einzelne?

Er errichtet eine PV-Speicher-Kombi, die für ihn das betriebswirtschaftliche Optimum darstellt. Wenn dann mal ein paar Tage im Jahr Dunkelflaute herrscht und man zu 100% auf das Netz zugreift, ist das nicht schlimm.

Aber nur für ihn!

Denn alle anderen haben nach denselben Kriterien optimiert, auch ihre Speicher sind im selben Zeitraum leer und sie brauchen alle das Backup gleichzeitig.

Und genau das ist der Auslegungsfall des Netzes und des Backups, denn Kabel, Trafos, Backupkraftwerke müssen für den Höchstlastfall ausgelegt werden und nicht für einen mittleren Durschnitt. So wie Bremsen am Auto für die Höschtsgeschwindigkeit ausgelegt werden, auch wenn die wenigsten Autos jemals bei Höchstgeschwindigkeit eine Vollbremsung erfahren, können muss es jedes(!) davon.
Web-Schecki schrieb:
Leute mit PV und Speicher können aber auch an allen anderen Tagen im Jahr zur Netzstabilität beitragen, wenn sie beispielsweise bei Spitzenlast vom eigenen Speicher einspeisen und bei hoher EE-Produktion durch PV+Wind den Strom aus dem Netz beziehen und damit ihren Speicher laden.[...]
Das ist richtig, hilft aber nichts in Bezug auf den Spitzenlastfall bei Dunkelflaute (siehe oben).
Web-Schecki schrieb:
Hängt eben von der genauen Ausgestaltung der Stromtarife ab. [...]
Nein absolut, denn wer lässt seine Bude bei einer Woche mit -10° (München 2012) auskühlen? Der lässt seine Wärmepumpe auch mit COP 1 durchlaufen, wenn Frau und Kinder bibbern.
Web-Schecki schrieb:
Sicherlich muss man einerseits soziale Aspekte berücksichtigen und die Stromtarife entsprechend gestalten. [...]
Und wie sollen die gestaltet sein, wenn einersseits der bilanzielle Eigenbedarf zunimmt, aber geleichzeitig ein Backupsystem mit hohem Fixkostenanteil für die Lastspitzen vorgehalten werden muss?

Ich sag: Leistungspreis in der Niederspannung.
Web-Schecki schrieb:
Aber auf der anderen Seite muss man halt auch Anreize setzen, damit die Leute bspw. in (evtl. für die Eigenversorgung leicht überdimensionale) Speicher investieren.[...]
Ich sag: Leistungspreis in der Niederspannung.
Web-Schecki schrieb:
Das Kapital dafür muss man natürlich erstmal haben. Die Subventionen sorgen ja aber eher dafür, dass das auch auf verhältnismäßig ärmere Hauseigentümer zutrifft.[...]
Auch ärmere Hauseigentümer (ist schon etwas paradox) zahlen Steuern. Fördergeld ist doch keine gute Fee, dafür muss irgendjemand bezahlen.
Web-Schecki schrieb:
Wenn man die Subventionen zielgenauer einsetzen will, sodass auch nur die verhältnismäßig ärmeren Hauseigentümer profitieren, dann schreien die Leute halt "zu viel Bürokratie".[...]
Zuviel "Bürokratie" kann man gar nicht schreien, das ist neben der Kleinteiligkeit der Sargnagel schlechthin.
Web-Schecki schrieb:
Die Tatsache, dass man mit ausreichend Kapital einen Vorteil im Kapitalismus hat, ist aber nun wirklich nicht überraschend und auch kein Resultat der Energiewende.[...]
Exakt. Und genau deshalb wollen gutbetuchte Leute (egal welche politische Farbe) keinen Leistungspreis in der Niederspannung.
 
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Andy4 schrieb:
[...]Steuerfrei wird auch in Deutschland bald fallen, wenn es mehr und mehr E-Autos gibt.[...]
Mit Sicherheit! Denn wenn der Fisch am Haken ist, wird er auch geangelt. Ich meine es sind ca. 400 € je wegfallenden Verbrenner, die der Staat an Mineralölsteuer verliert. Und der Staat wird zukünftig sehr viel Geld für die vielen Förderungen benötigen.
Andy4 schrieb:
[..]Die Masse der Bevölkerung, die bisher darauf verzichtete und größtenteils in Großstädten lebt, wird auch weiterhin aufs Auto verzichten.
Glaub ich auch.

Und auch einen Blick wert erscheint mir die Entwicklung bei den H-Kennzeichen,...
1684355126586.png

Bald haben wir kubanische Verhältnisse. Ich habe mich schon in einen Golf II verguckt. ;-)

Und ich bin mir ziemlich sicher, ein Verbot der Oldtimer kommt nicht, denn dafür müssten alle(!) Betuchten stimmen.
 
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SW987 schrieb:
Und ich bin mir ziemlich sicher, ein Verbot der Oldtimer kommt nicht, denn dafür müssten alle(!) Betuchten stimmen.
Ich gehe davon aus, dass es bei den Oldtimern dann zumindest in der Masse der Spritpreis richten wird - egal ob E-Fuel oder klassisch.

Ganz werden sie nicht verschwinden. Liebhaber*innen wird es da auch zukünftig geben.
 
So, wie ich den Artikel verstehe, läuft da aktuell ne umfangreiche Untersuchung bzgl. Compliance-Verstöße. Das sollte also recht schnell rauskommen, ob da noch mehr war.
 
chaopanda schrieb:
Ich gehe davon aus, dass es bei den Oldtimern dann zumindest in der Masse der Spritpreis richten wird - egal ob E-Fuel oder klassisch.
Ich wäre mir bei den Preisen nicht so ganz sicher. Ein großer Teil soll der CO2-Preis darstellen. Der wurde/wird im Wesentlichen auch von der EU mitbestimmt. Die konnte ihn einführen und kann ihn auch jederzeit anpassen.

Alles eine Frage der Mehrheiten.

Mal sehen, wie die politische Mehrheit in 5-8 Jahren aussieht, wenn die wirtschaftliche Durststrecke kommt und man den Leuten versucht zu erklären, dass alles noch teurer werden muss und der CO2-Wert in der Atmosphäre einfach weitersteigt.
Ergänzung ()

chaopanda schrieb:
So, wie ich den Artikel verstehe, läuft da aktuell ne umfangreiche Untersuchung bzgl. Compliance-Verstöße. Das sollte also recht schnell rauskommen, ob da noch mehr war.
Ich denke die Untersuchung wird mehr in Richtung "Netzwerk" gehen.
 
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SW987 schrieb:
Ich wäre mir bei den Preisen nicht so ganz sicher. Ein großer Teil soll der CO2-Preis darstellen. Der wurde/wird im Wesentlichen auch von der EU mitbestimmt. Die konnte ihn einführen und kann ihn auch jederzeit anpassen.

Alles eine Frage der Mehrheiten.
Ja, natürlich. Mal sehen, wie es sich entwickelt.

Die Pferdekutsche gibt es ja heute auch noch hier und da. ^^
SW987 schrieb:
Ich denke die Untersuchung wird mehr in Richtung "Netzwerk" gehen.
Joa, aber ich würde nicht pauschal davon ausgehen, das verläuft jetzt im Sand. Dafür war das glaub ich zu viel.
Auch hoffe ich, dass das zur Folge hat, das man die eigenen Compliance/RM-Regeln auf den Prüfstand stellt und anfasst. Dann hätte es einen (weiteren) positiven Nebeneffekt.
 
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SW987 schrieb:
Mit Sicherheit! Denn wenn der Fisch am Haken ist, wird er auch geangelt. Ich meine es sind ca. 400 € je wegfallenden Verbrenner, die der Staat an Mineralölsteuer verliert. Und der Staat wird zukünftig sehr viel Geld für die vielen Förderungen benötigen.
Da wird es eine neue Steuer für E-Autos geben. Als ob sich der Staat das durch die Lappen gehen lassen wird.
 
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R.Kante schrieb:
Wie verhält sich das eigentlich mit den laufenden Kosten BEV im Vergleich zum Verbrenner? Steuern, Versicherung, Wartungskosten, Kosten für Energie/km, sowas halt.
Kannst Du Dir für Dein u.U. übliches Kauf- und Fahrverhalten ja selber ausrechnen. Zur Not geht man beim BEV von der Wunschmeldungen aus, nach denen es nahezu keine Wartungskosten gibt.

Das Peroblem sind eher die Anschaffungskosten. Ein gebrauchter Tesla Model 3 SR mit 60k km kostet immer noch gut 30k€ (hoffentlich mit Gewährlesistung), einen Golf 7 2.0 TDI DSG gibt es vom Händler ab 22k€. Da kann ich also die 10k€ Preisunterschied schonmal in den Mehrverbrauch und die Wartungskosten stecken. Und wer sparen muss, bekommt auch Neuwagen als Verbrenner unter 20k€, die trotzdme mit iener Tankfüllung 500-800km weit kommen.

EludCivas schrieb:
Ab 2030 wird Verbrenner fahren unbezahlbar sein
Steigt der Preis je Liter Diesel bis dann auf 5€, wären das bei 10000km und (m)einem alten, eher schluckenden PKW, "gigantische" 2400€ Mehrkosten im Jahr. Oder der Anstieg der Gesamtkosten von derzeit gut 480€/Monat auf 680€/Monat. Da frage ich mich, wo der Anreiz sein soll, anstatt den Verbrenner noch 10 Jahre weiter zu fahren die 2400€ Mehrkosten (oder auch gerne 4000€/Jahre, wenn ich alle Kosten dazu schätzte, die ich beim neuen BEV hoffentlich nicht habe) in einen BEV zu stecke. Die 40k€ muss ich vorfinanzieren und habe dann nach 10 Jahren genauso ein altes Auto.

Wenn es nur ums Geld geht, hätte ich die Kiste schon vor >6 Jahren durch einen Kleinstwagen ersezten müssen, der gerade so reicht, um zum Autovermieter in der nächsten Großstadt oder zum nächsten ICE-Bahnhof zu fahren.

OdinHades schrieb:
Kann nicht ist bekanntlich immer noch die kleine Schwester von will nicht.
Stimmt, ich kann auch einfach für jede (verlängerte) Wochenendfahrt zwei Tage Urlaub mehr einplanen, weil ich viel mehr und längere Pausen einlegen muss. Oder mich komplett von allem abschotten und einfach zu Hause bleiben. Das wäre vermutlich für einige Politiker die bevorzugte Freizeitgestaltung in der Zukunft.

Bohnenhans schrieb:
Nun man wird halt in Zukunft deutlich mehr ausgeben müssen für den gleichen Lebensstandard wie heute.
Von mir aus. Trotzdem macht für mich der Tausch eines funktionierende Gerätes nur extrem selten Sinn. Egal, ob das der noch problemlos 100.000 km fahrende PKW, der 50 kWh/Jahr mehr verbrauchende Kühlschrank oder sonstwas ist.

chaopanda schrieb:
Wenn der ID2 sich mit dem Corsa und Fia 500 sowie BMW Mini-Stromer anlegt, sprechen wir über ganz andere Beträge.
Da sprechen wir aber auch von ganz anderen Nutzungsmöglichkeiten wie mit einem noch so billigen Verbrenner (egal, ob als Dacia als Neuwagen oder irgenein Gebrauchter).

Selbst ein Smart als Verbrenner fährt gut 400km mit einer Tankfüllung und ist danach an jeder beliebigen Tankstelle in 5 Minuten wieder für 400km "aufgeladen". Damit muss ich für eine 400km Strecke auch einmal eine 5 Min. Pause einlegen. Beim Tasla Model 3 braucht man für die gleiche Reichweite mit einen Supercharger (10-80%) rund 30 Min.. Aber wehe, der Supercharger steht nicht an der richtigen Stelle während der Reise, dann komme ich mit fast leerem Akku an und muss zusehen, wie ich die Kiste in Hotelnähe wieder geladen bekomme ohne dafür einen ganzen Tag zu benötigen. Hoffentlich ist die Ladesäule am Hotel Abends frei und lädt mit 11 KW, damit ich morgends mein Ziel erreiche.

Der zuvor erwähnte NIO ET5 hört sich zwar schön an, ist aber m.M.n. wieder viel zu groß (Länge 4,8m, Breite 1,96m, ein Golf 7 oder auch ein ID3 ist nur 4,3m lang und 1,8m breit). Garagenplatz hat man als Eigenheimbesitzer ja unendlich (wäre ich doch in der Schweiz geblieben, da war das wirklich der Fall).

Dann darf man zu den gut 40k€ Kaufpres des ET5 noch den Akku dazu rechnen. Der muss gemietet werden, damit man die Wechselstationen irgendwann nutzen darf.

Auch schön im Zusammenhang mit der Energiewende sind solche Meldungen:
https://www.focus.de/klima/report/2...aktivisten-widersetzen-sich_id_194041231.html
 
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Nun es kommt halt auf die Ökobilanz an wann Gerätetausch Sinn macht - und ob das
getauschte Gerät noch in eine Zweitverwertung woanders geht.

Ein älteres E-Auto ausserhalb der Garantie gebraucht ist sicher ein vergleichsweises hohes Risiko, das ja wie wenn man Verbrenner kaufen würde mit "Getriebe und Motor machen komische Geräusche" :D

Die Tesla (LR) Akkus sind gross genug und die SC inzwischen so zahlreich, das funktioniert schon recht problemlos. Unter 40 kWh ist halt nicht so ideal für weite Fahrten ab 70 kWh besser Richtung 100 kWh aber ist der Spielraum da.

Selbst bei uns hat es jetzt > 20 SC in einer kleineren Stadt (~ 25k Einwohner) + noch einige weitere Charger > 150 kW - die Infrastruktur ist zumindest hier in der Region super. Allerdings Tesla hat schon länger kein kostenloses SC für Neukunden mehr, so dass sich das nicht lohnt da dran zu nuckeln wenn man nicht muss.
 
Zuletzt bearbeitet:
gymfan schrieb:
Stimmt, ich kann auch einfach für jede (verlängerte) Wochenendfahrt zwei Tage Urlaub mehr einplanen, weil ich viel mehr und längere Pausen einlegen muss.
Zwei Tage? Wo fährt du hin, nach China? =D

Also wenn ich die 800 km Fahrt antrete, um die alte Heimat zu besuchen, mach ich das mit einem Verbrenner in acht Stunden. Wenn ich da nun dreimal lade, sagen wir mal jeweils 30 Minuten und noch etwas Puffer obendrauf schlage, hab ich am Ende mit viel Wohlwollen zwei Stunden mehr Fahrtzeit. Also hin- und rückzugs vier Stunden. Und das ist wie gesagt sehr großzügig gerechnet. Da brauch ich nicht mal einen zusätzlichen Tag Urlaub. Aber als Freelancer hab ich eh keinen Urlaub. Verwöhntes Arbeitnehmer-Pack. Aber das ist ein anderes Thema ;D

Wenn man nun Wochenendheimfahrten nach Spanien oder in die Türkei unternimmt, mag das was anderes sein. Ich bezweifle aber, dass das wirklich so ein häufiges Szenario ist. Die meisten würden da wohl doch eher ein Flugzeug besteigen.
 
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Kinschal schrieb:
Da wird es eine neue Steuer für E-Autos geben. Als ob sich der Staat das durch die Lappen gehen lassen wird.
Es wird ihm gar nichts anderes übrigbleiben, denn in der momentanen Situation soll quasi jedes Problem mit "Förderung" gelöst werden, als wäre der Fördertopf ein Füllhorn mit unbegrenzter Feuerkraft.

Das dem nicht so ist, sollte jedem klar sein...

"Steht ein klimafreundliches Stahlprojekt von Thyssenkrupp in Duisburg vor dem Aus? Die Arbeitnehmervertreter des Werkes gehen derzeit wegen der ungeklärten Förderung des Bundes für eine grüne Stahlproduktion auf die Barrikaden."
link

Die derzeitige grüne Energiewende trifft nun auf die knallharte normative Kraft des Faktischen im Hier und Jetzt.

Gut so. Denn da helfen auch keine Phantasiebuchungen von virtuellen Klimakosten, die ohnehin kommen, da Deutschland global gesehen nur einen sehr überschaubaren Handlungsrahmen hat.

Deshalb mehr Gründlichkeit, weniger Geschwindigkeit und mehr Kosteneffizienz.
 
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