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Energiewende in Deutschland - Geschwindigkeit - Kosten?
Habe ich nicht gelesen, dass dieser EU Weit auf über 200€/t angehoben werden sollte? Leider die letzte Zeit nichts mehr über den Plan gelesen, aber bei der Höhe dürfte sich schon eine gewisse Steuerung einstellen. Statistisch kann man dass schon am Dieslpreis und Gesamtlaufleistung/Jahr erkennen. Die Dieselstrecken sind die letzten 5 Jahre geschrumpft, einziger Vermuteter Grund die Preiserhöhungen beim Sprit.
Jop. Wobei das nur zu einem kleinen Teil am CO2 Preis liegt mit 8ct/l. Der Dieselpreis ist seit 2020 hat um 60-80ct gestiegen, und das ist dann ein Level, bei dem schon eine Wirkung eintritt.
Die Wirkung wäre deutlich größer, wenn man an die Dienstwagen ranginge und dort die Privatfahrten angehen würde.
Man kann - Stand heute - meiner Meinung nach noch immer viel zu einfach den Großteil der privaten Spritkosten in Firmenkosten umwandeln.
Wenn man 100% seiner Spritkosten für die privaten Fahrten ohne größeren Aufwand vom AG erstattet bekommt, juckt es auch nicht, ob der Liter Diesel 2,00€ aufwärts kostet.
Hier könnte ggf. die Abrechnung über ein Fahrtenbuch Abhilfe schaffen, damit Privat auch wirklich Privat bleibt. Aber dafür müsste die Pauschalversteuerung deutlicher nach oben geschraubt werden, damit das attraktiver wird.
Klassisch könnte nun das Argument kommen, dass dann der AN halt mehr Gehald als Ausgleich verlangen wird. Natürlich, aber das wäre dann regulärer Arbeitslohn, bei dem der AG dann uU keinen SV-Anteil spart und der persönliche Einkommensteuersatz drauf angewendet wird. Da kommt man als Firma und auch Arbeitnehmer zwangsläufig an einen Punkt, wo das Heizen auf der Autobahn dann doch mal auf den längst überfälligen Prüfstand kommt.
Und wenn du weniger heizen musst, weil dein Haus besser gedämmt ist, sparst du auch CO2, weil du erst später und vor allem weniger Heizen musst, wenn es draußen kalt wird.
Man kann natürlich darüber diskutieren, ob eine Wärmepumpe dann mehr oder weniger einspart als eine gute Dämmung, aber der P/L Nutzen dürfte nicht soo weit auseinander gehen.
Aber gut, letztlich habt ihr recht damit, dass es eh egal ist. Unsere Regierung sieht es aktuell anders, ist halt so.
Eine elektrisch betriebene Wärmepumpe erzeugt im Betrieb erstmal kein CO2. Eine Gastherme schon, egal wie gut dein Haus gedämmt ist. Zudem stammt schon jetzt fast die Hälfte elektrischer Energie in Deutschland aus erneuerbaren Energien, Tendenz steigend: https://www.umweltbundesamt.de/them...gien/erneuerbare-energien-in-zahlen#uberblick
Also selbst, wenn die Wärmepumpe nicht mit Solarenergie aus der hauseigenen Anlage betrieben wird, ist die CO2 Reduktion enorm, weil im Betrieb keine fossilen Energieträger benötigt werden.
Du persönlich magst jetzt finanziell profitieren, wenn du nur mehr dämmst und dadurch weniger Kosten hast, deine nachfolgenden Generationen haben aber mehr davon, wenn du einfach gar keine fossilen Energieträger verwendest - bei der eigenen Heizung oder der eigenen Mobilität hat man da, anders als bei der Stromversorgung, einen großen Einfluss.
Also selbst, wenn die Wärmepumpe nicht mit Solarenergie aus der hauseigenen Anlage betrieben wird, ist die CO2 Reduktion enorm, weil im Betrieb keine fossilen Energieträger benötigt werden.
Langfristig stimmt das wohl, da hast du recht.
Allerdings muss man da bedenken, dass wir in den kommenden Jahrzehnten aber nicht alle Häuser mit Wärmepumpen ausgestattet kriegen werden, selbst wenn das Geld und die praktische Machbarkeit kein Problem ist.
Es gibt viele Orte, wo die Stromleitungen nicht ausreichene dimensioniert sind. Es gibt in Westdeutschland viele Häuser, die ihren Strom noch via Dachleitung bekommen. Im Ort wo meine Eltern wohnen, und ich plane auch wieder hin zu ziehen, gibt es die ersten Straßen, wo Anträge für Wärmepumpen vom Netzbetreiber abgelehnt werden, weil die dort genutzten Leitungen keine Kapazitäten mehr dafür haben.
Ich will da nicht unnötig relativieren - ich gebe dir da recht, dass das in vielen Fällen zumindest auf den CO2 Ausstoß langfristig die bessere Wahl ist, aber es ist leider praktisch nicht in allem Umfang unsetzbar, und benachteiligt einen zumindest nicht unerheblichen Teil der Bevölkerung, der aufgrund der Anschlussleistung, der Lage oder den Regelungen zu Abstand usw. keine Wärmepumpe verbaut bekommen können.
Aber gut, das hatten wir ja schon, bzw. ich, dass die Politik die Regeln macht. Und Insgesamt ist es ja trotzdem besser als nichts. Ich sehe da nur Potenzial für einen Bevölkerungsfreundlicheren Weg.
Aktuell bleibt sowieso erst mal abzuwarten, wie die Finanzierunfen weiter laufen werden. Förderungen für Genossenschaftsanteile wurden ja schon eingestampft, weil die 60 Mrd. fehlen...
In diesem Beispiel weiß ich, dass der Netzbetreiber keine Kapazitäten für einen Ausbau der Infrastruktur hat. Wenn also vom Land oder Bund nichts kommt, und davon habe ich noch nie etwas gehört oder gelesen... Ja, in einigen Gebieten wird das wohl vorerst so bleiben.
Der Mangel an Arbeitskräften wird ja auch nicht besser in den kommenden Jahren.
Das Verhalten der Betreiber finde ich witzig. Keiner fragt den Betreiber, darf ich einen el. Rasenmäher betreiben? Keiner fragt den Betreiber, ob der 10. Kühlschrank noch in Ordnung ist. Ist es eigentlich Pflicht, dass eine WP genehmigt werden muss? Oder ist das einfach nur glücklich für den Betreiber, dass er Kenntnis erhält durch den zusätzlichen Stromzähler? Ich meine, eine WP für ein Einfamilienhaus verbraucht im max. vielleicht 5kW. Ich verstehe es nicht....Hausanschluss 22kW, Durchschnittsverbrauch 10kW, Spitzenverbrauch 15kW, aber noch mehr darf ich nicht? Aber der Anschluss kann es doch....Was passiert im gleichem Netz, muss ich dann mit meinem Neubau auch 10 Jahre auch neue Leitungen warten? Oder gehen Neubauten mit 20kW, aber die WP nebenan mit 5kW nicht? Ich verstehe es nicht....Und ich weiß, jetzt kommt aber wenn die Leistung nicht da ist...ist das nicht Aufgabe des Betreibers, dort vorsorglich die Leitungen zu verstärken? Oder warten die Betreiber einfach auf Geld von irgendwem, damit sie das nicht selbst auslegen müssen? Ich verstehe es nicht...
Das klingt so, wie ein neues Auto, was aber statt 200 km/h in den Papieren nur 100 km/h fahren darf, weil der Hersteller noch nicht die richtigen Teile eingebaut hat. Wollte bislang keiner fahren....jetzt wollen alle so schnell fahren, hat keiner mit gerechnet.....
Du hast theorerisch eine Anmeldepflicht beim Netzbetreiber. Diese kannst du theoretisch auch nachträglich machen, da kann ich aber nicht sagen, wie dann vorgegangen wird. Ich weiß nur, dass es dort Straßen gibt, wo man theoretisch keine mehr einbauen darf, so wurd es zumindest schriftlich mitgeteilt.
Das ist aber mMn. sowieso sehr Inkonsistent - wenn ich eine kleine 2kW Klimaanlage einbaue, muss ich die afaik nicht anmelden. Ist aber am Ende auch eine Wärmepumpe, mit der ich heizen kann.
Letztlich kommt es vermutlich auch auf den Netzbetreiber kann. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass da Pflichten seitens des Netzbetreibers bestehen, da nachzubessern. Aber so weit bin ich nicht im Thema, da es mich (noch) nicht direkt betrifft, und ich mich erst dann damit beschäftigen werde, da sich einfach zu oft was ändert.
Samurai76 schrieb:
Ich verstehe es nicht....Und ich weiß, jetzt kommt aber wenn die Leistung nicht da ist...ist das nicht Aufgabe des Betreibers, dort vorsorglich die Leitungen zu verstärken? Oder warten die Betreiber einfach auf Geld von irgendwem, damit sie das nicht selbst auslegen müssen? Ich verstehe es nicht...
Ist am Ende die Frage, ob das Geld da ist. Aber auch zur Finanzierung kann ich leider nicht viel sagen. Ich vermute aber, dass die eher auf Geld warten.
Das ist aber mMn. sowieso sehr Inkonsistent - wenn ich eine kleine 2kW Klimaanlage einbaue, muss ich die afaik nicht anmelden. Ist aber am Ende auch eine Wärmepumpe, mit der ich heizen kann.
Hätte ich ein kleines EFH, wäre das für mich wohl auch der way to go.
Kann was solche Lösungen angeht nur den Kanal vom Akkudoktor, alias Andreas Schmidt sehr empfehlen. Netter Nebeneffekt: Mit solchen Anlagen kann man nicht nur Heizen, sondern im Sommer auch noch dank Stromüberschuss durch PV Anlage seine Räume kühlen. Falls nötig, könnte man einzelne Räume auch noch mit Infrarot-Heizkörpern ausstatten, z.B. selten genutzte Hobbyräume und ähnliches. Habe ich kürzlich bei einer Bekannten vorgefunden, und war sehr überrascht von der Effizienz der Wärme, die ich als weitaus angenehmer empfunden habe, wie die trockene Luft einer Zentralheizung. Das ist vor allem für Menschen und nötiges Kapitel eine derzeit interessante Alternative zur neuen Heizung.
Pro Haushalt wurde bei der Planung des Stromnetzes in etwa 1,5kw Dauerlast geplant. Dazu gibt es einen gewissen Sicherheitsfaktor.
Kommt da plötzlich eine Elektroheizung zu erhöht sich das also drastisch. Da es in naher Zukunft deutlich mehr Wärmepumpen geben wird also ein sehr akutes Thema.
Allein für PV muss es sowieso einen Ausbau geben, aber man kann nicht das ganze Netz auf einmal ausbauen und Daten, wo die nächsten Umbaumaßnahmen zu erwarten sind, erhöhen die Effizienz deutlich.
Die 22KW sind dabei nur die maximale Leistung.
Ergänzung ()
beziehe mich hier auf die Datenlage bei mir in der Region Böblingen.
4 Luxuriöse Neubaugebiete aus den 70er, 80er, 90er und 00er Jahren. (Mischung aus Reihen-, Mehrfamilien- und Einfamilienhäusern)
Insgesamt 850 Wohneinheiten ein Trafo-Station mit max. 1400 MVA.
Ergo wäre ca. 1,6KW pro Haushalt simultan möglich. Stimmt auch mit meinem jährlichen Verbrauch über ein. (4.500kwh / (24h*365d) = 0,5kW durchschnittlich Leistung)
Pro 64A Sicherung ist nach Aussage der EnBW zudem nur eine einzelne Wärmepumpe zugelassen. Entspricht hier eine Zuleitung für 5 Reihenhäuser.
Edit: aber sollte ja auch passen. Wenn man also Normallebende Person simpel gerechnet 0,5Kw Leistung nominell benötigt gibt es ja noch mehr als 1kW als Puffer, das über den Tag sollte für Nachtöfen gereicht haben.
Sind ja nur grobe Schätzungen, der tatsächliche Bedarf schwankt ja deutlich mehr.
Behauptest du. Genau das ist der Grund, warum es überwacht wird.
Wenn man seine Maßnahmen über den Energieverbrauch bzw die Einsparung nachweisen kann sollte das vollkommen ausreichend sein und dabei einiges an Bürokratie einsparen.
Ob da jetzt jemand seine Heizung dann nur herunterdreht fällt bei der aktuellen Steuerpolitik nicht ins Gewicht.
Bohnenhans schrieb:
Wenn in dem Wohngebiet 5% mit 11 kw E Auto laden wollen wird das ja schon extrem eng....? Und zusätzlich 20% eine WP haben....?
Ja und das ist tatsächlich in einigen Ortschaften in der Gegen so.
Drum zweifle ich die Politischen Ziele auch so an.
Das Verhältnis aus Wohneinheiten zu maximaler Zuleitung wäre tatsächlich auch eine Interessante Abstimmung in dem Forum. Kann ja auch sein das Daimler sich hier die Hochspannungsleitungen gesichert hat
Was sind denn gute Foren für technische Energieinfrastruktur etc in D glaube hier ist das ja alles eher zu OffTopic? Ich werde hier auch meine Beiträge due mir im Nachhinein doch zu weit weg vom Kernthema erscheinen anpassen und verschieben lassen
Das ja nicht so einfach hier beim Kernthema Energiewende zu bleiben, weil das so komplex in andere Bereiche wie Bestandsnetzstruktur geht
Insgesamt 850 Wohneinheiten ein Trafo-Station mit max. 1400MVA.
Ergo wäre ca. 1,6KW pro Haushalt simultan möglich. Stimmt auch mit meinem jährlichen Verbrauch über ein. (4.500kwh / (24h*365d) = 0,5kW durchschnittlich Leistung)
Irgendwas stimmt in deiner Rechnung nicht : Eine mit nur 10 A abgesicherte Steckdose kann schon 240V x 10 A =2,4 KW liefern, ein Kochfeld liegt bei 7 KW, ein Heizlüfter 2 KW. Da sind die 1,6 KW pro Haushalt etwas wenig. 1400 MVA entspricht der Leistung eines Großkraftwerks.
Da hat er sicher nur das Komma versehentlich weggelassen nach der 1 ergibt sich doch aus dem Kontext, das ergänzt man einfach beim Lesen im Kopf oder das M sollte ein K sein
Die Rechnung stimmt schon und das klingt auch realistisch. Aber kritisch gering, alle gleichzeitig kochen geht dann natürlich nicht. Und das ist auch das Zauberwort der Rechnung, Gleichzeitigkeit. Es kommt halt nicht oft vor, dass mehr wie 50% gleichzeitig kochen wollen. Dann nuckelt ein normales Haus bummelige 200 bis 300 aus dem Anschluss, wenn keiner da ist, der Nachbar kann dann aber auch 2,5kW mal abrufen. Bei 850 einzelnen Haushalten mittelt sich das, so dass die Spitzenleistung 1400MVA halt reichen kann. Oder konnte, für die jetzige Zeit halte ich den Wert schon ohne E-Auto und WP kritisch niedrig oder knapp, aber für eine korrekte Beurteilung dieses Wertes fehlt mir Praxis und Studium.
Zusatz: Beim Nachrechnen und Ablesen einfach den gleichen Fehler im Kopf mitgenommen...
Auf alle Parteien umgelegt sind das also pro Jahr 110€ Mehrkosten, oder gesamthaft in 10 Jahren 4600€ bzw 24k€ in 20 Jahren, wenn die Steigerung so weiter geht.
Habe nochmal nachgeschaut. Halte ich für keine haltbare These, denn die CO² Preise sind bis 2027 gedeckelt. Der Preis wird jedes Jahr erhöht, aber gleichzeitig auch der entsprechende Höchstwert für die Emissionen festgeschrieben. Danach ist praktisch jede Bepreisung, auch im hohen dreistelligen Bereich möglich, zumal mit jeglichen Haushalten, die auf WP etc. umsteigen, die Bepreisung für den Rest wieder ansteigt. Das wurde ja schon im Zuge des Heizungsgesetzes stark kritisiert.
Bis 2027 kann man diesen Wert problemlos noch gegenrechnen, und da liegen Gasheizungen eben schon noch vorne. Aber weder kennen wir eben die Preise nach 2027, noch die langfristige Preisentwicklung von Wärmepumpen. Kleine WP-Äquivalente wie passende Klimaanlagen, müsste man eben in der Rechnung auch zu berücksichtigen. Ich zumindest bin aktuell ganz froh, noch keine Heizung tauschen zu müssen, und dies wahrscheinlich auch erst zu tun, wenn dann mal absehbar ist, wie sich der Gesamtmarkt entwickelt. Der Preis für Fernwärme ist zuletzt auch stark angezogen.
Nun wird das mit grösste aktuell geplante Wasserstoffelektrolyse Projekt in D - Westküste100 - obwohl das ja recht fortgeschritten war doch nicht realisiert, da hat man die Notbremse gezogen - schade wäre interessant gewesen ob das zumindest technisch funktioniert hätte.
Das war doch eigentlich das Proof-Of-Concept Pilotprojekt der Bundesregierung dass die Wasserstofferzeugung für Industrie und Co zeigen sollte?
Zumindest der "heimische" Wasserstoff für die Energiewende dürfte damit eher wieder etwas - oder weit - in die Ferne rücken, vielleicht sollte D mehr schauen wie man Wasserstoff für die Energiewende z.B. per Tanker importieren kann, da gibt es glaub in Japan / Australien interessante Projekte.
Oder man verlagert halt die thermisch/energetisch anspruchsvollen Teile der Produktion an die Standorte an denen green Wasserstoff eher realierbar ist wie Afrika/Asien/Südamerika? ohne dass man den transportieren muss, der Aufwand ist halt extrem viel höher als bei LNG - das würde dann die (Vor-) Produkte und -kette trotzdem "green" halten, wenn das Voraussetzung für darauf aufbauende Produktion oder Produkte ist.
Jedenfalls wird es interessant welcher Energeispeicherform man sich jetzt zuwenden wird für die saisonale lokale Glättung von EE in D - noch gibt es einige zur Auswahl.