Sggguy schrieb:
Habe nochmal nachgeschaut. Halte ich für keine haltbare These, denn die CO² Preise sind bis 2027 gedeckelt.
Ich hatte das mit Absicht einfach weiter hochgerechnet, womit man nach 20 Jahren und 10€ Steigerug pro Jahr auf 200€ zusätzlich pro Tonne CO2 käme. Die Inflation ist dabei ja auch nicht betrachtet,
Ob man den Wert konkret erreicht oder Teile des Preises auf den Mehrpreis von Gas drauf gehen, ist bei der Rechnung relativ egal. Ohne, dass die CO2-Preise und der Gaspreis extremst in die Höhe schießen, lohnt sich aus meiner Sicht ein Austausch erst nach langer Vorplanung, auf die sich alle Eigentümer einstellen können. Da werden die einen halt früher und die anderen später ihre Heizung austauschen müssen. Alles aber nur bezogen auf das von mir genannten Szenario, also MFH mit einem Gas-Brennwertgerät je Wohnung im Altbau.
Alles, was an Gasheizung heute 0-10 Jahre alt ist, lässt sich mind. die nächsten 10 Jahre weiter betreiben. Damit könnte man die Umstellung in ca. 10 Jahnen planen und müsste vorher auch eine Wärmeplanung des Wohnortes haben. Für mich besteht dort kein aktuter Handlungsbedarf nur, weil die CO2-Preise angehoben werden.
Sggguy schrieb:
Bis 2027 kann man diesen Wert problemlos noch gegenrechnen, und da liegen Gasheizungen eben schon noch vorne.
Klar liegen die vorne. Ich käme nicht auf die Idee, in einen Neubau oder in einem gerade sowieso zu sanierenden Einfamilienhaus noch eine Gasheizung einzubauen.
Aus Sicht der Umwelt gehört zum Gesamtinvest auch der CO2-Verbrauch für den Umbau selber (inkl. der Kernsanierung der Wohnung, falls man diese auf Flächenheizung umstellen muss), die Produktion des Neugerätes und die Entsorgung des Altgerätes.
In dem konkreten Beispiel sind auch Split-Klimageräte keine Alternative. Diese benötigen ebenfalls ein Außengerät, welches m.W.n. nicht unter die Ausnahme der "Fassadengestaltung" fällt, die mittlerweile für Balkonlkraftwerke gilt. Außerdem müsste man davon mind. 5-6 Geräte installieren und warten.
Sggguy schrieb:
Der Preis für Fernwärme ist zuletzt auch stark angezogen.
Der Preis für Strom wird auch weiter steigen. Hier liegt seit ein paar Tagen Schnee auf dem Dach und selbst, wenn die PV eine Heizng hätte (was sie m.W.n nichts hat) bringt das nichts, da es seit 24h fast durchgängig schneit. Also wird die entweder die WP mit gekauftem Strom betrieben oder der Gasbrenner muss zusätzlich arbeiten (ich kenne die Steuerung nicht).
chaopanda schrieb:
Wenn man 100% seiner Spritkosten für die privaten Fahrten ohne größeren Aufwand vom AG erstattet bekommt, juckt es auch nicht, ob der Liter Diesel 2,00€ aufwärts kostet.
Mich persönlich hätte es auch kaum gestört, wenn die Spritpreise auf 5€/Liter hochgehen und man parallel jegliche Förderung abschafft. Selbst damit wäre es noch billiger gewesen, meinen PKW am Leben zu halten wie auf ein eAuto umzusteigen und dafür entweder extreme Preise zu zahlen oder extrem auf Komfort verzichten zu müssen.
Wichtig für mich ist einzig, dass ich selber entschieden darf, was ich nutzen will und diese Bevormundung durch die Politik mal aufhören würde.
Bohnenhans schrieb:
Zumindest der "heimische" Wasserstoff für die Energiewende dürfte damit eher wieder etwas - oder weit - in die Ferne rücken,
Wir zahlen seit Jahrzehnten den Betreiben von Großwindanalgen (und auch Groß-Solaranlagen) lieber den nicht produzierten Strom, wenn mal ein laues Lüftchen weht (oder die Sonne in D ganz unerwartet scheint), anstatt sie dazu zu verpflichten, mit dem geschenkten Geld Speicheranalgen (in welcher Form auch immmer) zu errichten.
Bohnenhans schrieb:
vielleicht sollte D mehr schauen wie man Wasserstoff für die Energiewende z.B. per Tanker importieren kann, da gibt es glaub in Japan / Australien interessante Projekte.
Sag sowas nicht, D will doch krampfhaft autak werden. Es muss auch kein Wasserstoff direkt sein (der ist nur schlecht zu transportieren), Amoniak würde es an vielen Stellen auch tun. Man hätte sogar auf die ganz "dumme" Idee kommen können, mit dem Strom Methan zu erzeugen und das recht trivial ins vorhandene Gasnetz einzuspeisen. Aber auch da ist der Wirkungsgerad zu gering, als das die Umweltleute als "sinnvoll" erachten. Alles unter 200% Wirkungsgrad darf nicht gefordert werden, selbst wenn der Strom sonst weggeworfen/nicht erzeugt wird.
Bohnenhans schrieb:
Oder man verlagert halt die thermisch/energetisch anspruchsvollen Teile der Produktion an die Standorte an denen green Wasserstoff eher realierbar ist wie Afrika/Asien/Südamerika?
Auch da gilt seitens der Politik wieder: die Arbeitsplätze sind in D zu erhalten, der Rest ist (seit Jahrzehnten) völlig egal.