Energiewende in Deutschland - Geschwindigkeit - Kosten?

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Nochmal: Wir werden aus keiner gesicherten Erzeugerleistung aussteigen ohne Speicher oder sonstige Alternativen zu haben. Du kannst doch endlich mal aufhören, diesen Quark immer und immer wieder zu behaupten. Sonst muss vll doch mal die Moderation eingreifen, denn sinnlos im Kreis drehen bringt nichts.

HtOW schrieb:
Man hat seinen Hauptimporteur freiwillige nicht beauftragt.
"Freiwillig"? Die Gründe spielten doch keine Rolle, die Aussage war, Kohle und Gas bekommen wir jederzeit immer und mehr als wir brauchen. Und dem ist nicht so, sonst wäre der Gaspreis in dem Zeitraum nicht so explodiert. Vorfälle wie der Krieg Russlands gegen die Ukraine sind weder vorhersehbar noch planbar und so kann jederzeit auch Kohle und Gas knapp werden.
 
"Der Spotmarkt dient als Handelsplatz für kurzfristig lieferbaren Strom innerhalb von 1-2 Tagen (Intraday-Markt bzw. Day-Ahead-Markt)"

z.B einer auf deutsch

https://www.next-kraftwerke.de/wissen/energieboerse-eex
https://www.next-kraftwerke.de/wissen/intraday-handel (viertelstundengenauer Handel)

ich habe gesagt es gibt einerseits den Longcontract Markt aber dass die Vorhersage Jahre voraus zum Zeitpunkt X nicht zuverlässig funktioniert und deshalb halt der Spotmarkt dann immer öfter zum Zuge kommt.

Kann es sein, dass Du von Finanzen und Märkten inbes. im Energiesektor nicht ganz so viel Ahnung hast, wie Du selber vielleicht glaubst?
 
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cbuser01 schrieb:
@chaopanda

Wie kann denn Atom- und Kohlestrom aus dem Ausland günstiger sein, wenn a) wir so viele günstige EE haben und b) die anderen Länder auch zunehmend elektrifizieren und gerade im Winter dann die Wärmepumpen das Netz belasten. Dann soll ernsthaft Strom im Überfluss billig im europäischen Verbundnetz vorhanden sein?
Hä? Ich schrieb, dass ich kein Problem damit habe, dass Deutschland im Winter, sofern erforderlich, Strom importiert aus dem europäischen Verbundnetz. Dafür ist das da.
Sicherlich wäre es toll, wenn es kein Atomstrom ist, aber ich bin hinreichend realistisch unterwegs um zu erkennen, was geht und was nicht.

Und könnten wir uns endlich einmal darauf einigen, dass hier niemand von Regierungsseite in Deutschland gesetzlich festgelegt hat, das "morgen" alle Kohle- und Gaskraftwerke ohne adäquaten Ausgleich und Notfallplan eingemottet werden sollen? Auf Dauer wird die Behauptung des Gegenteils schlicht langweilig und am Ende trotzdem nicht wahr. Danke!
 
Erkekjetter schrieb:

Nun ich kann halt BELEGEN dass sich Deutschland GESETZLICH verpflichtet hat 2038 aus der Kohle auzusteigen.
https://www.tagesschau.de/inland/bundestag-kohleausstieg-109.html

Ich sehe keine gesetzeskonforme Lösung für nach 2038 wenn man nicht abartig schnell was entwickelt.

Dann mach Du doch jetzt mal das was Moderatoren hier wollen - liefere wie das andere auch machen Links, wenn sie ein Behauptuing aufstellen, wie sich gesichrte Leistung 2038+ noch sichergestellt ist statt immer nur schreiben das sei halt so.

Beiträge die nur Behauptungen ind en Raum stellen ohne Belege zu liefen, die sind hier nämlich nicht gern gesehen, was auch Sinn macht.
 
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Samurai76 schrieb:
Ah, du gehst also davon aus, dass die Netzbetreiber und Versorger nur die nächste Stunde im Blick haben. Lass Dich kurz aufklären, nein, das ist Weltfremd, Strom wird Jahrelang im voraus geplant, da ist nichts mit hoffen oder betteln.
Soso. Wind und Solar lassen sich jahrelang im Voraus planen. 🤡

@chaopanda

Achso. Und Atomstrom von den Gammelmeilern aus dem Ausland (Frankreich oder Belgien) ist ok, aber die wohl best überwachtesten und größtenteils abgeschriebenen AKWs in Deutschland müssen vom Netz?
__

Auch schön, zum Thema Netzentgelte:
 
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Bohnenhans schrieb:
GESETZLICH verpflichtet hat 2038 aus der Kohle auzusteigen.
Dann bleibt Gas. Wenn den der Ausstieg so zwingend wäre qie du es darstellst. Was nicht der fall ist. Der atomausstieg hat es bewiesen.

Ps: ich soll belegen, dass der kohleausstieg nicht gleichzusetzen ist mit ausstieg aus gesicherten erzeugerleistung? Ernsthaft? Und das gesetzliche Termine dehnbar sind habe ich mit verweis auf atomkraft doch bereits bewiesen. Sollte wieder erwarten 2038 keine technische lösung zur Speicherung in ausreichendem umfang existieren, kein wasserstoffimport möglich sein und keine Elektrolyse im land selber und nicht ausreichend gaskraftwerke vorhanden sein, dann wird der kohleausstieg ganz sicher verlängert…
 
Zum Glück sind Gesetze am Ende nur Text auf einen Blatt Papier. Kann man jederzeit ändern.

Bis 2038 sollte es aber möglich sein, die notwendige Infrastruktur für Fracking in Deutschland aufzubauen. Unter der norddeutschen Tiefebene lagern 2,3 Bio. Kubikmeter Gas. Genug für 30-40 Jahre.
 
chaopanda schrieb:


Ich habe mir das Gesetz angesehen das gibt es nur die Möglichkeit einer Fristverkürzung in §51 den Kohleausstieg vorzuziehen her, aber keinen - soweit ich sehen konnte NIRGENDS - für eine Verzögerung.

Das auf jeden Fall mildere Mittel gegenüber einem vorsätzlichen Gesetzesverstoss ist hier Strom egal zu welchem Preis einzukaufen oder Industrie zweitweise abszustellen.

Dein Bietrag es gäbe "natürlich" einen geheimen Masterplan ist wieder nur eine reine Behauptung von Dir.

Wer eine Behauptung aufstellt muss diese auch belegen - zu schreiben ja da musst halt glauben reicht da nicht - bitte halte Dich einfach daran, andere machen das doch auch.
 
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cbuser01 schrieb:
Bis 2038 sollte es aber möglich sein, die notwendige Infrastruktur für Fracking in Deutschland aufzubauen. Unter der norddeutschen Tiefebene lagern 2,3 Bio. Kubikmeter Gas. Genug für 30-40 Jahre.
Wenn die Auswirkungen dann ähnlich sind, wie in den USA, dann kann man auch einfach weiter Kohle verheizen oder gleich wieder Gas aus Russland kaufen. https://www.fr.de/politik/erd-gas-k...king-fluessig-gas-lng-usa-klima-91876401.html (gibt sicher auch aktuellere Berichte zu den Auswirkungen)
 
Naja aber das würde ja dann ganz EXTREM gegen die Energiewende laufen, das ja nun nicht wirklich realistisch.
 
Bohnenhans schrieb:
Wer eine Behauptung aufstellt muss diese auch belegen
Die ganzen bedingungen, die eintreten müssen, damit das überhaupt relevant aind, ignorieren wir ja?


Du hast zu keinem zeitpunkt belegt, dass wir aus der gesucherten erzeugerleistung aussteigen ohne ersatz zu haben. Du hast den kohleausstieg 2038 belegt. Glückwunsch dazu…
 
cbuser01 schrieb:
Achso. Und Atomstrom von den Gammelmeilern aus dem Ausland (Frankreich oder Belgien) ist ok, aber die wohl best überwachtesten und größtenteils abgeschriebenen AKWs in Deutschland müssen vom Netz?
Hätte ich gerne anders, richtig. Unglücklicherweise halten u.a. die Franzosen Atomstrom noch immer für den heißen Scheiß, der besser sei als alles andere.
Der französische Staat pempert exemplarisch (und tatsächlich) seine Meiler. Wenn davon etwas übrig bleibt, was dann günstig für uns erwerbbar ist und dafür z.B. ein Kohlekraftwerk weniger läuft, weil der dadurch produzierte Strom für uns in Deutschland teurer wäre, selbstverständlich sollten wir das dann nehmen. Noch einmal - das ist u.a. Sinn und Zweck des europäischen Stromnetzwerks.

Bohnenhans schrieb:
Dein Bietrag es gäbe "natürlich" einen geheimen Masterplan ist wieder nur eine reine Behauptung von Dir.

Wer eine Behauptung aufstellt muss diese auch belegen - zu schreiben ja da musst halt glauben reicht da nicht - bitte halte Dich einfach daran, andere machen das doch auch.
Sorry, aber ich habe geschrieben, dass per Gesetz ein Austieg mit Übergangsfrist verabschiedet wurde. Das heißt - es gibt einen Zeitraum, in dem der Switch stattfinden soll.

Da muss man dann auch nicht mehr reininterpretieren als da steht.

Ergänzung ()

Als Ergänzung: Das Energiesicherungsgesetz sagt folgendes:

https://www.gesetze-im-internet.de/ensig_1975/BJNR036810974.html

§ 1 Sicherung der Energieversorgung; Verordnungsermächtigung
(1) Um die Deckung des lebenswichtigen Bedarfs an Energie für den Fall zu sichern, daß die Energieversorgung unmittelbar gefährdet oder gestört und die Gefährdung oder Störung der Energieversorgung durch marktgerechte Maßnahmen nicht, nicht rechtzeitig oder nur mit unverhältnismäßigen Mitteln zu beheben ist, können durch Rechtsverordnung Vorschriften erlassen werden über [...]

Nr. 5
befristete Abweichungen oder Ausnahmen für den Betrieb von Anlagen, soweit diese zwingend erforderlich sind, um die Deckung des lebenswichtigen Bedarfs an Energie zu sichern, oder für den Betrieb sonstiger Anlagen, insbesondere, um diesen zu ermöglichen, den Einsatzbrennstoff zu wechseln, damit dieser für die Sicherstellung der Energieversorgung zur Verfügung gestellt werden kann, von
[...]
den auf das Bundes-Immissionsschutzgesetz gestützten folgenden Vorschriften:

aa)
Verordnung über Großfeuerungs-, Gasturbinen- und Verbrennungsmotoranlagen vom 6. Juli 2021 (BGBl. I S. 2514) in der jeweils geltenden Fassung,
bb)
Verordnung über die Verbrennung und die Mitverbrennung von Abfällen vom 2. Mai 2013 (BGBl. I S. 1021, 1044, 3754), die durch Artikel 2 der Verordnung vom 6. Juli 2021 (BGBl. I S. 2514) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung,
cc)
Verordnung über mittelgroße Feuerungs-, Gasturbinen- und Verbrennungsmotoranlagen vom 13. Juni 2019 (BGBl. I S. 804), die durch Artikel 3 Absatz 1 der Verordnung vom 6. Juli 2021 (BGBl. I S. 2514) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung,
dd)
Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm vom 26. August 1998 (GMBl S. 503) in der jeweils geltenden Fassung,
ee)
Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft vom 18. August 2021 (GMBl S. 1050) in der jeweils geltenden Fassung, sowie
Überraschung, wenn es sein muss, dann wird reagiert.

Ich weiß, Mind blowing...
 
Zuletzt bearbeitet:
Es gibt keine Übergangsfrist nach 2038 sondern nur vorher - 2038 ist ENDE. Man darf früher aus der Kohle aussteigen aber nicht später.

Und ja von heute bis zum spätesten Endtermin ist immer Übergangsfrist - so ist das Wort definiert.
 
Bohnenhans schrieb:
Ich habe mir das Gesetz angesehen das gibt es nur die Möglichkeit einer Fristverkürzung in §51 den Kohleausstieg vorzuziehen her, aber keinen - soweit ich sehen konnte NIRGENDS - für eine Verzögerung.
Da das nicht Teil des unveränderlichen Teils des Grundgesetzes ist: Irrelevant, Gesetze kann man ändern. Wie schon mehrfach gesagt, auch beim Atomausstieg passiert.
 
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Und in Japan lernen kleine Kinder bereits in der Schule, wie man sich bei einem Erdbeben verhält.

Richtiges Reagieren im Notfall ist doch ne super Sache.

Täte Deutschland auch mal ganz gut. Dann würde hier nicht immer alles im Chaos versinken, wenn mal 5 Schneeflocken mehr vom Himmel kommen.
 
Schöne Verharmlosung einer Szene, die schon seit 2017 vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Die Prepper haben nichts mit einer einfachen Vorsorge zu tun. Und ja, das entlarvende Gefasel vom "Tag X", findet sich natürlich auch auf dem Kanal des selbsternannten Mr. Blackout - über den sich auch genug kritische Berichte in unabhängigen Medien wiederfinden. Was für eine Überraschung...

Warum nicht einfach wissenschaftlich fundierte Quellen für Behauptungen liefern?
 
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chaopanda schrieb:
Als Ergänzung: Das Energiesicherungsgesetz sagt folgendes:

https://www.gesetze-im-internet.de/ensig_1975/BJNR036810974.html


Überraschung, wenn es sein muss, dann wird reagiert.

Ich weiß, Mind blowing...

Damit sowas nicht kommt habe ich EXTRA bereits geschrieben dass immer das Gebot des mildesten Mittels gilt.

Das sind nochmal wiederholt Strom zu jedem Preis zu kaufen und Industrie zeitweise stilllegen - gerade letzteres ist beim Gas auch im Gespräch gewesen oder auch evtl als allerletzten Mittel Haushalte einschränken z.B. rotierend 6 St Strom am Tag.

Ermächtigungsgesetze - und nichts anders ist das - sind das Ende der Fahnenstange und nicht der Anfang und wäöre ja auch das Eingeständnis dass die Energiewende doch nicht so gelappt hat.

Zumal ich eh nicht glaube dass die Menschen, die Kohlekraftwerken beschäftigt sind und noch "jünger" sind nicht schon längst woanders sich eine Anstellung für SPÄTESTENS nach 2038 gesucht haben werden. Vermute auch dass die eh keinen Nachwuchs mehr haben dürften wenn bekannt ist in ein paar Jahren ist sowieso in der ganzen Branche Schluss.
 
Zuletzt bearbeitet:
Erkekjetter schrieb:
Und dem ist nicht so, sonst wäre der Gaspreis in dem Zeitraum nicht so explodiert.

Ist Ot daher ist hier Schluss aber Deutschland hat die Lieferungen durch fehlende Zahlungen abgeleht.
Erhalten hätten wir das Gas nach den Aussagen in uneingeschränkten Mengen.

Und ja es gab eine Einstellung des Zahlungsverkehr nach Russland, die ist hier aber irrelevant. Sobald Geld fließt fließt Gas.
Also stimmt deine Aussage nicht.

Da gehört zwar politisch deutlich mehr zu aber wenn wir wollten hätten wir unbegrenztes Gas. Das ist ein Fakt!

Siehe Spanien oder Belgien.
 
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