News Entwickler-Zugriff: Google äußert sich zum Mitlesen der E-Mails bei Gmail

Frank

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#1
Google hat sich nach dem Bericht des Wall Street Journals über die Möglichkeit für App-Entwickler die E-Mails von Nutzern im Klartext nicht nur automatisiert zu verarbeiten, sondern von Mitarbeitern lesen zu lassen, zu Wort gemeldet und versucht klarzustellen, wer wann Zugriff auf die E-Mails der Gmail-Kunden hat.

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#2
Niemand bei Google lese jedoch private E-Mails von Nutzern persönlich, es sei denn ein Nutzer habe Google darum gebeten oder es ist aus Sicherheitsgründen zwingend erforderlich.
ich hab mal gelernt: ein grund für eine überprüfung für irgendetwas lässt sich immer finden..
 

ThaLowPro

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#4
"Niemand hat die Absicht.."

Aber wer private E-Mails mit solch einem Account versendet und den Apps die Erlaubnis zum Mithören erteilt, ist selbst schuld..
 
F

FirstJune

Gast
#5
Daher sollte man seine Mails auch immer verschlüsseln, es geht hier nicht darum, ob man etwa zu verbergen hat, sondern um Privatphäre!!!

Wie ich schon mehrmals erwähnt habe, Firmen wie Google und Co. halten nicht sehr viel von Datenschutz. Deswegen bin ich auch ein entschiedener Gegner von Google Pay! Da kommt mit etwas Glück bestimmt noch was.

Diese News hier bestärkt nur mein Misstrauen gegen solche Firmen.

Wir benötigen strengere Datenschutzgesetze, mit heftigen Sanktionen. 100000,-€ pro vergehen. mindestens aber 30% des Jahres Umsatz vor Steuern!
 
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#7

Acrylium

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#8
Wir benötigen strengere Datenschutzgesetze, mit heftigen Sanktionen. 100000,-€ pro vergehen. mindestens aber 30% des Jahres Umsatz vor Steuern!
Da wären insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen nach dem ersten Vergehen pleite und müssten schließen. Das ist für die Mitarbeiter dann nicht so schön. Die neue DSGVO hat ja nun schon vergleichsweise drakonische Strafen mit 4% vom Jahresumsatz pro Vergehen eingeführt, das trifft jedes Unternehmen schon empfindlich.
 

Robo32

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#9
Das nennt sich dann "perfekte Unternehmensführung" - ich würde es eher bei 100% Umsatz festlegen, wir könnten aber auch über 1000% aller Einkünfte des Vorstandes bzw. Chefs reden... (die reden doch gerne über Verantwortung^^).

Was die DSVGO angeht, das Ziel ist nicht dich bzw. deine Daten von den Unternehmen zu schützen, sondern deine Erlaubnis für die Verarbeitung deiner Daten zu erzwingen.
 
F

FirstJune

Gast
#10
Eine tolle pauschale Forderung; bar jeglicher Substanz, von Umsetzbarkeit ganz zu schweigen :) völlig unrealistisch.
Ja, das behaupten Politiker auch immer, wenn sie etwas nicht wollen und nach der Pfeiffe der Lobbyisten handeln.

Wenn Firmen auf Datenschutz achten, dann passiert auch nichts, nur wenn man von vornherein es nicht möchte, dann wird immer argumentiert, wir gehen dann doch pleite. Verdammt nochmal, dann haltet euch an die Datenschutzbestimmungen. Immer diese Ausreden!
 

DarkTaur

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#12
Dazu einmal eine Überlegung (und auch der Grund warum ich mich schwer tue bei der Suche nach einer guten Email-App): Jedes Email-Programm bzw. jede Email-App kann doch meine Emails "mitlesen" und diese (und/oder sie Zugangsdaten) an den Hersteller schicken. Wer prüft den diese Apps? Klar kann ich Opensource Programme wie k9 verwenden, muss mich aber darauf verlassen (wer prüft oder kompiliert schon selbst), dass die Binary wirklich der Source-Version entspricht..
 

Köf3

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#13
Großunternehmen (vor allem solche Tech-Riesen wie MS, Google, Apple oder Ali) glaube ich mittlerweile kein Wort mehr.
Da sind deutsche Politiker ja vertrauenswürdiger... :rolleyes:

Habe mit Posteo als Ottonormal-User keine Probleme, und werde dabei bleiben. :)
Ganz egal ob im Browser oder Client. Ich brauche auch keine Push-Notifications, Benachrichtigungen im Browser und ich habe auch kein Problem damit, wenn man automatisch nach einiger Zeit ausgeloggt wird... (Ich brauche aber auch keine dubiosen Mailanbieter, die sich in ihrer öffentlichen Aussage zu gewissen Dingen selber widersprechen oder dem Kunden direkt ins Gesicht lügen.)
 
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#14
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#15
Wir benötigen strengere Datenschutzgesetze, mit heftigen Sanktionen. 100000,-€ pro vergehen. mindestens aber 30% des Jahres Umsatz vor Steuern!
Toll, und damit sind unsere KMUs und ehrenamtlichen Initiativen, Vereine etc. endgültig am Ende. Mit dem Inkrafttreten der DSGVO haben doch schon viele Vorstände in Vereinen etc. (und wir reden hier nicht über Vereine wie die Fifa, sondern Schrebergarten, lokaler Fußballverein etc.) ihr Amt niedergelegt, weil man als Vorstand halt haftbar ist, wenn was passiert. Und welcher Fußballverein kann schon die Anwälte anheuern, um zu prüfen ob auch alle Ehrenamtlichen die Tabelle mit Telefonnummern korrekt speichern etc.
Solang es da keine Präzedensfälle gibt und man weiß, wie hart die Richtlinien gegen z.B. Vereine ausgelegt werden, hat man massive Probleme Leute zu finden, die diese Verantwortung haben wollen.

Mit Strafen wie du sie vorschlägst, wäre da vollends Schluss. Welcome Back in der Steinzeit.
 

Köf3

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#17

Krautmaster

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#18
naja solange die Apps dann da auch gelistet werden gehts ja noch, dachte das passiert vollkommen am Anwender vorbei.
 

Cool Master

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#19
Leider kann es nicht jeder aber ich Hoste seit einigen Jahren meine E-Mails selber.

Nicht nur hat man die alleinige Kontrolle über die Mails man hat den Vorteil von Aliasen welche Spam deutlich reduzieren und viel wichtiger man kann für jeden Anbieter ein eigenen erstellen was im Falle eines Datenlecks auf Seiten des Anbieters einfach bedeutet dass man sich einen neuen erstellt und den alten einfach deaktiviert.
 

Der Ahnsinnigew

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#20
Toll, und damit sind unsere KMUs und ehrenamtlichen Initiativen, Vereine etc. endgültig am Ende. Mit dem Inkrafttreten der DSGVO haben doch schon viele Vorstände in Vereinen etc. (und wir reden hier nicht über Vereine wie die Fifa, sondern Schrebergarten, lokaler Fußballverein etc.) ihr Amt niedergelegt, weil man als Vorstand halt haftbar ist, wenn was passiert. Und welcher Fußballverein kann schon die Anwälte anheuern, um zu prüfen ob auch alle Ehrenamtlichen die Tabelle mit Telefonnummern korrekt speichern etc.
Solang es da keine Präzedensfälle gibt und man weiß, wie hart die Richtlinien gegen z.B. Vereine ausgelegt werden, hat man massive Probleme Leute zu finden, die diese Verantwortung haben wollen.
Dann haben diese Vorstände und Vereine es auch nicht anders verdient. Deiner Beschreibung nach sind sie offenbar unfähig oder unwillig, sich über neue gesetzliche Anforderungen zu informieren und dann geeignete Maßnahmen umzusetzen. Stattdessen schmeißen sie das Handtuch. Schade für die Vereine, wenn mit dem Personal ggf. auch das Know-How aus den Vereinen verschwindet. Aber niemand zwingt diese Leute zu gehen.

Mit Strafen wie du sie vorschlägst, wäre da vollends Schluss. Welcome Back in der Steinzeit.
Wie wäre es mit ein bischen weniger Polemik? Was hat das mit Steinzeit zu tun?

Der Fortschritt entwickelt sich immer rasanter und immer unkontrollierter. Es geht immer mehr zu wie im Wilden Westen, wo praktisch nur das Recht des Stärkeren zählt und die geschädigten praktisch keine Möglichkeiten haben, sich zu wehren. Nun hat der Gesetzgeber nachreguliert. (Mit mindestens 10 Jahren Verspätung!) Und die Opfer(!) regen sich jetzt auf, dass ihnen der Schutz ihrer eigenen Rechte und die ihrer Mitbürger zu umständlich ist? Nicht im Ernst.
 
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