Erfahrungen mit machineering/iPhysics?

Frybe

Ensign
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Nutzt jemand das Programm iPhysics von Machineering?
Ist ein Programm zum Erzeugen eines digitalen Zwillings von Maschinen. Man könnte so den Ablauf simulieren und schon alles Abläufe durchspielen bevor man die Maschine überhaupt bei sich stehen hat bzw. bevor man Anpassungen durchgeführt hat.
Wie könnte man sonst noch den Ablauf einer gesamten Produktionslinie digital darstellen?
Aber kein reines 3D Modell sondern man sollte so darstellen können, wie es dann auch in der Realität abläuft.
 
Wozu benötigst du das?
Bist du Programmierer?
 
Ich selbst hatte damit noch nicht aus nächster Nähe zu tun, aber mein Arbeitgeber hatte damit schon Berührung. Und zwar aus der Ecke virtuelle Inbetriebnahme, und nicht mit einer reinen 3D-Planung. Du musst dabei im Hinterkopf behalten, dass eine schön animierte Linie beim Verständnis auf die Sprünge hilft.... Aber viel mehr geht es darum, wenn man sieht, dass etwas stockt oder falsch taktet. Meines Wissens geht es da in diese Richtung, mit dem Zusammenspiel. Und für eine ganze Produktionslinie würde ich zuerst klären, wie tief ihr testen wollt?!
 
DHC schrieb:
Wozu benötigst du das?
Bist du Programmierer?
Wir haben neue Kunden bekommen und wollen da den Ablauf simulieren. Damit man dann im vorhinein schon sieht, wo mögliche Probleme auftreten. Bisher haben wir da nichts umstellen müssen und die Maschinen sind konstant gelaufen, da musste nichts umgestellt werden, da traten auch keine Probleme auf.
Wenn wir das jetzt mehrmals am Tag umstellen müssen, können da Probleme auftreten. Das würden wir gerne vorher wissen weil es natürlich nicht billig ist wenn der ganze Betrieb still steht.

awanagana schrieb:
Aber viel mehr geht es darum, wenn man sieht, dass etwas stockt oder falsch taktet. Meines Wissens geht es da in diese Richtung, mit dem Zusammenspiel. Und für eine ganze Produktionslinie würde ich zuerst klären, wie tief ihr testen wollt?!
Ja genau darum geht es eigentlich.
Legt man sich den digitalen Zwilling selbst an oder wird das vom Anbieter eingespielt?
Der Ablauf soll dann simuliert werden damit wir sehen, ob und wo Probleme auftreten wenn am Ablauf etwas verändert wird.
 
Dann seid ihr, denk ich, eh schon ziemlich genau bei dem Punkt, wo virtuelle Inbetriebnahme interessant wird. Wenn früher alles konstant lief und ihr jetzt mehrmals irgendetwas umstellen müsst, entstehen die Probleme ja oft genau zwischen den Stationen. Aber meines Erachtens hängt es schon stark von eurem Know-how und der verfügbaren Zeit ab, ob man den digitalen Zwilling selbst anlegt oder erstellen lässt. Was sich aber unabhängig von der Vorgehensweise imho kaum ändert, ist: Das häufig wird wohl erst mit einem kleineren Modell gestartet. Ich würde also nicht sofort die ganze Linie erschlagen.
 
Ja vielen Dank. Wir haben mal mit Machineering Kontakt aufgenommen.
Anscheinend kann man sich auch einen digitalen Zwilling erstellen lassen. Nur dann hat man den halt und weiß nicht weiter wenn man selbst mal wieder etwas ändern muss. Da wäre es wohl besser sich gleich auf der iPhysics Software schulen zu lassen und es dann immer selbst machen zu können.
Für jemanden der schon mit anderen Programmen gearbeitet hat, wird das sicherlich kein Problem sein.
 
Da bin ich grundsätzlich schon bei dir, dass jemand, der mit anderen Simulations- oder CAD-Tools fit ist, sich einen einfacheren Start erwarten darf. Auf die lockere Schulter würde ich das aber bei virtueller Inbetriebnahme trotzdem nicht nehmen, da hängt halt mehr dran als eine Bedienoberfläche ausreichend zu lernen. Ihr müsst im Hinblick auf spätere eventuelle Anpassungen schon einen genauen Überblick zu wie Modell, Ablauf, Steuerung und reale Maschine zusammenhängen haben. Sonst endet es damit, dass ihr bei der Variante wieder vor irgendwelchen Fragezeichen steht und allein nicht weiterwisst. Für die Schulung würde ich einen euch bereits bekannten Fall nehmen, dann seht ihr auch ob das intern einer sauber pflegen kann oder ob ihr dauerhaft Unterstützung braucht. Habt ihr jemanden aus der Automation dabei?
 
Die Software selbst zu bedienen ist wahrscheinlich noch der einfachste Teil. Die eigentliche Herausforderung ist zu verstehen, wie Modell, Steuerung und reale Anlage zusammenwirken. Gerade wenn später Anpassungen oder Varianten anstehen, zahlt sich dieses Verständnis aus, sonst wird man schnell wieder vom Dienstleister abhängig.

Ja verständlich. Damit kann man nicht nur die Lernkurve besser einschätzen, sondern auch prüfen, ob das Know-how intern nachhaltig aufgebaut werden kann. Aus der Automation haben wir grundsätzlich Unterstützung, die Kollegen werden wir auf jeden Fall frühzeitig einbinden, damit das Thema nicht nur auf der Softwareebene betrachtet wird.
 
Na, dann habt ihr den richtigen Ansatz bereits gefunden! Meiner Meinung nach ist die frühzeitige Einführung einer Automatisierung wichtiger als die Frage nach dem Erstnutzer der Software. Schließlich solltet ihr später selbst in der Lage sein, Varianten anzupassen. Dafür muss jemand dahinterkommen können, welche Änderung im Modell welche Aktion an der tatsächlichen Produktionslinie nachbildet. Die Schulung sollte daher nicht abstrakt gestaltet werden, sondern an einem eurer typischen Umrüstszenarien ausgerichtet sein. Das hätte dann den Vorteil, dass ihr ziemlich schnell seht, wie tragfähig euer internes Fachwissen ist oder ob ihr nur ein Modell pflegt.
 
Ja danke, werde mich mal erkundigen wie das abläuft.
 
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