Erstladezyklen wichtig?

xlegend

Ensign
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Dez. 2011
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151
Hallo,

Ich frage mich wie wichtig es ist, sich an den Erstladezyklen zu halten.

Als ich damals mein Xperia Arc bekommen habe, hatte ich von ladezyklen nie was gehört.

Ausgepackt, an die Steckdose & Gummi gegeben :D

Dabei muss der Akku 1mal oder mehrmals (?) Komplett aufgeladen werden

Meine Akkulaufzeit ist nicht schlecht.. Da ich wirklich alles an system Apps gelöscht/Verschoben habe, was ich nicht brauche.

Von heute morgen an 5 Uhr bis jetzt 16:00 und noch 69% Akku bei einem 1500Mah Akku

Das ist dann doch etwas Happik. Habe etwa

1 1/2 Stunde Musik gehört
Vielleicht 20Minuten Facebook auf den tag verteilt. Internet wenn nicht gebraucht, sofort ausgeschaltet.
Und ein paar Sms


Also meine eigentliche frage, hätte ich die Erstladezyklen eingehalten, würde der Akku dann länger halten? Akku bzw Handy sind über 1 Jahr alt
 
bei einem jahr kann die leistung eines akkus shcon merklich nachlassen. die laufzeit erhöht sich natürlcih, wenn man den akku immer vollständig leert und lädt
 
Wenn sich der Akku verschlechtert -> neuen kaufen.
Wie der Akku letztendlich geladen werden muss steht im Handbuch. Da gibts versch. Varianten (LiPo, LiIo, etc..).
 
Homoioteleuton schrieb:
die laufzeit erhöht sich natürlcih, wenn man den akku immer vollständig leert und lädt

Was leider völlig falsch ist. Gerade Tiefentladung schadet modernen Lithium-Ionen Akkus sehr. Im Notebook Subforum gibt es einige Threads mit wissenswerten Links und Infos, einfach mal danach suchen.
 
Da der Akku gern das erste ist woran die Hersteller sparen, geben die oft schon nach 12-18 Monaten merklich nach -> in dem Fall hilft nur neuen kaufen.
 
Li-Ion und Li-Poly nie ganz entladen (Tiefentladung), sondern wieder voll aufladen, wenn sie zwischen 10-15% stehen.
Falls Akku gelagert wird (also länger als 1-2 Wochen nicht gebraucht wird) ca halb aufladen und dann lagern (normaltemperatur, trocken, keine direkte Sonneneinstrahlung, temperaturschwankungen etc).
Und ja, die Akkus verlieren über die Zeit an Kapazität.

http://de.wikipedia.org/wiki/Lithium-Ionen-Akkumulator
Scrolle zu "Lebensdauer".
Auszug: <<
konnte der Nutzer schon nach einem Jahr erheblichen Kapazitätsverlust feststellen; nach zwei bis drei Jahren war so mancher Lithium-Ionen-Akku bereits unbrauchbar geworden. Dabei stellte sich heraus, dass der schleichende Kapazitätsverlust weniger von der Zahl der Lade- und Entladezyklen, sondern vor allem von den Lagerbedingungen abhing: Je höher die Temperatur und je voller der Akku, desto eher kam es zum Ausfall. Als Grund hierfür werden in der Regel parasitäre unumkehrbare chemische Reaktionen genannt.
>>


MfG
 
DogLife schrieb:
Was leider völlig falsch ist. Gerade Tiefentladung schadet modernen Lithium-Ionen Akkus sehr. Im Notebook Subforum gibt es einige Threads mit wissenswerten Links und Infos, einfach mal danach suchen.

was leider auf ein smartphone akku bezogen auch wieder falsch ist, da dieser nur aus einer zelle besteht und das problem der tiefentladung nicht gegeben ist.
dieses taucht bei notebookakkus auf, weil sich die zellen unterschiedlich stark entladen und eine bei 1 die andere bei 23% ladung befinden kann.
bei einem einzelligen akku wird lange vor erreichen einer schädlichen tiefendladung abgeschaltet.
 
Homoioteleuton schrieb:
bei einem jahr kann die leistung eines akkus shcon merklich nachlassen. die laufzeit erhöht sich natürlcih, wenn man den akku immer vollständig leert und lädt

Schlicht falsch. Vollständige Entleerung sollte man soweit es geht vermeiden.
 
Das Problem (gerade bei Android) ist, das häufig der vom Telefon ausgegebene Akkustand
gar nicht 100% zutrifft, da Android diese werte errechnet.
Als Grundlage dient der max Wert (also bis wohin sich der Akku Maximal aufladen lässt)
Dies entscheidet die Ladeelektronik an dem Punkt wo der Akku nicht mehr bereit ist Leistung aufzunehmen.
Und der Minimalwert bei dem sich das Telefon noch betreiben lässt.

Gerade letzterer wert kann jeh nach Modell unterschiedlich sein, und solang Android diesen wert nicht genau kennt zeigt es oft einen deutlich geringeren Akkustand an als tatsächlich vorliegt.
ggf. kann es sogar vorkommen das die Software bei 1% das Telefon dann abschaltet
obgleich der Akku gar nicht leer ist.

Daher kann es vorkommen das es Optisch so wirkt als würde sich der Akku extrem schnell entladen
dabei handelt es sich nur um einen Anzeigefehler.

Die ganzen Diskussionen welche entsprechend schon zur Akku Kalibrierung existieren basieren auf darauf,
nur leider wird die Akku Kalibrierung leider oft so fehl verstanden das viele denken
durch das Kalibrieren des Akkus würde sich die Kapazität erhöhen.
Dabei wird eigentlich nur ein Anzeigefehler ausgeglichen.

Daher kann es "einmalig" schon sinn machen den Akku mal wirklich leer laufen zu lassen
damit das Telefon diesen Status überhaupt mal kennen lernt.

Dadurch verändert sich aber halt nicht die Leistung des Akkus, sondern eher die Genauigkeit der
anzeige des Telefons.
 
Könntet Ihr netterweise mal auf die Frage von xlegend eingehen?

Er möchte wissen, wie es sich mit der (in der Regel auch im Quickstarterheftchen des Gerätes stehenden) Erstladung verhält - also ob es sehr wichtig ist, daß man, wie vom Hersteller ja so dringend empfohlen, bevor man irgendwas mit dem neuen Telefon macht, es soundsoviele Stunden an die Dose hängt und voll auflädt! Oder ob das im Grunde egal ist (und es vielleicht z.B. wichtiger ist, es überhaupt voll aufzuladen und nicht z.B. vom Kauf an immer nur zwischen 40% und 3% rumzuschrabbeln oder so)!

Das ist nämlich eine durchaus interessante Frage!

Die anderen Akkutips sind ja bereits bekannt und werden von den Spatzen von den Dächern gepfiffen.

LG,
Hasenbein
 
Im Normalfall sollte man bei LiIon oder LiPo Akkus die ersten 5-6 Ladezyklen komplett machen. Sprich immer voll laden (also länger am Kabel halten als 100% angezeigt wird) und dann leeren bis das Gerät ausschaltet. Damit "kalibiert" man nicht den Akku sondern die Ladeelektronik des Geräts weiss was an Kapazität da ist und stellt sich drauf ein und kann ihn damit optimal nutzen.
Ansonsten sollte man es vermeiden Akkus so tief zu entladen, bis das Gerät ausschalten, wobei das
wie bereits geschrieben wurde, bei einzelligen Akkus keine Rolle spielt.
Aber keinesfalls entladen mehrere Wochen rumliegen lassen! Das runiert die Akkus durch Tiefenentladung.

Optimalerweise sollte man dann die Akkus zwischen 20 und 70% Ladung benutzen für eine lange Lebensdauer. Nur ist das nicht sehr praxistauglich. Somit nutzt man ihn gerade wie man will, nach spätestens 4 Jahren ist die Kapazität sowieso deratig geschrumpft, dass man einen Neuen braucht.
Überhitzung des Akkus würde ich trotzdem zu vermeiden versuchen, Hitze beschleunigt die Alterung.
 
Zuletzt bearbeitet:
modena.ch schrieb:
Im Normalfall sollte man bei LiIon oder LiPo Akkus die ersten 5-6 Ladezyklen komplett machen. Sprich immer voll laden (also länger am Kabel halten als 100% angezeigt wird) und dann leeren bis das Gerät ausschaltet. Damit "kalibiert" man nicht den Akku sondern die Ladeelektronik des Geräts weiss was an Kapazität da ist und stellt sich drauf ein und kann ihn damit optimal nutzen.
Ansonsten sollte man es vermeiden Akkus so tief zu entladen, bis das Gerät ausschalten, wobei das
wie bereits geschrieben wurde, bei einzelligen Akkus keine Rolle spielt.
Aber keinesfalls entladen mehrere Wochen rumliegen lassen! Das runiert die Akkus durch Tiefenentladung.

Optimalerweise sollte man dann die Akkus zwischen 20 und 70% Ladung benutzen für eine lange Lebensdauer. Nur ist das nicht sehr praxistauglich. Somit nutzt man ihn gerade wie man will, nach spätestens 4 Jahren ist die Kapazität sowieso deratig geschrumpft, dass man einen Neuen braucht.
Überhitzung des Akkus würde ich trotzdem zu vermeiden versuchen, Hitze beschleunigt die Alterung.


die 20% gelten aber auch wieder nur für mehrzellige akkus um ein tiefendladen einzelner zellen zu vermeiden, da diese stark unterschiedlich endladen werden. beim smartphoneakkus sind selbst 0% in der anzeige noch lang keine tiefentladung. Das sieht man schon daran das noch über 3 V spannung vorhanden sind.die elektronik schaltet lang vor erreichen einer tiefendladung ab man sollte nur nicht auf die idee kommen den akku mit einer kleinen glühlampe komplett zu entladen.von daher kann man das gerät ruhigen gewissens bis 0% auf der anzeige entladen. es gibt übrigens smartphones wie das SGS3 welche garnicht auf eine Kalibration mittels chip setzen, sondern welche nur die spannung auslesen und anhand dieser werte den ladezustand ermitteln, hier sind solche kalibrationsrituale vollkommen unnötig und man kann laden wie man lustig ist.
Diese alten bauernregeln, in denen behauptet wird, man sollte das geräte die ersten male mindestens 12 stunden am netz lassen sind somit obsolet, der ladevorgang wird eh bei erreichen von 100% beendet. Die akkus sind eh meist schon zu 50 % geladen sofern man das gerät das erste mal einschaltet. wenn man es genau nimmt, wäre damit der akku schon versaut, sollte dieses ritual wirklich nötig gewesen sein,da das erste mal nicht komplett geladen wurde. das ist aber quatsch.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Andregee

Danke, endlich mal Jemand der es auch ausspricht ;)

Diese Rituale sind veraltet, für Smartphone Akkus sowieso.

Fakten die dich interessieren sind folgende:
- 500 Ladezyklen sind der Standardwert für die Fertigung, 80% Leistung muss noch abrufbar sein.
- 800 Ladezyklen-Akkus werden jetzt oft in Geräten verbaut die keine tauschbaren Akkus haben. 80% gelten auch hier.
- Der Akku ist vor Tiefenentladung geschützt, du kannst ihn ohne Mutwillen nicht kaputt machen nur weil das Gerät von alleine ausgeht.
- Akkus sind vor "Überladung" geschützt, schalten sich also selbst ab. Darum kannst du auch unbesorgt über Nacht den Stecker dran lassen ohne dass er überhitzt.

Mehr musst du als 0815 Nutzer nicht wissen. Alle anderen Effekte verblassen im Vergleich zur kurzen Lebensdauer des Akkus an sich. 500 Ladezyklen sind bei Smartphones ca. 1,5 Jahre in denen er schon von sich aus 20% Leistung verliert. Nichts was du tust kann diesem Verfall entgegenwirken, nicht merklich.
 
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