News EU Chips Act: 43 Milliarden Euro für Halbleiterproduktion & Co

Immer noch besser zu spät als nie.
 
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@Sephiroth51
In deinem Antwort-post hast du zu dem Subventionen ja klar geschrieben, dass es deine Meinung ist. Das ist absolut legit. Der erste Post war aber einfach ne absolute Aussage, die so ziemlich zweifelhaft ist. Sowas machen die krassen coronagegner leider auch (ich meine nicht! die gemäßigten Leute, die einfach finden dass das alles zu weit geht), weshalb der etwas fiese Vergleich kam.

Das die EWG / EU am Ende ist würde ich jedenfalls bezweifeln. Die Staatsverschuldung steigt in allen Industrienationen bzw weltweit: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Länder_nach_Staatsschuldenquote
Nach einer relative neuen Theorie der big dept cycles liegt das an der zunehmenden entgrenzung / entkopplung der Währung von der Realität und das Währungssystem ist langsam am Ende eines Zyklus angekommen: https://www.onvista.de/news/zwei-we...und-wie-man-sich-darauf-vorbereitet-483739769
Da es relativ viel Beachtung in der Fachwelt bekommt wird an der Theorie auch es dran sein und es liest sich alles sehr plausibel.

Subventionen:
Gerade mit Hinblick auf den o.g. Sachverhalt sind Subventionen ein noch probateres Mittel. Firmen die reale wirtschaftliche Werte produzieren (auch wieder Zyklen unterworfen, siehe Kondratjew-Zyklus) zu haben ist dabei umso wichtiger. Wenn die Währungsreform käme, dann hat man echte Produktionsstätten und nicht nur nun wertloses fiat-Geld oder irgendwelchen krypto-kram.
Und selbst wenn nicht funktioniert das System halt so, dass die Firmen mit Subventionen gelockt und mit Steuererleichterungen zum bleiben bewegt werden. Zur Kasse gebeten werden dann die Arbeiter an dem Standort. Also gleicht man die Subventionen am Ende in der langen Frist mit lohnsteuereinnahmen wieder aus.
Finde ich persönlich auch nicht gut, aber was will man machen? Es kämpfen Nationalstaaten gegeneinander um die Gunst globalisierter Unternehmen. Wenn die EU da nicht mit macht, dann sind wir tatsächlich bald ruiniert. Dagegen hilft nur mehr wirtschaftspolitische globale Kooperation oder - Achtung Utopie - reaktionäre Nationalstaaten abschaffen.
 
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Wie viel zahlt Deutschland von denen 43 Milliarden Euro ? Und heißt es dann das hier die Preise für Speicher und Co sinken wird bzw. wer darf dann die Chips abkaufen und in ihre Produkte einbauen. Gehört Nvidia auch dazu?
 
Sephiroth51 schrieb:
Die Wirtschaft zumindest die freie Marktwirtschaft tut das gerade nicht, online Dienste aus der USA oder entwickelte Chips produziert aus China/Taiwan/Korea etc.
Marktwirtschaft ist eine immer mehr verästelnde sinnvolle und gesunde Arbeitsteilung, ein Automobil ist heutzutage schon lange kein nationales Alleinprodukt. Nationale/Ideologische oder andere Politischen Interessen stehen den Mal im Wege, aber drumherum kommt man am Ende nicht.

Die weitere Miniaturisierung in der Fertigung wird sich nicht mehr aufholen lassen, aber es wird ja mit neuem Wissen auch neue fertigunstechniken und Materialien Weitergehen und da kann es später zu einem größeren Umbruch kommen, daher sollte man definitiv jetzt mit druck in F&E einsteigen.
wenn jeder sein eigenes Süppchen kocht, wachsen die Wände anstatt zu fallen
 
@Crass Spektakel
Strafzölle erheben und mehr oder weniger direkt in Subventionen umleiten war dein Vorschlag.
https://www.trade.gov/trade-guide-wto-subsidies
Prohibited Subsidies

A subsidy granted by a WTO member government is prohibited by the Subsidies Agreement if it is contingent, in law or in fact, on export performance, or on the use of domestic over imported goods.

Das wird kaum zu widerlegen sein, dass der Vorschlag von dir nur dazu dient den zweiten Halbsatz zu bedienen.
 
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