News Halbleiterproduktion: Der EU Chips Act lahmt und ist effektiv geschrumpft

Weyoun schrieb:
Ich verstehe echte nicht, wie viele der Meinung sind, die Politiker verdienten zu viel.
Ich bin der Meinung manche Abgeordnete verdienen zu viel und manche zu wenig. Dass ein bekannter von mir als ehemaliger Bundestagsabgeordneter damals besonders viel geleistet hat, würde ich jedenfalls nicht behaupten. Auch Prominente Beispiele wie eine Frau von der Leyen war wohl neben der Politik in der Lage 7 Kinder groß zu ziehen. Ich bezweifel etwas, dass man bei der Anzahl noch wirklich Leistung bringen kann. Kandidaten wie dem Herrn Scheuer würde ich am liebsten sogar das Gehalt kürzen.
 
Dr. MaRV schrieb:
Die EU allein rettet gar nichts, wird sie doch aus Beiträgen der Mitglieder finanziert. 10 Nettozahler stehen 17 Nehmerländer gegenüber. Davon leistet allein Deutschland rund 47%, die restlichen rund 53% teilen sich 9 andere Länder, während sich 17 die Taschen füllen.
Herrlich plakativ, nur leider auch komplett aus dem Zusammenhang gerissen und maximal als Fleischbrocken tauglich den man der AfD-Anhängerschaft hier im Forum vor die Füße wirft.
Die, wie man weiß, einfache Antworten liebt statt sich mit komplexen Themen durch Nutzung von Brain.exe v1.0 selbst zu beschäftigen, um auch die Hintergründe zumindest im Ansatz zu verstehen.
Das ist jetzt in keinster Weise gegen dich persönlich, aber mit solchen Zahlenfetzen hilft man einer objektiven Diskussion halt meist nicht weiter.
 
Da Deutschland so extrem verschuldet ist, wird sich kaum ein ausländisches Unternehmen mehr ansiedeln,
das hat rotgrün total versemmelt
 
Kolu schrieb:
Siehe China die unfassbar viel Geld reingepumpt haben und trotzdem nichts konkurrenzfähiges besitzen.
Naja, Geld alleine ist es auch nicht. Ich denke China betreibt die Forschung umfassender. Da gehört halt auch Bildung dazu. Die wissen genau, dass sie auf diese angewiesen sind.
In Europa fördert man dagegen nicht das Selbermachen, sondern kauft auch nur Fabriken.
Eine leistungsfähige Industrie im Hochleistungschipmarkt aufzubauen wäre teuer und langwierig. Den Weg Will man man nicht gehen.
 
In China sind die Kinder im Vergleich zu Europa schlauer, weil die in der Schule lernen müssen. Und unsere Schulkinder außer TikTok und AMG/Guci kennen die nichts. Und die meisten glauben, dass die Milch aus dem Supermarkt kommt.
 
Zuerst sollte man sich mal ansehen, warum es den Chip Act eigentlich entstanden ist und welche Ziesetzung es im Chip Act geben sollte. Also zuerst mal zur Ursache:
Laut meiner Erinnerung hat die deutsche Autoindustrie bei beginn der Coronapandemie 03.2020, aufgrund einer Fehleinschätzung in der Nachfrage, alle Fertigungsaufträge im Chipbereich zu stornieren. Das aber die Nachfrage nicht nachgelassen hat, sondern in Gegenteil gestiegen ist, und die Nachfrage anch Computerchips ebenfalls gestiegen ist, kam es zu einer hohen Auslastung bei den Chipfertiger, welche aufgrund einer sehr geringen Marge bei den von der Automobilindustrie verlangten 50 nm Chips, natürlich die anderen bevorzugte. Wie es auch bei einer damaligen Stellungnahme von Intel gab, gab es kein Problem 20 nm Chips zu leifern, aber die 50 nm Chips sind gerade nicht lieferbar. Später wurde dann ein neues Infineon Werk für Chips für den Automotivbereich in Villach (Österreich) eröffnet, welches schon seit längern gebaut wurde. So viel mal, meiner Meinung nach, zur Ursache des Chip Acts der EU. Jetzt komm ich mal zum Missverständnis:
Später gab es ein Sager eines EU-Abgeordneten die europäische Industrie solle einen 2 nm Chip rausbringen, was die europäische Industrie dann meinte wozu sollen wir denn rausbringen, wenn sie nicht wirklich nachgefragt wird. Zur Erinnerung die europäische Industrie ist defacto auf B2B und Autoindustrie ausgerichtet.
Und so haben wir plötzlich augrund eines Mangels von 50 nm Chips eine Diskussion und Verlangen über 2 nm Chips.
Meine Meinung dazu:
Ich denke, es würde zu beginn mal helfen, wenn wir daran arbeiten, einen Chip zu entwerfen der an die Leistung von einen Broadcom BCM2711 Prozessor, mit einer RISC V Architektur, rankommt und ihn sogar ersetzen könnte (sh. Raperry Pi 4). Weiters ist es auch wichtig das wir uns das Know How für das Design und die Produktion von leistungsföhigen FPGA Chips für Embedded Systems aneignen. 2 nm auf dem Stand ist nicht wirklich schaffbar, aber leistungsfühe 20 nm Chips welche wir dann weiter verbessen und anpassen wäre eine wichtige Möglichkeit, zur Not auch später Fabless.
 
In D lohnt es sich bald nicht mal mehr eine Tankstelle oder Bäckerei zu betreiben aber ihr wollt Chipfabriken? Ich sehe in der EU seit 20 Jahren keine Trendwende und die Ukraine gibt uns den Rest. Game Over.
 
Für die einzelnen Länder und Völker Europas ist die EU realistisch gesehen einfach nur ein Knebel, der jegliches Vorwärtskommen nicht nur durch überborderde Bürokratie sondern auch durch ideologische Gleichmacherei im Keim erstickt. Das passiert nun mal, wenn man nicht kapiert, dass die Länder und Völker Europas sich nicht für ein "vereinigte Staaten von Europa" eignen. Wir sind nun mal nicht die USA und werden es auch nie.
 
Wundert mich nicht. Kein vernünftiges Unternehmen wird in den nächsten Jahren auch nur einen Cent in die EU bzw. Deutschland investieren. Sieht man in Bezug auf Deutschland gerade sehr schön, wie große Unternehmen (Mercedes, BASF usw.) ihre Investitionen ins Ausland (hier explizit USA) packen. Ist ja auch kein Wunder. Dank der Grünen und ihrem Möchtegern "Wirtschaftsminister" Habeck ist Deutschland für Firmen so unattraktiv wie niemals zuvor. Und wir sind erst am Anfang. Wir werden in der EU und im speziellen in Deutschland noch einen großen Abgang von Firmen erleben. Mein Dank dafür geht an die ideologisch verblendeten Grünen !!
 
Ich sehe Habecks Wirtschaftsministerium als sehr hilfreich an um endlich mal Erneuerbare voran zu bringen. Da haben wir massiv gepennt in den Regierungen davor.
Das dreht man nicht in Tagen.
Auto Firmen als erstes zu nennen ist normal, aber eigentlich müssen wir die Mobilität auf weniger Individual Verkehr ändern :)

Ergo ein eher schlechtes Argument.
Die USA haben ihre Größe eingesetzt, jetzt gilt es sich zu einigen. Eine starke EU ist auch in deren Interesse.
 
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riloka schrieb:
Die USA haben ihre Größe eingesetzt, jetzt gilt es sich zu einigen. Eine starke EU ist auch in deren Interesse.
Die USA setzen das Gewicht der Leitwährung ein, mal sehen wie lange der USD diesen Status noch verteidigen kann - militärisch wird das schon mal nichts...

Eine Starke EU ist auch nur theoretisch für die USA wichtig
  • militärisch vielleicht erstmal schon da sie damit einiges auf uns abwälzen könn(t)en
  • wirtschaftlich eher nicht da Konkurrenz schlecht für deren Geschäfte ist (als Kunden will man uns natürlich behalten)
Allerdings kann man das auch nicht so einfach schwarz/weiss sehen da die Interessen vielschichtig sind und sich sogar in Teilen widersprechen.

riloka schrieb:
Ich sehe Habecks Wirtschaftsministerium als sehr hilfreich an um endlich mal Erneuerbare voran zu bringen. Da haben wir massiv gepennt in den Regierungen davor.
Die Vorgänger haben mit Sicherheit gepennt um es neutral zu sagen.
Allerdings kann man ein Land auch nicht von jetzt auf gleich umstellen wie unser Wirtschaftsminister es gerne hätte, nicht mal mit unbegrenzten Geldmitteln die wir nicht haben und genau das will man jetzt erzwingen.
Deswegen wird es auch nicht funktionieren auch wenn die dafür notwendige Technologie vorhanden wäre.
Was wirklich passieren wird werden wir bald miterleben dürfen, auf absehbare Zeit wird es aber wahrscheinlich um einiges schwieriger werden und das werden wir erstmal mit einem Verlust der gut bezahlten Jobs mit allem was dazu gehört bezahlen.

Dem Klima werden wir damit übrigens auch nicht helfen, denn dafür ist unser Fussabdruck innerhalb der eigenen Grenzen zu klein, dafür der unserer Lieferanten zu gross...
Man schimpft in diesem Kontext gerne über China und andere, übersieht dabei für wenn viele der Fabriken dort eigentlich laufen.

Unabhängig können wir auch nicht werden, da wir mindestens auf einige Vorprodukte immer angewiesen bleiben, da hilft es auch nicht wirklich wenn die Fabriken hier stehen würden.
 
Klassischer Streitpunkt.
Deutschland allein kann nicht den CO2 Ausstoß der gesamten Welt auf 0 reduzieren.
Aber wir sollten das nicht als Begründung nutzen weiterhin Dreck in die Atmosphäre zu blasen.
Jedes bisschen weniger hilft die Katastrophe weniger katastrophal zu machen.
Dazu kommt der Fakt dass wir durchaus in der Welt eine Vorbildrolle einnehmen.
Schaffen wir es, sehen die andren Länder dass es auch bei ihnen möglich ist.
Auch wird dann die Argumentation anders laufen und mehr auf "wir wollen nicht" als "is uuuuunmöglich" umschwenken zwangsweise und da macht nicht jeder mit.

Unabhängigkeit ist nicht binär sondern ein Spektrum und ein Prozess.
Welthandel wird nicht sofort einbrechen weil jeder alles selbst produziert.
Es geht darum auf mehreren Beinen zu stehen und mehrere Quellen zu haben .
Vor allem bei wichtigen Vorleistungen und Produkten.
Medizin und Halbleiter können hier alles lahmlegen wenn Indien und China Sachen selbst benötigen oder die Arbeiter im Hafen in Shanghai alle krank im Bett liegen. Das will man nicht.
Gas aus Russland allein? Es bricht Krieg aus, wir müssen bangen dass uns nicht kalt wird.
Ergo verteilt man das Risiko, hier ein paar Fabriken, da ein paar Fabriken. Hier einkaufen, da einkaufen, dort einkaufen und vor allem: Bedarf reduzieren.
 
Ich kann der Idee durchaus folgen und sie ist sicher auch nicht falsch, nur die Umsetzung ist bescheiden weil zu abrupt und gleichzeitig auch zu spät (für letzteres kann man der derzeitigen Regierung nicht direkt einen Vorwurf machen, allerdings sind die Mittglieder auch nicht erst seit gestern in der Politik).

Fakt ist, das einige Firmen erstmal noch mehr ins Ausland verlegen werden, nicht weil die Idee den Planeten auf dem wir leben zu retten an sich schlecht ist, sondern weil sie wirtschaftlich dazu gezwungen sein werden bzw. schon sind.

Übrigens,
wir könnten die Katastrophe nicht mal abwenden wenn weltweit der CO2 Ausstoß ab morgen auf null gehen würde.
Was wir tun könnten, ist den Effekt hinauszuzögern, das bedeutet aber immer noch, dass die Auswirkungen katastrophal sein werden mit dem Unterschied, dass Leben in einigen Regionen möglich sein wird.
Letzteres aber nur theoretisch, weil schon davor viele Länder versuchen werden ihre Grenzen zu verschieben - das wird passieren weil es für ihr überleben notwendig sein wird und nicht weil es ihnen gefällt.
Den Vorgeschmack darauf haben wir jetzt schon mit paar Flüchtlingen aus dem Süden, noch sind es aber nicht wirklich viele und zum Teil auch aus anderen Gründen was aber nichts am Beispiel ändert, den hierbei ging es nur um nackte Zahlen.

Ich hoffe mich zu irren, allerdings spricht die derzeitige Weltlage nicht für eine pragmatische Lösung des Problems da eben zu viele Eigeninteressen im Spiel sind und bis es der letzte begriffen hat wird es wohl endgültig zu spät sein.
Es will auch niemand auf das bisschen wollstand was er hat verzichten. Das ist nachvollziehbar da die Mehrheit der derzeitigen Weltbevölkerung das altersbedingt nicht mehr erleben wird, nur hilfreich ist es nicht wirklich.

Manche mögen das alles als äusserst pessimistisch erachten, für mich ist es leider das mit Abstand realistischste Scenario.
 
Es ist allerdings schon ein deutlicher Unterschied ob es 1,5 oder 2 oder 4,5 Grad Erwärmung werden. Da darf man nicht zögern und muss mit vollem Gewicht auf die Bremse treten.
Beim Autofahren macht es auch einen enormen Unterschied ob ich mit 10, 30 oder 50 km/h gegen ein Hindernis pralle was meine Überlebenschancen angeht auch wenn der Aufprall unvermeidbar ist.
 
Sicher, wobei die 1,5° und auch die 2° bereits nicht haltbar sein werden und das unabhängig davon wer was tun wird.
Was später passiert weis auch keiner da keines der Klimamodele auch nur annährend alle Faktoren berücksichtigt.

Dein Autobeispiel ist aber auch interessant,
die Frage ist nur ob es wirklich 50 sind (die anderen sind schon längst Geschichte), oder eher 100 aufwärts.
Ändert natürlich nichts an der Richtigkeit deiner Aussage.
 
douggy schrieb:
Sie orientieren sich am Richteramt, sind aber seit 197x nicht an irgendwas gekoppelt oder gebunden.

Deins ist nicht ganz falsch, aber auch nicht ganz richtig.
Das eine ist die Höhe der Grundvergütung, die ab einem bestimmten Jahr festgelegt wurde, das andere die jährliche Erhöhung. Und letztere ist seit rund 10 Jahren an die Entwicklung der Nominallöhne gekoppelt.
https://www.bundestag.de/webarchiv/textarchiv/2014/49595183_kw08_de_diaeten-215806
Ergänzung ()

Accutrauma schrieb:
Die Renten wurden erst massive gekuerzt auf das niedrigste Niveau der Nettozahler der EU. Die Pensionen wurden nicht so massive angegangen.
Ich dachte, es ging um Diätenerhöhungen im Vergleich zur Entwicklung der Nominallöhne? Von Renten war doch gar nicht die Rede?

Accutrauma schrieb:
Ich kann Dir sagen, Kinder machen normal Verdiener arm.
Das hängt davon ab, wo man seinen Dienst verrichtet und welche Möglichkeiten der Kinderbetreuung sich an seinem Wohnort bieten. So pauschal kann man das nicht sagen. In meiner Familie gibt es leider zwei Extreme: Eine Schwester ist seit Geburt der ersten Tochter Hausfrau (größte Gefahr der Altersarmut) und die andere ist zum Glück Beamtin und arbeite nach der Geburt beider Kinder recht schnell wieder und der finanzielle Ausfall bzgl. Pension hält sich in Grenzen. Die Realität dürfte wohl in der Mitte liegen.
Accutrauma schrieb:
Sozialstaat, davon haben Normalverdiener nichts, die gehen nur dafuer schuften.
Sag das mal denen, die nach 30 Jahren "Schufterei" arbeitslos werden und innerhalb der ersten 12 Montate (ALG1) nix finden. Da bin ich doch froh, dass man da über das Bürgergeld einigermaßen abgesichert ist und man eben nicht von heute auf morgen Hab und Gut verliert.
Accutrauma schrieb:
Du lebst bestimmt nicht in einer Stadt groesser 50Tsd Einwohner.
Ich lebe sogar in zwei Städten mit mehr als 50.000 Einwohner: In der Arbeitswoche in Nürnberg und am Wochenende in Chemnitz.
Ergänzung ()

henso schrieb:
An welche? An die Reallohnentwicklung oder Nominallohnentwicklung?
Natürlich die Nominallohnentwicklung (so wie auch bei der Rentenerhöhung). Sonst müsste man ja Birnen mit Äpfeln vergleichen.
Ergänzung ()

7hyrael schrieb:
Aber nicht an Erfolg und Sinn.
Das ist im Öffentlichen Dienst und bei Beamten nicht anders. Mit jedem Jahr steigt man automatisch eine Lohnstufe nach oben (10 Jahre lang, bis in der jeweiligen Klasse Schluss ist). Früher nannte man das scherzhaft "Kalkzulage". Die Diäten erhöhen sich dagegen ganz nominal wie der Durchschnitt der Bruttolöhne.
Ergänzung ()

Ste-we schrieb:
Auch Prominente Beispiele wie eine Frau von der Leyen war wohl neben der Politik in der Lage 7 Kinder groß zu ziehen.
Soweit ich weiß, haben deren Kinder die Nanny häufiger zu Gesicht zu bekommen als beide Elternteile. Ihr Vater war Ministerpräsident von Niedersachsen, ihr Mann ein viel beschäftigter Kardiologe ist ebenfalls zeitlich sehr beschränkt.

Aber soll das überhaupt heißen "war in der Lage "nebenbei" 7 Kinder großzuziehen? Dürfen Top-Funktionäre sich nur zu 100 % der Arbeit verschreiben und keine Kinder haben? Das sehe ich gänzlich anders. Nur wenn man selber Kinder hat, kann man überhaupt zu allen Themen in der Politik mitreden.
Ste-we schrieb:
Kandidaten wie dem Herrn Scheuer würde ich am liebsten sogar das Gehalt kürzen.
Das sehe ich so wie du, wobei ich ihm nicht das Gehalt kürzen würde, sondern die rund 500 Mio. € an Schadenersatz (Mautdesaster, der Bund muss aufgrund von Vertragsbruch zahlen) als Rechnung zukommen lassen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Weyoun schrieb:
Nur wenn man selber Kinder hat, kann man überhaupt zu allen Themen in der Politik mitreden.
Nein, der Punkt ist aus meiner Sicht, dass du bei 7 Kinder nimmer argumentieren kannst, dass die Nanny alles übernimmt. Wenn du so eine Familienplanung anstrebst, bist du aus meiner Sicht einfach nicht geeignet als Verteidigungsministern oder Präsidentin der EU-Kommission, denn in diesem Fall ist es einfach unangebracht aus dem Posten eine 40%-Stelle zu machen. Entweder vernachlässigst du deine Kinder oder deinen eigentlichen Job, und in beiden Fällen ist das ein Job der weit mehr Zeit frisst als eine übliche 40h-Stelle. Und die Anwesenheitsstatistik im Bundestag zeigt, dass hier sehr viele die Priorität nicht richtig setzen, bzw. es nötig wäre die Priorität für die Politiker zu setzen. Machs zu 100% oder gar nicht. Es ist kein Job in der Freien Wirtschaft, wo man einfach mal auf 60% oder 80% reduzieren dürfen sollte vor allem da an den Bezügen sich dabei ja auch nichts ändert. Auch in einem Unternehmen wird der Verwaltungsrat nicht zur Einstellung eines C*O zustimmen, der daraus eine >100% Stelle machen will.

Davon abgesehen, ist eines der größten Probleme in der Politik, das offenbar die meisten "Top-Politiker" glauben überall mitreden zu können und zu müssen und in jedem Amt richtig zu sein. Siehe eben Verteidigungsministerium. Die Serie von unqualifizierten Personalien in diesem Ministerposten ist geradezu erschreckend.

Es täte vielen gut, zu einigen Themen einfach mal zu schweigen, weil sie einfach keine Ahnung haben. Eine (unfundierte, lobbyistisch begründete) Meinung ist eben kein Fachwissen.
 
7hyrael schrieb:
Nein, der Punkt ist aus meiner Sicht, dass du bei 7 Kinder nimmer argumentieren kannst, dass die Nanny alles übernimmt. Wenn du so eine Familienplanung anstrebst, bist du aus meiner Sicht einfach nicht geeignet als Verteidigungsministern oder Präsidentin der EU-Kommission, denn in diesem Fall ist es einfach unangebracht aus dem Posten eine 40%-Stelle zu machen.
Sehe ich anders. Es gibt Familien mit 5 Kindern à la "Die Wollnys" und es gibt Familien mit noch mehr Kindern, die absolut normal sind. Ich fände z.B. Neuseeland oder Australien hier fortschrittlich, wo es mittlerweile erlaubt ist, Säuglinge mitzubringen und sogar zu stillen. Unsere Außenministerin hat auch Kinder, nun kümmert sich halt der Vater zum Großteil um die Erziehung. Ist alles möglich.
7hyrael schrieb:
Entweder vernachlässigst du deine Kinder oder deinen eigentlichen Job, und in beiden Fällen ist das ein Job der weit mehr Zeit frisst als eine übliche 40h-Stelle.
Wenn beide "Karriere-Jobs" haben, magst du recht haben. Wenn aber der Partner die Erziehung übernimmt (egal ob Mutter oder Vater), dann kann das gutgehen.
7hyrael schrieb:
Und die Anwesenheitsstatistik im Bundestag zeigt, dass hier sehr viele die Priorität nicht richtig setzen, bzw. es nötig wäre die Priorität für die Politiker zu setzen.
Nicht jeder Parlamentarier kann immer im Bundestag zugegen sein. Er hat schließlich auch seinen Wahlkreis zu repräsentieren und muss auch regelmäßig außerhalb Berlins arbeiten. Die wichtigsten Debatten und Abstimmungen sollt man schon mit seiner Anwesenheit beglücken, aber das geht nicht immer.

7hyrael schrieb:
Es ist kein Job in der Freien Wirtschaft, wo man einfach mal auf 60% oder 80% reduzieren dürfen sollte vor allem da an den Bezügen sich dabei ja auch nichts ändert. Auch in einem Unternehmen wird der Verwaltungsrat nicht zur Einstellung eines C*O zustimmen, der daraus eine >100% Stelle machen will.
Für Leitende Angestellte in Unternehmen gelten viele Richtlinien für Arbeitnehmer nicht (zum Beispiel die 10-Stunden-Grenze der täglichen Arbeit bzw. die maximal 48 Stunden in einer Woche). Somit ist JEDER CEO-Job immer eine "> 100 % Stelle".
7hyrael schrieb:
Davon abgesehen, ist eines der größten Probleme in der Politik, das offenbar die meisten "Top-Politiker" glauben überall mitreden zu können und zu müssen und in jedem Amt richtig zu sein. Siehe eben Verteidigungsministerium. Die Serie von unqualifizierten Personalien in diesem Ministerposten ist geradezu erschreckend.
Ja, da sollten sie wirklich mal Dieter Nuhr berücksichtigen: Einfach mal die Fresse halten.
 
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