News EU verurteilt Intel zu 1,06 Milliarden Euro Bußgeld

Ich schäme mich ja schon einen Intel Prozessor in meinem Gehäuse zu haben. Bei meinem nächsten Prozessor werde ich auf die Preis-Leistung achten und mir einen AMD holen.
 
@darko2

Das könnte auch daran liegen, daß MM&CO. gemerkt haben, daß mit AMD-Rechnern nicht so viel zu verdienen ist wie mit Intel-Rechnern. Niemand kann MM&Co. zwingen, AMD-Produkte anzubieten, auch nach diesem Urteil nicht.
 
Denahar schrieb:
Nur warum hat Amd einem Händler solch ein Angebot gemacht? Das ist doch eben verboten und Amd würde doch nie mafia-artige Praktiken anwenden um in dem harten CPU-Markt zu bestehen, oder?

Naja ob das jetzt schon die Mafia ist, wage ich mal zu bezweifeln. Man könnte es ja auch als Werbegeschenk sehen. ;) Fakt ist jedenfalls, dass AMD daran nicht die Bedingung geknüpft hat, dann keine Intels mehr verkaufen zu dürfen; und ich glaube darin liegt der eigentliche Unterschied.

OT:

AeS schrieb:
Das wäre wie wenn man Brown GP vorwerfen würde nicht erlaubte Diffusor zu verbauen, oh ist ja geschehen, aber wurde ja im nachhinein erlaubt.

Der Diffusor war schon vor Saisonstart erlaubt (in Absprache und expliziter Nachfrage bei den technischen Kommissaren der FIA). Die andern Teams waren eben nicht schlau genug das Regelwerk dementsprechend auszulegen. Im 'nachhinein' wurde lediglich festgestellt, dass es nach wie vor erlaubt bleibt. +klugshicemodus aus+ :D (der Vergleich war eh total am Thema vorbei)
 
Furble schrieb:
Denke, dass die EU auch ein bisschen Geld gebraucht hat und da kommt einem so ein Fall natürlich zu Gute, will jetz aber niemanden direkt anklagen :D


Weniger Bildniveau bitte...

Das Geld kommt dir zu gute.

Die Europäische Komission vertritt in einem Kartellsrechtsprozess die Bürger der Europäischen Union, also auch dich.

Wie bereits erwähnt bekommen die deutschen Steuerzahler dadurch 200-250 Millionen Euro aus Brüssel zurückerstattet.
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Marktanteil kann doch nicht Illegales legalisieren, oder doch?
Im Prinzip schon, allerdings wird bei zu hohem Marktanteil, halt legales zu illegalem;)

Es ist ja eine Kartell- bzw. Marktaufsichtsamt Geschichte.
Das regelt nur solche Sachen welche für andere (kleinere) Firmen legal wären.

Beispiel Fusionen: völlig legal, will aber die Nummer 1 mit der Nummer 2, und würden dabei eine für den Markt ungesunde Größe erreichen, dann wird das halt nicht erlaubt.

Genauso sieht es bei Rabatten mit Nebenbedingungen aus.

Das Konzept des Marktes ist einfach der Wettbewerb. Selbst in einer "freien" Marktwirtschaft.
Also bitte nicht bei der sozialen Marktwirtschaft abladen;)

Und Wettbewerbsaufsicht, ist mitnichten eine Erfindung der EU, sie gab und gibt es in allen Ländern der EU.
Nur hat man sich durch die EU, dazu geeinigt solche Verfahren, welche sonst alle Länder einzeln führen müßten, direkt in Brüssel zu führen.

Das spart zum einen Geld (1 Prozess statt 10-25), und die EU hat einfach die Größe um solche Prozesse auch gegen die "ganz Großen" zu führen (was auf Intel so nicht zutrifft).
z.B. durch die Androhung eines Verkaufsverbotes. Wie sollte z.B. Spanien, sowas alllein durchziehen. 1-2% Umsatzverlust kratzt keinen, für gute Gewinne, bei 30% ist das dagegen eine wirkungsvolle Drohung.
Auch wenn bei der EU sicher einiges im Argen liegt, ist ihre Grundidee richtig. Und gerade im Wettbewerbsbereich (innerhalb der EU) hat sie vieles geschafft, was die einzelnen Länder so nicht gekonnt hätten. (z.B. SMS innerhalb Europa ist billiger, als innerhalb Deutschlands).
 
Zuletzt bearbeitet:
Wiso schämen, wenn AMD nichts tut um seine Stellung auf dem Markt zu verbessern dann sind sie selber Schuld und schlecht is das Preis- Leistungs- Verhältnis auch nicht.:)
 
Denahar schrieb:
@Bullet Tooth: Nur warum hat Amd einem Händler solch ein Angebot gemacht? Das ist doch eben verboten und Amd würde doch nie mafia-artige Praktiken anwenden um in dem harten CPU-Markt zu bestehen, oder?

Prinzipell kann jeder seine Produkte verschenken wie er will. Das das marktwirtschaftlich natürlich nur begrenzt Sinn macht, leuchtet dir hoffentlich auch ein.

INTEL hätte das auch tun können (vielleicht auch nicht, weil sie nun mal marktbeherrschend sind), solange sie es nicht an Forderungen knüpfen wie: "Wir schenken euch CPUs, dafür kommt AMD aber nicht mehr ins Haus. "

Jetzt klar?

Verschenken-->Legal

Daran Bedingungen zum Nachteil der Wettbewerber knüpfen-->Illegal

Wie gesagt, verschenken macht nur kurzfristig Sinn, etwa, um überhaupt erstmal ins Angebot aufgenommen zu werden. Sowas wird niemand bestrafen, mit solchen Geschenken bestraft man sich ja auf Dauer nur selbst. Vor allem AMD, die weder soviel Geld wie INTEL haben/hatten, noch deren Marktanteil und somit keine marktbeherrschende Stellung. Deswegen gabs von INTEL auch "nur" Rabatte, weil verschenken auf Dauer schlecht ist.

kisser schrieb:
Das könnte auch daran liegen, daß MM&CO. gemerkt haben, daß mit AMD-Rechnern nicht so viel zu verdienen ist wie mit Intel-Rechnern. Niemand kann MM&Co. zwingen, AMD-Produkte anzubieten, auch nach diesem Urteil nicht.

Noch hat keiner die MM/Saturn-Holding bestraft. Sobald das passiert ist, und das wird es, können noch zusätzlich Auflagen gemacht werden. Z.B., das ab sofort 50% der Rechner einen AMD Prozessor an Bord haben müssen. Und das solange, wie die Komission denkt, das es notwendig ist. 3, 5 oder 10 Jahre.


Eigentlich müsste jetzt jemand bei INTEL seinen Hut nehmen, aber ich glaub nicht dran. Müssten ja mehrere sein, vermutlich alle an der Spitze. Und die werden den Chefsessel wegen der paar Mrd. nicht abgeben.
 
Zuletzt bearbeitet:
@BonzenBasti90
Hauptsache mal nichts sinnvolles zum Thema beitragen, aber wie auch wenn man von der gesamten Thematik keinerlei Ahnung hat und auch keine Lust hat sich damit auseinanderzusetzen und vielleicht noch dabei etwas zu lernen, gell? :rolleyes:

Allein schon wenn du die News mal gelesen hättest, und nicht nur die Überschrift, würde jeder Mensch mit etwas gesunden Menschenverstand und Logik wohl bemerken das AMD nicht einfach mal so die Marktstellung verbessern konnte.
 
Just an diesem Tag - es mag ein Zufall sein, aber selbst wenn, ist es einer zum schmunzeln - hat die Europäische Kommission dem Computer-Hersteller Dell einen Auftrag erteilt, 74.300 PCs zu liefern; allesamt ausgestattet mit AMD Phenom oder AMD Athlon Prozessoren. Zudem wird Dell 44.600 TFTs liefern. Die PCs mit AMD-Prozessoren seien "wegen des günstigen Preis-Leistung-Verhältnisses, der hohen Stabilität und der guten Administrierbarkeit ausgewählt" worden, heißt es.

Quelle: EU erteilt Dell Millionenauftrag für PCs mit AMD-Chips

Von planet3dnow.de
 
@BonzenBasti90

Der Geschäftsführer sollte sich schämmen, was er aus seiner Firma gemacht hat! und du dich auch!
Und wer kauft sich überhaupt noch einen überteuerten CoreI7?
Allso alle ph2 kaufen!
 
Mir war Intel aufgrund solcher "Strategien" nie sympathisch.
Ein Unternehmen hat keinen moralischen Selbstzweck. Ein gutes Unternehmen denkt wie eine Maschine, da taucht Sympathie der potenziellen Kunden nur als mathematischen Faktor einer Kosten-/Nutzenrechnung auf.
Gemacht wird, was langfristig (wird heute leider zuoft vergessen) den höchsten Gewinn verspricht.

Und genau dafür gibt es eben solche Gesetze zum Markt, um die Spielregeln abzustecken, welche für alle am Besten sind.
 
@Ohara_x2

Daran sieht man doch, daß die EU-Kommission keine Ahnung hat. Schau dir mal bei Dell die Preise für AMD- und Intel-Systeme an.

Mich würde auch mal die Ausschreibung für diesen Auftrag interessieren.
 
Sehr schön, endlich! Hoffentlich bekommt Saturn auch noch eins auf den Deckel.

1,06 Mrd € auf Berechnung des Umsatzes im Europäischen Raum, krass, aber wenn man den Zeitraum betrachtet ist es gerecht.

Hoffe die lassen etwas von der Kohle in die Unis fließen.

Na ob die Globalfoundries demnächst nen Großauftrag bekommen?
*Geld zusammenkratzt und Aktien kaufen geht*

@über mir
Bei der Größe von Intel reguliert sich nichts mehr von selbst, es sei denn so wie bisher - im Großhandel kein AMD...

Kopi80 schrieb:
Naja ob das jetzt schon die Mafia ist, wage ich mal zu bezweifeln. Man könnte es ja auch als Werbegeschenk sehen. ;) Fakt ist jedenfalls, dass AMD daran nicht die Bedingung geknüpft hat, dann keine Intels mehr verkaufen zu dürfen; und ich glaube darin liegt der eigentliche Unterschied.

Nagel aufen Kopf getroffen, danke.
 
Zuletzt bearbeitet:
@darko2 (post239)
meinst du nicht dass die von die aufgezählten Ketten ihren Bedarf nicht einwandfrei mit Intel- Produkten decken können?

@Turbostaat (post 236)
Von mir aus gern.


Trotzdem wird Intel wohl schon lange diese „Machenschaften“ eingestellt haben. Die Auswirkungen greifen also schon, sollten aktuell auch schon sichtbar sein bzw. greifen über die nächsten Jahre. Also lasst mal die Träumerei. Intel kann keine rechtswidrigen Rabatte oder direkte Zahlungen mehr stoppen.

Nach meinem Rechtsempfinden sind Rabatte, ohne weitere Forderungen blz. AMD, ein ganz normaler Baustein der Wirtschaft. Und damit sollten auch weiterhin Rabatte möglich sein durch welche natürlich auch Einfluss auf den Markt genommen werden kann. Es kann doch nicht zur Debatte stehen, für starke Abnehmer keine Rabatte mehr zu gewähren. Rabatte und Zahlungen welche den Ausschluss oder ähnlichem von AMD- Produkten voraussetzen sind zu Bestrafen. Aber bildet euch nichts ein. Intel hat nicht die ganze Welt bestochen...
 
Ja.. Intel hat immer in Innovation investiert... DESWEGEN gabs den P4 so lange... weil er so toll war! :freak:

Kann mir doch niemand erzählen...
 
@Kisser: Über Dells Preise kann man streiten. Aber nicht über den guten Service den man bei Dell bekommt. Und das ist wohl meist ausschlaggebend bei Firmen/Behörden.
 
Jajajajaja.....aber die Freude über die Strafe für Intel hat aber auch ne andere Seite...


-AMD kriegt nix davon:mad:

Sollte aber eig. da bei AMD durch diese Affäre bestimmt ein Gewinneinbruch nicht erspart geblieben ist
 
@Anwalt Dr.Gonzo & KAOZNAKE: Es ist schon klar, dass man als Marktführer unter besonderer Beobachtung steht. Das Beispiel mit einer Fusion hinkt dabei ein wenig, da dafür grundsätzlich eine Zustimmung der zuständigen Kartellüberwachungsbehörde notwendig ist, auch in einer vermeintlich "freien" Marktwirtschaft.

Was mich nur ein wenig aufstößt ist die Tatsache, dass offentliche Regeln und Grundsätze erst strafbar werden, wenn man das erfolgreichere Unternehmen ist. Das hat ein wenig was von "der Zweck heiligt die Mittel" um eben die Balanz im Markt zu gewährleisten. Das finde ich auch alles im Prinzip völlig richtig, nur wirkt es in der logischen Konsequenz ein wenig geheuchelt.

Zudem ein Punkt zu der Behauptung mit dem Verschenken. Amd hat selbst auch versucht die Schenkung an Bedinungen zu knüpfen (so steht es in der Pressemitteilung der EU), nur das Dell abgelehnt, da man mit den Intel-Rabatten besser fuhr. Na ja, es ist schon ein wenig zweierlei Maß dabei aber grundsätzlich haben es beide Hersteller nicht besser verdient auch mal erwischt zu werden. Klar, ein Unternehmen ist eben nicht die Wohlfahrt und irgendwo hat jeder "Dreck am Stecken". Man muss nur lange genug suchen...
 
SheepShaver schrieb:
Was ich nicht ganz verstehe ist warum hier von quasi 100% aller Poster das Urteil der EU gegen Intel begrüßt wird, aber im Falle EU gegen Microsoft so ein Geschiss gemacht wird. :rolleyes:
Microsoft hat ebenfalls ein Quasimonopol und verstößt ebenfalls massiv gegen das Kartellrecht, verdient also ebenfalls eine hohe Strafe, aber die meisten hier messen wohl mit zweierlei Mass. :rolleyes:


Tja der große Unterschied ist der, das Intel Rabatte gewährt wenn die Konkurenz nicht verkauft wird, und einen Obulus anbietet, und so versucht die Konkurenz vom Markt zu drängen.

Bei Microsoft ist es ganz anders Ihnen wurde gesagt Sie dürfen Ihr Produckt so nicht verkaufen und müssen es ändern ( IE muss deinstallierbar sein usw) Sie haben der Konkurenz nichts getan das währe so als müsste Intel andere Pins haben so das sie auf zb. AMD platinen passen würden.
 
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