News EU verurteilt Intel zu 1,06 Milliarden Euro Bußgeld

wlad1983 schrieb:
Also ich kann mich über die staffe überhaup nicht freuen. Was für eine Wettbewerbverletzung überhaupt, weil Intel seinen Kunden Rabatte gewährt hat müssen die jetzt Strafe Zahlen und das nur weil AMD kein kkonkurrenzfähis Produkt zum niedrigen Preis hatte. Oder meint ihr es gibt na z.B. für den Atom einen besseren Prozessor bei AMD zu gleichem Preis.

:D selten sogut gelacht.

Rabatte sind toll, wenn Rabatte jedoch daran gekoppelt werden, dass ein Dritter direkt (!) benachteiligt wird, muss man schon blind sein, um diese noch zu verteidigen.

Speziell auffällig dass diese "Rabatte" genau da begannen, wo AMD mit dem AthlonXP ein zum P4 überlegendes Modell vorweisen konnte ;)

@Topic: ich muss zugeben: keine Ahnung, ob 1.060.000.000 € jetzt Intel schaden oder nicht, oder ob sich deswegen groß etwas am Markt ändern wird (was ich insgeheim ja mal hoffe ... )
Aber eins ist sicher ... einen ziemlich dicken Imageverlust wirds geben, und der wird über kurz oder lang auch seine Wirkung zeigen :king:

Am interessantesten finde ich noch das Statement von den hohen Tier bei Intel.
"Es sei ganz natürlich in diesen Markt" .... :freak:
 
towa schrieb:
Den Satz find ich herausragend :freak:
Ist nur interessant wen MM/Saturn und Co. generell Angebote von AMD ablehnt :D

Das dürfen MM/Saturn und Co. auch weiterhin, nur dürfen sie dafür keine Rabatte von Intel erhalten.
 
Gnome schrieb:
Yuhu Jackpot! [...] Sieht man seit den letzten Woche kommen immer wieder Meldungen rein, dass AMD an Zuwachs gewinnt! So gefällt mir das! Intel muss weg :D - AMD ftw! :D

So isses^^

Endlich wurde Intel mal das Handwerk gelegt....zwar nur grob, aber immerhin:evillol:
Leider wird Intel das Geld irgendwie wieder reinbekomme; den Vorteil den AMD daraus zieht ist nicht so groß, dass eine Ablöse zu erwarten würde....leider:mad:
Ich würde auch bestimmt nicht Intel unterstüzen aber eig. : Respeckt

Ein kluger Schachzug, der ja auch lange unbemerkt blieb.


@wlad1983

Das kann man auch gar nicht miteinander vergleichen, da die CocaColaCompany damals an McDonalds mit einem Angebot herangetreten ist, aber nicht im Gegegnzug gefordert hatte, dass McDonalds keine Pepsi beziehen dürfe
 
Zuletzt bearbeitet:
@wlad1983

Das eine hat doch mit dem anderen nix zu tun.
Wenn Intel einen Direktvertrieb machen würde - klar würde es nur Intelprodukte geben.
Aber bei einem Vetriebler (welche mehrere Produkte von verschiednen Hertsellern anbietet) etc...

Aber ich glaube, du willst hier nur provozieren - so bl.. kann keiner sein!

MfG
 
wlad1983 schrieb:
Wieso darf es den nicht sein, dass ein Bestimmtes Unternehmen nur ein Bestimmtes Product verkauft. Oder muss MC-Donalds außer CocaCola auch PepsiCola anbieten. Das tun die ja auch nicht.

Wenn Cola an McDonnalds zahlt bzw. deutliche Rabatte auf deren Produkte gewährt, mit der Bedingung dass McD kein Pepsi anbieten darf, wäre es genau das selbe.
 
[...] Wir werden auch weiterhin in Produkte und Technologien investieren, um Europa und dem Rest der Welt die leistungsfähigsten Prozessoren zu niedrigen Preisen anbieten zu können.“

Haha, die Preispolitik Intels sagt mir etwas anderes (von den Extreme CPUs etc. einmal abgesehen).
Die leistungsfähigsten ja, aber zu niedrigen Preisen nein!


Ball_Lightning schrieb:
Wenn Cola an McDonnalds zahlt bzw. deutliche Rabatte auf deren Produkte gewährt, mit der Bedingung dass McD kein Pepsi anbieten darf, wäre es genau das selbe.

Stimmt, und ich finde diese Strafe gegen Intel gut.
Die nächsten die drankommen sollen sind MM+Saturn bitte (aber die werden ohne eine Strafe davonkommen, da diese Vereinbarung ja angeblich von Intel ausgegangen ist und Intel daher daran schuld ist)
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Respekt schrieb:
Das ist ganz norml für unseren Herrn Paul (Tr)Otellini, das sowas bei rauskommt. Wer schonmal im IDF war weiß das...

oh ... gut zu wissen ... finds ja auch interessant, dass er auf der einen seite sowas sagt, aber auf der anderen seite auch der EU-Vorwürfft, sie hätte garnicht alle Beweismittel beachtet und ... bla blub ... und dass sie doch garnicht verurteilt werden können deswegen ...

kommt irgendwie so rüber wie, wenn bei Gericht ein Urteil kommt, der Schuldige ein Geständnis ablegt, aber doch das Urteil anfechtet und auf Unschuldig plediert ...
 
Die Entscheidung der EU ist absolut zu begrüßen. Wer derart massiv in den freien Wettbewerb eingreift, muss hart betraft werden. Es geht dabei um die Rechte des Verbrauchers und die müssen unter allen Umständen gewahrt werden. Diese Machenschaften dürfen im EWR keinen Platz haben.

Zu den 1,06 Mrd Euro:
Ihr braucht nicht zu fürchten, dass Intels Produkte jetzt teurer werden. Intel ist handelsrechtlich verpflichtet für solche Dinge wie Prozesse Rückstellungen zu bilden. Sie werden deshalb nicht arm. Sollten sie eine Preissteigerung jetzt mit dieser Begründung durchdrücken wollen, wäre dies nur ein vorgeschobener Grund.
 
Die folgenden Computerhersteller sind von den in der Kommissionsentscheidung behandelten Verhaltensweisen von Intel betroffen: Acer, Dell, HP, Lenovo und NEC

Betroffen?
Denahar schrieb:
@ceddy: Der Kunde wird dafür bezahlen... leider.
Der Kunde hat dafür schon längst bezahlt und Intel damit unfairerweise Geld in die Kassen gespült.
Plexus schrieb:
Da man davon aber zum Glück nicht pauschal ausgehen kann, wird der Absatz an AMD-PCs zunehmen. Ich hoffe, viele werden in AMD eine günstigere Alternative sehen, denn sie haben meiner Meinung nach mehr Marktanteil verdient.
Ich denke auch, das der Geiz siegen wird.

Das lustige ist, der MM hatte mal den Werbespruch "Gut, das wir verglichen haben" (zur Zeit des Herrn Steinhöfel damals) -nur macht das kaum einer da draußen...

Schade auch, das der durchschnittliche Kunde einfach nur in den sogenannten Fachhandel spaziert und mit nem Paket wieder raus. Würde die Werbung plus Herstellung zielgruppengerechter und die Kunden vor allem sich auch so orientieren, hätten die Kleinhersteller mit den AMD-PCs der untersten Preisklassen viel mehr Umsatz.
 
Was heisst eigentlich der Kunde wird es bezahlen? Kauft halt AMD :D
 
@Ball_Lightning

Ich frage mich gerade in der Tat - warum Intel das vertraglich fixiert hat. Handschlagabkommen ging wohl nicht mit Mediamarkt/Saturn - dafür reicht das Vertrauen dann doch nicht aus...

CU
 
Intel für die Quasibestechung von Handelsketten in die Schranken zu weisen find ich ok.
Rabatte dafür zu geben, dass ein Konkurrenzprodukt nicht in den Regalen erscheint gehört einfach bestraft. Zu Zeiten, wo AMD die besseren CPU´s gehabt hat, hat man bei MM und Saturn kein einziges Gerät mit AMD-CPU´s zu kaufen bekommen (nicht dass ich mir bei denen jemals einen PC kaufen würd :p).

Ich würd nur gern wissen in welche Löcher dieses Geld dann versickert, falls Intel bezahlt.

Die EU ist ja in Wirklichkeit nichts anderes als ein riesen Sumpf, wo unser Geld reinfälllt und wer weiss wohin versickert. (Wie z. B. in die Taschen von Politikern die dort anwesend sein sollten, es aber nicht sind, aber trotzdem kräftig Spesen abkassieren. Aber wenn soetwas aufgedeckt wird gehts ja nie für jemanden schlecht aus, ausser für den, der es aufgedeckt hat, der wird dann nämlich abgesägt.)
 
Intel hat 10 Mrd $ cash zur Verfügung! Mit dem Geld was sie in der Periode unrechtmäßig verdient haben konnten sie sich nigelnagelneue Fabriken und Forschungszentren hinstellen (eines davon allein so groß wie eine AMD Dresden Fab und das nur zu Forschungszwecken), den Nehalem entwickeln und auf diversen anderen Feldern expandieren, wo demnach auch Unternehmen vom Markt gedrängt wurden(Netzwerkchips, SSDs, usw.) .

Mit gleichen Waffen wäre der Notebookchip K10.5 von AMD schon letztes Jahr fertig gewwesen, AMD würde bereits auf 32 nm produzieren und der Bulldozer wäre nahezu fertig, es würde bereits Quadcore Atoms/Yukons mit doppelter Leistung bei ähnlicher Energieeffizienz geben usw.

Intel brauchte jedoch gar nicht so viel forschen, da AMD kaum Geld zur Verfügung hatte. Das heißt dort hinkt der Fortschritt auch gewaltig.

Für die aktuellen Produktpaletten würde das bedeutet, Nehalem 3,2 GHz und AMD Istanbul Produkte für ca 150 €. Server und damit alle Internetdienstleistungen wären darüber hinaus effizienter betreibbar. Damit entgehen auch in diesem Bereich ALLEN Menschen die Früchte des Fortschritts.

Das heißt nicht nur AMD sondern ALLE Konsumenten und viele andere Unternehmen wurden benachteiligt außer die Intel Inhaber/Aktionäre/Manager. Und die werden jetzt zurecht bestraft.


Ein Unternehmen erlangt aber nicht nur seine guten Produkte in dem man viel Geld hat und es investiert. AMD ist doch das beste Beispiel dafür. Wenig Geld aber trozdem konkurrenzfähig. Wichtig ist der Mensch der dahinter sitzt .... Ein Mensch mit Überzeugung, mit Mut, Risikobereitschaft und vorallem der bereit ist auf das ganz große Geld zu verzichten. Als Kunde sollte man sich für den Richtigen der Beiden entscheiden....
 
Ball_Lightning schrieb:
Wenn Cola an McDonnalds zahlt bzw. deutliche Rabatte auf deren Produkte gewährt, mit der Bedingung dass McD kein Pepsi anbieten darf, wäre es genau das selbe.

Dass CocaCola deutliche Rabatte auf ihre Produkte gewährt, damit McDonalds ihr Produkt verkauft, ist doch völlig logisch und rechtlich auch nicht bedenklich. Dabei handelt es sich ja um einen ganz normalen Zulieferervertrag. Sollte CocaCola das aber bei McDonalds, BurgerKing, KFC, Subway, etc. auch so handhaben, wäre es eine Wettbewerbsverrung, weil man damit den gesamten Markt beeinflusst. -> Vereinfacht dargestellt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ein gutes Urteil für uns alle; ganz egal ob man einen Intel- oder einen AMD-CPu in seiner Kiste werkeln lässt. Ich glaube eigentlich nicht, dass es viele von den hier so vielzitierten "Fanboys" gibt.

Es steht ja auch in der Meldung, dass Media-Markt und Saturn nun einmal die meisten Rechner in Deutschland verkauft. Dort kaufen nicht die gut informierten, die sich oft sogar alles selber zusammenstellen und zusammenschrauben; dort kauft der "Otto-normal-Verbraucher" der sich von dem 'hoch ausgebildetem' Fachpersonal beraten lässt.

Ich persönlich kaufe meine CPU dort ein, wo gerade die bessere Leistung im Verhältnis zum Preis geboten wird und ich mache mir Sorgen, dass dieses Verhältnis nachhaltig zugunsten zu Intel verschoben wurde. Viele hier haben es ja schon angemerkt; der Schaden den AMD erlitten hat spiegelt sich ja erst jetzt wieder, aber auch noch in Zukunft. AMD ist angeschlagen und in wie weit der technologische Unterschied in dieser Situation weggemacht werden kann, bleibt abzuwarten.

Ebenfalls abzuwarten bleibt die Frage, ob Intel seine Marktpraktiken ändern wird. Letztendlich hat die EU keine große Macht über Intel, ist sie doch selber abbhängig von diesem Chipriesen. So etwas wie Verkaufsverbot oder Importverbot wird es bestimmt nicht geben; genauso wie wir in der EU ohne Windows nicht auskommen.

Ich jedenfalls sehe in naher Zukunft keine Konkurrenzprodukte beim Media-Markt oder bei Saturn und ich sehe auch keine realitätsbezogene Beratung in diesen Häusern.

Das Urteil ist ein wichtiger Schritt, aber alleine bringt es uns wenig. Nur wenn sich tatsächlich demnächst einiges ändert...

Für alle, die gewisse Praktiken von Intel für "üblich" oder "normal" halten, möchte ich anmerken, dass nicht diesselben Maßstäbe angelegt werden können, wie in der freien Wirtschaft, da wir hier über eine Monopolstellung sprechen, die grundsätzlich eigentlich bekämpft werden muss, wenigstens aber beobachtet und überprüft werden muss.
 
turkleton schrieb:
Dass CocaCola deutliche Rabatte auf ihre Produkte gewährt, damit McDonalds ihr Produkt verkauft, ist doch völlig logisch und rechtlich auch nicht bedenklich. Dabei handelt es sich ja um einen ganz normalen Zulieferervertrag. Sollte CocaCola das aber bei McDonalds, BurgerKing, KFC, Subway, etc. auch so handhaben, wäre es eine Wettbewerbsverrung, weil man damit den gesamten Markt beeinflusst. -> Vereinfacht dargestellt.


ist ja eh keine richtige cola... mehr wasser beigemischt als alles andere :-)

@topic: ich finde eine Strafe gerechtfertigt, aber nicht in dieser Höhe.. vor allem, da man nicht weiß, wo das geld hinfließt.. wenn es wenigstens Wohltätigen Zwecken zugeführt werden würde!
ich glaube, dass sich die EU und ihr Abgeordneten und Aufsichtspersonen da kräftig selbst bedienen. Genau, wie jedes Jahr von den Abgeordneten entschieden wird, wieviel Geld genau diese im nächsten Jahr mehr bekommen.

PS: AMD hat doch bestimmt auch Lieferverträge mit PC-Herstellern. Denn wenn nicht, sind sie selbst dran schuld.
 
Zuletzt bearbeitet:
AMD musste jedoch seine Budgets extremst zusammenstreichen. Deshalb u.a. wurde der Launch des K10.5 für Notebooks immer wieder verschoben. In der Zeit kann Intel immer noch seine überteuerten Chips absetzen. Mit dem entsprechenden Budget seitens AMD wäre das nicht passiert.
 
@Steff456 und ein paar andere hier
Lest ihr eigentlich auch die anderen Kommentare, es wurde jetzt schon mehrfach gesagt. Das Geld fließt in die EU Kasse und entlastet die EU Mitgliedsländer, sprich uns, die Steuerzahler. z.B. musste Deutschland 80 Millionen Euro weniger an die EU zahlen als Microsoft die Millionenstrafe aufgebrummt bekommen hat.

Und die Abgeordneten und das Personald er EU wird sich da garantiert nicht kräftig bedienen.
 
turkleton schrieb:
Für alle, die gewisse Praktiken von Intel für "üblich" oder "normal" halten, möchte ich anmerken, dass nicht diesselben Maßstäbe angelegt werden können, wie in der freien Wirtschaft, da wir hier über eine Monopolstellung sprechen, die grundsätzlich eigentlich bekämpft werden muss, wenigstens aber beobachtet und überprüft werden muss.

Freie Marktwirtschaft führt schlussendlich zu Monopolen, nur mal so angemerkt. Aber deshalb gibt es ja die Soziale Marktwirtschaft und somit müssen Monopolstellungen bekämpft werden.. Aber ist den überhaupt ein Monopol?
Zitat Wikipedia.de: Quelle
Dies führt häufig dazu, dass dieser (der Monopolist) bei seiner Preisgestaltung nur auf die Nachfrage bzw. das Angebot Rücksicht nehmen muss, nicht auf den Wettbewerb. Unter der Annahme des Ziels einer Gewinnmaximierung muss ein Monopolist berücksichtigen, dass höhere Preise zu einem Rückgang der Nachfrage am Markt führen (je höher der Preis ist, desto weniger Kunden sind bereit und in der Lage, diesen Preis zu zahlen). [...] Bei Konkurrenz mehrerer Anbieter ergäbe sich ein eher an den Produktionskosten orientierter niedrigerer Preis und eine höhere angebotene Menge. Insbesondere bei rechtlichen Monopolen (s. u.) greift daher häufig der Staat in die Preisgestaltung des Monopolisten ein (Marktregulierung).
Nach dieser Definition müsste AMD ja gar keine Prozessoren mher verkaufen können - was sie aber tun. Außerdem wäre kein Wettbewerb möglich - und warum senkt Intel dann regelmäßig die Preise für seine Prozessoren?

Bitte auch bei der Berichterstattung beachten!

mfg

Edit: @Turbostaat
hab mir noch nicht alle Kommentare durchgelesen.. war ja mehr eine Vermutung
aber diese Verwendung dient allen, was ich auch gerecht finde.
 
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