News Euro-Office: Europäische Alternative zu Office 365 startet am 9. Juni

Tulol schrieb:
Was ist denn Überregulierung? Übrigens wieder so eine privatwirtschaftliche Wortkreation. Die globalagierende Privatwirtschaft gibt nen scheiß auf nationale Interessen. Überregulierung ist für die alles was Gewinnmaximierung erschwert.
Wenns nach manchen geht, müssten wir hier alle Arbeitnehmerrechte rückabwickeln, praktisch die Sklaverei wieder erlauben, damit man ja keinen Wettbewerbsnachteil gegenüber den schlimmsten auf der Welt hat.
 
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Replay86 schrieb:
Da geb ich lieber meine Daten der USA. Der EU traue ich kein Meter.
Warum ist die EU eigentlich mehr Feindbild, als andere Länder, zb die USA?

Achja:
Alphanerd schrieb:
Reiche Menschen haben mit Hilfe von Facebook (Cambridge analytica) ihre Interessen entgegen der Bevölkerung durchgesetzt, indem man diese mit Propaganda verdummt hat.
Ich denke nicht, dass sie etwas noch einmal möglich ist.
Sicher dass das nicht möglich ist? Wenn ich mir aktuell anschaue, welche Höhenflüge die AFD macht muß ich ganz ehrlich sagen, dass genau das gerade live bei uns passiert.
Dabei ist der recht(sradikale) Anstrich sogar noch das kleinere Übel an der Partei. Das was deren Linie ausmacht ist noch viel mehr Korruption und Schröpfung der normalen Bevölkerung. Das ist so, wie wenn man das schlechte der CDU/CSU mit dem schlechten der FDP zusammenwürfelt. Darüber dann ein Zuckerguß aus rechtem Gedankengut und schon ist die AFD da.

Wir müssen in der EU mehr zusammenrücken und mehr zusammenhalten. Digitale Souveränität ist dabei ein ganz wichtiger Punkt, der viel zu spät und viel zu schwach angegangen wird.

Merkt man hier auch wieder, was hier gerade passiert. Man hätte Förderungen für Entwicklung bei Open Source anstrengen sollen. Open Source Schnittstellen für die Einbindung von Office Programmen, Verschlüsselungen der Dateien oder Anbindung an Cloud Speicher (zb um selbst zu hosten) wären sinnvolle Ergänzungen, die dann als Open Source wiederum in die bekannten Office Suites wie LibreOffice, OpenOffice, OnlyOffice und Co wiederum integriert werden.
 
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SavageSkull schrieb:
Sicher dass das nicht möglich ist
Es ist eher die Hoffnung. Wir müssen als Spezies doch lernfähig sein. Wie gesagt, der Brexit ist gut dokumentiert und hat stark negative Auswirkungen gerade für die, die ihn befürwortet haben.

Das gleiche mit der AFD. Auch hier werden große Teile der Befürworter (jung, männlich, wirtschaftlich eher schlechter gestell) die größten Verlierer sein.
SavageSkull schrieb:
Wir müssen in der EU mehr zusammenrücken und mehr zusammenhalten. Digitale Souveränität ist dabei ein ganz wichtiger Punkt, der viel zu spät und viel zu schwach angegangen wird
Absolut! Nur als gemeinsam auftretende und handelnde EU sind wir stark.
Mit der digitalen Souveränität hast du auch Recht
 
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SavageSkull schrieb:
die dann als Open Source wiederum in die bekannten Office Suites wie LibreOffice, OpenOffice, OnlyOffice und Co wiederum integriert werden.
OpenOffice hat keine Relevanz mehr und ist von LibreOffice abgelöst.

OnlyOffice dagegen ist nur Pseudo-OpenSource. Quasi der Versuch, vom Image des OpenSource zu provitieren (insbesondere um das Russen-Image zu überdchatten) - aber dabei so viele Steine in den Weg legen, dass im besten Fall niemand die OpenSource Vorteile real nutzen kann.
Da ein richtiges OpenSource Projekt draus zu machen ==> Das ist ja Euro-Office!

Eine einheitliche API dann für die beiden Lösungen - Euro-Office und Collabora / Libreoffice. Würde wahrscheinlich niemand nein sagen; der reale Nutzen würde sich aber wahrscheinlich in grenzen halten; viele Projekte implementieren bereits beide Schnitstellen, der Aufwand dazu hällt sich ehrlich gesagt in Grenzen.
 
Alphanerd schrieb:
Hier muss man allerdings sagen, dass das durch sehr reiche Menschen, ob Techbros oder eine Frau Springer gesteuert wird. Die Leute werden dumm gehalten und gegeneinander gehetzt
Absolut aber es ist auch teilweise eine Einstellung mit der manche Leute und andere eben nicht an den Politischen diskurs herangehen. Klar die Massenmedien ob absichtlich nicht halten dumm, aber anti-intellektualismus in manchen teilen der Bevölkerung trägt auch dazu bei, dass Leute sich nicht in der Verantwortung fühlen manches angemessen zu hinterfragen.
Die Techbros und Putins haben erkannt, dass man Leute nur zumüllen muss und überfordern mit Information dann kann man alles einimpfen. Aber zu einem großen Teil verdummt uns Social-Media aka Facebook nicht weil das von dem großen bösen Wolf so designt wurde sondern weil es grundlegend so funktioniert. Reiserisches Zeug verbreitet sich und wird geklickt, klicks genereiren Kohle, kurze Informationshäppchen tragen zur allgemeinen Verdummung bei. Simpler algorithmus braucht keinen Bösewicht der es steuert. Was es brauchen würde ist Gesetze und Gesellschaft die dem "Algorithmus" aktiv entgegenwirkt.
Jeder Mensch hat selbst die Verantwortung sich zu informieren und wenn wir der Meinung sind Leute können dies nicht dann sollten wir eine Diskussion führen wie wir dem entgegenwirken und einen echten Schutz aufbauen.

Das geht imo aber nur wenn wir auf Gesellschaftlicher Ebene anerkennen, dass keine Bösen Buben dahinterstecken sondern unsere eigene Unmündigkeit auf Grund Überforderung. Solange wir alle den "Bürger" aus Verantwortung ziehen und die Schuld nur irgendwo anders suchen, ist jede Diskussion mit Meinungsfreiheit und sonstigem abgewürgt. Klar nutzen ein paar Techbros alles aus, aber Schuld daran, dass sie es können sind wir alle.
 
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duskkk schrieb:
Die Techbros und Putins haben erkannt, dass man Leute nur zumüllen muss und überfordern mit Information dann kann man alles einimpfen
Gibt ja sogar ein Begriff dafür

Flood the zone.
duskkk schrieb:
Jeder Mensch hat selbst die Verantwortung sich zu informieren und wenn wir der Meinung sind Leute können dies nicht dann sollten wir eine Diskussion führen wie wir dem entgegenwirken und einen echten Schutz aufbauen.
Da stimme ich zu, aber manche Leute erreicht man leider nicht. Die sind ihren jeweiligen SM Blasen und konsumieren Springer oder nius. Und diese haben kein Interesse aufzuklären.

Wir müssten mmn in der Schule anfangen. Medienkompetenz. Und das nicht mal eben 2 Wochen in einem anderen Fach nebenher. Nur so bekommen wir mündige Bürger.
 
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Zoldan schrieb:
Du hast mir schon einen sehr guten Eindruck von deinem Nicht-Wissen vermittelt.
Du redest offensichtlich mit dir selbst... :rolleyes:

Dein gesamter Beitrag ist nur noch zum fremdschämen.
 
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DerAnnoSiedler schrieb:
OnlyOffice dagegen ist nur Pseudo-OpenSource. Quasi der Versuch, vom Image des OpenSource zu provitieren (insbesondere um das Russen-Image zu überdchatten) - aber dabei so viele Steine in den Weg legen, dass im besten Fall niemand die OpenSource Vorteile real nutzen kann.
Da ein richtiges OpenSource Projekt draus zu machen ==> Das ist ja Euro-Office!
Das ist so nicht richtig. OnlyOffice steht unter der AGPL3 welche von OSI und FSF als FOSS anerkannt ist, nichts mit "Pseudo".

OnlyOffice ist open core, also verkaufen die proprietäre Zusätze (wie erweiterte PDF-Funktionen), die man aber weglassen kann wenn man sie nicht braucht, und hat dann alles komplett Open Source.

Euro-Office ist im Wesentlichen "Wir laden die Software aus Russland herunter damit ihr das nicht machen müsst", mit einigen Änderungen am Buildsystem und kommerziellem Support. Aber zu 99% ist das OnlyOffice aus Russland.
 
chithanh schrieb:
Das ist so nicht richtig. OnlyOffice steht unter der AGPL3 welche von OSI und FSF als FOSS anerkannt ist, nichts mit "Pseudo".
Am Ende vom Tag: Ja.
Aber OnlyOffice hat durchwegs versucht, die AGPL3 auszuhebeln.
Also die haben ans Ende noch geschrieben: Du darfst das hier nur weitergeben, wenn du das Logo nicht verwendest. Das Logo darfst du aber nicht verwenden, weil das ist unser Trademark. Anders gesagt: Es ist verboten, diese Software zu forken - und das widerspricht definitiv der Definition von OSI und FSF massiv!

Selbstverständlich war die FSF glücklicherweise so schlau und hat entsprechende Verteidigungs-Mechanismen in die GPL eingebaut, um vor genau solchen "Schabernack" zu schützen. Aka du darfst solche unsinnigen Zusätze einfach löschen. Was die bei OnlyOffice offensichtlich nicht so ganz geblickt haben.

Dennoch, GPL ist grundsätzlich so ein komplexes Thema, da ists schon gut wenn du Partner wie IONOS mit entsprechender Rechtsabteilung. Als Privatperson wäre das einziger Irrsinn an so etwas herabzulangen!

mit einigen Änderungen am Buildsystem
Was will ich den mit Code, solange das Buildsystem nicht klappt?
 
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Hypothek schrieb:
Da gibt es schon fertige Alternativen, die schlechter als Microsoft Office sind und dann entschließt man sich dazu, eine neue Alternative zu den Alternativen zu entwickeln, die schlechter als die schlechteren Alternativen sind.

Und dann auch noch in einem Browser!
(der größte Lacher wäre, wenn man Google Chrome oder Microsoft Edge braucht)

Da frage ich mich, mit welchen Politikern die Investoren oder CEOs verwandt sind.
Insbesondere würde ich gerne wissen, warum man nicht etablierte Alternativen gewählt hat und diese mit den entsprechenden Steuergeldern verbessert?
Es ist keine Neuentwicklung. Die Readme des Projekts, die im Artikel verlinkt ist, erklärt das eindeutig. Es ist ein ONLYOFFICE fork. Außerdem soll Euro-Office keine all-in-one Lösung sein, die MS Office ersetzt, vielmehr handelt es sich um eine integrierte Lösung, die in andere Produkte zur Dokumentbearbeitung eingebaut werden kann. Von daher ist es absolut logisch, einen web-basierten und damit portablen Technologie-Stack zu benutzen:

Euro-Office is not designed for stand-alone use, but developed to be a web based and integrated in another product that handles documents, [...]

---- source: https://github.com/Euro-Office#euro-office-liberates-the-onlyoffice-code-base
 

Col. Jessep Kann es sein, das du den Code Red befohlen hast? 😁😃​

Ergänzung ()

nobody360 schrieb:
Lieber LibreOffice
Ich glaube kaum, das sich dieses neue Projekt durchsetzen wird. Es gibt mit LibreOffice einen etablierten Konkurrenten, der kostenfrei ist. Manch einer hat auch noch OpenOffice auf dem Rechner (ebenfalls kostenfrei) Wozu noch so etwas?

Meiner Meinung nach überflüssig.
 
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DerAnnoSiedler schrieb:
Aber OnlyOffice hat durchwegs versucht, die AGPL3 auszuhebeln.
Also die haben ans Ende noch geschrieben: Du darfst das hier nur weitergeben, wenn du das Logo nicht verwendest. Das Logo darfst du aber nicht verwenden, weil das ist unser Trademark. Anders gesagt: Es ist verboten, diese Software zu forken - und das widerspricht definitiv der Definition von OSI und FSF massiv!
Sorry aber du schreibst Quatsch. Es ist gängige Praxis bei großen FOSS Projekten das Logo und den Namen als Trademark zu schützen, das ist bei Firefox und Redhat z.B. genauso.
Das ist keine Versuch die AGPL3 auszuhebeln oder Forks zu verhindern, sondern dient nur dazu zu vermeiden das Forks sich als das Original ausgeben.

Bei OnlyOffice ist mir viel eher die Herkunft des Codes suspekt. Wer kann garantieren das eine so komplexe Code-Basis keine Hintertüren für die russischen Geheimdienste enthält?
 
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SirSinclair schrieb:
Sorry aber du schreibst Quatsch.
Das stimmt in der Tat.
Da habe ich mich wohl so dumm vertipperlt, dass die Aussage das exakte Gegenteil ist von dem was ich schreiben wollte und damit in der Tat 0 Sinn :evillol: .

Also was OnlyOffice ans Ende deren AGPL3 geschrieben haben (oder besser gesagt vor Euro-Office hatten):
Du darfst das hier nur weitergeben, wenn du das Logo nicht verwendest entfernst. Was du aber nicht darfst, weil - Haha - Trademark und das geben wir dir nicht
:)

Oder im Original:

Pursuant to Section 7(b) of the License you must retain the original
Product logo when distributing the program
. Pursuant to Section 7(e) we
decline to grant you any rights under trademark law for use of our
trademarks.
 
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Ich finde das EU-Office gut und werde mir den dann hoffentlich kommenden Offline-Clienten anschauen. OnlyOffice verwende ich schon eine Weile und mal ehrlich: Das Teil kann wesentlich mehr, als der Großteil von uns (inkl. Firmen) jemand verwenden wird. Die meisten wären sicher auch mit einem Wordpad glücklich geworden.


OpenSystemFan schrieb:
Dann auch mal weg mit Android und iOS.
Ich hätte gerne ein echtes Linux-Handy, wo dann Plasma Mobile drauf läuft oder so. Es muss aber auch vernünftige Hardware an Board haben. PinePhone & Co. scheiden damit also aus. Da würde ich mir sogar überlegen, gezielt Software für zu schreiben.

Bis dahin verwende ich weiter mein Fairphone mit (aktuell) /e/OS.

SavageSkull schrieb:
Warum ist die EU eigentlich mehr Feindbild, als andere Länder, zb die USA?
Keine Ahnung. Es muss Unwissen sein.

Die EU hat uns viele schöne Dinge gebracht, die ich nicht mehr missen will. Z. B. Freizügigkeit, den Euro, EU-weite Standards, und und und. Das will doch keiner freiwillig aufgeben, da hängen einfach zu viele Vorteile dran. Man stelle sich vor, wie z. B. Trump mit Deutschland umgehen würde, wenn es keine EU geben würde. Wir müssten uns jedem Schwachsinn von ihm beugen. Wer will das schon?
Die EU wird sich irgendwann zu einer Föderation weiterentwickeln und das ist, soweit ich das aktuell überblicke, auch unvermeidbar und der richtige Weg. Die EU ist nicht der böse Peter; sie ist die Zukunft.

Wenn einem das nicht gefällt, nun, dann ist Auswandern auch eine Option. Ach halt, der größte Teil der Staaten mit hoher Lebensqualität befindet sich in Europa. Wie das wohl zustande gekommen ist?! :rolleyes:
 
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DerAnnoSiedler schrieb:
Aber OnlyOffice hat durchwegs versucht, die AGPL3 auszuhebeln.
Der Versuch des Aushebelns an sich ist ja nichts neues. Siehe grsecurity, siehe Red Hat, die machen es sogar noch härter und da ist die Weiterverbreitung des Quellcodes eine Vertragsverletzung (d.h. sobald du es tust verlierst du deine Rechte aus dem Softwareliefervertrag). Ist aber trotzdem FOSS, denn jeder Empfänger des Codes unter AGPL3 kann ihn beliebig nutzen, modifizieren und weiterverbreiten. Nur die Markenzeichen nicht.
DerAnnoSiedler schrieb:
Was will ich den mit Code, solange das Buildsystem nicht klappt?
Das Buildsystem endet nicht beim Kunden, dem ist das egal denn der bekommt nur das Kompilat.
Verbesserungen beim Buildsystem machen in erster Linie die Aufgabe der Paketierer leichter.
 
chithanh schrieb:
unter AGPL3 kann ihn beliebig nutzen, modifizieren und weiterverbreiten. Nur die Markenzeichen nicht.
Das Problem ist halt, dass OnlyOffice auf die geniale Idee gekommen ist zu verlangen, dass du bei Weitergabe das OnlyOffice Markenrecht sogar nutzen muss - welches du logischerweise aber nicht nutzen darf.

Das hat rein gar nichts mit den "Tricks" von grsecurity / Red Hat zutun. Die sagen ja nur: Gibst den Code weiter, werden wir dir nie wieder Code zur Verfügung stellen; was letzendlich Vertragsfreiheit ist.
OnlyOffice dagegen hat versucht zu verhindern, dass du auch den Code, den du als AGPL erhalten hast, weitergibst.

Und nein, wir brauchen nicht so zu tun als wären die Umgehungsversuche von gresecurity oder RedHat im Sinne von OpenSource wie es von der FSF oder OSI verstanden wird.
Etwas kann sehr wohl unter einer OpennSource Lizenz stehen, aber dem Wesen von Open Source fundamental widersprechen - das ist kein Widerspruch.

chithanh schrieb:
Das Buildsystem endet nicht beim Kunden, dem ist das egal denn der bekommt nur das Kompilat.
Wir sind uns aber einig, dass OpenSource mehr ist als "gratis Software für den Endnutzer"? Von daher interessierts mich schon, ob noch jemand außer des geschlossenen russischen Enteicklerteams in der Lage ist den Code zu compilen.
 
@DerAnnoSiedler
Na klar die haben doch ihre Buildbots, das kann jeder nachbauen der will. Ist halt auf deren Workflow zugeschnitten und berücksichtigt nicht die Interessen etwa von Linux-Distributionen.
Ich verweise da nur nochmals auf Go-OO was das dazu 100% passende Analog war. Das machte OpenOffice.org aber nicht weniger Open Source.

Der Trick von grsecurity und Red Hat ist dass man zusätzlichen Vertragsbedingungen zustimmen muss bevor man überhaupt an den Code kommt.
Aber danach kann man damit machen was man will, einschließlich Logos weglassen. Man bekommt dann halt nicht nochmal eine Lizenz dafür.
Aber das ist vollkommen kompatibel mit FOSS, denn das besagt nur dass jeder Empfänger von Code alle 4 Freiheiten haben muss (am Code! Nicht an Assets oder Markenzeichen).
 
chithanh schrieb:
Ist halt auf deren Workflow zugeschnitten und berücksichtigt nicht die Interessen etwa von Linux-Distributionen.
Und dieser "Workflow" beinhaltet, dass man sich ganz zufällig direkt nach Start von Euro-Office doch noch mal den kaputten und veralteten Buildbot hernimmt und überarbeitet ;).
chithanh schrieb:
Aber danach kann man damit machen was man will, einschließlich Logos weglassen. Man bekommt dann halt nicht nochmal eine Lizenz dafür.
Aber das ist vollkommen kompatibel mit FOSS, denn das besagt nur dass jeder Empfänger von Code alle 4 Freiheiten haben muss (am Code! Nicht an Assets oder Markenzeichen).
1. Verstehe ich nicht, was du mir mit dem Beispiel sagen willst - was ja das Gegenteil ist von dem OnlyOffice Fall. Wir sind uns einig, in dem Moment wo eine Lizenz dich zwingt die Software ausschließlich mit dem markenrechtlich geschützen Logo weiterzugeben (d.h. nur mit expliziter Genehmigung des Rechteinhabers), fällt das unter keine Open Source Definition. Und das wahnsinnig eindeutig.

2. Ist "vollkommen" ein sehr starkes Wort. Entgültig kann hier niemand etwas sagen, denn die Sachlage ist durchaus umstritten und nicht juristisch geklärt. Letztendlich wurde nur mal gerichtlich entschieden, dass die rechtliche Frage zum grsecurity-Fall tatsächlich nicht geklärt ist. Und ich gehe mal nicht davon aus, dass da irgendetwas zeitnah geklärt ist, weil niemand ernsthaft Bock auf das GPL-Minienfeld hat.

3. Bin ich in jedem Fall absolut bereit, solche Projekte als "Pseudo-Open Source" zu betiteln. Sprich, wenn diese nur den äußeren Schein und wegen mir auch rechtliche Rahmenbedingungen von Open Source erfüllen - aber in der Realität nichts mit Open Source gemein haben = die Freiheiten nicht tatsächlich wahrgenommen werden oder nicht im Echten Leben wahrgenommen werden können
 
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DerAnnoSiedler schrieb:
Wir sind uns einig, in dem Moment wo eine Lizenz dich zwingt die Software ausschließlich mit dem markenrechtlich geschützen Logo weiterzugeben (d.h. nur mit expliziter Genehmigung des Rechteinhabers), fällt das unter keine Open Source Definition. Und das wahnsinnig eindeutig.
Nein das tut sie nicht, das ist ja gerade der Knackpunkt bei Red Hat und grsecurity gewesen. Du verlierst bestimmte zusätzliche Rechte (auf Support, neue Versionen, Logobenutzung) die dir der Anbieter gewährt wenn du die Software weiterverbreitest, aber die Rechte am Code behältst du

AGPL3 ist da eindeutig in Sektion 7:
If the Program as youreceived it, or any part of it, contains a notice stating that it is governed by this License along with a term that is a further restriction, you may remove that term.​

Und laut 7 b) kann nur legal notice und author attribution verlangt werden. Ein Trademark ist also klar eine "further restriction" und sie können diese von den Bedingungen entfernen
b) Requiring preservation of specified reasonable legal notices or author attributions​

Das ist also wie die Situation die es auch bei grsecurity und Red Hat gibt, zusätzliche Vertragsbedingungen zur GPL die man einfach weglassen kann wenn man die Software weitergibt.

Sowohl Red Hat als auch grsecurity können ihre Verträge so gestalten, und der Code ist trotzdem FOSS weil jeder Empfänger die vollen 4 Freiheiten behält. Genauso wie NextCloud die vollen 4 Freiheiten am OnlyOffice-Code hat (nur halt nicht an den Trademarks, die sie deshalb entfernen und deshalb auch nicht mehr benutzen dürfen).
 
@chithanh
Ach was. Ich habe nie etwas anderes behauptet.
Realität ist nur aber auch, das hat alles OnlyOffice nicht davon abhehalten in deren AGPL zu schreiben:
Pursuant to Section 7(b) of the License you must retain the original
Product logo when distributing the program
Und Euro-Office auf dieser Basis Rechteverletzung vorzuwerfen.
Kleinere Anbieter wären an dieser Stelle sicherlich eingeknickt bzw. hätten die durch Gerichskosten ruinieren können; Verfahren zur GPL sind grundsätzlich hochkomplex! Nur mit einem Caliber wie Ionos anzulegen - das hat sich OnlyOffice dann doch anders überlegt :evillol: .
 
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