News Existenzbedrohung: Ohne den Google-Suchdeal droht Firefox das Ende

Firefox läuft hier auf allen PCs seit vielen Jahren – ohne Probleme.

Mit Adblocker (außer auf ausgewählten Seiten wie CB z.B.), mit unzähligen offenen und angepinnten Tabs, mit ellenlangen Lesezeichenlisten. Die Hardware reicht vom 15 Jahre alten Dualcore-Laptop/4GB RAM bis zum aktuellen Desktop/64GB RAM.

Ich würde wirklich gern wissen, welche Probleme es mit Firefox laut einigen Nutzern geben soll. Mir sind wirklich nie welche aufgefallen.
 
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Ladybird wurde ja schon genannt. Für alle Interessierten: Hier ein aktuelles Video vom Projektgründer Andreas Kling (ex KHTML, QtWebkit und WebKit-Entwickler). Der Browser samt Engine wird from scratch entwickelt und ist momentan pre-alpha, eine alpha-Version soll 2026 rauskommen.
 
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supertramp schrieb:
@autopilot Fangen wir als erstes einfach mal mit den 500Mio. von Google an. Rest brauche ich nicht aufzuzählen
Das ist dein Argument? Wow…
Was willst du denn mit deinem „Argument“ bekräftigen?
Warum brauchst du den Rest nicht aufzählen?
Was kommt denn da noch?
 
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Palitore schrieb:
Ich würde wirklich gern wissen, welche Probleme es mit Firefox laut einigen Nutzern geben soll. Mir sind wirklich nie welche aufgefallen.

Setz den Browser mal im Professionellen Umfeld ein, Insbesondere, wenn Software den Browser als Frontend bzw. zur Darstellung des Userinterfaces benutzt.

So typische Anwendungen sind da:

WebRTC-Elemente (Diverse Videokonferenzen über Webinterface z.B. Das kann dann durchaus von Version zu Version schwanken. 135 Geht, 136 geht nicht, 137 geht so halb, 138 geht, 139 geht wieder nicht... teilweise ein bisschen tricky. Chromiumbasierte Browser sind da meist zuverlässiger)

Redering von SVG und CSS-Animationen funktionieren tendentiell unter Chromium besser, bzw. die Darstellung ist in der Gecko-Engine nicht immer fehlerfrei.

Darstellung DRM-Geschützter Inhalte (Widevine) funktioniert unter Gecko nicht immer, sprich Netflix zeigt plötzlich nur noch 720P.

Firefox spiel nicht so schön mit der Hardwarebeschleunigung zusammen wie Chromium (Wobei da natürlich auch NVidia/AMD/Intel mit zusätzlich schuld haben können, trotzdem muss man in Firefox generell öfter mal die Hardwarebeschleunigung deaktivieren, weil irgendwas ruckelt und bockt oder Framedrops produziert)

Als ich z.B. noch einen TAN-Generator der Sparkasse hatte und mit dem FlickerCode TAN-Nummern fürs Onlinebanking erzeugt habe, konnte ich das mit Firefox komplett vergessen, hat einfach nicht funktioniert. (Gut, das Problem habe ich mittlerweile nicht mehr, aber trotzdem).

An für sich halte ich die Mozilla Foundation auch nicht mehr für sonderlich vertrauenswürdig. Insbesondere was die letzten Jahre passiert ist von wegen heimlich Telemetrie abschnorcheln in den Default-Einstellungen, das Einführen einer EULA, der Beginn, sich die Rechte an deinen Userinfos zu sichern bzw. die Türen für Änderungen in diese Richtung zu öffnen etc.

Ich würde dann eher zu sowas wie Waterfox oder Librewolf raten, nicht unbedingt zum "Original".
 
nurmalsoamrande schrieb:
Setz den Browser mal im Professionellen Umfeld ein,
Macht "mein" Kunde. Da dieser wiederum (und glücklicherweise) die Nutzungsinfrastruktur organisatorisch festlegen kann, ist FF das Target für alle web-basierten Anwendungen. Die Nutzung anderer Browser läuft dann auf "eigene Gefahr". WebRTC wird dort allerdings generell nicht verwendet.

Will sagen: Wenn es der Kontext und dessen Möglichkeiten erlauben, ist FF nicht automatisch eine Hürde.
 
Leider sehr schlecht, dass es Mozilla nicht geschafft hat, sich von Google finanziell zu lösen. Kostenoptimierungen sind bei 500mio. sicher auch noch drin.

Das Google 500mio. zahlt zeigt nur, wo die Preise für Nutzerdaten und persönliche Werbung mittlerweile angekommen sind. Naiv wer glaubt, das wäre in der Werbebrache viel Geld :evillol:
Schaut Euch gern mal die Einnahmen von Google bzw. der Konzernmutter Alphabet an, dann erklärt sich das von selbst.

Klar ist auch, dass außer Firefox noch Thunderbird als Produkt dranhängt.

Und dass so viele über den Browser meckern, dass er Seiten nicht mehr richtig anzeigt, kann ich einerseits nachvollziehen, liegt aber nicht an Mozilla sondern der Marktmacht von Google. Viele Seitenbetreiber haben Ihre Seiten für Chrome bzw. dessen Engine optimiert. Mit Chromium ist das ganze dann auch noch quasi "Open Source", was einen aus persönlichen Nutzerdaten entwickelten Browser bzw. dessen Engine noch weiterverbreitet.
Leider hält sich Chrome nicht immer an die Webstandards bzw. beeinflusst diese als quasi-Monopol so, dass es den eigenen Interessen nutzt - nennt man auch Marktmissbrauch. Ändert aber nichts an der aktuellen Situation.

In Summe alles sehr schlecht für uns als User, weil das Manifest v3 deutliche Einschränkungen hinsichtlich Add-Ons (insbesondere Werbeblockende wie uBlock) macht. Im Prinzip steckt auch hier die Marktmacht von Google dahinter, um Werbung weiterhin personalisieren und fleißig Nutzerdaten sammeln zu können.

Ich persönlich nutze aktuell Librewolf, schlanker Firefox ohne Bullshit inkl. uBlock Origins und Fingerprint-Schutz. Dadurch sehr schnell, sicher und sehr zuverlässig.

Das darf aber jeder gern machen, wie er möchte..just my 2 cents
 
Zuletzt bearbeitet:
Warum gehen die Leute eigentlich so steil auf Chrome? Ich habe in der Vergangenheit beides schon genutzt (Heute nutze ich bewusst Firefox). Bis auf wenige um nicht zu sagen marginale unterscheide, ist mir nix aufgefallen. Zumal Googles' Kampf gegen Werbeblocker ein klares Argument für die Konkurrenz ist.

Dann gibts noch regelmäßig Benchmarks. Aber ehrlich, ob die Webseite ne hundertstel Sekunde länger braucht, interessiert mich null Komma null!

Dann gibt es noch die Situation aus Entwicklersicht. Wobei ich da nur einen sehr groben Einblick habe. Ich habe nur meinen damaligen Dozenten im Ohr, wie es hieß, das wir unbedingt Chrome installieren sollten weil Dinge passieren... ehrlich, kriegt euren Scheiß auf die reihe. Webseiten müssen überall laufen...
 
ComputerJunge schrieb:
Macht "mein" Kunde. Da dieser wiederum (und glücklicherweise) die Nutzungsinfrastruktur organisatorisch festlegen kann, ist FF das Target für alle web-basierten Anwendungen.... WebRTC wird dort allerdings generell nicht verwendet.

Will sagen: Wenn es der Kontext und dessen Möglichkeiten erlauben, ist FF nicht automatisch eine Hürde.

Dann sei froh, dass dies dein Kunde so sieht, die Regel ist dies aber nicht. Ist aber auch sicherlich ganz massiv von der Branche abhängig.

Ich z.B. habe viel mit Firmen zu tun, wo das erste, was man dir unter die Nase hält eine NDA, selbst wenn du "nur" Workflows bzw. Musterdaten anfragst, um einen Lösungsansatz zu präsentieren. Im Bereich kritische Infrastruktur findest du so ganz tolle Dinge, dass du erst nach einem polizeilichen Führungszeugnis und einem Backgroundcheck den Zugag per VPN in eine Gastdomäne kommst, wo genau ein Windows mit keiner anderen ausführbaren Anwendung als dem Webbrowser kommst, der alles bis auf 2 oder 3 Intranetseiten blockiert hast, auf dem du auf das Web-Frontend der propriätären Videocall-Anwendung kommst.. und das nur, weil man dann aber wieder zu geizig ist, ne zusätzliche Lizenz für den Client zu kaufen....
 
GokuSS4 schrieb:
nutze Librewolf, aber wenn der Fuchs wirklich das zeitliche segnen sollen... was bleibt übrig?
ungoogled Chromium? bleibt Manifest v3, also fällt das raus. Brave? weiß ja auch nicht
Ich benutze auch Librewolf. Allerdings frage ich mich, wie stark die weitere Entwicklung von Librewolf auf die Weiterentwicklung von Firefox angewiesen ist.
 
konkretor schrieb:
Mozilla Foundation auch die 500 Millionen auch in die Firefox Enwicklung gesteckt
Ist es wirklich die Mozilla Foundation? Sicher dass du an der Stelle nicht die Mozilla Corporation meinst?

Ich selbst mag ja den Firefox Browser, Thunderbird und Co., aber dieses Buhlen um Spenden für ein "unabhängiges Web" von einem Konzern der hunderte Millionen scheffelt durch die fast vollständige Abhängigkeit von Google finde ich schon sehr unschön. Ich habe auch das Gefühl, dass an Firefox gar nicht mal so viele Entwickler daran arbeiten. Gerade die Benutzeroberfläche (Vertical Tabs) und andere Features wird gefühlt in Zeitlupe entwickelt, da sind andere halt leider vielfach schneller, was vielleicht auch ein Grund ist, warum immer mehr Abwandern und Firefox den Rücken kehren.

Mich würde mal wirklich interessieren, wieviel Entwickler aktuell überhaupt am Browser arbeiten. Die Entwicklung von Thunderbird ist beispielsweise unberührt von dem Zirkus hier. Die Finanzierung erfolgt zu großen Teilen auf Spendenbasis.
 
@eastcoast_pete Ohne Firefox auch kein LibreWolf. LibreWolf ist 1:1 der Code von Firefox mit ein paar anderen Standardeinstellungen.

@Flutz da sind schon noch einige beschäftigt - schau dir mal die Changelogs an. Viel passiert halt unsichtbar (implementierung neuer webstandards) und nicht in der GUI.
 
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Das Browser was die Auflösung angeht limitiert sind auf Streaming Seiten die Widevine benutzen ist aber dem Streamingdienst zuzurechnen der entscheidet welchen DRM Level er für welche Clients und Abspieler er zulässt mit welchen Auflösungen.
Firefox, Chrome, Edge sind theoretisch alle so sicher oder unsicher wie die andren. Das Content Decryption Module kommt stets von Google. In neueren Versionen wurde auch MS PlayReady als Alternative mit eingebunden. Da kann man dem Browser nichts negatives vorwerfen.
Für 4k Netflix brauch man auch die besonders geschützte eigenständige Netflix App.
 
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Benutze nur Firefox, aber deren ToS sind jetzt auch fragwürdig.

Brave? Nein, danke. Ist letztendlich auch nur Chromium.

Librewolf wollte ich testen, aber ist auf Android nicht verfügbar. Mullvad Browser inklusive VPN ist auch eine Überlegung wert.

Ladybird könnte revolutionieren, wenn es dann tatsächlich veröffentlicht wird.

@gimmix danke für das Video. Kenne Ladybird durch Mental Outlaw (Youtube Kanal) und verfolge das Projekt seit kurzem ebenfalls.
 
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Wäre sogar bereit, eine kleine mtl. Gebühr zu bezahlen. Der Firefox muss bleiben!
 
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Atma schrieb:
Doch, wäre es. Ohne den Feuerfuchs besteht das Web nur noch aus Blink und Chromium.
Wenn dann nur aus Blink und Webkit, Chromium ist nach wie vor keine Engine.
 
gimmix schrieb:
Ladybird wurde ja schon genannt. Für alle Interessierten: Hier ein aktuelles Video vom Projektgründer Andreas Kling (ex KHTML, QtWebkit und WebKit-Entwickler). Der Browser samt Engine wird from scratch entwickelt und ist momentan pre-alpha, eine alpha-Version soll 2026 rauskommen.
welch eigenartige Namenwahl. was soll sowas?

Lady Bird ist ein US-amerikanisches Filmdrama mit Coming-of-Age-Elementen von Greta Gerwig, das auf einem Originaldrehbuch der Regisseurin basiert. Der Film erzählt von der willensstarken Christine McPherson, dargestellt von Saoirse Ronan, die sich danach sehnt, ihre kalifornische Heimatstadt zu verlassen und an der US-Ostküste zu studieren. Dadurch gerät sie vor allem in Konflikt mit ihrer Mutter, gespielt von Laurie Metcalf, die versucht, die Familie zusammenzuhalten.
https://de.wikipedia.org/wiki/Lady_Bird
 
riloka schrieb:
Das Browser was die Auflösung angeht limitiert sind auf Streaming Seiten die Widevine benutzen ist aber dem Streamingdienst zuzurechnen der entscheidet welchen DRM Level er für welche Clients und Abspieler er zulässt mit welchen Auflösungen.

Das ist dem Kunden/User aber egal. Der sieht nur: Mit Firefox gehts nicht, mit Chrome gehts.

Hätte/Aber/Wenn und Sollte interessieren am Ende des Tages nicht. Wenn ich den Lifestream meines Bundesligavereins aus welchem Grund auch immer mit Firefox nicht sehen kann, mit Chrome oder Safari aber schon, da ist es piep-egal, ob Chrome und/oder Safari eine proprietäre Schnittstelle bedienen was nicht sollte etc....
 
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