Extremwetter über Deutschland

Idon schrieb:
@DekWizArt

Meines Erachtens unterscheidet uns das:
Ich kann Fehler eingestehen und reflektieren sowie darlegen, was mich zu dem Fehler bewogen hat.
So gar nicht, sonst hättest Du Dir den letzten Satz in dem Absatz erspart.
 
@DekWizArt

Dann interpretieren wir das unterschiedlich. Das ist aber in Ordnung. Wesentlich für mich ist, dass ich mir ernsthaft mitnehme, feinfühliger mit meinen Worten umzugehen.
 
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Idon schrieb:
Zur Studie aus NRW habe ich mich geäußert. Warum beziehst du das nicht in deinen Beitrag ein
Weil du das immer so anwendest, wie es dir gerade passt.

Als ich dir mit guten Argumenten auf Grund von viel Berufserfahrung erklärt habe, warum dein Wissenschaftsargument, bzw. der hochtrabende Titel eines wissenschaftlichen Leiters nicht so einfach anwendbar ist in der alltäglichen Markt- und Meinungsforschungsarbeit, hat dich das eben keinen Millimeter interessiert, nur um jetzt hier pauschal auf die Wissenschaftler einzudreschen weil es dich interessiert.
Die Ansicht, daß der Begriff nicht geschützt ist, hast du ja quasi 1 zu 1 übernommen.

Deswegen mein SCNR!


Für das Sorry..... 👍 !
 
Wir können doch einen Kompromiss finden. Wir verzichten komplett auf ein Tempolimit und stellen ab 20xx nur noch Autos her, die maximal 130 km/h fahren. Sind dann alle zufrieden? ;)
 
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Skaiy schrieb:
Wir können doch einen Kompromiss finden. Wir verzichten komplett auf ein Tempolimit und stellen ab 20xx nur noch Autos her, die maximal 130 km/h fahren. Sind dann alle zufrieden? ;)

Gern, fahre eh nicht schneller. ;) Bzw. kann meiner eh nur 158.
 
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@@mo

Du hast Recht, aber vielleicht sprechen wir hier aber aneinander vorbei: Ich hatte bei unserer Diskussion damals natürlich einen Sachverhalt mit einem wirtschaftliches Forschungsinstitut (= keine Meinungsforschung, sondern in diesem Falle ging es um Berechnungen in finanzieller Höhe aus einer konkreten Datenbasis) im Sinne und hatte den Eindruck, dass du eher von Meinungsforschung sprachst.


Es schadet meines Erachtens der wichtigen Klimadebatte, wenn immer wieder Argumente für und gegen eine bestimmte Maßnahme keinen belastbaren, objektiven Hintergrund haben, sondern - so wirkt es zumindest auf mich - das Ziel die Inhalte mitbestimmt hat. Dabei ist dann wohl auch unwesentlich ob sich das Ergebnis fundamental ändern würde, wäre die Datenbasis einwandfrei; der gefühlte und eventuell tatsächliche Vertrauensverlust liegt vor.


@Skaiy

Hah! Aber mal vom Spaß weg:
Warum nicht einen Kompromiss mit Augenmaß? Tempolimits dynamisch je nach Verkehr, Uhrzeit (Lautstärke bzw. Berufs- und Feierabendverkehr) und Wetter.

Mein persönlicher Eindruck ist: Es ließen sich auch viele Umweltschadstoffe einsparen, wenn das Fahren reibungsloser funktioniert. Beachtung des Rechtsfahrgebotes, grüne Wellen, weniger Stauschwerpunkte, Entzerren der verschiedenen Verkehrsarten (Schiene, motorisierter Straßenverkehr, Fußgänger/Radfahrer). Gerade auch als Fahrradpendler wünsche ich mir, dass die letzten noch fehlenden dreihundert Meter und die letzte fehlende Straßenüberquerung entzerrt dargestellt würden, auch wenn gerade fahrradtaugliche Tunnel natürlich extrem teuer sind.
 
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Skaiy schrieb:
Wir verzichten komplett auf ein Tempolimit und stellen ab 20xx nur noch Autos her, die maximal 130 km/h fahren.
:lol:
Wovon träumst du eigentlich nachts?
Wenn sich so gegen ein Tempolimit gestellt wird (seit über 50 Jahren), wie hoch ist dann die Wahrscheinlichkeit, dass "abgeriegelte" Fahrzeuge eher akzeptiert werden?

Die genaue Höhe des Tempolimits ist nebenbei immer egal gewesen ... denn es geht ums Prinzip, und nach dem ist auch ein Tempolimit bei Mach3 abzulehnen. Auch wenn man dann eh nur 120 fährt und nur für Überholmanöver mal schneller fährt.

Wer unterwegs nicht unter Zeitdruck geraten will, der muss eben größere Puffer einplanen (ich weiß, dass das in vielen Bereichen schwer möglich ist, da dort das Rasen eingeplant wird).

Das mache ich sogar beim ÖPNV, denn wenn ich (wie heute) um 17:00 anfangen muss zu arbeiten, und weiß, dass der Bus ca. 20 Minuten braucht, dann gehe ich trotzdem schon um 16:00 los.
Der Grund ist der Feierabendverkehr, in dem auch Busse bisweilen mal stecken bleiben.
Ausserdem verpasse ich auch ab und zu mal einen Bus, weil ich noch immer so blöd bin, und an roten Fußgängerampeln warte.
Dabei kostet das eigentlich nur Zeit ... selbst wenn ein Auto nur Schritttempo fahren kann, ist man damit noch schneller am Ziel bei dieser Verkehrsplanung. An einigen Kreuzungen ist das 3 zu 1 verteilt. Drei Grünphasen für Autos only, bevor mal eine kurze Grünphase für Fußgänger kommt, die gerade so reicht, um bei normalem Tempo die Straße zu überqueren (viele Senioren schaffen es gerade bis zur Mitte, bevor sie von ungeduldigen Autofahrern angehupt werden).
Fußgänger sein macht in "Mobilistan" einfach absolut keinen Spaß mehr, auch weil man sich den ohnehin schon knappen Platz noch mit eRollern, eBikes und Pedelecs (neben traditionellen Rollern und Fahrrädern) teilen muss, deren Halter die Regeln für die Dinger noch immer nicht kapiert haben.

Der Platz wird auch nicht immer knapper, weil die Radwege breiter werden, auch das liegt einzig und allein an den Entwicklungen unserer Autoindustrie und dem Umstand, dass jede Familie drei oder vier Autos besitzt (spätestens wenn die Kinder erwachsen sind). Ein Wahnsinn, den wir uns nur leisten, um unsere Autoindustrie am laufen zu halten, bzw. den wir uns leisten MÜSSEN, damit diese Industrie weiter läuft.
Die alten Kleinwagen (z.B. Fiat 600 oder der Austin Mini - also die Originale, nicht die aufgeblasenen neuen Varianten) sind zwar unsicher (der Fahrer muss halt aufpassen ... auch zum eigenen Schutz) ... dafür kann man auf dem Platz für einen Mini-Clubman gleich zwei davon abstellen.
Eigentlich gibt es keine echten Kleinwagen mehr, bzw. ein Auto von der Größe eines Fiat 600 wäre heute mit all der Sicherheitstechnik eben ein Einsitzer ohne Stauraum.


Mal etwas anderes (ich kenne mich mit Patentrecht nicht so aus, daher frage ich):
Wäre es möglich, Technologien mit bekannten negativen Umweltfolgen kategorisch nicht zum Patent zuzulassen?
Gäbe es das, dann wäre für die Entwckler von vorn herein klar, dass sie eine solche Technologie zwar entwickeln können, diese dann aber keinerlei Patentschutz genießen wird, was den Profit aus der Entwicklung arg schmälern dürfte (schließlich darf es dann ab dem Releasetag jeder kopieren, wie er lustig ist ... und die Kopien werden billiger sein, als das Original, mit dem noch Entwicklungskosten eingespielt werden sollen).
Im Idealfall würde die Wirtschaft dann erst garnicht beginnen, solche Technologien zu entwickeln.
Gleichzeitig eventuell noch bei bereits patentierten und bekannt umweltschädlichen Technologien eine Verlängerung der Patente verweigern.

Natürlich wäre das ein Primat der Umwelt vor der Wirtschaft ... ich denke allerdings, dass das langfristig gesünder ist, als andersrum.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es gibt ein faktisches Tempolimit bei 250 (elektronische Abriegelung), bei wenigen Fahrzeugen 270 oder auch 305. Nur extrem wenige Fahrzeuge sind wirklich unlimitiert und nur ein Teil der Fahrzeuge erreicht überhaupt 250.

Ein Tempolimit 200 hielte ich da maßvoller als 130 (oder 110 oder 140).
 
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Die ganze Welt hat ein Tempolimit, bis auf ein paar .. wie würdet ihr sie nennen, Schurkenstaaten, naja und eben Deutschland.
 
DerHechtangler schrieb:
Das steht am Ende meines Beitrages.
Auf Umweltschutz in anderen Ländern haben „wir“ hier tatsächlich nur im beschränkten Maße Einfluss. Natürlich könnte jeder Verbraucher auf umweltfreundlichere Herkunft achten, kostet dann aber eben entsprechend mehr erstmal obwohl langfristig gespart werden könnte. Schwieriges Thema.
Anyway, ich denke das mit internationalen Kooperationen auch Ländern geholfen werden kann, die eben bisher mehr Probleme haben. Wobei ich D und Einwohner insgesamt ja nun nicht unbedingt als Musterbeispiel für Umweltschutz bezeichnen würde.

BTW, zum Tempolimit noch, es ging zumindest mir nur um den CO2 Ausstoß der eben erwiesenermaßen mit abnehmenden Tempo sinkt. Ich konnte bisher nix gegenteiliges finden, falls irgendwer dazu Lesestoff hat würde ich mich über Links freuen.
DerOlf schrieb:
Wäre es möglich, Technologien mit bekannten negativen Umweltfolgen kategorisch nicht zum Patent zuzulassen?
Weiß ich nicht. Was mich mich in dem Zusammenhang frage ist, ob Technikfolgenabschätzung in der Form überhaupt für Neuentwicklungen einigermaßen seriös möglich ist.
 
Idon schrieb:
Nur extrem wenige Fahrzeuge sind wirklich unlimitiert und nur ein Teil der Fahrzeuge erreicht überhaupt 250.
Und wenn diese Marke 150 wäre, dann wäre das eben nicht zu ändern und du müsstest eben damit planen.
Du würdest dich dran gewlöhnen, dass du dann eben nicht mehr als erster am nächsten Stau ankommst.
SE. schrieb:
Was mich mich in dem Zusammenhang frage ist, ob Technikfolgenabschätzung in der Form überhaupt für Neuentwicklungen einigermaßen seriös möglich ist.
Ich dachte an Technologien, bei denen es seriös abgeschätzt werden kann (bereits in der Entwicklung).
Für alles andere bräuchten die Patentämter wohl funktionierende Kristallkugeln.

Ich dachte dabei zum Beispiel an die "An/Aus-Automatik bei PKW. DIe ist fraglos sinnvoll, um den Verbrauch im Stand zu reduzieren.
Aber dieser Sinn hält sich mMn etwas in Grenzen, wenn die Automatik dann immer wieder dafür sorgt, dass der Motor für 5 Sekunden aus ist. Ich sehe das regelmäßig an Ampeln. Auto kommt an, bleibt stehen (Motor geht sofort aus) und fährt dann keine 5 Sekunden später wieder an, weils halt grün ist.
Ich frage mich, ob das den Verbrauch wirklich noch senkt, oder ihn eher nach oben treibt.
Eventuell lassen einige Idioten ihre Autos aber auch einfach "zu scharf" einstellen ... da habe ich nicht den Einblick.

Das kann man für das vorliegende Modell berechnen, und gegebenenfalls eben ein Patent verweigern (die Berechnungen können auch Entwicklungsingenieure bewerkstelligen ... jedenfalls sollten sie das können ... wenn ein Unternehmen da ins offene Messer rennt, ist es selbst schuld).

In einigen Ländern sagen einem die Ampeln, wie lange sie noch rot sein werden ... das versetzt den Fahrer n die Lage, selbst zu entscheiden, ob es sich lohnt, den Motor für die verbleibende Standzeit aus zu machen.
Mittels Vernetzung könnten das die Autos sogar selbst entscheiden ... Motor aus nur bei mindestens 10, 20 oder 30 Sekunden zu erwartender Standzeit (laut Ampelanlage) und nicht immer, wenn mal alle Vier Räder für mehr als 2 Sekunden still stehen.
Aber das wird wahrscheinlich in Albanien früher möglich sein, als in Deutschland.
 
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Ich habe das Start/Stop bei mir deaktiviert, auf Grund von diversen Berichten über eine schnell verschleißende Start/Stop Batterie. Geht ein Glück beim Wrangler mit einem entsprechenden Modul.
 
@DerOlf

Das Problem ist ja nicht das Ankommen am nächsten Stau.

Ich mache dir ein konkretes Beispiel:
Wir haben mehrere Produktionsstandorte und drei Verwaltungsstandorte. Ich kann jeden Standort, bis auf einen, besuchen und am selben Tag heim kommen, wenn ich früh morgens wegfahre (4-5 Uhr, ich komme also ohne Stau durch) und entweder vor dem Feierabendverkehr heimfahre oder nach dem Feierabendverkehr.

Jetzt bin ich nicht mal Außendienstler, ich habe die Situation also nur 1-2x alle 14 Tage. Außendienstler jedoch planen ihre Termine alle so, da Zeit = Geld.

Mit Tempolimit ist das schlicht nicht mehr zu schaffen, weil rechnerisch kaum noch Arbeitszeit vor Ort übrig ist.


Wirkt sich auf die Umwelt zum Beispiel so aus:
Mehr Außendienstler um dieselbe Anzahl an Terminen zu schaffen = mehr Autos mit Verschleiß etc.
Mehr Übernachtungen in Hotels
Mehr Verkehr (der einfach nur langsamer, dafür eben länger ist)
 
Es gibt US-Bundesstaaten, da darfst du keine 100 fahren. Nirgendwo im gesamten Land (bis auf ein winziges Fleckchen in Texas) sind mehr als 120 erlaubt.

Seltsamerweise ist das Land noch nicht in Anarchie ausgebrochen und auch die Wirtschaft wurde nicht von Kommunisten in Grund und Boden getreten. Nein, man sagt sich, es sei immer noch die größte Volkswirtschaft auf dem Planeten.

Aber gut, ist wahrscheinlich noch zu früh, daraus irgendwelche Rückschlüsse zu ziehen. Die Tempolimits dort gibt es ja erst seit 50 Jahren.

Ich seh das im Prinzip sehr pragmatisch: ein Tempolimit bringt keine erkennbaren Nachteile. Also her damit. In ein paar Jahrzehnten, wenn alle Autos mit Strom aus erneuerbaren Quellen fahren, autonom unterwegs sind und kein Mensch mehr am Steuer sitzt, kann man das meinetwegen wieder abschaffen.
 
Die Diskussion Tempolimit ist hier zu Lande genauso unsachlich geführt wie in den USA das Waffenrecht. Beides ist absolut lächerlich.
 
Idon schrieb:
Mehr Außendienstler um dieselbe Anzahl an Terminen zu schaffen = mehr Autos mit Verschleiß etc.
Mehr Übernachtungen in Hotels
Warum das?
Das Tempolimit gilt für alle, also hat man keinen Nachteil daraus, sich dran zu halten.
Die adneren schaffen auch nicht mehr so viele Termine ... Eventuell einfach mal ganz allgemein über Zeitmanagement nachdenken ... vielleicht passt da was ganz allgemein nicht.

Ansonsten erinnert mich das etwas an Erichs "vorwärts immer, rückwärts nimmer".
Was spricht dagegen, weniger Termine zu machen, und dafür aktiv zu Umweltschutz und Unfallvermeidung beizutragen?

Mehr Autos bedeuten zunächst mehr Verkehr und eine noch schlechtere Chance, durchschnittlich schneller als 120 zu fahren ... sogar ohne Tempolimit.
Wir können uns auch einfach weiter auf eine steigende Anzahl Autos auf unseren Straßen verlassen ... dann erledigt sich das mit dem schnell Fahren ohnehin von selbst.
Ich arbeite an einer viel befahrenen Ausfallstraße ... und ich habe das Gefühl, dass "vorm Feierabendverkehr" irgendwas vor 14:00 bedeutet und "nach Feierabendverkehr" etwas nach 21:30 (naja ... so zwischen 19:00 und 20:30 wird es meist nochmal etwas ruhiger).
So richtig frei ist die Strasse eigentlich nur für knapp 3 Stunden am Tag (Nachts wahrscheinlich auch, aber da ich nicht da wohne, kenne ich nur die Zustände zwischen 6:30 und 22:30).
 
Zuletzt bearbeitet:
@OdinHades

In den USA hat jedes Kaff einen Verkehrsflughafen, von dem man mit attraktiven Preisen überall hin kommt. Dazu ist alleine Texas weit größer als Deutschland - die Vergleichbarkeit hinkt.

Gegenbeispiel: In Russland gibt es weder ein großes funktionierendes Schienen-, noch Straßen-, noch Flughafennetz. Entsprechend sind einige Regionen völlig abgehängt.

@DerOlf

Außendienstler treffen sich ja nicht mit anderen Außendienstlern irgendwo. Die müssen ihre X-Termine am Tag durchziehen.

Was dagegen spricht? Das sind oft ziemlich gut bezahlte Leute (Ausgabenseite) die Aufträge (Einnahmenseite) rein holen.


Trotz des hohen Verkehrs kann man oft schneller als 130km/h fahren, aber halt nicht immer 250km/h. Auch auf den bundesweiten Rennstrecken.

Deshalb ja mein Vorschlag: Mehr dynamische Tempolimits.
 
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Idon schrieb:
In den USA hat jedes Kaff einen Verkehrsflughafen, von dem man mit attraktiven Preisen überall hin kommt. Dazu ist alleine Texas weit größer als Deutschland - die Vergleichbarkeit hinkt.
Das mag sein, aber selbst ohne den Vergleich sehe ich hierzulande keinerlei ernsthafte Nachteile, die sich durch ein Tempolimit ergeben würden. Laut einer Erhebung des ADAC ist man mit 160 km/h bei einer Strecke von 62 Kilometern ganze sechs Minuten schneller, und das auch nur im Optimalfall. Rechne ich das auf das Zehnfache hoch, ist das ne Stunde. Wobei es in Deutschland glaube ich nirgendwo eine so lange Straße gibt, auf der ich stumpf dieses Tempo durchfahren kann. Aber sei's drum. Gehen wir halt davon aus, dass es dafür Abschnitte gibt, wo man noch schneller fahren kann, dann passt das wieder.

Sehr viel längere Strecken werden wohl nur die wenigsten in Deutschland fahren, behaupte ich jetzt einfach mal. Da spart man also im allerbesten Fall ne knappe Stunde. Ob das die nachweislich erhöhten Risiken und die nachweislich erhöhte Umweltbelastung rechtfertigen kann? Meiner Ansicht nach nicht. Die Vorteile überwiegen, deshalb Pro-Tempolimit. Und da die Gegner des Tempolimits derzeit in den Umfragen ziemlich abkacken, gehe ich auch fest davon aus, dass ein solches in den nächsten Jahren kommen wird.
 
@OdinHades

Um die Zeitvorteile auszurechnen bedarf es nicht des ADAC. Stumpf so schnell fahren klappt nachts oft, tagsüber aber z. B. auf der A81 zwischen Würzburg und Heilbronn, auf Teilen der A7, A9, A3...

Es geht jedoch darum, dass man eben nicht einfach nur einmal z. B. sechs Minuten spart. Sondern jeden Tag. Pro Richtung. Das ist für die betroffenen Personen reine Lebenszeit.

Dass das jemanden, der in einer Stadt wohnt und kein Auto hat nicht interessiert, mag sein. Aber entsprechend finde ich ein Abstellen auf "die Umfragen" zu kurz gegriffen. Oder, anders herum: Warum in Städten Straßenbahnen und Busse betreiben, die Leute könnten ja auch die 5km laufen oder mit dem Fahrrad fahren. Ist ja nur eine Stunde.
=> Will ja auch (nachvollziehbar für mich) niemand.
 
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