Skaiy schrieb:
Wir verzichten komplett auf ein Tempolimit und stellen ab 20xx nur noch Autos her, die maximal 130 km/h fahren.

Wovon träumst du eigentlich nachts?
Wenn sich so gegen ein Tempolimit gestellt wird (seit über 50 Jahren), wie hoch ist dann die Wahrscheinlichkeit, dass "abgeriegelte" Fahrzeuge eher akzeptiert werden?
Die genaue Höhe des Tempolimits ist nebenbei immer egal gewesen ... denn es geht ums Prinzip, und nach dem ist auch ein Tempolimit bei Mach3 abzulehnen. Auch wenn man dann eh nur 120 fährt und nur für Überholmanöver mal schneller fährt.
Wer unterwegs nicht unter Zeitdruck geraten will, der muss eben größere Puffer einplanen (ich weiß, dass das in vielen Bereichen schwer möglich ist, da dort das Rasen eingeplant wird).
Das mache ich sogar beim ÖPNV, denn wenn ich (wie heute) um 17:00 anfangen muss zu arbeiten, und weiß, dass der Bus ca. 20 Minuten braucht, dann gehe ich trotzdem schon um 16:00 los.
Der Grund ist der Feierabendverkehr, in dem auch Busse bisweilen mal stecken bleiben.
Ausserdem verpasse ich auch ab und zu mal einen Bus, weil ich noch immer so blöd bin, und an roten Fußgängerampeln warte.
Dabei kostet das eigentlich nur Zeit ... selbst wenn ein Auto nur Schritttempo fahren kann, ist man damit noch schneller am Ziel bei dieser Verkehrsplanung. An einigen Kreuzungen ist das 3 zu 1 verteilt. Drei Grünphasen für Autos only, bevor mal eine kurze Grünphase für Fußgänger kommt, die gerade so reicht, um bei normalem Tempo die Straße zu überqueren (viele Senioren schaffen es gerade bis zur Mitte, bevor sie von ungeduldigen Autofahrern angehupt werden).
Fußgänger sein macht in "Mobilistan" einfach absolut keinen Spaß mehr, auch weil man sich den ohnehin schon knappen Platz noch mit eRollern, eBikes und Pedelecs (neben traditionellen Rollern und Fahrrädern) teilen muss, deren Halter die Regeln für die Dinger noch immer nicht kapiert haben.
Der Platz wird auch nicht immer knapper, weil die Radwege breiter werden, auch das liegt einzig und allein an den Entwicklungen unserer Autoindustrie und dem Umstand, dass jede Familie drei oder vier Autos besitzt (spätestens wenn die Kinder erwachsen sind). Ein Wahnsinn, den wir uns nur leisten, um unsere Autoindustrie am laufen zu halten, bzw. den wir uns leisten MÜSSEN, damit diese Industrie weiter läuft.
Die alten Kleinwagen (z.B. Fiat 600 oder der Austin Mini - also die Originale, nicht die aufgeblasenen neuen Varianten) sind zwar unsicher (der Fahrer muss halt aufpassen ... auch zum eigenen Schutz) ... dafür kann man auf dem Platz für einen Mini-Clubman gleich zwei davon abstellen.
Eigentlich gibt es keine echten Kleinwagen mehr, bzw. ein Auto von der Größe eines Fiat 600 wäre heute mit all der Sicherheitstechnik eben ein Einsitzer ohne Stauraum.
Mal etwas anderes (ich kenne mich mit Patentrecht nicht so aus, daher frage ich):
Wäre es möglich, Technologien mit bekannten negativen Umweltfolgen kategorisch nicht zum Patent zuzulassen?
Gäbe es das, dann wäre für die Entwckler von vorn herein klar, dass sie eine solche Technologie zwar entwickeln können, diese dann aber keinerlei Patentschutz genießen wird, was den Profit aus der Entwicklung arg schmälern dürfte (schließlich darf es dann ab dem Releasetag jeder kopieren, wie er lustig ist ... und die Kopien werden billiger sein, als das Original, mit dem noch Entwicklungskosten eingespielt werden sollen).
Im Idealfall würde die Wirtschaft dann erst garnicht beginnen, solche Technologien zu entwickeln.
Gleichzeitig eventuell noch bei bereits patentierten und bekannt umweltschädlichen Technologien eine Verlängerung der Patente verweigern.
Natürlich wäre das ein Primat der Umwelt vor der Wirtschaft ... ich denke allerdings, dass das langfristig gesünder ist, als andersrum.