Fahrzeugtechnik studieren - Erfahrungen

Partizan

Commander
Registriert
Sep. 2008
Beiträge
2.670
Guten Tag,

ich suche Leute, die das Fach Fahrzeugtechnik studieren, oder studiert haben, oder studieren wollen und schon fleißig Infos gesammelt haben.

Habe zwar das WWW durchsucht und einige Infos gesammelt, aber meist eben nur Ansammlungen von Beschäftigungsmöglichkeiten usw.

Ich möchte aber wirklich knallhart erfahren, wie der Alltag aussieht, ob man es mit Fleiß schaffen kann, und und und.

Alles Informative ist herzlich willkommen! :cool_alt:


PS: Ich werde auch bald zum Studientag gehen und mir dort den Vortrag anhören. Erfahrungsgemäß erfährt man dort aber recht wenig, bis auf die typischen Vorträge a la "was für Fächer gibt es?" "was kann man später machen?" usw.
Ich brauche jedoch richtiges Material. Das wäre klasse. :cool_alt:
 
Interessante Fragestellung. Was bedeutet für dich "der Alltag", wenn nicht Vorlesungen und spätere Beschäftigung? Was außer "was für Fächer gibt es?" "was kann man später machen?" erwartest du dir als Antworten? Welches Studium schafft man deiner Meinung nach selbst mit Fleiß nicht?
Zudem solltest du die Hochschule nennen, an der du Fahrzeugtechnik studieren möchtest, denn die Studiengänge unterscheiden sich doch erheblich, das ist jedoch in jedem Bereich so.

Edit: Erwarte zudem nicht an der Gestaltung eines Autos mitzuwirken o.ä.. In der Regel sieht das spätere Aufgabenfeld sehr spezialisiert aus, z. B. Entwicklung eines Bauteils wie einem Türmechanismus oder Fahrwerkskomponente etc.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich würde mal auf die Seiten div. Fachhochschulen und Universitäten gehen und mir das Material dort durchlesen. Mehr haben wir auch nicht/ würden wir auch nicht machen.

Lg
 
@ b03ch7
Mich würde interessieren, was man den Tag über so macht; womit man sich beschäftigt; ob es "abnormal" schwierig ist; wie die Vorlesungen sind; ob es gut besucht ist; was der NC in der vorherigen Jahren war; was nach den beiden Anfangsjahren kommt; alles eben.
Von mir aus auch weiterführende Literatur, aber dann bitte ausführlich und keine Dreizeiler von der Arbeitsagentur usw. :)


Was den Fleiß betrifft - so war das sicher nicht gemeint. Natürlich muss man immer schuften. Ich bin um ehrlich zu sein eher sprachlich begabt, was aber auch daran liegt, dass man für diese Fächer auf der Schule kaum lernen muss, im Gegensatz zu Mathe und co. (außer man ist natürlich ein Naturtalent)
Da ich, wie man sieht, kein Naturtalent in diesem Bereich bin, würde mich interessieren, ob ich es dennoch schaffen kann, ob ich bestehen kann.
 
eine Bekannte studiert Fahrzeugtechnik Fachbereich Fzg-Design.

In Ihrem studium werden ihr die Grundkenntnisse von Kfz-Mechanikern beigebracht. Was ich persönlcih für unsinn halte WEIL wozu benötigt ein Karossedesigner Kentnisse eines Getriebe-Innenlebens? Konnte sie mir selbst nicht beantworten! ^^

Im Moment macht sie ein halbjährliches Praktikum bei einem großen bayrischen Autobauer - und bekommt natürlich da schon ordentlich Asche! :)
 
Danke schon mal für Infos.
Was mich auch interessieren würde:

Uni Stuttgart schrieb:
In den ersten vier Semestern werden die Grundlagen der Ingenieurwissenschaften wie Mathematik, Mechanik, Physik, Thermodynamik, Informatik, Elektrotechnik, Werkstoffkunde und Konstruktionslehre vermittelt.

Was genau ist unter den fettgedruckten Fächern zu verstehen? Was macht man da genau??
 
Fahrzeugtechnik ist eine Abart des Maschinenbaus, die Anforderungen in Mathe liegen doch recht hoch, jedoch nichts was mit einem Papula nicht zu schaffen wäre. Das muss man aber aber auch wirklich wollen, nicht umsonst sind die Abbrecherraten im Maschinenbau allgemein sehr hoch.

Ich würde dir aber grundsätzlich empfehlen dich hochschulspezifisch umzuhören. Schau ob du auf Fachschaftsseiten kommst (oft gibt es dort Foren wo man auch als Gast Fragen stellen kann), dort kann man dir dann auch wirklich genau sagen was speziell an dieser Hochschule los ist. Allgemeine Aussagen hier bei knapp 40 unterschiedlichen Hochschulen allein in Deutschland sind viel zu allgemein. In der einen Stadt ist es schwieriger, in der anderen einfacher, nicht zuletzt aufgrund der unterschiedlichen Studienordnungen mit 2 bis 4 möglichen Versuchen in einer Klausur, freier Einteilung oder Zwangsteilnahme, je nach Bundesland.

Edit: Die von dir aufgezählten Fächer sind im Endeffekt alle angewandte Mathe, wie in fast jedem Ing.-wiss. Studiengang. Problem erkennen, Formel raussuchen. Hört sich leicht an, ist es aber nicht ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Der "Schwierigkeitsgrad" eines Faches ist, salopp gesagt, abhängig von deiner Vorbildung, deinen Neigungen und Interessen, der Auffassungsgabe usw.

Jemand der in der Schule mit normalem Lernaufwand (also praktisch ohne lernen) an einfachen Gleichungssystemen scheitert sollte sich gut überlegen ob er wirklich Ingenieurswissenschaften in irgend einer Form studieren sollte.

Ich bin selber studierter Maschinenbauer, hab also von Fahrzeugtechnik nicht wirklich Ahnung was das Studium angeht. Allerdings wirst du dich da im Grundstudium sicherlich auch mit Mathe, mehr Mathe, noch mehr Mathe, Physik, Elektrotechnik, Mechatronik usw rumschlagen dürfen. Im Hauptstudium hat man dann in der Regel mehr interessante Fächer zur Auswahl als man Zeit hat zu belegen.

Das Fächerangebot was du belegen kannst wirst du nur bei den entsprechenden Schulen finden, gleiches gilt für den NC. Falls du ein Kooperatives Studium anstrebst, da werden gerne mal die Fächer für dich ausgesucht um halt gezielt einen Spezialisten für eine bestimmte Position zu "züchten".

Ein Studium kann meiner Meinung nach jeder bestehen, es ist immer nur die Frage ob die Person gewillt ist die nötige Zeit aufzuwenden. Es gibt immer Leute die mit deutlich weniger (zeitlichem) Aufwand da durch gehen als man selber, allerdings gibt es auch immer welche die noch langsamer sind als man selber.

Wenn dich so ein Studium reizt mach es, im dümmsten Fall "verlierst" du 1 bis 1,5 Jahre bevor du feststellst das es nichts für dich ist oder dich überfordert.

Edit:

Zu den Fächern die du aufgelistet hast google einfach mal nen paar Scripte und lies die Quer, selbstständiges Arbeiten und Informationsbeschaffung ist nicht unwichtig im Studium ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Mechanik ist alles was mit beweglichen Teilen zu tun hat halt "Maschinen" Thermodynamik ist die Wärmelehre als das Verhalten von Werkstoffen unter verschiedenen Temepraturen. Elektrotechnik ist von einfachen kleine Schaltkreisen bishin zu Komplexen Elektroanlagen alles, Wekstoffkunde sollte sich aus dem Wort ableiten halt die Kunde über Wekrstoffe wie verhält sich jener Werkstoff unterwelchen bedinungen. Es geht Hauptsächlich darum, dass du lernst welcher Werkstoff z.B. für ein Getriebe zu verwenden ist.
Konstruktionslehre hat viel mitStatik aber auch aerodynamik zu tun. Heißt wie wird ein Fahrzeug möglichst aerodynamisch, leicht und gleihczeitig Sicher undStabil konstuiert.

EDIT: da waren ein paar schneller.. Wen du zu den Themen ein paar weiter Informationen haben willst, einfach bei Wikipedia eingeben.
 
Vielen Dank!

Weiß einer vielleicht, wo man sich die letztjährigen NC's zu diesem Studienfach anschauen kann? Meint ihr ein 2,0 oder 2,1er Abi reicht?
 
Partizan schrieb:
Danke schon mal für Infos.
Was mich auch interessieren würde:



Was genau ist unter den fettgedruckten Fächern zu verstehen? Was macht man da genau??

Mechanik=Statikberechnung, kann auch später FEM werden
Thermodynamik=Wärmelehre (Verbrennungsprozesse...)
Elektrotechnik=elektrische Schaltungen
Werkstoffkunde=Werkstofflehre & Praktikum, etwas Chemie
Konstruktionslehre=Technisches Zeichnen, Anfangs Handzeichnen und später CAD
 
Nc gibet ja nur noch bei den wenigsten Fächern.. Kann halt sein das du mit nicht so gutem Durchschnitt ein paar Warte Semser für deine Wunsch Uni hast.. Wobei die sich häufig durch Leute welche abspringen wieder drastisch verkürzen. Also einfach A***h aufreißen und Abi so gut wie möglich hinlegen. ist zumindest mein Vorsatz. aber 2.0 2.1 klingt schonmal gut.
 
Partizan schrieb:
Muss man sich seinen Stundenplan jetzt selbst zusammenstellen? Wählt man die Fächer? Oder muss man zu bestimmten Fächern hin?

Alles so schwierig. :D

Ja und nein. Das ist von Schule zu Schule unterschiedlich. Gewisse Fächer sind Pflicht, bei gewissen Fächern und Schulen herrscht auch Anwesenheitspflicht bei den Vorlesungen, anderswo nur Anwesenheitspflicht bei Laborterminen. Im Studienverlauf musst du dir dann selber Schwerpunkte suchen und setzen, das läuft dann zwangsläufig auf Stundenplan selber bauen raus.
 
Wie bereits gesagt, wäre es hilfreich zu sagen, wo du das Ganze studieren möchtest.
Ich kann z.B. jetzt gerade nur für die RWTH sprechen, da sieht die Geschichte so aus, dass du die ersten vier Semester einfach Maschinenbau studierst und dich dann spezialisierst. Jedoch werden dort auch alle Fahrzeuge auf Schienen mitbehandelt. Im Master sollte es sich dann weiter Differenzieren.
Der Stundenplan ist bei "uns" relativ fest, d.h. du wählst ob du in die Mittwochs oder Donnerstags Matheübung gehst, das wars. An anderen Unis kann das aber anders sein. (Z.B. die Philologen in Düsseldorf handhaben das anders).
2,0 - 2,1er Schnitt reicht.
Was zum "Knallharten": Die Studienabbrecherquote ist sehr, sehr hoch. Und die meisten Leute waren auch nicht gerade schlecht in der Schule, die übliche Überlegung, der 50% Idioten, die man häufig im Alltag ausplanen kann funktioniert da leider nicht. Fahrzeugtechnik will so ziemlich jeder machen am Anfang des Studiums, wenn er sich nicht für Luft-/Raumfahrt interessiert. Relativiert sich dann im Laufe der Zeit, weil einige dann sehen, dass sie ach dem Studium nicht lustig Autos bauen, sondern z.B. Schalter fürs Cockpit umsetzen usw.

In Ihrem studium werden ihr die Grundkenntnisse von Kfz-Mechanikern beigebracht. Was ich persönlcih für unsinn halte WEIL wozu benötigt ein Karossedesigner Kentnisse eines Getriebe-Innenlebens? Konnte sie mir selbst nicht beantworten! ^^
Kenntnisse von Mechanikern erwirbt sie da sicherlich nicht, denn das theoretische Wissen über die Bauteile ist bei den Mechanikern im Verhältnis minimal. Diese Leute haben aber das Wissen, wie man etwas bearbeitet etc. und wie man etwas Ausbaut, Einbaut ohne dabei einen Haufen Schrott zu hinterlassen. Klingt zwar einfach, ist es aber nicht. Die Entwickler (Ingenieure) bringen das theoretische Wissen zur Konstruktion mit. Das haben die Mechaniker nicht. Wenn du aber dem Ingenieur einen Schweißbrenner in die Pfote drückst, kann das ausgesprochen erheiternd werden. Da sind die Mechaniker die Spezialisten für (Gilt für weitere praktische Anwendungen genauso). Sie brauchen sich also gegenseitig und müssen miteinander arbeiten (leider gibt es einige, die das anders sehen und entsprechend Produktiv sind). Da i.d.R. aber der Ing. den Entwurf macht und der Techniker das Ganze umsetzen muss ist es sinnvoll eine Ahnung davon zu haben, wie man dort arbeitet. Dafür gibt es Praktika. Für den Karosseriedesigner ist jetzt Folgendes interessant:
An die Karo. muss irgendwann das Getriebe dran (schwebt ja nicht). Was habe ich da zu erwarten, welche Belastungen treten auf und warum? Und dann bitte auch noch so, dass der Mechatroniker in der Werkstatt das Dingen wechseln kann ohne sich die Hände zu verknoten. Insbesondere am letzten Punkt scheitert es gerne mal. (Das sind dann die besonders beliebten Konstrukteure in Werkstätten, bei denen im CAD Programm doch alles noch so gut geklappt hat...)
Das als Beispiel dafür, warum es sinnvoll ist, Wissen aus anderen Bereichen zu Sammeln.
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke dir!
Ich würde an der Uni Stuttgart, nach Möglichkeit, studieren. Luft- und Raumfahrttechnik habe ich mir auch schon überlegt, doch angeblich braucht man da Spitzennoten??



EDIT: Habe nun auch etwas über die Zulassungsbeschränkungen gelesen. Die Abipunkte werden durch 28 geteilt, sodass 30 max. rauskommt. Dazu kann man 5 Punkte durch Leistungen usw. verdienen.
Nun stand, dass der Schnitt bei 11,6 (von 35) im vorherigen Jahr lag.

Ist das nun der Schnitt aller Angenommener? (bzw. der schlechteste hat solche Werte) ????
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,
ich studiere zwar nicht Fahrzeugtechnik aber ich bin nun im 5.Semester des Studiengangs Maschinenbau (Vertiefungsrichtung Luftfahrttechnik) an der RWTH. Allerdings waren die ersten vier Semester für alle Maschis identisch so dass ich dir sicehr ein paar Fragen beantworten kann.

Wie sieht der Alltag aus?
Bei jedem anders. Das hängt davon ab wie du lernst und wie fleißig du bist. Einige sitzen gefühlte 25h am Tag in der Uni und besuchen jede erdenkliche Veranstaltung die angeboten wird. Andere kommen nur zu den Klausuren in die Uni und lernen stattdessen zu hause. Da wirst du deinen eigenen Weg finden müssen. Im allgemeinen kann man sagen dass sich bei den meisten eine Art Mittelweg bewährt hat...
Auch die Frage ob du noch Freizeit haben wirst kann man nicht pauschal beantwortet. Das hängt ganz davon ab wie Fleißig du bist und welche Ansprüche du an deine eigenen Noten stellst. Aber bevor ich dir hier zu viel angst mache: Du wirst meistens noch genug Zeit für Partys und Hobbys haben. Auch wenn nicht mehr so viel wie im Abitur...

Womit man sich so beschäftigt?
Die komplette Palette an Naturwissenschaften. Ein Paar Highlights:
-Chemie: Nur ein kleiner Grundkurs der nicht über die Inhalte eines Chemie LK hinaus kam
-Mechanik: Eines der Exmatrikulations-Fächer. Statik, Festigkeitslehre und Dynamik. Das ganze ist schon recht anspruchsvoll und vor allem mit Übung in den Verfahren zu bestehen
-Thermodynamik: Nen schlimmerer Brecher als Mechanik. Hier geht es vorallem um Begriffe wie Energie, Entropie und Enthalpie. Einfach mal bei Google eingeben. Aber kurz gesagt würdest du hier Motoren, Kraftwerke, chemische Anlagen und Kältemaschinen mit Sicht auf ihre Energien und Wirkungsgrade durchrechnen.
-Strömungsmechanik: Das verhalten von Fluiden in allen Situationen des lebens...
-Physik: Noch eine kleine Exkursion in die restlichen gebiete der Physik. Aber vorallem Schwingungslehre.

Dann gibt es noch eine Große Ladung Mathematik. Lineare Algebra, Differentialrechnung und numerische Mathematik. Das alles natürlich in beliebig vielen Dimensionen...

Dazu kommen dann noch die ingenieurswissenschaftlichen Fächer:
- Maschinengestaltung: Erst lernst du Technisches Zeichnen (auf dem Papier und mit CAD) und später dann die Auslegung von Maschinen entsprechend der tausenden Normen die es so gibt.
- Simulationstechnik: Einführung in Simulationssoftware. Sehr NuMa-lastig
- Messtechnik: Das einzige mal dass du bei uns was Praktisch machst. Kleine Einführung in verschiedene Messverfahren.
- Elektrotechnik: Drehstrom, Halbleiter und mit Blick auf deinen Eigentlichen Studiengang vorallem Elektromotoren
- Informatik: Viel theoretisches Blabla und ein wenig C++
- Werkstoffkunde: Du lernst die Kennwerte kennen und wie du Bauteile auslegen musst. Ausserdem viele Prüf- und Herstellungsverfahren. Kunststoff, Metall und Keramik.

Und zu guter Letzt noch ein Bisschen BWL:
- Kommunikations- und Organisationsentwicklung: Unglaublich Langweiliges Labberfach. Unternehmensstrukturen etc
-business engineering: Hmja, BWL halt... dolle Sache -.-

Wie die Vorlesungen sind?
Hängt immer vom Prof ab. Manche machen ihren Job echt gut. Andere sollten lieber Moderator bei Arte werden...

Der NC?
Der NC ist in der Regel egal... Bei mir war es so dass der NC 2008 bei 2,3 lag. Ich bin aber direkt im ersten Verfahren mit 2,4 reingekommen und im Zweiten Verfahren waren dann auch schon die Leute mit 3,6 dabei.

Anfangsjahre?
Die Anfangsjahre waren jetzt die Fächer weiter oben. Die sind für alle gleich. Nach diesen zwei Jahren wählst du eine Vertiefungsrichtung. Bei uns ist das:
Luftfahrttechnik, Fahrzeugtechnik, Verfahrenstechnik, Energietechnik, Kunststofftechnik, Textiltechnik, Konstruktionstechnik oder Produktionstechnik.

Du kannst deinen Stundenplan selbst zusammenstellen. Allerdings solltest du versuchen dich an den Regelstudienplan zu halten. Den findest du hier:
http://www.maschinenbau.rwth-aachen...bau/Studienplaene/MB_BSc_Studienplaene_DE.pdf

Luft- und Raumfahrttechnik habe ich mir auch schon überlegt, doch angeblich braucht man da Spitzennoten??
Nicht andere als im restlichen Maschbau.
 
Zuletzt bearbeitet:
Vielen Dank für diesen ausführlichen Beitrag, Frontier. Du hast mir sehr geholfen.
Eine Frage habe ich jedoch noch:

Du meinst also, trotz der kompliziert klingenden Fächer ist ein guter Abschluss möglich, wenn man genug lernt?
Und: werden Fächer wie Thermodynamik selbst aufgeteilt in verschiedene Gebiete?
 
ProSpeed schrieb:
Kenntnisse von Mechanikern erwirbt sie da sicherlich nicht, denn das theoretische Wissen über die Bauteile ist bei den Mechanikern im Verhältnis minimal. Diese Leute haben aber das Wissen, wie man etwas bearbeitet etc. und wie man etwas Ausbaut, Einbaut ohne dabei einen Haufen Schrott zu hinterlassen. Klingt zwar einfach, ist es aber nicht. Die Entwickler (Ingenieure) bringen das theoretische Wissen zur Konstruktion mit. Das haben die Mechaniker nicht. Wenn du aber dem Ingenieur einen Schweißbrenner in die Pfote drückst, kann das ausgesprochen erheiternd werden. Da sind die Mechaniker die Spezialisten für (Gilt für weitere praktische Anwendungen genauso). Sie brauchen sich also gegenseitig und müssen miteinander arbeiten (leider gibt es einige, die das anders sehen und entsprechend Produktiv sind). Da i.d.R. aber der Ing. den Entwurf macht und der Techniker das Ganze umsetzen muss ist es sinnvoll eine Ahnung davon zu haben, wie man dort arbeitet. Dafür gibt es Praktika. Für den Karosseriedesigner ist jetzt Folgendes interessant:
An die Karo. muss irgendwann das Getriebe dran (schwebt ja nicht). Was habe ich da zu erwarten, welche Belastungen treten auf und warum? Und dann bitte auch noch so, dass der Mechatroniker in der Werkstatt das Dingen wechseln kann ohne sich die Hände zu verknoten. Insbesondere am letzten Punkt scheitert es gerne mal. (Das sind dann die besonders beliebten Konstrukteure in Werkstätten, bei denen im CAD Programm doch alles noch so gut geklappt hat...)
Das als Beispiel dafür, warum es sinnvoll ist, Wissen aus anderen Bereichen zu Sammeln.

Das ist auch der Grund warum in solchen Studiengängen in der Regel noch nen mindestens 1 semestriges Praktikum in irgend welchen Betrieben geleistet werden muss. Ausgenommen Leute die eine entsprechende Ausbildung haben.

Wir haben bei uns im laufe des Studiums ne Projektarbeit gehabt wo man nen 2 oder 3 dreistufiges Getriebe Auslegen und fertigungsgerecht Zeichnen sollte. Da hat sich sehr deutlich gezeigt wer schon mal mit Lego gespielt hat, wer ne Ausbildung hat bzw zu Hause bastelt und wer wirklich nur Abi hat.

Dazu noch mal nen Zitat meines Mechanik/FEM-Profs zu Anfang des Studiums.
"Meine Damen und Herren, ich freue mich das sie hier so zahlreich Erschienen sind, es sind wieder alle Altersklassen zwischen 17 und 40 Jahren vertreten, einige kommen direkt vom Abitur, die anderen haben schon lange keine Bildungsanstalt mehr von innen gesehen. Die Erfahrung zeigt, das hier nur diejenigen überleben die sich als Gruppe organisieren. Hier helfen die Abiturienten den Leuten aus der Praxis mit der Theorie und andersrum.
Eins noch, ich verabschiede mich jetzt schon mal von gut der Hälfte der Anwesenden die uns im Laufe der ersten paar Semester aus dem ein oder anderen Grund verlassen werden."

Der Mann hatte mit jedem Wort recht. Die Leute die so wie ich schon 5 Jahre oder länger im Berufsleben waren hatten Anfangs größere Probleme mit dem schulischen Teil, speziell Mathe. Die Abiturienten waren in den meisten Fällen zwar in der Lage etwas zu berechnen, hatten dann bei der Gestaltung und fertigungsgerechten Umsetzung doch sehr interessante Lösung zu bieten ;)

Edit:

Partizan schrieb:
Eine Frage habe ich jedoch noch:

Du meinst also, trotz der kompliziert klingenden Fächer ist ein guter Abschluss möglich, wenn man genug lernt?
Und: werden Fächer wie Thermodynamik selbst aufgeteilt in verschiedene Gebiete?

Ja, sicher.
Die Fächer klingen wild, sind es auch oftmals. Wenn man sich aber vernünftig auf die Klausuren vorbereitet hat man auch in der Regel ne ganz reelle Chance besser als 4,0 da raus zu kommen.

Im Studium kratzt man bei meisten Fächern nur an der Oberfläche, dafür sind die einzelnen Themen zu komplex als das man mehr als nen "gutes Allgemeinwissen" aus dem Fach mitnehmen kann. Grade in Fächern wie Thermodynamik lassen sich die Vorgänge nahezu beliebig komplex darstellen.
Eine Spezialisierung in einigen Richtungen kommt dann spätestens in der Diplomarbeit, Bachelorthesis oder Masterthesis wenn zwangsläufig etwas tiefer ins Detail gehen muss.
 
Zuletzt bearbeitet:
Du meinst also, trotz der kompliziert klingenden Fächer ist ein guter Abschluss möglich, wenn man genug lernt?
Natürlich ist ein guter Abschluss möglich. Er wird ja jedes Jahr von mehreren hundert Leuten gemacht. Aber auf der anderen Seite hören natürlich auch jedes Jahr genauso viele Leute auf... Allerdings kommen diese Abbruchquoten die ProSpeed oben auch angesprochen hat, nicht von nichts. Es ist sehr anspruchsvoll. Mach dir da keine Illusionen... Aber es hängt von dir ab.

Und: werden Fächer wie Thermodynamik selbst aufgeteilt in verschiedene Gebiete?
Nö, du hast jedes Modul ein Semester lang. Also ca. 3 Monate Vorlesung. In der Regel ist es so dass du zu jedem Modul etwa 2h Vorlesung pro Woche hast , in denen Versucht wird dir die Theorie zu erklären. Dann gibt es noch 2h Vorrechenübung in der dir Beispielaufgaben vorgerechnet werden. (Vorrechnen und Vorlesen ist wörtlich zu verstehen! Der Dozent steht vorne und Rechnet/Erzählt und ihr sitzt da und hört zu). Bei manchen fächern gibts dann noch Selbstrechenübungen in denen du die Aufgaben selbst rechnest, aber einen Menschen da hast dem du Fragen dazu stellen kannst.
Nach den 3 Monaten Vorlesung kommen dann 3 Monate Vorlesungsfreie Zeit in der die Klausuren geschrieben werden. Da wird auch vorallem gelernt. Mach dir keine Hoffnung dass diese Monate Ferien seien.
 
Zurück
Oben